Archiv des Monats: Juli 2025

Heute nachmittag

War heute, nachdem gestern wieder Geld auf dem Konto war, beim al Oğlu, ein Menemen – eine türkische Eierspeise – essen und einen Tee trinken. Hatte nichts mehr zu Hause. In diesem Restaurant bin ich mir vorgekommen wie in der Türkei: Türkische Musik, Frauen mit Hijab, zwei kleine Kinder, türkisches Essen. Das hat mir gut getan. Leider kann ich mir das nur ein- bis zweimal im Monat leisten. War dann noch beim Rewe in der Wilhelmgalerie einkaufen. Auch dort sind mir wieder einige Frauen mit Hijab aufgefallen.
 
Auf dem nahegelegenen Arsenalplatz eine Demo. Habe rote Flaggen mit „IGM“ gesichtet. Eine junge Frau, die am Rande des Arsenalplatzes saß, hat mich darüber aufgeklärt, daß das eine Demo von Angestellte eines Kebap-Herstellers, soviel ich verstanden habe, in Murrhardt, sei. Frage mich aber, was das bringen soll, wenn der Arbeitgeber das gar nicht mitbekommt. Eigentlich müßten die Leute vor der Firma in Murrhardt protestieren.
 

Das bin ich um 1976. Fotograf war vermutlich meine Schwester.

 
Hatte heute ein Gespräch mit meiner Betreuerin Frau G., wo ich in meine Vergangenheit eingetaucht bin. Ungeachtet all‘ der Therapien, die ich gemacht habe, ist diese Vergangenheit nie richtig aufgearbeitet worden. Diese Gespräche – heute, nach fast fünfzig Jahren – helfen mir, ein Stück Klarheit zu bekommen. Die Frau, die bei mir saubermacht, hat mich  gefragt, ob ich nicht mal meine Autobiografie schreiben möchte, aber bei dem Gedanken ist mir ehrlich gesagt etwas flau zumute. Vielleicht später.
Ich hatte von Spätsommer 1975 bis Herbst 1976 eine Honda CB 250 G (grün), die ich mir neu gekauft hatte.
 

Honda CB 250 G (Mai 1976). Fotograf: Gönstiwönsti. Lizenz: CC BY-SA 4.0. 

 
Bin mit diesem Motorrad – außer im Winter, wo es bei meiner Patentante in der Garage stand – nach Tübingen zur Schule gefahren und war im Juli 1976 – ich habe damals bei der Post in Tübingen gejobbt – mit einem Arbeitskollegen am Bodensee (ich meine, in Konstanz). Habe die Maschine dann wieder verkauft und mir von dem Erlös u. a. meine erste Konzertgitarre gekauft. Warum ich dieses Motorrad verkauft habe, weiß ich allerdings nicht mehr.
 
Bei der IG Metall entdeckt: „Streit um Acht-Stunden-Tag: Das sind die größten Mythen zur Arbeitszeit“.
 
Zitat:
 
„Den Acht-Stunden-Tag haben Gewerkschaften hart erkämpft. Nun soll er abgeschafft werden. Doch längeres Arbeiten schadet der Gesundheit und bringt der Wirtschaft wenig. Alles andere ist ein Mythos. Und davon gibt es beim Thema Arbeitszeit einige.“—IG Metall
 
Mein Kommentar: Das, was die CDU da propagiert1, sind eben typische Arbeitgeber-Positionen. Ich frage mich auch, wie es kommt, daß scheinbar so intelligente (???) Leute so dumm sein können.

1 Z. B. Abschaffung des Acht-Stunden-Tages.

Heute nachmittag

Gestern habe ich aus dem Fenster des 413er-Busses bei der Kepler-Brücke hier in Ludwigsburg zwei Plakate der CDU gesehen, auf denen für einen Innenstadtrundgang mit OB Matthias Knecht geworben wird. Habe mir heute die betreffende Seite auf der Homepage der Ludwigsburger CDU angeschaut und frage mich, was das soll. Läßt sich der OB da von der CDU vor ihren Karren spannen? Muß dazu sagen, daß Matthias Knecht an sich parteilos ist. Mir stößt diese Art von Parteiwerbeveranstaltung – denn etwas anderes ist das ja nicht – jedenfalls sauer auf. Von Pluralismus ist da denn auch keine Spur.

