Beim „Rolling Stone“ hat es einen dieser Polls: die 250 besten Gitarristen. Ich habe mit diesen Polls aber so meine Probleme, wenn z. B. weder John McLaughlin noch Django Reinhardt auf einem der ersten Plätze auftauchen. Darüber hinaus: Was heißt denn „der beste“? Der schnellste oder der vielseitigste oder was-weiß-ich? Und daß George Harrison (Platz 31) ein besserer Gitarrist sein soll als Eric Clapton (Platz 35) ist auch schwer zu glauben.
Und dann auf dem ersten Platz natürlich Jimi Hendrix. Ich finde ihn eben auch überschätzt. Er hat zwar die elektrische Gitarre revolutioniert, aber er hatte eben auch seine schwachen Momente – gerade live. Und wo ist Rory Gallagher? Auf Platz 275. Welcher – Verzeihung – Idiot hat diesen Poll erstellt? Oder Johnny Winter auf Platz 166. My! Mein Fazit: Man kann diese ganzen Polls getrost vergessen, denn ich vermute mal, daß bei zehn verschiedenen Leuten auch zehn verschiedene Polls herauskommen.
Wieder beim Rewe in der Myliusstraße, und wieder die ganzen Ausländer. Wie mein Bekannter so richtig gesagt hat: Von dem Deutschland, so wie es noch vor zwanzig, dreißig Jahren war, können wir uns getrost verabschieden. Beim Deniz Kebap war ein Stand der CDU. Ich bin kurz vorbeigelaufen und habe mich beim Deniz Kebap draußen hingesetzt, aber die meist jungen Leute am Stand haben mich nicht angesprochen. Es hätte auch gar keinen Sinn gehabt, denn ich habe schon per Briefwahl gewählt, und ganz bestimmt nicht CDU.
Seit einiger Zeit bootet mein Desktop-PC beim Einschalten oft nicht mehr hoch. Nach einigen Versuchen klappt das dann aber wieder. Habe jetzt beim Arlt angerufen, aber der Herr am Telefon konnte das so nicht sagen, was das kosten würde.
Habe auf YouTube per Zufall ein paar Videos von Eric Clapton und B. B. King entdeckt, aber ich kann mit dem Eric Clapton nach Cream leider nichts mehr anfangen.
Habe gerade gelesen, daß die Renten dieses Jahr um 4,24% steigen sollen. Leider habe ich nichts davon, weil mir da einfach die Grundsicherung gekürzt wird. Ich finde, das ist eine Schweinerei. Ich meine, diese Erhöhung hat ja ihren Sinn. Habe das Sozialamt angemailt und bin gespannt auf die Antwort. Üblicherweise stelle ich nachher jedoch leider fest, daß ich mir die Email hätte sparen können. Ich habe aber jetzt eine neue Sachbearbeiterin. Mal sehen.
Mußte gestern feststellen, daß mir das Bloggen über die politische Situation nicht gut tut. Werde jetzt fürs erste davon Abstand nehmen. Ich konzentriere mich jetzt darauf, daß es mir besser geht. Suche nach der Adula-Klinik jetzt einen guten Therapeuten, der mir in Bezug auf meine psychosomatischen Verspannungen hilft. Das ist aber, wie ich feststellen muß, sehr schwierig. Man muß u. U. ein halbes Jahr und länger suchen. Was sehr hilfreich wäre, ist, wenn die Therapeuten ihre freien Plätze irgendwo melden müßten. So muß ich ewig herumtelefonieren.
Es heißt richtig „Boogie Funk“. Diese Live-Aufnahme stammt vermutlich aus den Siebzigerjahren. Freddie King starb am 28. Dezember 1976 an einem Herzinfarkt.
Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, mich möglichst nicht mehr mit Politik zu beschäftigen, aber die Ereignisse im Iran machen mir das sehr schwer. In diesem Fall wird wieder mal deutlich, daß es eben keine Exekutive gibt, die das Völkerrecht durchsetzt. Hier wird auch wieder klar, daß die USA sich einen Dreck um das Völkerrecht scheren. Mir macht die ganze Entwicklung Sorgen. Und das ist ja noch nicht alles. Laut russischen Geheimdiensterkenntnissen wollen Großbritannien und Frankreich die Ukraine mit Atomwaffen ausstatten.
Zitat:
„Der SWR verfügt über Angaben, dass London und Paris derzeit aktiv an der Bereitstellung dieser Waffe und ihrer Trägermittel an Kiew arbeiten. Es geht um eine geheime Übergabe europäischer Zulieferteile, Ausrüstung und Technologien in diesem Bereich an die Ukraine. Als eine Variante wird der französische TN75 Kleinsprengkopf der U-Boot-gestützten ballistischen M51.1-Raketen betrachtet.
