Heute abend

Bin heute abend noch nach Stuttgart gefahren, weil in der Staatsgalerie eine Ausstellung (ok, eigentlich zwei Ausstellungen, die parallel stattfanden) von Studenten der Merz-Akademie und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste auf dem Killesberg war. Ich kenne zwei ehemalige Studenten, die da ausgestellt haben, habe mich aber eine ganze Weile vergeblich umgeschaut, bis ich dann schließlich doch einen der beiden getroffen habe.

Die Sachen, die ich mir angeschaut habe, waren aber anscheinend von Studenten der Merz-Akademie. Umgehauen hat mich aber kaum etwas1. Da waren ein paar Sachen von Julius Schröder, die mir wegen ihrer Eigenständigkeit aufgefallen sind. Lediglich den Hintergrund fand ich nicht so toll.

Julius Schröder: „When I Get Bored Of Looking Inside Myself“

Ein Foto im Großformat:

Julius Schröder: „When I Get Bored Of Looking Inside Myself“ (Detail)

Auch ein Foto von Leonie Bucher hat mir gefallen.

Leonie Bucher: „Touch Me Again“

Nachdem ich mir die Fotos angeschaut hatte, war ich eine Weile im brechend vollen Vortragssaal, bin dann aber wieder gegangen, weil kein Sitzplatz mehr frei war und ich nicht so lange stehen wollte.

Der Vortragssaal in der Alten Staatsgalerie. Fotos von mir.

Bin dann nach etwa einer Dreiviertelstunde wieder gegangen. Viele junge Leute, vermutlich Studenten der beiden Akademien.

In der Unteren Königstraße, am Rollsteig, der hinunter in die Klett-Passage führt, wieder diese dubiosen Südosteuropäer.

Südosteuropäer oben am Rollsteig

Das paßt ganz gut zu dem gerade von Friedrich Merz geäußerten und teilweise als kontrovers empfundenen Satz „Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem … „. Auch Markus Söder meinte neulich: „Das Stadtbild muss sich wieder verändern.“ Und: Das deckt sich auch mit dem, was ich selbst beobachte, sei es in Ludwigsburg und hier besonders in der Myliusstraße, die vom Bahnhof in Richtung Arsenalplatz führt, oder auch in Stuttgart. Ich empfinde das, was Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge dazu meint, Merz‘ Satz sei „verletzend, diskriminierend und unanständig“, nicht sehr durchdacht. Die vielen Ausländer sind einfach eine Tatsache. Und ich möchte gar nicht wissen, wie es beispielsweise in Neukölln ist.

1 Das deckt sich auch mit meinem Eindruck, daß wir uns gerade in einer Phase der künstlerischen Stagnation befinden.