Blender-Logo
Ich arbeite nunmehr seit ca. zehn Jahren mit dem 3D-Programm Blender, wobei ich z. T. immer wieder größerer Pausen gemacht habe. Ich bin anfangs ob der vielen Einstellmöglichkeiten und Parameter schier verzweifelt, so daß ich dann wieder für eine Weile frustriert aufgehört habe. Nun habe ich aber zumindest die ganz fundamentalen Basics intus. Dabei kann ich nur raten, sich Hilfe zu holen, denn so wird die an sich steile Lernkurve deutlich abgeflacht.
Hier das Interface von Blender, wie man es beim Start vorfindet:
Das Interface von Blender 4.1.1
Die Timeline ganz unten braucht man für den Anfang nicht. Sie ist nur für Animationen da. Hilfreich sind Verschiedene Ansichten (s. ganz oben). Das ist – auch wenn es anfangs etwas verwirrend scheint – gut durchdacht. Am wichtigsten für den Anfang sind Layout, Modeling und Shading,wobei die beiden ersteren in erster Linie fürs Modeling, also das Erstellen der 3D-Geometrie da sind. Shading kommt ins Spiel, wenn man die Models texturieren oder ihnen bloß eine Farbe zuweisen will. Beim Texturieren wird dann auch die Ansicht UV Editing wichtig, aber das ist für den Anfang erst einmal nicht so wichtig.
Objekte oder Kurven – auch Text, Lichtquellen, Kameras und anderes mehr – einfügen geht über [Umschalt]+[A]. Überhaupt – das möchte ich hier anmerken – ist es sehr hilfreich, sich die wichtigsten Tastaturkürzel (shortcuts) zu merken. Das beschleunigt das Arbeiten deutlich.
Hier nur eine kurze Übersicht:
Objekte einfügen: [Umschalt]+[A]
Wichtig sind auch die zwei Modi Edit Mode und Object Mode, zwischen denen man mit [TAB] umschalten kann. Im Object Mode verschiebt man Objekte, im Edit Mode bearbeitet man sie. Das ist aber nur eine ganz grundsätzliche Sicht; Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.
Beim Schreiben wird mir klar, daß ich hier leicht vom Hundertsten ins Tausendste kommen kann, deshalb gehe ich hier wirklich nur auf die allerelementarsten Grundlagen ein.
Weiter in der Übersicht der Tastaturkürzel:
Objekte skalieren : [S]
Objekte verschieben: [G]
Objekte rotieren: [R]
Hierbei kann die betreffende Funktion auf eine Achse – die Achsen X, Y und Z – beschränkt werden.
[S][X] – nacheinenander gedrückt – bedeutet z. B.: Skaliere das selektierte Objekt nur auf der X-Achse.
[R][9][0] – ebenfalls nacheinenander gedrückt – bedeutet: Rotiere das Objekt um 90°.
[F12]: Rendern der Kameraansicht [0].
Zum Rendern – also dem Berechnen des fertigen Bildes – noch ein paar Bemerkungen. Als erstes muß der passende Renderer eingestellt werden. Hier benutze ich meistens Cycles, der nicht allzu schlecht ist, auch wenn er nicht ganz an professionelle Renderer wie Octane herankommt, beispielsweise beim Rendern von Caustics. (Caustics sind optische Effekte, die z. B. bei Glas oder Wasser entstehen und die relativ schwierig zu rendern sind.) Um den passenden Renderer einzustellen, gehen wir in den Editor Type > Render Properties:
Render Properties
Wenn Cycles nicht schon unter Render Engine eingestellt ist, ihn auswählen. Die Samples unten bedeuten, daß je höher der Wert ist, umso qualitativ hochwertiger ist das fertige Bild, was aber leider auf Kosten der Geschwindigkeit geht.
Ok, dass wäre erst mal ganz Grundlegendes zum Thema „Renderer“.
Im Edit Mode wird man mit folgendem Menü konfrontiert:
Der Edit Mode
Direkt rechts neben dem Icon Edit Mode befinden sich drei weitere Icons, über die man auswählen kann, was selektiert werden soll. Von links nach rechts: Vertex select, Edges select und Faces select.
Wenn man zu seletierten Vertices, Edges oder Faces etwas hinzufügen möchte, einfach [Umschalt] drücken. Mit derselben Methode kann man auch etwas abziehen.