Sahra Wagenknecht. Pressefoto.

Das BSW hat sich leider noch nicht gemeldet, aber aus Erfahrung weiß ich ja, daß das immer etwas dauert. Bin mal gespannt, was ich da als Unterstützer für Aufgaben haben werde.

Carsten Linnemann. Foto: Tim Hoffmann | CDU

Katja Kipping von der LINKEN zufolge kündigt CDU-Generalsekretär Carsten Linnenmann einen „Herbst der Reformen“ an. Hmmm, komisch, warum habe ich da so ein ungutes Gefühl? Unter anderem soll das Sozialsystem auf den Prüfstand. Sahra Wagenknecht hat ja schon geäußert, daß da massive Kürzungen im Sozialsystem auf uns zukommen werden. Da kann ich nur sagen: Mahlzeit!

Etwas anderes. Ich kann der ganzen Queer-Bewegung beim besten Willen nichts abgewinnen, insbesondere, wenn es sich um grotesk geschminkte Männer
handelt, die anscheinend der Meinung sind, daß das „weiblich“ sei.
Dabei handelt es sich bloß um unnatürliche, total übersteigerte
Zerrbilder von Frauen.
 
Was ich nach wie vor nur schwer verstehe ist, wie man a)  Mitglied einer Partei wie der CDU werden kann und b) die CDU wählen kann, eine Partei, die eigentlich eine Minderheit, nämlich die Unternehmer und die Reichen und Superreichen, hofiert, und wie diese Partei dann auch (noch) die Mehrheit hat. Vielleicht – und das ist bislang nur eine Hypothese – wird sich die soziale Situation so zuspitzen, daß die Betroffenen endlich en masse auf die Straße gehen und sich vielleicht endlich substantiell etwas ändert. Ich meine, es kann doch nicht sein, daß, wie ich heute wieder durch ein Video erfahren habe, Superreiche lediglich 0,3% an Steuern zahlen.
 

Klimaaktivisten in Baku, Aserbaidschan. Foto: Linda Schneider. Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0.

Bei der Heinrich-Böll-Stiftung lese ich:

„Die COP29 in Baku, Aserbaidschan, ist mit desaströsen Ergebnissen zu
Ende gegangen. Die große „Klimafinanzierungs-COP“ hat ein
internationales Klimafinanzierungsziel geliefert, das den
Herausforderungen, Bedarfen und Notwendigkeiten der nächsten Jahre nicht
einmal annähernd gerecht wird. Die Ergebnisse untergraben aktiv die
Klimagerechtigkeit und internationale Solidarität. Es wurden außerdem
die internationalen Kohlenstoffmärkte unter dem Pariser Klimaabkommen
auf den Weg gebracht und damit erhebliche neue Schlupflöcher für fossile
Emittenten geschaffen. „—Linda Schneider

Ich frage mich schon lange, was diese ganzen Klimakonferenzen sollen, wenn die beteiligten Länder es einfach nicht gebacken kriegen. Sollen sie es doch ganz lassen, das wäre imho ehrlicher.

Heute abend


Das bin ich etwa Mitte der Siebzigerjahre. Fotograf unbekannt.

Dieses Foto hat mir meine Schwester geschickt. Dabei ist mir nicht klar, wann bzw. wo das aufgenommen wurde bzw. ob ich da schon in Stuttgart war (das ist aber nicht wahrscheinlich). Es kann sein, daß meine Schwester dieses Foto bei dem Internat in Mössingen aufgenommen hat, in dem sie damals war. Das ist aber wie gesagt nur eine Vermutung.

