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Heute morgen

So, heute morgen bin ich schon um 00:30 Uhr aufgewacht, dann aber nochmal eingeschlafen. Inzwischen ist es 03:35 Uhr. Habe gerade StayFriends besucht und meiner ehemaligen Mitschülerin R. eine Nachricht geschrieben.

Zwei Fotos von mir: 1977 (links) und 2018 (rechts).

Habe mich mehr oder weniger aus Versehen bei WordPress.com angemeldet. Wollte sehen, was man da a) mit einem kostenlosen Account und b) mit der Bezahlversion1 machen kann. Aber – ein Wermutstropfen – ich soll mich mit Google2 (das ich gekündigt habe) anmelden.

Habe gerade gesehen , daß 93,7% aller Besucher dieses Blogs mit Firefox und unter Linux surfen.

Die VHS Ludwigsburg bietet, wie ich gerade gesehen habe, einen Kurs mit dem Titel „Linux statt Windows“ an. Anmeldeschluß ist der 18.10.2025. Und – wenn wir gerade dabei sind – die VHS Stuttgart bietet einen Einsteigerkurs für den Umgang mit WordPress an. Für Leute, die schon Erfahrung mit WordPress haben, gibt es am 31.01.2026 einen Aufbaukurs. Kostenpunkt – wie auch der Einsteigerkurs – € 92,-. U. U. können Interessierte einen Nachlass von bis zu 40% bekommen.

1 Das wären von € 9,- bis € 70,- pro Monat (!). Das ist doch gesponnen. Ich bezahle bei meinem Provider € 21,- pro Jahr. Und der Business-Plan kostet pro Jahr € 300,-. Ich glaube, die haben nen Vogel.

Und – wie ich gerade gesehen habe, die Enterprise-Version von WordPress.com kostet – ich glaube, meinen Augen nicht zu trauen – sage und schreibe USD 25.000. Das ist grob das 1200-fache von dem, was ich bezahle. Ich meine, geht’s noch?

Und: Hinter WordPress.com steht die Firma Automattic mit CEO Matt Mullenweg.

Matt Mullenweg. Pressefoto.

Ich glaube, ich werde jetzt WordPress-Designer. Da kann man ja richtig Geld machen. Man muß nur wissen, wie. Merke: Wenn man astronomische Preise verlangt (und wohl auch bekommt), dann wirkt das „professionell“. Wie wäre es denn mit einer WordPress-Site für € 1.250,- aufwärts? Nein? Ok, ich muß mich erst in die Templates einarbeiten, erst dann kann ich solche Preise verlangen. Bisher kann ich eigentlich nur ein WordPress-Blog aufsetzen.

2 Es geht aber auch ohne Google.

Heute morgen

Bin in  der Facebook-Gruppe „Bad Cannstatt – Blog“-Gruppe„, weil ich von 1997 bis 2009 in Bad Cannstatt in der Kissinger Str. 63/1 gewohnt habe. An sich war das ganz nett – als ich noch gearbeitet habe und tagsüber nicht zu Hause war. Als ich aber im Dezember 1997 arbeitslos geworden war, sah die Sache anders aus. Da erst stellte ich fest, daß diese Wohnung im Untergeschoß sehr hellhörig war. Bin dann trotzdem bis in den Sommer 2009 in dieser Wohnung geblieben und dann nach Kemnat in Ostfildern umgezogen, wo ich mich aber noch deutlich unwohler gefühlt habe. Erst der Umzug nach Ludwigsburg im Januar 2016 brachte die Wende.

Hier ein Foto von 2008, als ich noch in Cannstatt gewohnt habe. Die betreffende Katze, die ich Katzimaus getauft habe, war eines Tages ganz unvermutet vor meinem Fenster. Ich wohnte wie gesagt im Untergeschoß. Als ich das Fenster aufmachte, sprang sie einfach in mein Zimmer hinein. Ich gab ihr etwas Milch, und von da ab kam sie jeden Tag und wollte Milch haben.

„Katzimaus“ (2008). Foto von mir.

Dieses Foto habe ich mit meiner Canon AE-1 durchs offene Fenster aufgenommen.
Wenn ich am Busbahnhof in Ludwigsburg bin, stehen dort häufig zwei oder drei Zeugen Jehovas mit ihrem Karren, auf dem Plakate mit Aufschriften wie „Gibt es einen Schöpfer? Urteile selbst.“ angebracht sind. Mit sind diese Leute ausgesprochen suspekt. Habe den Eindruck, daß sie auf Mitgliederfang sind.
Im Zusammenhang damit glaube ich, obwohl ich nicht religiös bin, aber nicht mehr daran, daß das Leben auf der Erde durch Zufall entstanden ist. Allein der menschliche Körper ist so dermaßen komplex und die einzelnen Systeme so fein aufeinander abgestimmt, daß das niemals durch Zufall hat entstehen können. Zudem hat der amerikanische Biologe Michael J. Behe den Begriff von der „nichtreduzierbaren Komplexität“ geprägt. Dieser Ausdruck beschreibt Systeme, die unterhalb einer gewissen Komplexität einfach nicht funktionieren. Ein Beispiel wäre  eine Mausefalle, ein anderes die Geißel eines Bakteriums. Ich bin der Meinung, daß solche alternativen Ansätze viel zu wenig Beachtung finden.
Ok, wenn nun aber das Leben nicht durch Zufall entstanden ist, wie dann sonst? Eine Theorie ist, daß das Leben über Kometen auf die Erde gelangt ist. Das verlagert das Problem aber nur woanders hin. Tja, gar nicht so einfach.    

