Heute morgen

Beim ZDF lese ich Ist der Sozialstaat wirklich zu teuer?“.

Zitat:

„Bundeskanzler Merz meint, der Sozialstaat sei zu teuer und nicht mehr finanzierbar. Tatsächlich ist der relative Anteil der Bundesausgaben aber zurückgegangen.“—Lars Bohnsack

Hier eine Statistik über die Summe aller Geldvermögen in Deutschland bis zum Quartal 03/2024:

Statistik: Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland vom 3. Quartal 2019 bis zum 3. Quartal 2024 (in Milliarden Euro) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Es sind zwar nicht, wie von Google angegeben, € 14 Billionen, sondern „nur“ € 9 Billionen, aber da kommen auf jeden Bundesbürger bei einer angenommenen Bevölkerungszahl von 83,6 Millionen rein statistisch gesehen  immerhin € 107655,50. Ich meine, Friedrich Merz sollte sich da nicht so echauffieren. Ich meine außerdem, daß durch seine diversen Aussagen ja deutlich wird, daß er nicht unbedingt für die Armen spricht. Diese scheinen ihm denn auch eher lästig zu sein. Und so jemand ist dann Bundeskanzler. Mahlzeit! kann ich da nur sagen. Und wozu braucht Herr Merz überhaupt ein Privatflugzeug, das obendrein auch noch die Umwelt belastet. Soll er doch mit der Bahn fahren oder mit einer Linienmaschine fliegen. Sparen sollen immer nur die anderen.

Habe Friedrich Merz denn auch via Kontaktformular eine Nachricht geschrieben:

„Guten Tag,

Sie reden immer vom so „nicht mehr finanzierbaren Sozialstaat“. Haben Sie denn etwas gegen die Armen? Sie müßten halt mal wie ich 18 Jahre (!) vom Sozialhilfesatz gelebt haben, da würden Sie sich aber umgucken. Deutschland ist nicht nur für die Reichen da.

mfg,

C. Cyrny“

Da muß ich unwillkürlich an die Bundestagsabgeordneten mit ihrem Zuverdienst denken. Da wird nichts angerechnet, wenn da Leute wie Sebastian Brehm (der inzwischen aber nicht mehr im Bundestag ist) laut „Spiegel“ 1,38 Millionen Euro dazuverdienen. Da wäre Sparpotential vorhanden, aber mir scheint, daß nur die kleinen Leute sparen sollen. Und wozu, so frage ich mich, brauchen Leute wie Susanne Klatten 33 Milliarden Euro? Reichtum ist koscher, Armut nicht.

BMW-Erbin Susanne Klatten geborene Quandt. Foto: IMAGO.

Im Zusammenhang mit BMW1 interessant ist auch die NDR-Dokumentation „Das Schweigen der Quandts“, die auf YouTube in voller Länge verfügbar ist.

Da kommt wieder das Prinzip „Verdrängung“ zum Tragen, siehe auch folgende Grafik:

Grafik von mir

Zitat aus der Wikipedia:

„Nach Einschätzung von Benjamin Ferencz, der bei den Nürnberger Prozessen für die Anklagebehörde arbeitete, wären Herbert Quandt [der Vater von Susanne Klatten] und sein Vater Günther ebenso wie Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Friedrich Flick und die Verantwortlichen der I. G. Farben als Hauptkriegsverbrecher angeklagt worden, wenn die heute zugänglichen Dokumente den Anklägern damals vorgelegen hätten.“—Wikipedia

1 Auf der Website von BMW ist zu lesen, daß sich dieser Konzern in erfreulicher Weise (wenn man das in diesem Zusammenhang so sagen kann) kritisch mit seiner NS-Vergangenheit auseinandergesetzt hat.

Anders bei VARTA. In der Firmengeschichte wird die Zeit zwischen 1933 und 1945 geflissentlich ausgespart:

Screenshot: Die Firmengeschichte von VARTA von 1896 bis 1997

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