Archiv des Monats: Januar 2025

Heute morgen

Bin leider schon wieder so früh – 04:02 Uhr – wach. Habe Lieferando gerade einen Email geschrieben, weil ich keine Email zur Bewertung meiner Bestellung –  Chicken-Teriyaki-Sub – erhalten habe. Vielleicht erstattet mir Lieferando wieder den Kaufpreis.

„Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich keine Option zur Bewertung zugemailt bekommen habe, wende
ich mich an Sie. Nachdem ich ja schon einmal negative Erfahrungen mit diesem
Subway gemacht habe (Bestellung C9JF8Q), dachte ich, bei einem Sub könnte man nichts
falsch machen. Leider entsprach dieser Sub auch nicht meinen Erwartungen. Zuerst einmal
die Lieferzeit von 70 Minuten; das fand ich schon nicht okay. Dann war auf dem Sub
nicht, wie ich bestellt hatte, Käse vorhanden. Das Brot war auch lätschig1. Summa summarum werde
ich bei diesem Subway nichts mehr bestellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

Würde heute am liebsten wieder zum Bäcker Lutz gehen, weil der so ein leckeres Bircher Müsli hat. Es ist inzwischen 06:51 Uhr.

1 „Lätschig“ ist Schwäbisch und heißt, wenn ich mich nicht täusche, „lapprig“.

Heute abend

Da ich fast nichts mehr da habe, habe ich mir beim Subway einen Chicken-Teriyaki-Sub bestellt. Mal sehen, ob der besser ist als der Salat vor ein paar Tagen, mit dem ich so reingefallen bin. Ich habe mir kurz überlegt, ob ich es nochmal wagen soll, da etwas zu bestellen, aber der Hunger hat gesiegt. Der Sub kostet € 7,79, aber dann kommen noch Lieferkosten etc. hinzu, so daß ich alles in allem € 11,56 bezahle. Warte jetzt aber schon eine Dreiviertelstunde; das gibt Punkteabzug. Und tatsächlich bekomme ich gerade eine Nachricht, daß die Lieferung 1:05 Stunde bis 1:15 Stunde dauern wird. Frage mich, was die so lange machen. Aber anrufen will ich nicht; da ist bestimmt wieder so ein schlecht Deutsch sprechender Inder am Telefon. Der Sub kam schließlich nach 70 Minuten. Das Brot war labberig, der Käse fehlte völlig. Mein Fazit: Nie wieder!

Heute nachmittag

Junge Frau mit Hijab. Foto von Muhammad Ruqi Yaddin auf Unsplash. Bearbeitung: Gimp 2.10.30.

Ich nehme, wenn ich unterwegs bin, immer mehr Frauen mit Hijab wahr. Ich möchte das hier gar nicht kommentieren, sondern es einfach mal konstatieren. Dazu gibt es beim „Stern“ einen Artikel einer jungen Muslima, die als Praktikantin beim „Stern“ gearbeitet hat. Irgendwann kam das Gespräch eben aufs Kopftuch.

Ich nehme auch eine immer stärkere Überfremdung unserer bundesdeutschen Gesellschaft wahr, und mir scheint, wir Deutschen  sollen das alles möglichst unkommentiert hinnehmen, weil wir sonst schnell als „fremdenfeindlich“ gelten. Es geht – so mein Eindruck – meistens um die Migranten, die man integrieren will. Wir Deutschen werden da aber ausgeklammert. Ich habe mir, um das mal klar auszudrücken, vor sagen wir zehn, fünfzehn Jahren noch keine Gedanken darüber gemacht, was es heißt, Deutscher zu sein. Das hat mit dem wachsenden Zustrom von Migranten erst vor ein paar Jahren angefangen.

Pete Townshend von den Who (2012). Foto: Ross Belot. Lizenz: CC BY 4.0.

Ich merke schon, das mit dem Interview mit Pete Townshend wird wohl nichts. Tja, kann man nichts machen. Ich bin halt nur ein unbedeutender Blogger. Es war eben ein Versuch.

