War in der Stadt, u. a. beim Trölsch etwas essen. Die Bedienung war nur mäßig freundlich. Dann, an der Kasse beim Rewe: „Haben Sie Rewe-App?“. Das wie gesagt jedesmal, wenn ich da einkaufe. Wenn der Marktleiter, ein Herr N., etwas freundlicher wäre, würde das viel mehr helfen als so eine blöde App. Vielleicht sage ich ihm das auch mal.
Auf der Fahrt heimwärts ein Bus voller junger Ausländer. Ich bin notgedrungen eingestiegen; wohl gefühlt habe ich mich auf der Fahrt jedoch nicht. Da war so eine Spannung im Bus. Zu Hause, defilierten gruppenweise ebenfalls junge Ausländer an meinem Fenster vorbei. Keine Ahnung, wo die herkommen. Daß ich rund um den Busbahnhof praktisch nur auf Ausländisch beschallt werde, erwähne ich fast nicht mehr. Und dann ist da noch die Tatsache, daß alle paar Wochen Meldungen durch die Presse gehen, daß irgendwo schon wieder jemand abgestochen worden ist. Mein Gott, wo lebe ich denn langsam? Wenn ich das Geld hätte, so meine Gedanken im Bus, würde ich auswandern. Deutschland hat sich in den letzten 25 Jahren sehr verändert, und nicht zum Guten.
Frage mich, ob ich überhaupt noch zum Trölsch gehen soll. Der Aufenthalt heute hat mich deprimiert. Frau J., die Bedienung, sonst an sich freundlich, war heute (Streß?) spürbar unfreundlich. Und dann sind da noch insbesondere Frau S. und Frau M., die eigentlich nie freundlich sind, außer, wenn sie mit ihren Kolleginnen reden. Frage mich, ob sich das noch lohnt. Zudem muß ich sparen. Habe dem Trölsch eine kritische Email geschrieben, aber bei so einem gut laufenden Geschäft interessiert das die wohl nicht. Ergo kam auch keine Antwort.
Höre gerade „Is That So“ (1970) von Savoy Brown. Das Stück enthält ein längeres Solo von Lead-Gitarrist und Gründer Kim Simmonds, ist meiner Ansicht nach jedoch nur mäßig interessant. Simmonds spielt da anscheinend eine verstärkte akustische Gitarre. Daß er auch anders kann, zeigen seine Gitarren-Breaks in Stücken wie „Needle And Spoon“ (1970) vom selben Album.