Habe dem SWR3 vorige Woche folgende Email geschickt:
„Ich wollte Sie mal fragen, ob Sie das, was Sie da täglich an Musik senden, auch kritisch hinterfragen, oder spielen Sie prinzipiell alles, was Sie hereinbekommen? Der Hintergrund ist der, daß ich in den Siebzigerjahren aufgewachsen bin und damals immer den Pop-Shop auf SWF3 gehört habe. Die Moderatoren damals (Frank Laufenberg u. a.) waren imho deutlich kritischer als heute. Bands wie „Middle Of the Road“ oder „Sweet“ wurden damals durch den Kakao gezogen. Das vermisse ich heute, wo die Qualität der Musik deutlich nachgelassen hat. Wie soll es denn besser werden, wenn keine Kritik kommt?“
Bisher keine Antwort. Soll ich das dahingehend interpretieren, daß man bei diesem Sender nicht daran interessiert ist, solche Dinge kritisch zu hinterfragen? So ist es halt am bequemsten. Max Martin forever? Und: „The Death Of Music Genres“ von Rick Beato. Auch er veranschlagt – wie auch ich – den Umbruch im Musik-Business aufs Ende des alten Jahrtausends.
Höre gerade die Live-Version von „Spoonful“ (1968) von Cream, und anschließend „N. S. U.“ (1968), ebenfalls von Cream. Die Singles von Cream überzeugen mich aber größtenteils nicht so. Ausnahmen: „We’re Going Wrong“ (1967) oder „As You Said“ (1968).