
Cream 1968. V. l. n. r.: Eric Clapton [g, voc], Ginger Baker [dr], Jack Bruce [b, voc]. Foto: Polydor.
Obwohl als Live-Band wegweisend, finde ich die Studio-Aufnahmen von Cream bis auf Ausnahmen ziemlich schwach. So kann ich mit „White Room“ oder „Sunshine Of Your Love“ einfach nichts anfangen. Und – ganz schwach – „Badge“ (Clapton/Harrison). Wenn man dann aber noch bedenkt, daß Eric Clapton seine Live-Improvisationen als „maestro bullshit“ bezeichnete, fragt sich, was dann eigentlich übrig bleibt. Mir persönlich sind in diesem Genre (Blues-Rock) die frühen Fleetwood Mac mit Peter Green deutlich lieber, zumindest die Studioaufnahmen.

Cover von „Then Play On“ von Fleetwood Mac. © Copyright 1969 by Reprise Records.
Und die Cream-Reunion 2005 in der Royal Albert Hall ist für mich der endgültige Tiefpunkt. Die drei Musiker haben die alten Stücke routiniert, aber völlig uninspiriert heruntergespielt, Eric Clapton – seit 1970 – mit einer Fender Stratocaster anstelle der „Fool“-Gibson SG.
Eine Impression der originalen Cream von 1968 bietet folgendes Interview mit Eric Clapton:
Da demonstriert Eric Clapton neben ein paar Blues-Licks seinen berühmten „woman tone“. Zwischen dem Eric Clapton von 1968 und dem von 2005 liegen denn auch wirklich Welten.