Beim Anhören von „Ramble On“ (1969) von Led Zeppelin habe ich mir ein paar Kommentare durchgelesen. Die Leute fahren ja anscheinend so auf Schlagzeuger John Bonham ab, so als ob er der Allergrößte wäre. Also, für diese Gruppe war er bestimmt perfekt, aber es gibt Schlagzeuger, die rein technisch besser sind, z. B. Billy Cobham. Und da wäre z. B. noch Ringo Starr. Der ist zwar kein technisch herausragender Schlagzeuger, aber für die Beatles könnte ich mir keinen anderen vorstellen. Für diese Gruppe hat er einfach perfekt gepaßt. Ich könnte mir z. B. keinen Billy Cobham als Schlagzeuger für die Beatles vorstellen; das wäre absoluter Overkill. Und im Jazz – das ist allerdings ein ganz anderer Stil – ist mein Favorit Roy Haynes, der Ende der Vierzigerjahre bei Charlie Parker gespielt hat. Anspieltip: „Anthropology“ (1951) mit den Charlie Parker All-Stars im Birdland. Besetzung: Charlie Parker [as], Dizzy Gillespie [tp], Bud Powell [p], Tommy Potter [b] und eben Roy Haynes [dr].

Heute morgen

Es ist  02:37 Uhr, und ich bin seit ca. zehn Minuten wach. Habe Hunger, aber ich habe mir vorgenommen, erst ab 06:00 Uhr zu frühstücken. Mache mir einen Milchkaffee (entkoffeiniert). Höre „Needle And Spoon“ (1970) von Savoy Brown. Ich glaube, das war die erste Band, die ich 1974 oder 1975 in Tübingen in der Mensa der Uni live gesehen habe. Sehr unterschätzt: der Sänger Chris Youlden. Hattte mir damals das Album „Raw Sienna“ (1970) gekauft, das ich überraschend gut fand. Auf diesem Album ist u. a. auch „Master Hare“ zu finden, wohl das bekannteste Stück dieser Gruppe.

Nervig: der SWR3. Gerade läuft die „POPNACHT“ mit Ben Streubel; danach kommt die „Morningshow“, Motto: „Mir sind doch alle so fröhlisch“. Der SWR3 spielt leider und ohne jede Kritik den ganzen aktuellen Quark. Eine Email, die ich an diesen Sender geschickt habe, wurde nicht beantwortet.

Ein B. B. King-Medley der Gruppe Hour Glass: „Sweet Little Angel/It’s My Own Fault/How Blue Can You Get“. Hour Glass war der Vorläufer der Allman Brothers Band. Das Medley hier muß 1967 oder 1968 aufgenommen worden sein, wobei ich auf 1968 tippe.

Die ganze Besetzung kenne ich leider nicht. Auf jeden Fall spielten Duane Allman [lead-g, slide-g] und sein Bruder Gregg [organ, voc] mit.
À propos „Inflation“. Alles wird teurer, aber wohin geht das ganze Geld denn? Irgendwer muß doch davon profitieren? Das Geld verschwindet doch nicht im Nirgendwo.

Heute nachmittag

Finde es wirklich sehr ärgerlich, daß ich seit der DSGVO eine Datenschutzerklärung einbinden muß (!), die in meinem Fall 4.251 Wörter lang ist. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer sich das alles durchliest. Jetzt muß ich auch überall Datenschutzerklärungen unterzeichnen, die meiner Meinung nach kein Mensch wirklich braucht. Fand es vor der DSGVO viel unkomplizierter.

Habe via Rick Beato die Top 50 auf Spotify entdeckt, aber mal ehrlich, das ist doch keine Musik mehr. Mein Eindruck: Die – ähem – „Künstler“ nudeln da irgendwas runter, und der Hauptzweck ist der, Kohle zu machen. Soll das denn so weitergehen? Wie heißt es doch so schön? „We’re only in it for the money.“

Janis Joplin 1970. Foto: gemeinfrei.

Habe mir gerade eine Version von „Ball And Chain“ (1968) von Janis Joplin und Big Brother and the Holding Company an, eine Live-Aufnahme aus San Francisco. Und tatsächlich macht da Leadgitarrist James Gurley denselben Quatsch wie 1967 in Monterey. Er hört sich so an, als ob seine Gitarre nicht richtig gestimmt wäre, und die starken Bendings und das starke Vibrato sind imho absolut fehl am Platz. Das soll wohl „ausdrucksstark“ sein, aber leider geht das hier total daneben. Meiner Meinung nach sollte Gurley erst mal lernen, richtig Gitarre zu spielen. Und: Wie eine Live-Aufnahme von 1970 („Tell Mama“) deutlich macht, hatte Janis Joplin anscheinend kein Glück mit ihren Leadgitarristen (hier: John Till von der Full Tilt Boogie Band). Diese Live-Aufnahme wurde nebenbei nur ein paar Monate vor Janis Joplins frühem Tod am 4. Oktober 1970 gemacht. Solche Musiker fehlen heute, wo jemand wie Taylor Swift mit dem Charisma einer Barbie-Puppe jede Menge Kohle machen kann, denn: die Kids von heute wissen es einfach nicht besser; wer könnte es ihnen also verdenken.