Von 1973 bis 1977 besuchte ich das Wirtschaftsgymnasium in Tübingen-Derendingen. Ich war ein durchschnittlicher Schüler, nachdem ich die Mittlere Reife mit 2,3 abgeschlossen und dafür eine Belobigung erhalten hatte. Eine Eins hatte ich in Deutsch, Chemie und, soweit ich mich erinnere, in Biologie. Möglicherweise entstand das obige Foto in der Zeit zwischen dem Abitur im Mai 1977, das ich mit einem Durchschnitt von 3,2 bestand, und meinem Umzug nach Stuttgart im Juni 1978.

Heute nachmittag

Hatte heute am frühen Nachmittag ein sehr schwieriges Gespräch mit meinem Betreuer. Ich lebe ja im betreuten Wohnen. Bin nach fünf Minuten verärgert gegangen. Wußte nicht, was ich machen soll und habe schließlich noch einen Versuch gewagt. Diesmal haben wir wieder eine gemeinsame Basis gefunden, worüber ich sehr froh bin. Bin auch spürbar stärker motiviert, an mir zu arbeiten. Lebe mittlerweile 9 ½ Jahre im betreuten Wohnen. Davor ging es mir lange psychisch sehr schlecht. War in zig Kliniken und Therapien, auch in der Psychiatrie. Erst das betreute Wohnen hat die lang erhoffte Wende gebracht. Habe mein eigenes kleines Apartment mit 28 m2 mit Einbauküche und Bad und fühle mich hier richtig wohl.
 

Mein Apartment von außen.

 

Das Apartmenthaus, in dem ich wohne. Ansicht vom Innenhof aus. Fotos von mir.

Heute morgen

Bin um 04:03 Uhr schon wach. Heute nacht hat es geregnet. Ich weiß nicht, ob ich nochmal einschlafen kann. Durch die geöffnete Wohnungstür höre ich draußen meinen Nachbarn H., der einen starken Raucherhusten hat.

Mein Nachbar H. Foto von mir.

Überlege mir manchmal, ob ich die Rechtschreibfehler, die ich beim Tippen mache, nicht mal stehenlassen soll.

Screenshot

Na ja, am Ende finde ich diese Idee dann doch nicht so originell. Zudem unterstützt der Parser hier in Blogger die neue Rechtschreibung. Dabei habe ich, um nur ein Beispiel zu gebrauchen, bei „heute nacht“ „Nacht“ kleingeschrieben. Ich habe das in der Schule so gelernt, daß es zwar „die Nacht“, aber „heute nacht“ heißt. Finde die neue Rechtschreibung sowieso blöd, z. B. „aufwändig“ oder „Tipp“. Ich gendere aus demselben Grund auch nicht.

Frage mich gerade, wo die Politiker sind, bei denen eine hohe Intelligenz  und das Verantwortungsbewußtsein der Allgemeinheit gegenüber zusammenkommen. „Verantwortungsbewußtsein“ heißt bei mir, daß man z. B. nicht lügt und gemachte Versprechen auch einhält. Es gibt da überdies im Englischen den Begriff „benevolent“, was Google mit „wohlwollend“ übersetzt. Das aber scheint für viele unserer Spitzenpolitiker ein Fremdwort zu sein (Ausnahmen bestätigen die Regel). Und das „christlich“ in CDU und CSU finde ich nun völlig deplaciert, um nicht noch Drastischeres zu sagen.

Warum, so frage ich mich auch, zieht die Bundesregierung nicht solche Leute wie Frau Prof. Dr. Krone-Schmalz oder Prof. Dr. Harald Lesch als Berater hinzu. Was geht in diesen Politikern vor? Sind sie so mit ihrer eigenen Karriere beschäftigt oder ist der Horizont einfach zu eng?

Lese auf der Seite der Bundesregierung, daß Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, in den neuen EU-Führerschein umgetauscht werden müssen. Kostenpunkt: Ca. € 25,-. Wer das nicht macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit € 10,- geahndet werden kann. Mein Führerschein von 2007 im Scheckkartenformat muß bis spätestens 19.01.2028 umgetauscht werden. Gemacht habe ich den Führerschein 1975 (Motorrad) bzw. 1977 (Auto).

Hier ein seltenes Foto von mir, wo ich noch lange Haare habe. Dieses Foto ist in meinem Studienbuch vom Dezember 1977 enthalten.

