Archiv des Monats: Februar 2025

Heute morgen

Der folgende Song ging mir heute im Kopf herum: „Physical“ (1981) von Olivia Newton-John. Heute undenkbar: Das Gitarrensolo ab 02:20 Uhr.

Beim Anhören von „Weird Of Hermiston“ (1969) von Jack Bruce muß ich unwillkürlich daran denken, wie schade es ist, daß Bruce nicht denselben Erfolg hatte wie Eric Clapton. Vermutlich war er einfach zu vielseitig und nicht so auf einzelne Songs konzentriert wie Clapton.
Anspieltips:

Karlheinz Böhm und Romy Schneider in „Sissi, die junge Kaiserin“ (1956). Credits: IMAGO/United Archives

Etwas anderes, nämlich die drei „Sissi“-Filme (1955, 1956, 1957) von Ernst Marischka. Beim Anschauen vor ein paar Jahren habe ich mich gefragt, ob diese Filme nachsynchronisiert wurden. Und: Ungeachtet der Prozesse um die drei Filme war das meiner Meinung nach einfach sehr gut gemachte Unterhaltung.
Bräuchte immer mal wieder einen Beratungsschein vom Amtsgericht, aber das Procedere ist so kompliziert, daß ich bis auf einmal davon Abstand genommen habe. So werden u. a. die lückenlosen Kontoauszüge der letzten drei Monate verlangt. Ich empfinde das als Schikane. Warum kann man es Leuten, die ohnehin nicht so viel haben, nicht ein bischen einfacher machen?

Heute morgen

Friedrich Merz. Pressefoto: Tobias Koch.

Habe mir gerade Teile des TV-Duells Scholz-Merz angeschaut, Schema „Ich habe recht.“, „Nein, ich habe recht.“Bei so einem Schlagabtausch gibt es keine konstruktiven Lösungen, wo etwa beide Kontrahenden zusammenkommen.

Habe heute eine freundliche Email aus dem Büro von Friedrich Merz erhalten. Das hat mich gefreut. Die Dame, die die Antwort-Email geschrieben hat, hat mir geraten, mich an die Deutsche Rentenversicherung Bund zu wenden, was ich auch tun werde, Vielleicht kommt da ja doch etwas heraus.

Heute mittag

Friedrich Merz. Pressefoto: Tobias Koch.

Bei der Ludwigsburger Kreiszeitung lese ich „Die Regeln für das TV-Duell Scholz-Merz“, so als ob es noch gar nicht klar wäre, wer denn der Bundeskanzler sein wird. Imho ist das ein einziger Schaukampf, damit die Medien was zu senden haben. Merz wird Kanzler, Punkt. Alles andere ist nur Theater, und daß Scholz das mitmacht, spricht ja nicht gerade für ihn.

Email von mir an die Pressestelle der ARD:

„Guten Tag,

ich betreibe ein kritisches
Blog
und wollte Sie mal fragen, weshalb Sie sich zu so einen
Schaukampf hergeben? Es ist doch klar, daß Friedrich Merz
Bundeskanzler wird, schon rein prozentual. Zudem hat Olaf Scholz in den letzte drei Jahren eine so schlechte
Figur gemacht, daß ich an seiner Stelle gar nicht mehr antreten würde. Daß er das trotzdem tut,
spricht imho nicht gerade für ihn. Ist dieses Duell lediglich Theater für die Medien?

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

Bin mal gespannt, ob auf so eine kritische Email was zurückkommt. (Es kam zwar eine Antwort, aber nur als vorgefertigter Text. Man hast sich überhaupt nicht die Mühe gemacht, detailliert auf meine zugegebenermaßen kritischen Fragen zu antworten.)

Habe gestern ein YouTube-Video entdeckt, in dem es um die „Theorie der Dummheit“ des von den Nazis umgebrachten evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer geht. Interessehalber habe ich mal reingeklickt, war aber doch sehr enttäuscht, weil das Video wirklich nicht besonders gut aufgemacht ist. „Dummheit“ hätte nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun. Sondern? Und: Was „Dummheit“ anrichtet, kann man ja exemplarisch an den letzten US-Wahlen sehen.

Ein Zitat zum Thema:

Bei genauerem Zusehen zeigt sich, daß jede starke äußere Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art einen großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. … —Dietrich Bonhoeffer

So wird vielleicht auch klar, weshalb an sich hochintelligente Menschen beispielsweise Opfer der Nazi-Ideologie werden konnten. Überhaupt wäre es bestimmt sehr aufschlußreich, die Jahre von 1933 bis 1945 aus psychologischer Sicht zu beleuchten. Es muß doch seine Gründe haben, weshalb hier bei uns in Deutschland zwölf Jahre lang so Unerhörtes sich abspielen konnte.