Großbritannien und Frankreich begreifen, dass ihre Absichten eine grobe Verletzung des Völkerrechtes, vor allem des Atomwaffensperrvertrags, bedeuten und mit Risiken verbunden sind, das globale Nichtverbreitungssystem zu zerstören. Deswegen sind Anstrengungen westlicher Länder darauf ausgerichtet, das Entstehen der Kernwaffe bei Kiew so aussehen zu lassen, als wäre es das Ergebnis der Entwicklung der Ukrainer selbst.“—Newsletter der russischen Botschaft in Berlin
Da frage ich mich, ob die alle denn völlig den Verstand verloren haben. Ich weiß wirklich nicht, was in diesen Leuten vorgeht. Was hier fehlt, ist so jemand wie Willy Brandt mit seiner Entspannungspolitik. Prompt fällt mir wieder das Hesse-Zitat ein, das da lautet: „Der Mensch ist des Denkens nicht in hohem Maße fähig.“
Heute bin ich wieder mit einer Frau konfrontiert worden, die glaubt, ein Mann zu sein. Ein Nachbar von mir glaubt dagegen, eine Frau zu sein, obwohl er wirklich absolut nichts Feminines an sich hat. Habe immer stärker den Eindruck, daß vieles in unserer Gesellschaft im Argen liegt, und das wird leider überhaupt nicht besser – im Gegenteil.
Nochmal kurz zu „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“. Dieses Buch war damals, als es erschienen ist, ein Kultbuch, nachdem es, soweit ich weiß, im Vorfeld von über 100 Verlagen abgelehnt wurde. Ich möchte dieses Buch jedenfalls all‘ denen empfehlen, die sich Gedanken über Qualität machen.
Bin heute wieder relativ früh wach – es ist gerade 02:33 Uhr – und trinke meinen ersten entkoffeinierten Milchkaffee. Ob ich nochmal einschlafen kann, weiß ich nicht.
Ich verachte unsere derzeitige Politiker-Klasse, weil sie in erster Linie nicht an die Allgemeinheit, sondern nur an die eigenen Karrieren denkt.
Höre „Warm Valley“ (1940) von Orchester Duke Ellington, gefolgt von „Conga Brava“ (1940) vom selben Orchester.
Duke Ellington 1954. Fotograf unbekannt.
Mache mir Gedanken über den Gitarristen Django Reinhardt, meiner Meinung nach dem Gitarristen überhaupt. Wenn man sich die Sachen anhört, die er aufgenommen hat, muß man bedenken, daß er an der linken Hand lediglich drei gesunde Finger hatte.
Hier ein Beispiel, eine Aufnahme von 1947:
Django Reinhardt spielt hier eine elektrisch verstärkte Archtop. Ab 1947 nahm er praktisch nur noch elektrisch verstärkt auf – eine Tatsache, mit der Puristen so ihre Probleme haben.
Habe wegen der Ausländer-Thematik mit jemandem hier, wo ich wohne, ein sehr gutes Gespräch gehabt. Er hat gemeint, ja, wir würden uns mit der Zeit immer mehr mit Ausländern/Migranten besonders aus arabischen Ländern vermischen, das wäre unausweichlich. Ich sollte eben versuchen, mir das Deutsche zu bewahren. Der Betreffende hat auch gemeint, er würde mich nicht für ausländerfeindlich halten. Ich sehe das auch so. Was ich traurig finde, ist, daß unsere Politiker versuchen, diese Tatsache zu leugnen, obwohl das eigentlich fast nicht mehr geht. Bin, was Politik angeht, sowieso sehr desillusioniert. Da wird mir einfach zuviel gelogen und geheuchelt.
Was z. B. die ganzen Frauen mit Hijab angeht, frage ich mich, warum die sich nicht an deutsche Verhältnisse anpassen. Wir sind hier eben nicht in Saudi-Arabien oder in Syrien oder Afghanistan. Hier sind Haare eben nur Haare.
War beim Trölsch frühstücken. Das habe ich mir heute ausnahmsweise geleistet. Dafür muß ich eben ab jetzt sparen.
Mein Frühstück heute morgen: Lachs, Senf, Rührei, Butter, Brot, Cappuccino. Foto von mir.
War heute morgen im dm-Markt, etwas einkaufen. Wollte auch Mach-3-Klingen von Gilette kaufen, aber da kosten mittlerweile fünf Stück sage und schreibe € 17,95. Ich kenne noch Zeiten, wo sie nur € 11,95 gekostet haben. Frage mich, wo das ganze Geld hingeht und ob diese unverschämte Erhöhung wirklich sein muß. Habe dazu erst bei Procter & Gamble angerufen, wo mir der Herr am Telefon gesagt hat, er könne mir da keine Auskunft geben, ich solle mich an den Händler – also an den dm-Markt – wenden. Und der dm-Markt hat gemeint, ja, die Preise kämen vom Hersteller. So kann man’s auch machen.