Foto von mir anno 1977.

„Pop History Vol. 1: Cream“ (Cover). © Copyright by Polydor.

Der Eric Clapton auf dem Cover der Doppel-LP (die ich immer noch habe) war damals mein Vorbild.

Heute abend

Statistik: Was ist Ihre Meinung, sollte Deutschland weiterhin Waffen an die Ukraine liefern? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Interessehalber habe ich über Google obige Statistik gefunden, deren Daten am 06. und 07.09.2024 erhoben wurde. Befragt wurden 1.000 Wahlberechtigte zwischen 18 und 75 Jahren.

Habe gerade mit dem Bekannten geredet, dessen Windows-PC nicht mehr tut. Ich habe es ja geschafft, mit Ventoy unter Linux einen bootfähigen USB-Stick mit Windows 11 zu erzeugen. Am Samstag werde ich mir den PC mal anschauen.

Nachdem ich in einem der letzten Beiträge – ich glaube, es war heute morgen – kurz über Trump und Putin geschrieben habe, hier noch ein wichtiger Hinweis auf eine Frau, die von 1987 bis 1991 ARD-Korrespondentin in Moskau war und die Rußland wohl wie kaum eine zweite kennt. Die Rede ist von Frau Prof. Dr. Krone-Schmalz.

Hier ein Video von einem Interview der Schweizer „Weltwoche“ mit Frau Krone-Schmalz:

Ich meine, daß man dieses Video wie auch die übrigen Videos mit Frau Krone-Schmalz schon insofern mit großem Gewinn anschauen kann, als Frau Krone-Schmalz in denkbarem Gegensatz zu nicht wenigen Politikern eine hochintelligente Frau ist. Zudem hat sie eben auch weitreichende Rußland-Kenntnisse.

Zitat:

„Es ist alles wirklich aus dem Ruder gelaufen und müßte neu sortiert werden.“—Gabriele Krone-Schmalz

Heute morgen

Eigentlich wollte ich auf YouTube das Intro zu „Mod Squad“ von Earle Hagen anhören, aber als ich „Earle Hagen“ eingab, kam das Folgende:

Earle Hagen: „Harlem Nocturne“.

Das hat mich total überrascht, kannte ich von Earle Hagen bisher doch lediglich das „Mod Squad“-Thema.  Ebenfalls von Earle Hagen: Das Thema zu „I Spy“.

Und – auch auf YouTube – :

The Remo Four: „Brother Where Are You?“.

Hier noch eine Liste von Stücken, die ich auf YouTube angezeigt bekomme:

Es regnet. War heute morgen schon frühstücken: Ein mürbes Hörnchen (€ 1,55) und ein latte macchiato (€ 2,40).

Auf der Homepage des Gimp  habe ich ein Script-Fu-Tutorial gefunden: „3.4. Ihr erstes Fu-Skript“.

Angesichts der Tatsache, was alles auf der Welt nicht so gut läuft, frage ich mich, wo denn das Positive bleibt. So geben beispielsweise die lediglich 3,5 bis 4%, die Harald Lesch erwähnt, die es braucht, um eine Population erfolgreich zu transformieren, Grund zur Hoffnung. Dagegen kann ich auf sogenannte „Experten“, die uns schwierige Zeiten prophezeihen und pro Aufrüstung sind, gerne verzichten. Und daß Donald Trump bei Putin nichts erreicht hat, verwundert mich gar nicht. Habe mir die Webseiten beider Präsidenten angeschaut, aber nur bei Putin findet sich eine Biografie. Eine Kontaktmöglichkeit dagegen ist allerdings nur bei Donald Trump vorhanden. (Nein, siehe hier. Wladimir Putin einen Brief zu schreiben, ist zwar möglich1, aber die folgenden Seiten sind lediglich auf Kyrillisch. Telefonisch kann man Putin bzw. seine Administration jedoch über folgende Seite erreichen. Ich vermute aber, daß man da Russisch können muß.)

1 Die Postadresse lautet: 23/16, Ulitsa Ilyinka, 103132, Moscow, Russia.