Heute morgen

Mache mir gerade Gedanken über den Sinn und Unsinn von Online-Werbung. Werde, wenn ich YouTube übers Handy anschaue, ja immer mit Werbung zugemüllt. Habe mal irgendwo gelesen, daß entweder 50% oder 2/3 aller Werbung ohne meßbaren Effekt sind.

„Sunshine Superman“ (1966) von Donovan hat mich wieder mal daran erinnert, daß die Musiker von heute nicht mehr experimentieren. Sie gehen alle auf Nummer Sicher, und dementsprechend fade hört sich das Ganze auch an. Die Gitarre auf „Sunshine Superman“ spielt übrigens kein anderer als Jimmy Page.

Zu der Malaise der aktuellen Popmusik gib es ein „The Real Reason Why Music Is Getting Worse“ betiteltes Video von Rick Beato.

Jetzt sind es noch fünfzehn Tage bis zur Wahl. Zuerst hatte ich mir überlegt, gar nicht zu wählen, aber dann hat sich doch eine Option aufgetan, mit der es mir gut geht.

Heute morgen

Olaf Scholz. Pressefoto: Maximilian König.

Daß Olaf Scholz tatsächlich nochmal als Kanzler kandidiert, zeigt mir ganz exemplarisch, daß es einfach Leute gibt, die nicht zugeben können, wenn sie verloren haben. Da werden einfach Realitäten ausgeblendet. Und dann seine Wahlslogans: „Mehr für Dich. Besser für Deutschland.“ Hat sich eben auch eine PR-Agentur ausgedacht; Aussagewert nahe Null.

Mir scheint es überhaupt unter Spitzenpolitikern verbreitet zu sein, sich ja keine Blöße zu geben – etwas, das sie menschlicher machen würde. Stattt dessen dieses gestelzte Gefasel.

Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, nichts mehr zu Politik zu posten, aber angesichts der anstehenden Wahl und der ganzen Wahlpakate, mit denen ich konfrontiert werde, ist das fast nicht zu machen.

War in der Stadt beim Bäcker Lutz, ein Müsli essen. Die Bedienung war deutlich freundlicher als die beim Trölsch, und auch das Müsli war besser.

Und wieder Frauen mit Hijab, meiner Erfahrung nach zunehmend. Ich meine, müssen die denn ihre Religion so zur Schau stellen? Überhaupt habe ich den Eindruck, daß man beil solchen sensiblen Themen besser gar nichts sagt, sondern alles brav (?) hinnimmt; ändern kann man es sowieso nicht. Schwierig.

Mir drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob man als Deutscher überhaupt noch die Möglichkeit hat, das Thema „EU-fremde Migranten“ zu thematisieren, ohne gleich als „rechts“1 angesehen zu werden. Sind wir denn schon so weit? Und von den etablierten Parteien werden wir ja auch im Stich gelassen. Da geht es vorwiegend um „gelungene Migration“, „Was können wir tun, um diese Leute erfolgreich zu integrieren?“ usw. usf. Ja, und da ist dann natürlich noch der vieldiskutierte Fachkräftemangel. Aber: Warum werben wir Fachkräfte nicht aus der EU an? Muß es denn Syrien oder Afghanistan sein?

Summa summarum muß ich einsehen, daß wir in sehr schwierigen Zeiten leben. Bei dieser Erkenntnis möchte ich es hier mal belassen. 

1 Ich bin absolut nicht rechts. Ich wollte sogar mal der LINKEN beitreten, d. h. ich hatte schon den Antrag nach Berlin geschickt, aber der ist dort nie angekommen. Kurz darauf habe ich das Ganze dann fallengelassen.

Heute nachmittag

Habe dem CSU-Abgeordneten Sebastian Brehm via Abgeordnetenwatch.de folgende Frage gestellt:

„Sehr geehrter Herr Brehm,

meine Frage war: „Haben Sie eigentlich gar kein schlechtes Gewissen, bei so einem hohen Zuverdienst auch noch Diäten zu kassieren?“ Ich stelle fest, daß Sie auch andere Fragen zu diesem Thema nicht beantwortet haben. Haben Sie denn etwas zu verbergen? Und: Bei so einem hohen Einkommen kann man ja unmöglich noch von „Zuverdienst“ reden. Was machen Sie dann überhaupt noch im Bundestag? Konsequenterweise müßten Sie dann doch ganz in die Wirtschaft gehen.“

 Keine Antwort.

