
Die Besatzung der Orion (v.l.n.r.: Wolfgang Völz, Dietmar Schönherr, Eva Pflug, Friedrich G. Beckhaus, Ursula Lillig). © Copyright 1966 by Bavaria Atelier GmbH.
Am 17. September 1966 – ich war damals gerade neun Jahre alt – strahlte die ARD die erste Folge der deutsch-französischen Science-Fiction-Serie „Raumpatrouille“ aus. Es gab ja noch kein Internet, und das deutsche Fernsehen bestand nur aus drei Programmen: der ARD, dem ZDF, und den lokalen 3. Programmen wie hier im Südwesten dem SDR 3.
Damals noch in Schwarz-Weiß, war „Raumpatrouille“ das Ereignis – jedenfalls für mich. Heutzutage kann man sich das nicht mehr vorstellen, gibt es inzwischen durch die 1984 eingeführte Privatisierung doch hunderte von Programmen. Ob das besser ist als damals, wage ich jedoch zu bezweifeln, hatte Deutschland doch eines der besten Fernsehprogramme weltweit. „Raumpatrouille“ kam dann auch auf bis zu 56% Einschaltquote.
Auch die Schauspieler waren durchweg erstklassig, von Dietmar Schönherr als sympathischem Commander Maclaine bis zu dem undurchsichtigen Chef des Galaktischen Sicherheitsdienstes, Oberst Villa (Friedrich Joloff). Hinzu kamen noch die ausnehmend guten Dialoge. Ob das heutzutage aber so nochmal machbar wäre, wage ich sehr zu bezweifeln, haben die aktuellen deutschen Fernsehstars einfach nicht mehr die Präsenz wie damals.
Auf YouTube habe ich alle sieben Folgen wiederentdeckt, z. T. auch mittels KI in Farbe.
