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Heute abend

Hier nochmal die tolle Version von „I’m Going Home“ (1969) von Ten Years After, live beim Woodstock-Festival.

Ich wünschte, ich könnte bei meinem „Katana“-Verstärker von BOSS einzelne Sounds abspeichern.

Themenwechsel: In einem Artikel beim Münchener „Merkur“ schreibt Autor Georg Anastasiadis etwas von „500 möglichen Sozialleistungen“ und führt dazu eine Studie des regierungsnahen ifo Instituts an. Das kann aber gar nicht sein. Wenn dem wirklich so wäre, würde ich wie im Paradies leben. Das ist aber absolut nicht der Fall. De facto sind die sog. Bedarfe pauschaliert, d. h. man bekommt lediglich den Regelsatz von € 563,- und nur in wenigen Ausnahmefällen zusätzliche Leistungen, z. B. Erstausstattung bei Wohnungswechsel oder Beihilfe für Schulkinder. Mir wird vom Sozialamt grundsätzlich alles abgelehnt, was ich beantrage. Mein Fazit: Diese Studie ist total realitätsfern.

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Prof. Dr. Dr. h. c. Clemens Fuest vom ifo Instítut. Pressefoto.

Ergo eine Email an ifo-Präsidenten Prof. Dr. Dr. h. c. Clemens Fuest:

„Sehr geehrter Herr Fuest,

ich bin durch einen Artikel beim Münchener „Merkur“ auf diese Studie gestoßen, die imho aber absolut realitätsfern ist, weil praktisch alle Bedarfe pauschaliert sind und es nur in Ausnahmefällen zusätzlich zum Regelsatz weitere Sozialleistungen gibt. Das müßten Sie doch eigentlich wissen. Wie kommen Sie dann dazu, ein solches Bild zu zeichnen? Wenn das mit den 502 Sozialleistungen wirklich stimmen würde, würde ich wie im Paradies leben. Das ist aber absolut nicht der Fall. Ich komme nur einigermaßen über die Runden, weil ich einen Pflegegrad habe und Pflegegeld beziehe. Wenn ich zusätzlich zum Regelsatz etwas beim Sozialamt (Esslingen am Neckar) beantrage, wird mir grundsätzlich alles (!) abgelehnt. Das müßten Sie der Fairness halber in Ihrer Studie dazuschreiben. Die Pauschalierung der Sozialhilfe, die als „neue Entscheidungsfreiheit“ verkauft wird, dient in Wahrheit nur dazu, Geld einzusparen. Wie wäre es denn mal mit einer Studie zum Thema „Reichtum in Deutschland“? Oder gibt es die schon?

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

Weiterführender Link: Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.


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