Und solche Leute bilden aller Wahrscheinlichkeit nach die nächste Bundesregierung. Mahlzeit! kann  ich da nur sagen. Und Friedrich Merz als Bundeskanzler. Na  toll! 🙁 Da habe die sozial Schwachen nichts zu lachen.

Und was machen wir da? Musik hören und die Tatsachen verdrängen, soweit es eben geht? Oder was sonst?

Habe dem Büro von Friedrich Merz bereits zwei Emails geschrieben, aber wie es so üblich ist, kam keine Antwort. Die wollen anscheinend nur hören, wie toll sie sind; kritische Email sind nicht erwünscht. Und nun drohen uns vier Jahre Friedrich Merz als Bundeskanzler. Das kann ja heiter werden.
Habe mir mal den Abschnitt „Sozialpolitik“ in dem Eintrag zu Friedrich Merz in der Wikipedia durchgelesen. Da heißt es tatsächlich:
„Merz bezeichnete die Hartz-IV-Reformen als Fortschritt gegenüber dem vorherigen Zustand, sprach sich aber noch für deutlich stärkere Senkungen der Regelsätze aus.“—Wikipedia
Und weiter:

„Seiner Meinung nach müsse nicht über eine „Ausweitung des Sozialstaates“, sondern über dessen „Begrenzung“ geredet werden, was auch bei Arbeitern auf Verständnis stoßen würde.“—Wikipedia

Bei der Behandlung von sozial Schwachen stoße ich auch immer wieder auf Artikel 1, GG, in dem es heißt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Aber was heißt nun eigentlich „Würde des Menschen“? Ist das nicht etwa Auslegungssache? Der eine sieht das so, der  andere so. Das könnte man jedenfalls meinen, wenn man manche Politiker hört.
Auf der Seite der Robert-Bosch-Stiftung lese ich:
„Würde ist das, was „über allen Preis erhaben ist“. So formulierte es der Philosoph Immanuel Kant im 18. Jahrhundert. Ein Preis ist dem Marktgeschehen unterworfen – Würde dagegen ist etwas Absolutes. Um Würde kann man nicht feilschen. Menschen haben Würde. Immer. Ohne Voraussetzung. Auch wenn sie krank sind. Unabhängig davon, was sie tun oder welche Hautfarbe, Religion, Nationalität oder welches Geschlecht sie haben.“—Robert-Bosch-Stiftung
Leider mußte ich erfahren, daß eben diese Würde vom Sozialamt mit Füßen getreten wurde. So ließ man es mich durchaus spüren, daß ich ein Bittsteller war. Eine besonders unfreundliche Frau K. vom Sozialamt Stuttgart-Bad Cannstatt sagte mir – das war 2000 – mal wörtlich: „Es ist mir scheißegal, ob Sie arbeiten.“ Und ein anderer Hilfeempfänger, ein schon älterer Herr, zu mir: „Da [in dieses Sozialamt] müßte man eine Bombe reinschmeißen.“ Ich konnte nicht umhin, mich manchmal zu fragen, ob diese Unfreundlichkeit nicht etwa System hatte. Ich habe mich dann auf allen Ebenen der Hierarchie dieses Amtes beschwert – und bin überall routiniert abgeblitzt. Das ist auch sehr aufschlußreich. Und die Sozial-Bürgermeisterin, eine Frau Müller-Trimbusch, auf meinen Hinweis, daß bei Sozialamt Rechtsbruch betrieben würde: „Nein, nein, nein, das kann gar nicht sein.“ Das wie gesagt, ohne mich überhaupt anzuhören. Auch das ist sehr aufschlußreich. Ich weiß nicht, wie das heute ist, aber ich für mein Teil war froh, 2009 aus Cannstatt wegzuziehen.

Heute morgen

Es ist jetzt 06:23 Uhr. Höre „Kashmir“ (1975) von Led Zeppelin. Habe schon dies und das gelesen; es ist aber nichts dabei, das mich wirklich interessieren würde. War u. a. auf der Seite der „Tagesschau“ und – nach längerer Pause – auf 𝕏. Auch da nichts wirklich Neues. Warte ja immer noch darauf, daß ein Spitzenpolitiker mal was wirklich Originelles, Cleveres, Kreatives von sich geben möge, aber dazu sind Politiker anscheinend nicht in der Lage.

