Heute morgen

Höre gerade die Four Freshmen, genauer gesagt „Day By Day“, aber ich muß ehrlich gestehen, daß ich die Modernaires oder die Crew Chiefs von Glenn Miller besser finde.

Frühstücke gerade, während mein Nachbar draußen – ich habe die Tür auf – raucht und hustet. Es hat aber keinen Sinn, da etwas zu sagen.

In einem Monat ist Landtagswahl in BW. Bin froh, wenn das vorbei ist. Kann diese ganzen Plakate nicht mehr sehen.

„Ko-Ko“ ist eine Aufnahme der klassischen Duke-Ellington-Band von 1940/41 mit Jimmy Blanton [b] und Ben Webster [ts].

Gehe nachher in die Vesperkirche hier in Ludwigsburg, die heute eröffnet wird.

Heute nachmittag

Heute in der Stadt und gestern beim Einkaufen bin ich unweigerlich wieder mit den mehr oder weniger geglückten Wahlplakaten konfrontiert worden. Kaum zu glauben, daß das halbwegs intelligente Leute sind, die sowas machen. Mein Kommentar: Schade ums Geld!

Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, daß Charlie Parker „Just Friends“ für seine beste Aufnahme hielt. Aufgenommen wurde das 1949 mit Charlie Parker [as], Stan Freeman [p], Ray Brown [b], Buddy Rich [dr], einer Streicher-Gruppe, einer Oboe sowie einer Harfe.

Heute morgen

Bin leider schon wieder wach und trinke meinen ersten Milchkaffee (mit Koffein). Es ist gerade 01:30 Uhr.

Das bin ich mit ca. 21 Jahren. Fotograf unbekannt.

Habe vor etwa einer Woche angefangen, meine Lebensgeschichte aufzuschreiben, und zwar auf Englisch. Bin mittlerweile da angekommen, als ich fünfzehn war, also im Jahre 1972.

Ein kurzer Auszug:

„When I turned fifteen, I was allowed to drink alcohol. So a few „friends“ and I went to an inn where we had our first beer. One of those „friends“ had to have his stomach pumped when he got home.

Once, Thomas, another „friend“ from school, and I bought a case of beer that we drank while watching a soccer game. I drank about eight bottles of beer. I was proud that I could tolerate so much.“

„This Is Always“ (1947) ist eine Komposition von Sänger Earl Coleman. Besetzung: Earl Coleman [voc, comp], Charlie Parker [as], Erroll Garner [p], Red Callender [b] und Doc West [dr].

Und hier noch eine Live-Version von „My Favorite Things“ vom John Coltrane Quartett mit Eric Dolphy [flute]. Besetzung: John Coltrane [ss], Eric Dolphy [flute], McCoy Tyner [p], Jimmy Garrison [b] und Elvin Jones [dr]. Diese Aufnahme wurde 1961 in Hamburg aufgenommen. Die LP, auf der diese Aufnahme zu finden ist, war eine meiner allerersten Jazz-Platten. Ich hatte diese Aufnahme in der Jazz-Sendung vom damaligen (1978) SWF 2 gehört. Der SWF in Baden-Baden und der SDR in Stuttgart sind schließlich zum SWR fusioniert.

Und hier noch eine Aufnahme des Glenn Miller Orchestra mit Tex Beneke [ts, voc], Marion Hutton [voc] und den Modernaires [voc]. Diese Aufnahme dürfte um 1941 gemacht worden sein.

Habe an meiner Autobiografie weitergeschrieben und bin nun im Jahr 1977, als ich gerade 20 war und mein Abitur im zweiten Anlauf geschafft hatte.

Heute morgen

Bin leider schon wieder so früh wach (es ist gerade 02:33 Uhr). Habe bestimmt schon vier oder fünf Äpfel gegessen. Meine Eß-Sponsorin meint, das wäre kein normales Eßverhalten.

Was mir sichtlich zu schaffen macht, wenn ich in der Stadt bin, sind die vielen Ausländer. Meine Betreuer verstehen das nicht. Ich fühle mich eben mehr und mehr überfremdet.

Dann sind da die vielen Wahlplakate mit diesen mehr oder weniger dummen Slogans, die irgendwelche Werbeagenturen erfunden haben.

Generell habe ich den Eindruck, daß sich das gesellschaftliche Klima immer mehr verschlechtert. Die Rücksichtslosigkeit der Handy-Besitzer ist nur ein Beispiel von vielen. Auch die Raucher nehmen keine Rücksicht.