Ich könnte mich an dieser Stelle noch weiter über die Misere der aktuellen Popmusik auslassen, aber ich möchte es mal dabei belassen. Wer einigermaßen Englisch kann, dem empfehle ich den YouTube-Kanal von Rick Beato, der sich immer wieder kritisch mit der Entwicklung der Pop- bzw. Rockmusik auseinandersetzt.

Heute morgen

Led Zeppelin 1975 in Chicago. Foto: more19562003. Lizenz: CC BY 4.0.

Es ist mittlerweile 05:18 Uhr, und ich höre zuerst „Whole Lotta Love“ (1969) von Led Zeppelin und danach „No Quarter“ (193) von derselben Band. Eigentlich mag ich Jimmy Page nicht besonders, aber die Musik gefällt mir eben, ok, zumindest ein paar Titel.

Über einen Artikel bin ich auf „Baby, Let’s Play House“ (1955) von Elvis Presley gestoßen. Eine Textzeile aus diesem Song hat John Lennon in „Run For Your Life“ (1965) verwendet.

Der Bassist, mit dem ich gestern gespielt habe, steht auf Indie-Rock. Habe mir ein paar Bands angehört, kann aber wenig mit dieser Art von Musik anfangen. Höre nichtsdesto trotz „Alive“ (1991) von Pearl Jam, obwohl das auch nicht mein Geschmack ist.

Keine Ahnung, ob das Indie ist, aber zumindest gefällt es mir: „Grace“ (1994) von Jeff Buckley.

Noch ein Video, diesmal von David Bowie: „Andy Warhol“ (1971).

Heute nacht

Bin leider ungewohnt früh aufgewacht; es ist gerade 23:21 Uhr. Denke an „Tommy“ (1969) von den Who, und hier besonders an „Sensation“.

Lieferando hat mir ganz unerwartet den Kaufpreis für den Chicken-Teriyaki-Salat erstattet, den ich vorgestern bestellt und gleich moniert hatte. Der Salat bestand ja nur aus Eisbergsalat mit ein bischen Huhn obendrauf. Und: Der telefonische Kontakt mit Subway war auch eine Katastrophe: Inder, die praktisch kein Deutsch gesprochen haben. Mein Eindruck ist, daß man sich bei Subway in Ludwigsburg absolut keine  Mühe gibt. Dabei hatte ich vor ein paar Monaten, ebenfalls über Lieferando, einen Sub bestellt, der ganz ok war.

Es ist inzwischen 04:03 Uhr, und ich trinke meinen ersten Milchkaffee (mit Koffein). Ein Blick hat mir gerade gezeigt, daß das Magazin „LinuxWelt“ (01/2025) mit meinem Artikel über das Interface des Gimp (auf S. 68) schon herausgekommen ist. Habe den Vertrag als freier Autor aber wieder gekündigt, weil es für mein Thema „Grafik unter Linux“ nicht genügend Nachfrage gibt.

04:18 Uhr. Tja, was machen um diese Zeit? E-Gitarre spielen geht leider noch nicht. Rein theoretisch könnte ich mit Kopfhörer spielen, aber ich befürchte, daß ich mir da mein Gehör kaputtmache.

Habe nun in zwei verschiedenen Zeitschriften insgesamt drei Artikel veröffentlicht. Eine Anfrage an ein englischsprachiges Linux-Magazin wurde aber leider nicht beantwortet. Tja, schade. Finde das überhaupt unhöflich, Emails einfach nicht zu beantworten, aber das ist vermutlich der vielzitierte Zeitgeist. Auch eine Email an die Londoner PR-Agentur Trinifold wurde nicht beantwortet. Hatte nachgefragt, ob ich ein Interview mit Pete Townshend von den Who machen könnte.

Pete Townshend von den Who (2012). Foto: Ross Belot. Lizenz: CC BY 4.0.


Höre „Black Dog“ (1971) von Led Zeppelin.