Daß Donald Trump in den USA gewählt wurde, zeigt mir, daß Wähler nicht unbedingt die Intelligentesten sind. Auch daß hierzulande die CDU/CSU regelmäßig auf über 30% kommt, zeugt imho nicht unbedingt von Intelligenz, aber die Leute wollen es eben nicht anders. Mir scheint, daß viele Wähler sich eher von ihren Emotionen leiten lassen, statt mal den Verstand einzuschalten. Bei der CDU/CSU wären das Vorstellungen wie „Stabilität“, „Da-weiß-man-was-man-hat“, „Konservativismus“ und andere. Ich bin ja wirklich mal auf die kommende Wahl in 17 Tagen gespannt.

Obwohl ein grundsätzlicher Machtwechsel dringend Not tun würde, stehen gerade die konservativen Kräfte (lies: CDU/CSU-Wähler) dem entgegen. So werden weiter die Reichen hofiert, nach außen aber so getan, als ob das totaler Quatsch wäre („Wir doch nicht!“ Frage: Wer dann? Der Weihnachtsmann?). Gekürzt wird dagegen bei denen, die ohnehin nicht viel haben. Das – tabuisierte – „Reichen-Problem“, um es mal so auszudrücken, ist denn auch meiner Ansicht nach ganz zentral, aber die Parteien, die da etwas ändern wollen – Die LINKE oder das BSW – , müssen froh sein, wenn sie die 5%-Hürde schaffen. Fragt sich, was tun?

Wie Forbes exemplarisch zeigt, steigen die Vermögen der reichsten Menschen unaufhaltsam.

Statistik: Die 25 reichsten Menschen weltweit im Jahr 2025 (Vermögen in Milliarden US-Dollar, Stand: 3. Februar) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Den Bürgern gegenüber tun Politiker wie Friedrich Merz aber so, als sei der Wohlstand gefährdet – rein  objektiv ein absoluter Quatsch. Mit solchen Tricks wird da aber gearbeitet. Laut Google beträgt das Nettovermögen der Deutschen 9 Billionen Euro; das wären rein statistisch gesehen ganz grob € 100.000,- pro Bürger. Und wo sind meine € 100.000,-? Also, ich habe sie nicht. Die hat irgendein Quandt oder Albrecht.Tja, eben, so läuft das. Vor diesem Hintergrund – wie es die CDU macht – von einem „neuen Wohlstandsversprechen“ zu reden, halt ich für mehr als zynisch. Also, mich – Rente plus Grundsicherung – betrifft dieses Wohlstandsversprechen jedenfalls nicht.

Dann lese ich im Wahlprogramm der CDU tatsächlich, daß diese an der Kernenergie festhalten will. Also Herr Merz sollte sich mal folgendes Video von Astrophysiker Harald Lesch anschauen, laut dem die Endlagerung des radioaktive Mülls erhebliche (!) Probleme mit sich bringt, aber das verdrängt man bei der CDU und der AfD – die ja ebenfalls für Kernenergie ist – einfach. Wie gesagt: Intelligenz – dünn gesät. Und: Ein Privatflugzeug haben, aber Diäten kassieren; das sind pro Jahr immerhin ca. € 134.000,-. Warum wird das bei Spitzenverdienern wie Merz nicht angerechnet? Oder bei Sebastian Brehm von der CSU Nürnberg, der mit seiner Kanzlei ebenfalls Millionen macht.

Wenn ich mir diese ganze Thematik durchdenke, komme ich unweigerlich zu dem Schluß, daß da sehr viel gelogen wird. Das funktioniert aber nur dann, wenn die Lügerei nicht klar konfrontiert wird. Eine Mitschuld trifft hierbei die sog. Medien, welche diese Sachverhalte nicht in dem Maße behandeln, wie es nötig wäre. Ausnahmen, die die Regel bestätigen, sind z. B. „Ungerecht? Darum sind Vermögen in Deutschland extrem ungleich verteilt“ auf der Seite der „Tagesschau“. Nur: Der Podcast leidet leider an absolut unpassender Musikuntermalung.

Heute morgen

Bin um 02:29 Uhr schon wach und habe ein starkes Bedürfnis nach Müller Buttermilch. Die beiden Flaschen von gestern waren bald weg.

Höre „Baby, Please Don’t Go“ (1968) von den Amboy Dukes. Leadgitarre spielte übrigens Ted Nugent.

Meine E-Gitarre, eine Harley Benton HB30. Foto von mir.

Bin gerade dabei, herauszufinden, wie ich beim Gitarrespielen unerwünscht mitklingende Leersaiten abdämpfe.

Möchte – es ist inzwischen 03:25 Uhr – wieder einschlafen, aber das klappt irgendwie nicht.

