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Georg Baselitz

Am 30. April 2026 verstarb der international renommierte deutsche Maler Georg Baselitz (ursprünglich: Hans-Georg Bruno Kern). Er war vor allem dafür bekannt, daß er seine Bilder auf dem Kopf stehend malte. Dabei hatte er diese nicht einfach nach dem Malen umgedreht, sondern sie, wie Farbspuren belegen, tatsächlich um 180° verdreht gemalt.

Schlafzimmer,

Georg Baselitz: „Schlafzimmer, 1975″. Öl und Kohle auf Leinwand, 250 x 200 cm.
© Copyright by Georg Baselitz 2026. Photo: Jochen Littkemann, Berlin. Mit freundlicher Genehmigung.

Baselitz, der 1956 mit dem Studium der Malerei begann und der seinen Namen 1961 nach seinem Geburtsort Deutschbaselitz änderte, ist allerdings leider nicht so mein Fall. Da wären einmal seine teils krassen Sujets wie „Die große Nacht im Eimer“, wegen denen es schon mal zu einem Skandal kam. Zum anderen hatte Baselitz leider keine solide Maltechnik, wie sie noch im 19. Jahrhundert gang und gäbe war. Das wird beispielsweise bei seinen „Helden“-Bildern evident, die er am Anfang seiner Karriere in schmutzigbrauner Farbe malte. Heutzutage scheint es ohnehin mehr darauf anzukommen, sich clever zu vermarkten und originell um jeden Preis zu sein.

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Georg Baselitz. Foto: Geoffroy Van Der Hasselt.

Daß Baselitz es trotz fehlender Technik1 (lies: traditioneller Technik) schaffte, international wohl der bekanneste deutsche Maler zu werden, liegt imho vermutlich an der Demise der Gegenwartskunst, wo sogar ein Hühnerei auf einem Podest künstlerischen Wert zugeschrieben bekommt.

Dreht man seine Bilder aber um 180° um, so wird deutlich, daß er durchaus einen Sinn fürs Wesentliche und eine effektive Farbgestaltung hatte.

Schlafzimmer,

Georg Baselitz: „Schlafzimmer, 1975″, um 180° gedreht. Öl und Kohle auf Leinwand, 250 x 200 cm. © Copyright by Georg Baselitz 2026. Photo: Jochen Littkemann, Berlin. Mit freundlicher Genehmigung.

1 Diese fehlende Technik ist imho auch der Ausbildung an den Kunstakademien zuzuschreiben. Ein Bekannter von mir, der Absolvent der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ist, hat mir erzählt, daß traditionelle Maltechnik an der Akademie lediglich als Option angeboten würde.


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