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Saatchi Art

Nachdem ich mich etwas bei dem Kunst-Portal Saatchi Art umgeschaut habe, kann ich das allerdings nur sehr bedingt empfehlen. Der Grund? Die Gemälde werden a) oft zu unverschämten Preisen angeboten und sind b) zu einem nicht unbeträchtlichen Teil absolut dilettantisch. Das Motto der – ähem – „Künstler“ scheint hier zu sein: Ok, wenn ich nicht malen kann, da male ich eben abstrakt, da kann ich machen, was ich will.

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Peggy Casey-Mason: „Blue-Green Rhapsody“. © Copyright 2026 by Peggy Casey-Mason.

Das obige Gemälde geht eigentlich noch. Dieses dilettantische Gemälde dagegen ist mit € 24.072,- absolut unsinnig hoch angesetzt. Dabei fürchte ich, daß es tatsächlich Leute gibt, die so etwas kaufen. Ich würde interessierten Käufern raten, statt dessen in eine gute Galerie zu gehen und sich da kompetent beraten zu lassen. Die Maler bei Saatchi Art haben oft überhaupt keinen blassen Schimmer von der Geschichte der abstrakten Kunst, und das kommt dann eben in den betreffenden Gemälden zum Ausdruck.

Ein Zitat:

„Kris and Angela Gebhardt are a powerhouse couple, there’s no question. But the two individuals who make up Gebhardt Fine Art are also incredible artists in their own right.“—From the website of Kris and Angela Gebhardt

Das ist wirklich absolut überzogen, und das ist nur sehr, sehr vorsichtig ausgedrückt. Solche Maler haben wirklich jede Perspektive verloren. Schade nur, daß es bei „Saatchi Art“ niemanden gibt, der auf eine gewisse Qualität achtet.

Und um nur mal zu zeigen, was wegweisende abstrakte Kunst ist, hier das wohl allererste – noch vor Kandinskys erstem abstrakten Aquarell von 1909 – abstrakte Gemälde, die „Komposition in Rot I“ (1905) von Adolf Hölzel.

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Adolf Hölzel: „Komposition in Rot I“ (1905). Gemeinfrei.

Adolf Hölzel konnte nun im Gegensatz zu vielen Malern auf Saatchi Art auch souverän gegenständlich malen.

Hier ein Beispiel aus seiner Dachauer Zeit:

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Adolf Hölzel: „Dachauer Moos IV“ (1905?). Gemeinfrei.

Und hier noch mein „Lieblings-Hölzel“, die „Heilige Ursula“, die sich im Besitz des Kunstmuseums Stuttgart befindet.

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Adolf Hölzel: „Heilige Ursula“ (1914/15). Kunstmuseum Stuttgart. Foto von mir. Gemeinfrei.

Was nun nochmal Saatchi Art angeht, so kann ich z. B. folgendes Gemälde von Gazvani Art doch empfehlen:

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Gazvani Art: „Try Not To Think So Much“. © Copyright 2026 by Gazvani Art.


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