Muß doch nochmal eingeschlafen sein. Mittlerweile ist es 05:22 Uhr.

Habe mir etwas Gedanken über Jack Bruce und seine Musik gemacht und weshalb er nicht den Erfolg von Eric Clapton hatte, dem er rein musikalisch überlegen war. Die Musik von Bruce ist vermutlich für Hits wie etwa das eingängige „Promises“ etwas zu komplex.

Heute nachmittag

Seit Tagen bekomme ich auf meinem Handy die Meldung „Zu youtube.com wechseln. Diese Version von YouTube ist veraltet … „. Das ist so nervig und ich weiß nicht, wie ich das abstellen kann. Die Videos, die ich bisher zu diesem Thema angeschaut habe, waren Schrott. Irgendso total doofe Videos mit Musikuntermalung.

Dachte, dieses Video wäre der Beschreibung nach („Jack Bruce Have a Falling Out With Eric Clapton Because They Were Both Idealists, Cream is Witness“) interessant. Leider wird in dem Video überhaupt nicht auf die Beschreibung eingegangen. Statt dessen ist das ein lieblos zusammengeklatschter Abriß von Bruces Karriere. Zu Cream: Das, was Jack Bruce für dieses Trio komponiert hat, gefällt mir ehrlich gesagt nicht besonders. Wer Bruce in Hochform erleben will, dem empfehle ich die beiden Post-Cream-Alben „Songs For A Tailor“ (1969) und „Harmony Row“ (1971). Musikalisch war Jack Bruce ohne Frage stärker als z. B. Eric Clapton, was nicht nur daran lag, daß er Noten lesen konnte. So finde ich es absolut ungerecht, daß Bruce während seiner Karriere nicht denselben Erfolg hatte wie Clapton.

Heute morgen

Es ist 05:36 Uhr, und ich mache mir einen Darjeeling-Tee. Habe heute nacht so einigermaßen geschlafen. Habe neben meinem Monitor das „Rock-Lexikon“ von Schmidt-Joos/Graves liegen, das ich mir 1973 oder 1974 in Tübingen gekauft habe, wo ich damals auch zur Schule gegangen bin. Diese Lexikon bildete damals den Grundstock für mein Wissen über Pop- und Rockmusik.

Das „Rock-Lexikon“ von Schmidt-Joos/Graves. Foto von mir. © Copyright 1973 by Rowohlt.

Habe mir dann so ab Ende der Siebzigerjahre weitere Bücher über Rockmusik gekauft, so z. B. „Conversations With Eric Clapton“ von Steve Turner oder ein großformatiges, rot eingebundenes Werk vom „Rolling Stone“ – beide auf Englisch. Da ich in der Schule in Englisch immer gut war, war das Lesen kein Problem. Nachdem ich mir 1978 meine ersten Jazzplatten gekauft hatte, kaufte ich mir Anfang der Achtzigerjahre erst die Django-Reinhardt-Biografie von Charles Delaunay und dann – 1983 – „Bird Lives“ von Ross Russell, wohl die definitive Charlie-Parker-Biografie. Ich muß dazu anmerken, daß es damals noch kein Amazon gab, so daß die Buchhandlung diese Bücher in England bestellen mußte. „Bird Lives“ verschlang ich dann auch in einem Zug (hier ein Auszug). Außerordentlich gut geschrieben, hat das Buch nur ein paar kleinere sachliche Fehler. So war der Parker-Fan Dean Benedetti kein Altsaxophonist, sondern ein Tenorist. Ungeachtet dessen kann  ich dieses Buch aber wärmstens empfehlen.

Charlie Parker im Three Deuces, ca. August 1947. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Mehr zu Charlie Parker, einer der kreativen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, findet ihr in folgendem Beitrag.
War bis gerade in der Stadt, wo ich eigentlich beim Rewe einkaufen wollte. Ich hatte allerdings nicht mit den Schülern gerechnet, die wie ein Heuschreckenschwarm (keine Übertreibung) in den relativ kleinen Laden geströmt sind – schätzungsweise 20 bis 30 Schüler. Die haben sich ohne Rücksicht auf andere Kunden in dem Laden breitgemacht: zuerst am Eingang, später an den Kassen. Kurz: Mir war das zu bunt; ich habe meinen Einkaufskorb zurückgestellt und bin zum Trölsch gegangen, um das Ende der „Heimsuchung“ abzuwarten. Bin dann aber doch nicht mehr zurück zum Rewe gegangen, da heute Großeinkauf ist; da kann ich all‘ das besorgen, was ich heute morgen wieder ins Regal gestellt habe.