Heute abend

Habe vorhin, nach dem heutigen Treffen mit einem Bassisten, noch etwas E-Gitarre gespielt. Ich hatte die Wohnungstür offen, um etwas durchzulüften. Da kam mein Nachbar, und um ihn nicht zu stören, habe ich aufgehört zu spielen. So geht das aber nicht weiter, denn ich will ja Fortschritte auf der Gitarre machen. Habe ihn schon mal gefragt, ob ihn das Spielen stören würde, was er verneint hat. Wo ist dann das Problem? Ist das übertriebene Rücksichtnahme von meiner Seite aus? Scheint fast so.

Mache mir auch immer noch Gedanken, wie ich das mit der Grundsicherung mache, von der ich weg will. Eigentlich sollte das Sozialamt doch über mein Engagement froh sein. Sie ziehen mir aber, wie ich schon berichtet habe, bei jedem Zuverdienst 2/3 ab. Habe mir gerade beim dm-Markt eine Stellenausschreibung (Warenverräumer) angeschaut. In der Beschreibung ist aber von Streß die Rede, und das ist nichts für mich. 🙁 Ich bin nicht umsonst seit 2002 frühberentet1. Ich kann eben bestimmte Sachen nicht mehr machen.
Rick Beato erklärt hier, warum Musik nicht mehr so geschätzt wird wie früher. Als ich noch in die Schule gegangen bin (1973 – 1977; Oberstufe), mußte ich mir, wenn mir ein Song gefallen hat, die ganze LP kaufen2. Das hat damals so ab DM 9,90 gekostet; das wären heute ca. € 5,-. MP3s gab es damals noch nicht. Genauso wenig gab es das Internet und damit auch Spotify oder YouTube. Heutzutage bekommen Kids alle Songs, die sie mögen, auf Spotify für ganze € 10,99 pro Monat. Da ist es ganz logisch, daß sie einzelne Stücke bzw. Alben nicht mehr so wertschätzen wie wir früher.
Und noch etwas, auf das Rick Beato hingewiesen hat, nämlich die abnehmende Qualität der Musik. Weniger Vielfalt; keine Rock-Musik mehr in den Charts; praktisch keine Bands mehr; mehr und mehr uniforme Musik; nur noch Solo-Künstler; immer einfallslosere Musik; Fließbandproduktion; wenige Komponisten wie Max Martin bedienen die ganzen Künstler; fehlendes Engagement der Künstler; seelenloses, mechanisches Heruntergenudel der Songs; etc. etc.

Janis Joplin und Big Brother and the Holding Company 1967 auf dem Monterey-Pop-Festival. Das Gitarrensolo von James Gurley am Anfang ist leider kein Highlight, aber dann …

So etwas wäre heute leider nicht mehr denkbar. Das ist aber wohl auch eine Frage des Zeitgeistes. Darüber hinaus hat sich die ganze Popmusik in den 58 Jahren seitdem ja fundamental geändert, man denke nur etwa an die bis ins Letzte durchkalkulierten Auftritte einer Taylor Swift. Mir scheint auch, daß es heute nur noch darum geht, clever abzusahnen. Die Popmusik hat ihre Seele verloren. Auch der Gehalt der Songtexte geht immer mehr gegen Null, wie z. B. hier:
Don’t say no, no, no, no, no

Just say yeah, yeah, yeah, yeah, yeah
And we′ll go, go, go, go, go
If you′re ready, like I’m ready“—Bruno Mars: „Marry You“

1 Seit Mitte 2023 beziehe ich Altersrente sowie, da die Rente zum Leben nicht ausreicht, Grundsicherung.

2 Genau genommen konnte ich mir LPs aus rein technischen Gründen erst ab Weihnachten 1974 kaufen, weil ich da meine erste Stereoanlage bekam.

Heute morgen

Es ist jetzt 01:05 Uhr, und ich bin gerade aufgewacht. Höre im Kopf „We’re Not Gonna Take It“ (1969) von den Who. 

Sahra Wagenknecht. Pressefoto.

Habe dem BSW eine Email geschickt. Die Option „Nicht wählen“ fühlt sich für mich nicht stimmig an. Wäre wirklich froh, wenn ich das BSW wählen könnte, aber das hängt im Endeffekt davon ab, mit wem sie koalieren. Bei dieser Wahl ist die Entscheidung wirklich nicht leicht, und der Spruch „Die Qual der Wahl“ hat hier seine Berechtigung. Ein Plus: Die Parteichefin Sahra Wagenknecht ist mir sehr sympathisch.

