Schlagwort-Archiv: Biografie

Heute morgen

Bin leider schon wieder wach und trinke meinen ersten Milchkaffee (mit Koffein). Es ist gerade 01:30 Uhr.

Das bin ich mit ca. 21 Jahren. Fotograf unbekannt.

Habe vor etwa einer Woche angefangen, meine Lebensgeschichte aufzuschreiben, und zwar auf Englisch. Bin mittlerweile da angekommen, als ich fünfzehn war, also im Jahre 1972.

Ein kurzer Auszug:

„When I turned fifteen, I was allowed to drink alcohol. So a few „friends“ and I went to an inn where we had our first beer. One of those „friends“ had to have his stomach pumped when he got home.

Once, Thomas, another „friend“ from school, and I bought a case of beer that we drank while watching a soccer game. I drank about eight bottles of beer. I was proud that I could tolerate so much.“

„This Is Always“ (1947) ist eine Komposition von Sänger Earl Coleman. Besetzung: Earl Coleman [voc, comp], Charlie Parker [as], Erroll Garner [p], Red Callender [b] und Doc West [dr].

Und hier noch eine Live-Version von „My Favorite Things“ vom John Coltrane Quartett mit Eric Dolphy [flute]. Besetzung: John Coltrane [ss], Eric Dolphy [flute], McCoy Tyner [p], Jimmy Garrison [b] und Elvin Jones [dr]. Diese Aufnahme wurde 1961 in Hamburg aufgenommen. Die LP, auf der diese Aufnahme zu finden ist, war eine meiner allerersten Jazz-Platten. Ich hatte diese Aufnahme in der Jazz-Sendung vom damaligen (1978) SWF 2 gehört. Der SWF in Baden-Baden und der SDR in Stuttgart sind schließlich zum SWR fusioniert.

Und hier noch eine Aufnahme des Glenn Miller Orchestra mit Tex Beneke [ts, voc], Marion Hutton [voc] und den Modernaires [voc]. Diese Aufnahme dürfte um 1941 gemacht worden sein.

Habe an meiner Autobiografie weitergeschrieben und bin nun im Jahr 1977, als ich gerade 20 war und mein Abitur im zweiten Anlauf geschafft hatte.

Heute morgen

Es ist, wie mir gerade klar wird, wirklich ein Wunder, daß so eine komplexe Software wie Blogger kostenlos angeboten wird.

Bin gerade dabei, mir meine digitalen Arbeiten durchzusehen. Hier ein Beispiel:

„Ohne Titel“ (2011). Software: Gimp und Inkscape. Grafik von mir.

Kann Ende Mai vielleicht die eine oder andere Arbeit von mir ausstellen. Habe auch bei der VG Bild-Kunst angefragt, ob ich da Mitglied werden kann.
Habe gestern einen guten Artikel über den amerikanischen Maler Ad Reinhardt (1913 – 1967) entdeckt. Er war ja hauptsächlich in den Fünfziger- und Sechzigerjahren aktiv, bevor er viel zu früh verstorben ist. Leider darf ich kein Gemälde von ihm posten; dafür verweise ich auf den weiter oben verlinkten Artikel. Mir scheint, daß Reinhardt zu der Erkenntnis gekommen ist, daß Farbe nur ein flüchtiger Oberflächenreiz ist. Er dagegen wollte zu dem „Einen“ kommen, um hier mal einen Ausdruck aus dem Zen-Buddhismus zu gebrauchen. Ich will damit nicht sagen, daß Ad Reinhardt sich mit dem Zen-Buddhismus beschäftigt hat; die Parallele ist mir eben gerade eingefallen. Jedenfalls hat Ad Reinhardt von Ende der Fünfzigerjahre bis zu seinem Tod „das eine“ Gemälde gemalt: ganz schwarz und 157,50 x 157,50 cm groß.
Es macht mir zusehends Spaß, über Kunst zu schreiben, so daß ich mir überlegt habe, dieses Blog nur für Kunst zu gebrauchen, aber das hatte ich ja schon mal voriges Jahr, wo ich drei verschiedene Blogs hatte: eins über Grafik und Kunst, eins über Politik und eben dieses hier über alles Mögliche. Möchte mich aber nicht so auseinanderdividieren – ergo nur dieses Blog.

Höre „Brother Where Are You“ von den Remo Four aus Liverpool. Ich hatte diesen Song mal auf Kompaktkassette, zusammen mit „Love Song For the Dead Ché“ (1968) von den „United States Of America“, die in ihrer kurzen Karriere nur ein einziges Album veröffentlicht haben.

Wenn es vom Geld her reicht, will ich bei der VG Bild-Kunst eine Lizenz erwerben, mit der ich zehn visuelle Kunstwerke posten darf.
Die Photo Vogue hat die zwei Fotos, die ich hochgeladen habe, nicht veröffentlicht. Ergo ist in meinem Portfolio nur ein Teil meines künstlerischen Lebenslaufs online. Tja, vielleicht lösche ich dieses Portfolio auch wieder, wenn das so ist. Habe allerdings keine diesbezügliche Option entdeckt. 🙁
Hier eins der Fotos, die ich hochgeladen habe:

„Schaufensterpuppe“ (ca. 2005). Kamera: Canon AE-1; Film: Fujichrome Sensia 200. Foto von mir.

