Heute morgen

Seit ich von Oberstdorf zurück bin, fühle ich mich hier, wo ich lebe, nicht mehr wohl. In der Adula-Klinik waren einfach so nette Menschen. Auch das frühe Aufwachen – heute um 02:15 Uhr – tut mir nicht so gut.

Am 8. März ist in BW Landtagswahl. Ich werde aber nicht zur Wahl gehen. Die ganzen Wahlplakate stoßen mir sauer auf. Seit der Klinik habe ich eine ausgesprochene Aversion gegen Politik.

War einkaufen und wollte davor beim Trölsch einen Tee trinken, allein der war so voll, daß ich davon Abstand genommen habe. Auch war die Bedienung Frau S. sehr unfreundlich. Freundlichkeit ist überhaupt sehr dünn gesät. Ich ertappe mich dabei, wie ich langsam richtiggehend aggressiv werde, wenn ich in der Stadt unterwegs bin. Da sind einmal die vielen Ausländer und dann im Bus vier Leute, die telefoniert haben. Dabei überbieten sich die Politiker zur anstehenden Wahl mit irgendwelchen hohlen Slogans, die irgendwelche PR-Agenturen erfunden haben.

Ich denke, man sollte mal eine Freundlichkeitsinitiative starten. Soll diese um sich greifende Unfreundlichkeit denn überhand nehmen?