„Paradise Lost“ von The Herd. Besetzung: Peter Frampton [g, voc], Andy Bown [keyboards, voc], Gary Taylor [b] und Andrew Steele [dr]. Die Single „Paradise Lost“ wurde m. W. am 1. Dezember 1967 aufgenommen.
In denkbar krassem Gegensatz dazu ist die Popmusik von heute: Ein Dahingenudel ohne Höhen und Tiefen. Radiosender wie der SWR3, die diese Musik unkritisiert spielen, sollten sich in Grund und Boden schämen, so etwas unters Volk zu bringen. Wie ich zu dieser Einschätzung komme? Ich kenne es eben noch ganz anders. Habe Anfang bis Mitte der 1970er-Jahre auf dem damals noch existierenden SWF3 in Baden-Baden den von Walther Krause ins Leben gerufenen Pop Shop gehört. Das war noch kritisches, qualitativ hochwertiges Radio, und die Moderatoren, allen voran Chefsprecher Frank Laufenberg, haben schon mal – heute undenkbar – die Musik von damals durch den Kakao gezogen. Ich denke da an Gruppen wie z. B. Sweet oder Middle of the Road.

Die Pop-Shop-Moderatoren 1970. V. l. n. r.: Unbekannt, Walther Krause (vorn), Karlheinz Kögel und Frank Laufenberg. Foto: Privatarchiv Frank Laufenberg. Mit freundlicher Genehmigung.
Neben dem Programm, das damals unter der Woche lief, war ein Highlight die Oldies-Sendung am Samstagnachmittag, die ich immer gehört habe, wenn ich von der Schule nach Hause gekommen bin. Ich bin damals aufs Wirtschaftsgymnasium in Tübingen gegangen.
1973 oder 1974 kam auf SWF3 oder SDR3 ein ausnehmend gut gemachtes Radio-Feature über das damals neue Album „Quadrophenia“ (1973) der Who. Nach dem Anhören dieses Features habe ich mir dieses Doppelalbum mit dem Booklet innen zu Weihnachten 1974 gekauft, als ich meine erste Stereoanlage von Dual bekommen habe. Das war meine allererste Platte. Außerdem habe ich mir die beiden Stones-Alben „Big Hits“ und „Through the Past Darkly“ gekauft.

Cover von „Quadrophenia“ von den Who. © Copyright 1973 by Fabulous Music Ltd. Coverfoto & Design: Graham Hughes.