Zitat:

„Das Steuersystem in Deutschland bestraft Arbeit und belohnt Vermögen zusätzlich. Während den Fleißigen rund die Hälfte ihres Einkommens durch Steuern und Abgaben wieder abgenommen wird, sind die Steuersätze auf Vermögenseinkommen halb so hoch. Auch das ist das Ergebnis politischer Entscheidungen, an denen die Union beteiligt war.

So sank der effektive Steuersatz, den etwa die Milliardärin Susanne Klatten auf ihre BMW-Gewinne zahlt, zwischen 1996 und 2022 von 61,0 Prozent auf 21,4 Prozent.“—Sahra Wagenknecht

Milliardenerbin Susanne Klatten. Foto: Imago.

Solche Leute klammert die CDU aus, wenn sie schreibt, daß sich „Leistung wieder lohnen soll“. Frau Klatten hat für ihr Erbe aber nichts geleistet. Der Satz, der im Wahlprogramm der CDU steht, ist eben die typische Argumentation, mit der von den Vermögen der Reichen und Superreichen abgelenkt werden soll. Und ich denke, daß, wenn die Reichen wieder Steuersätze von 61% bezahlen müssten, sie noch mehr als genug Geld übrig hätten. Die CDU und auch die FDP tun so, als ob dann die Welt untergehen würde – eine durchsichtige Argumentation. Und: Hat die CDU denn etwas gegen die Armen? Es scheint fast so. Dazu, wie man da als Armer z. T. lebt, habe ich hier etwas aus meiner eigenen Erfahrung geschrieben. Und: Ich habe nicht nur ein paar Monate vom Sozialhilfesatz gelebt, sondern 18 Jahre. Ich glaube überdies nicht, daß das so im Gesetz vorgesehen ist.
Habe versucht, nochmal einzuschlafen – vergebens. Mittlerweile ist es 02:19 Uhr. Habe mir deshalb einen entkoffeinierten Milchkaffee gemacht.
Nochmal zum Thema „Reichtum“. Bei der WirtschaftsWoche finde ich den Artikel „Diese Menschen sind aktuell die reichsten Deutschen“. Susanne Klatten kommt in diesem Ranking, das noch vom Oktober 2024 ist, auf Platz 5 ($ 26,5 Mrd.), hinter ihrem Bruder Stefan Quandt, der auf Platz 4 ist ($ 27,3 Mrd.). Nicht so ganz ins positive Bild passen die Tatsachen, die der NDR über die Ursprünge des Quandtschen Vermögens ausgegraben hat. Seht euch dazu mal die Dokumentation „Das Schweigen der Quandts“ (2007) an.
Zitat aus dem betreffenden Artikel der Wikipedia:
„Der Dokumentarfilm zeigt, inwieweit die Industriellenfamilie Quandt in der NS-Zeit in das Nazi-System verstrickt war. Insbesondere betrifft das das damalige Oberhaupt der Familie Günther Quandt, da dieser im Dritten Reich als Wehrwirtschaftsführer mit den Nazis zusammengearbeitet hatte. Zeitzeugen belegen, dass die Familie einen erheblichen Teil des Familienreichtums auf der Basis von Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg erwirtschaftete.“—Wikipedia
Nett, nicht? Dazu fällt mir unweigerlich der Begriff des Schattens ein, den der Arzt und Psychoanalytiker C. G. Jung geprägt hat. Ich möchte auch gar nicht wissen (oder doch?), wie die übrigen Kandidaten auf der Liste der reichsten Deutschen teilweise zu ihrem Vermögen gekommen sind. Und beim Handelsblatt findet man den Artikel „Das sind die reichsten Menschen der Welt im Jahr 2025“, allen voran Elon Musk (Tesla, SpaceX) und Jeff Bezos (Amazon). Wenn wir schon beim Schatten sind: Die Arbeitsbedingungen bei Amazon sollen auch nicht die besten sein (seht einen kritischen Artikel beim SWR). Aufschlußreich auch, daß Amazon die Vorwürfe dementiert. So läuft das eben.
Bin nochmal eingeschlafen und jetzt – es ist gerade 05:22 Uhr – wieder aufgewacht. Habe von einem  Kampfroboter geträumt, den unsere Firma gebaut hat. Alles ging gut, bis eine andere Firma ebenfalls einen Roboter gebaut hat, der unseren zerstören sollte. Ich suche also fieberhaft nach der Einstellung für die Kampf-Modi, kann sie aber nicht finden. Da wache ich auf.
Habe mir nochmal einen Milchkaffee gemacht, diesmal mit Koffein; ich will jetzt ja nicht nochmal einschlafen.
Mir scheint, wir haben ein „Reichen-Problem“, scheuen sich die Reichen doch davor, ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt zu werden. Reichtum wird möglichst diskret gehandhabt. Und was machen unserer Politiker, zuminderst die von der CDU und der FDP? Leugnen, leugnen, leugnen. Dabei ist der Reichtum hierzulande (aber auch anderswo) ein Schlüssel zum Verständnis des gesamten Systems. Es wird so getan, als würde der Himmel einstürzen, wenn das Geld der Reichen angetastet wird. Dabei brauchen wir dieses Geld dringend. Und was machen die CDU und die FDP? Sie wollen bei den Armen sparen, Stichwort „Bürgergeld“.
Daß ich nicht mehr Geld bekomme, liegt vor allem am sogenannten Lohnabstandsgebot. Arbeit soll sich lohnen1. Warum wird aber nicht der Mindestlohn erhöht, z. B. auf die vieldiskutierten 15 Euro? Das liegt an der Arbeitgeber-Lobby. Ok, die CDU ist (noch) nicht an der Regierung, aber man bekommt jetzt ja schon mit, was beispielsweise Friedrich Merz äußert. Das sind alles Arbeitgeber-Positionen.
Friedrich Merz. Pressefoto: Tobias Koch.