Es tut mir mittlerweile leid, daß ich die Canon AE-1 2008 verkauft habe. Das war wirklich eine gute Spiegelreflex-Kamera, und das Fotografieren mit Film hat imho auch heutzutage noch seinen Reiz. Habe gesehen, daß es diese Kamera praktisch nur noch auf eBay gibt. Auch der sehr empfehlenswerte Fujichrome Velvia 100 Professional ist noch erhältlich, wenn auch zu einem gepfefferten Preis.
Gottseidank war gestern abend wieder Geld auf dem Konto. Es ist schon deprimierend, wenn man kein Geld mehr hat.
Höre inzwischen „Stormy Monday“ (1971), eine Live-Aufnahme der Allman Brothers Band, hier noch mit Duane Allman und Berry Oakley.
Nochmal zu Ad Reinhardt und seine früheren Gemälden, von denen ich ein Beispiel auf der Website des Metropolitan Museum Of Art entdeckt habe. Reinhardt veröffentliche in den Vierziger- bis Sechzigerjahren auch Cartoons zum Thema „abstrakte Kunst“, die beispielsweise in den Beständen der Staatsgalerie zu finden sind.
Zitat:
„All that a painting requires, besides active pigments, are clear open eyes, a warm heart, an alert brain and the Four Freedoms.“—Ad Reinhardt
Ein anderer amerikanischer Maler, der Ende der Vierzigerjahre seinen reifen Stil von übereinandergestapelten Rechtecken fand, war Mark Rothko.
Ein Zitat:

„Er war ein Künstler, der völlig von der Realität abweichen und Formen schaffen wollte, die mit nichts in der realen Welt zu tun hatten. Dies würde zu einer neuen Art künstlerischer Erfahrung werden, bei der Größe und Farbe wichtiger sind als präzise Details, und die Besucher in eine Welt entführen, in der der Raum eine neue Dimension annimmt.“

Rothko (ursprünglich: Marcus Rothkowitz) fing gegenständlich an und  kam dann in den Vierzigerjahren zu einem Stil, der stark von der griechischen Mythologie beeinflußt war, bis er über die sogenannten „multiforms“ seinen reifen Stil entwickelte. An Literatur zu Mark Rothko kann ich sehr die aber leider nur auf Englisch verfügbare Biografie „Mark Rothko: A Biography“ von James E. B. Breslin empfehlen. 

Ich sehe schon, daß ich nicht darum herumkomme, von der VG Bild-Kunst eine Lizenz zu erwerben, damit ich meine Beiträge zur Kunst auch mit Fotos illustrieren kann.

Kann sehr die „Sammlung Digital“ der Stuttgarter Staatsgalerie empfehlen. Dort hat es eine Suchfunktion, mit der man Werke aus dem Bestand der Staatsgalerie suchen kann.

War heute morgen um sechs Uhr schon am Bahnhof, frühstücken. In der Herrentoilette am Busbahnhof ein Mann, der eine Spritze aufgezogen hat. Bin dann in die Damentoilette gegangen. So etwas brauche ich mir nicht anzutun, schon gar nicht frühmorgens.

Muß, wie ich heute wieder gesehen habe, am Frühstück sparen, wenn ich mir die Lizenz der VG Bild-Kunst leisten will. Das ist nur leichter gesagt als getan. Ich kann einfach nicht zu Hauser in meinem kleinen (26 m2) Apartment frühstücken; ich muß morgens raus, etwas anderes sehen.

Wenn das, was ich da jeden Tag an Spam in meinem „Unerwünscht“-Ordner habe, seriös wäre, wäre ich schon Millionär. Erst vorhin sollte ich mir wieder € 20.000.000,- abholen.

Habe jetzt endlich eine für mich passende Vorlesung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart entdeckt. Es geht da um Hieronymus Bosch. Ich will  da mal zur Probe teilnehmen, um zu sehen, ob Kunstgeschichte was für mich ist.

Heute nachmittag

Beim art directory habe ich eine sehr gute Übersicht über Artikel zu allen möglichen Stilrichtungen der Malerei entdeckt. Und: Habe Karl Fred Dahmen entdeckt, der wirklich interessante Sachen gemacht hat. Eine Biografie von ihm findet ihr hier. Das ist so ungefähr die Richtung, in die ich gehen möchte, aber wie finde ich jetzt meine eigenen Identität?

Noch ein Fund: Lyonel Feininger und sein vom Kubismus beeinflußtes Gemälde „Ostseeschoner“ von 1924. Genau genommen war sein ganzer reifer Stil vom Kubismus geprägt, aber seine Variation ist mir, ebenso wie die diesbezüglichen Bilder von Mondrian, sehr sympathisch, während ich mit dem klassischen Kubismus wenig bis gar nichts anfangen kann.

Piet Mondrian: „Stillleben mit Ingwerglas II“ (1912). Gemeinfrei.

Das oben ist ein Beispiel für die Version des Kubismus, wie sie Piet Mondrian gemalt hat. Diese Gemälde bildeten den Übergang zu Mondrians frühen abstrakten Werken wie dem folgenden:

Piet Mondrian: „Komposition mit Farbflächen. Fassade“ (1914). Gemeinfrei. Foto von mir.


Gerade bei Mondrian kann man die Entwicklung vom gegenständlichen zum kompromißlos abstrakten Maler sehr schön verfolgen (siehe auch folgenden Beitrag von mir).