War heute nachmittag in der Stadt, einkaufen und einen entkoffeinierten Cappuccino trinken. An der Bushaltestelle sind mir ein paar Farbige aufgefallen, die z. T. laut telefoniert haben. Meiner Wahrnehmung nach werden das immer mehr, aber wehe, man sagt was, dann ist man gleich ein „Ausländerfeind“.
Habe wegen der Ausländer-Thematik mit jemandem hier, wo ich wohne, ein sehr gutes Gespräch gehabt. Er hat gemeint, ja, wir würden uns mit der Zeit immer mehr mit Ausländern/Migranten besonders aus arabischen Ländern vermischen, das wäre unausweichlich. Ich sollte eben versuchen, mir das Deutsche zu bewahren. Der Betreffende hat auch gemeint, er würde mich nicht für ausländerfeindlich halten. Ich sehe das auch so. Was ich traurig finde, ist, daß unsere Politiker versuchen, diese Tatsache zu leugnen, obwohl das eigentlich fast nicht mehr geht. Bin, was Politik angeht, sowieso sehr desillusioniert. Da wird mir einfach zuviel gelogen und geheuchelt.
Vorgestern habe ich kurz den verstorbenen amerikanischen Schriftsteller Robert M. Pirsig erwähnt, dessen „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“ ich – das war 1978 – regelrecht verschlungen habe. Das Buch ist in zwei Ebenen aufgebaut. Auf der ersten Ebene unternimmt der Ich-Erzähler mit seinem Sohn Chris und einem befreundeten Ehepaar eine Motorrad-Tour quer duch die Vereinigten Staaten. Die zweite Ebene handelt von einem Philosophie-Studenten, der Phaidros genannt wird. Dieser Phaidros beschäftigt sich intensiv mit dem Begriff „Qualität“, was am Ende dazu führt, daß er psychotisch wird und einer Elektroschock-Therapie unterworfen wird. Ich kann dieses Buch trotzdem wärmstens empfehlen.
„Die EU treibt ein potenziell bedenkliches Überwachungsgesetz mit dem Titel „Chatkontrolle“ voran, das Tech-Unternehmen dazu verpflichten würde, die privaten Nachrichten aller Nutzer zu scannen – selbst Nachrichten, die durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt sind.“
War einkaufen. Immer wieder Frauen mit Hijab und die üblichen Ausländer, gerade am Busbahnhof. Frage mich, was Haare mit Religion zu tun haben, aber ich muß ja nicht alles verstehen.
Diese Aufnahme von „Vous Qui Passez Sans Me Voir“ wurde im Januar/Februar 1949 von Django Reinhardt [g] und Stéphane Grappelli [vi] in Rom gemacht. Begleitet wurden sie von einer dreiköpfigen italienischen Rhythmusgruppe.
Und hier eine Aufnahme des Duke Ellington Orchestra von 1933: „Daybreak Express“. Damals war die Saxophonsektion dieser Big Band die einzige, die die Passage ab 01:16 spielen konnte (Quelle: „The Swing Era“ von Gunther Schuller).
Schon allein die Einleitung mit diesen ganzen Dissonanzen ist – zumal für diese Zeit – unglaublich.
„Impromptu“ wurde 1951 aufgenommen. Besetzung: Django Reinhardt [g-el], Bernard Hulin [tp], Hubert Fol [as], Raymond Fol [p], Pierre Michelot [b], Pierre Lemarchand [dr].
Habe bei mir im Apartment insgesamt sechs Gemälde, die alle noch aus der Zeit von vor dreißig Jahren sind. Habe sie nicht verkauft, weil sie a) doch mehr als ein bischen an Mark Rothko bzw. Ad Reinhardt erinnern und ich b) mich einfach nicht gut verkaufen kann. Es widerstrebt mir, z. B. einem Galeristen gegenüber irgendwelche Sachen zu erfinden und die Gemälde zu „erklären“. Imho erklären sie sich selbst.
Eines der Gemälde in meinem Apartment. „Ohne Titel“; 1995/96; Packpapier auf MDF-Platte aufgezogen; gerahmt.
2011 habe ich auch mal versucht, mit Inkscape und dem Gimp digitale Gemälde zu kreieren. Hier ein Beispiel:
„Ohne Titel“. Software: Gimp und Inkscape.
Bei Saatchi Art werden weit schlimmere Sachen für tausende von Euros angeboten. Ich kann Saatchi Art deshalb auch nicht guten Gewissens empfehlen. Das ist z. T. wirklich sehr, sehr dilettantisch. Auch bei anderen Plattformen kann ich mich nur wundern, was die Leute da z. T. für exorbitante Preise anbieten. Merke: Man muß nichts können, man muß nur von sich überzeugt sein. Da ist nicht einmal das fundamentalste Wissen um die Kunstgeschichte vorhanden. Ich finde das mehr als nur traurig.