Heute streiken wieder die Busfahrer von LVL Jäger. Imho sollten die aber erst mal etwas freundlicher gegenüber den Fahrgästen sein; dann gönne ich denen auch die Tariferhöhung. Da ist z. B. ein bestimmter Busfahrer – ein Deutscher – der mich vor etwa einem Monat angepflaumt hat, weil ich im völlig überfüllten 427er vorn bei ihm gestanden bin. Er macht auch grundsätzlich nicht die hintere Tür auf.  Ich habe ihm dann gesagt, daß seine Kollegen sehr wohl vorn stehen dürften, wo sie sich dann während der Fahrt mit dem Busfahrer unterhalten; da war er ruhig.

1 CDU: „Leistung muss sich wieder lohnen.“ Ja, also ich kann mich anstrengen, soviel ich will, das Sozialamt nimmt mir 2/3 meines Zuverdienstes weg. So komme ich gar nicht an den Punkt, an dem ich unabhängig von der Grundsicherung werden kann. Das ist absolut demotivierend. Im SGB XII heißt es gleich zu Anfang: „Die Leistung soll sie [die Leistungsberechtigten] so weit wie möglich befähigen, unabhängig von ihr zu leben … “ Das interessiert das Sozialamt aber nicht.

Heute abend

Da ich heute abend keinen Salat mehr da hatte, habe ich ausnahmsweise bei Subway in Ludwigsburg einen Chicken-Teriyaki-Salat bestellt. Leider mußte ich ob der geringen Qualität des Salats, der dann kam, Lieferando folgende Email schreiben:

„Guten Tag,

ich hatte einen Chicken-Teriyaki-Salat
bestellt.
Das einzig Positive war aber die kurze Lieferzeit. Der Salat war
absolut lieblos zusammengeklatscht und bestand lediglich aus
Eisbergsalat – nicht einmal eine Tomate o. ä. – mit etwas Huhn
obendrauf. Der Schmelzkäse, den ich ausgewählt hatte, fehlte
völlig. Das Dressing bedeckte gerade mal die Hühner-Stückchen.
Soll ich den Eisberg-Salat denn so essen? Im Übrigen bedeckte der Salat gerade mal ein Drittel der Box, in der er geliefert wurde. Und: Als ich noch vor der Lieferung bei
Subway
angerufen habe, weil ich ein anderes Dressing haben wollte,
war da
ein Inder (?) am Telefon, der fast kein Deutsch sprach. Ich
werde
jedenfalls bei diesem Subway keinen Salat mehr bestellen.

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

Ich muß fairerweise dazu noch sagen, daß ich beim selben Subway vor Monaten einen Sub bestellt habe, der ganz in Ordnung war.