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Heute abend

Jeden Dienstagabend ist in dem Gebäude vis-a-vis von dem Gebäude, in dem ich wohne, eine Trommelgruppe – so auch heute wieder. Ich persönlich finde aber, daß sich dieses Getrommele aber immer gleich anhört. Ich muß dazu sagen, daß ich ab 1984 selbst eine kleine Trommel aus Ton hatte, die ich in Südfrankreich gekauft habe. Ich habe mich damals etwas mit Trommeln beschäftigt. Von daher denke ich, daß ich mir da schon ein Urteil erlauben kann.

Habe heute abend mit meiner Schwester telefoniert. Es ging da um meinen fünfstündigen Aufenthalt in der Notaufnahme des Klinikums Ludwigsburg Dienstag vor einer Woche. Das kam so, daß ich am Dienstagnachmittag auf einmal einen Anruf von einer Arztpraxis bekommen hatte, die mir am Vortag Blut abgenommen hatte, ich hätte ein akutes Nierenversagen und sollte unverzüglich zu meinem Hausarzt gehen. Der war, wie sich herausstellte, aber im Urlaub, und auch seine Vertretung wollte mich nicht behandeln1. Schlußendlich landete ich dann in der Notaufnahme des Klinikums Ludwigsburg, wo ich, nachdem mir Blut abgenommen und ein EKG gemacht wurde, ganze fünf Stunden auf einer Liege lag und auf einen Arzt wartete, der leider nicht kam. Dafür kam einen junge Frau und eröffnete mir, daß meine Werte ok wären und ich nach Hause gehen könne.

Soweit, so gut, nur: Meine Schwester, die mit der mich behandelnden Ärztin dieser fraglichen Praxis, die mich angerufen hatte, telefoniert hatte, sagte mir doch tatsächlich, ich hätte „einfach mehr trinken“ sollen. Nach dem Telefonat mit meiner Schwester merkte ich, wie mich das zusehends ärgerte; ergo schrieb ich der fraglichen Ärztin eine verärgerte Email. Ich meine, wenn ich „einfach mehr hätte trinken“ sollen, schickt man mich nicht mit der Diagnose „akutes Nierenversagen“ zum Hausarzt.

1 Im Nachhinein frage ich mich aber doch, ob mich dieser Arzt so einfach hat wegschicken dürfen. Schließlich hat er einen hippokratischen Eid (inzwischen: Genfer Gelöbnis) abgelegt.


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