Wollte meinem Nachbarn H. gestern etwas Nettes sagen und habe ihn nur gefragt, ob er spazieren war. Kam zur Antwort: „Spazieren wird man ja wohl noch dürfen.“ My! Meine Nachbarin E. hat vor einer Weile auch mal so reagiert. Auf meine denkbar harmlose Frage, was sie gerade machen würde, kam zur Antwort: „So eine blöde Frage.“ Das war denn auch das letzte Mal, daß ich auf sie zugegangen bin.

Banner beim VVS. © Copyright 2026 by VVS.

Ein Beispiel für das immer Krassere in unserer Gesellschaft. Ich meine, was sollen denn diese weit aufgerissenen Augen?

Als ich – das war 1973 bis 1977 – in Tübingen im Wirtschaftsgymnasium war, war ich ein glühender Jimi-Hendrix-Fan. Heute dagegen läßt er mich ziemlich kalt.

Heute morgen

Es ist erst 02:51 Uhr, und ich bin schon wieder wach. Habe mir gerade einen Frischkornbrei gemacht und trinke eine latte. Der Frischkornbrei ist morgens das Highlight. Habe das Rezept in der Adula-Klinik bekommen.

Die Modernaires waren Glenn Millers Gesangsgruppe. Außerdem mit dabei: Marion Hutton [voc] und Tex Beneke [ts, voc]. Dieser Clip wurde vermutlich 1941 aufgenommen.

Es ist jetzt 04:51 Uhr, und ich werde vermutlich nicht mehr einschlafen. Mache mir noch eine latte.

Mittlerweile ist es 05:14 Uhr. Bin froh, wenn die Wahl am 8. März vorbei ist. Die ganze Politik ist mir mittlerweile suspekt. Ich brauche mir nur die ganzen Wahlplakate anzuschauen, da habe ich schon genug.

Auf der Website des Stuttgarter Verkehrsverbundes VVS hat es so ein total überkandideltes Foto.

Banner beim VVS. © Copyright 2026 by VVS.

Frage mich, ob das sein muß. Das scheint mir denn auch der gesellschaftliche Trend zu sein: Immer extremer, immer krasser.

Heute morgen

Habe mich heute morgen per WhatsApp schon mit einer ehemaligen Patientin der Adula-Klinik ausgetauscht. War leider wieder schon gegen 02:30 Uhr wach, bin dann aber nochmal eingeschlafen.

Frank Zappa zufolge waren die Shaggs, eine Gruppe aus drei Schwestern, besser als die Beatles. Die Shaggs haben lediglich ein einziges Album herausgebracht. Habe da mal reingehört, aber das ist alles so dermaßen dilettantisch. Verstehe nicht, wie Frank Zappa zu dieser Einschätzung kommt.

War in der Stadt, u. a. beim Trölsch einen Tee trinken. Ich gehe da seit 10 Jahren hin, aber grüßt mich die Bedienung Frau M.? Kein Gedanke. Habe ihr folglich auch kein Trinkgeld gegeben. Auch bei den Leuten auf der Straße oder im Bus fällt mir diese Unfreundlichkeit auf.

Themenwechsel. Von Lester Young gibt es eine tolle LP auf dem Label Philology. Titel: „Prez’s Hat, vol. 1“. Mein Favorit ist eine Einleitung über „This Is Always“, die von Pianist Hank Jones gespielt wird.

Leider habe ich diese Aufnahme auf YouTube nicht gefunden. „This Is Always“ wurde zuerst von Charlie Parker aufgenommen, eines der seltenen Stücke von Parker mit Gesang. Das Stück wurde von Sänger Earl Coleman komponiert.

Heute morgen

Seit ich von Oberstdorf zurück bin, fühle ich mich hier, wo ich lebe, nicht mehr wohl. In der Adula-Klinik waren einfach so nette Menschen. Auch das frühe Aufwachen – heute um 02:15 Uhr – tut mir nicht so gut.

Am 8. März ist in BW Landtagswahl. Ich werde aber nicht zur Wahl gehen. Die ganzen Wahlplakate stoßen mir sauer auf. Seit der Klinik habe ich eine ausgesprochene Aversion gegen Politik.

War einkaufen und wollte davor beim Trölsch einen Tee trinken, allein der war so voll, daß ich davon Abstand genommen habe. Auch war die Bedienung Frau S. sehr unfreundlich. Freundlichkeit ist überhaupt sehr dünn gesät. Ich ertappe mich dabei, wie ich langsam richtiggehend aggressiv werde, wenn ich in der Stadt unterwegs bin. Da sind einmal die vielen Ausländer und dann im Bus vier Leute, die telefoniert haben. Dabei überbieten sich die Politiker zur anstehenden Wahl mit irgendwelchen hohlen Slogans, die irgendwelche PR-Agenturen erfunden haben.

Ich denke, man sollte mal eine Freundlichkeitsinitiative starten. Soll diese um sich greifende Unfreundlichkeit denn überhand nehmen?