Heute morgen

Es ist, wie mir gerade klar wird, wirklich ein Wunder, daß so eine komplexe Software wie Blogger kostenlos angeboten wird.

Bin gerade dabei, mir meine digitalen Arbeiten durchzusehen. Hier ein Beispiel:

„Ohne Titel“ (2011). Software: Gimp und Inkscape. Grafik von mir.

Kann Ende Mai vielleicht die eine oder andere Arbeit von mir ausstellen. Habe auch bei der VG Bild-Kunst angefragt, ob ich da Mitglied werden kann.
Habe gestern einen guten Artikel über den amerikanischen Maler Ad Reinhardt (1913 – 1967) entdeckt. Er war ja hauptsächlich in den Fünfziger- und Sechzigerjahren aktiv, bevor er viel zu früh verstorben ist. Leider darf ich kein Gemälde von ihm posten; dafür verweise ich auf den weiter oben verlinkten Artikel. Mir scheint, daß Reinhardt zu der Erkenntnis gekommen ist, daß Farbe nur ein flüchtiger Oberflächenreiz ist. Er dagegen wollte zu dem „Einen“ kommen, um hier mal einen Ausdruck aus dem Zen-Buddhismus zu gebrauchen. Ich will damit nicht sagen, daß Ad Reinhardt sich mit dem Zen-Buddhismus beschäftigt hat; die Parallele ist mir eben gerade eingefallen. Jedenfalls hat Ad Reinhardt von Ende der Fünfzigerjahre bis zu seinem Tod „das eine“ Gemälde gemalt: ganz schwarz und 157,50 x 157,50 cm groß.
Es macht mir zusehends Spaß, über Kunst zu schreiben, so daß ich mir überlegt habe, dieses Blog nur für Kunst zu gebrauchen, aber das hatte ich ja schon mal voriges Jahr, wo ich drei verschiedene Blogs hatte: eins über Grafik und Kunst, eins über Politik und eben dieses hier über alles Mögliche. Möchte mich aber nicht so auseinanderdividieren – ergo nur dieses Blog.

Höre „Brother Where Are You“ von den Remo Four aus Liverpool. Ich hatte diesen Song mal auf Kompaktkassette, zusammen mit „Love Song For the Dead Ché“ (1968) von den „United States Of America“, die in ihrer kurzen Karriere nur ein einziges Album veröffentlicht haben.

Wenn es vom Geld her reicht, will ich bei der VG Bild-Kunst eine Lizenz erwerben, mit der ich zehn visuelle Kunstwerke posten darf.
Die Photo Vogue hat die zwei Fotos, die ich hochgeladen habe, nicht veröffentlicht. Ergo ist in meinem Portfolio nur ein Teil meines künstlerischen Lebenslaufs online. Tja, vielleicht lösche ich dieses Portfolio auch wieder, wenn das so ist. Habe allerdings keine diesbezügliche Option entdeckt. 🙁
Hier eins der Fotos, die ich hochgeladen habe:

„Schaufensterpuppe“ (ca. 2005). Kamera: Canon AE-1; Film: Fujichrome Sensia 200. Foto von mir.

Es tut mir mittlerweile leid, daß ich die Canon AE-1 2008 verkauft habe. Das war wirklich eine gute Spiegelreflex-Kamera, und das Fotografieren mit Film hat imho auch heutzutage noch seinen Reiz. Habe gesehen, daß es diese Kamera praktisch nur noch auf eBay gibt. Auch der sehr empfehlenswerte Fujichrome Velvia 100 Professional ist noch erhältlich, wenn auch zu einem gepfefferten Preis.
Gottseidank war gestern abend wieder Geld auf dem Konto. Es ist schon deprimierend, wenn man kein Geld mehr hat.
Höre inzwischen „Stormy Monday“ (1971), eine Live-Aufnahme der Allman Brothers Band, hier noch mit Duane Allman und Berry Oakley.
Nochmal zu Ad Reinhardt und seine früheren Gemälden, von denen ich ein Beispiel auf der Website des Metropolitan Museum Of Art entdeckt habe. Reinhardt veröffentliche in den Vierziger- bis Sechzigerjahren auch Cartoons zum Thema „abstrakte Kunst“, die beispielsweise in den Beständen der Staatsgalerie zu finden sind.
Zitat:
„All that a painting requires, besides active pigments, are clear open eyes, a warm heart, an alert brain and the Four Freedoms.“—Ad Reinhardt
Ein anderer amerikanischer Maler, der Ende der Vierzigerjahre seinen reifen Stil von übereinandergestapelten Rechtecken fand, war Mark Rothko.
Ein Zitat:

„Er war ein Künstler, der völlig von der Realität abweichen und Formen schaffen wollte, die mit nichts in der realen Welt zu tun hatten. Dies würde zu einer neuen Art künstlerischer Erfahrung werden, bei der Größe und Farbe wichtiger sind als präzise Details, und die Besucher in eine Welt entführen, in der der Raum eine neue Dimension annimmt.“

Rothko (ursprünglich: Marcus Rothkowitz) fing gegenständlich an und  kam dann in den Vierzigerjahren zu einem Stil, der stark von der griechischen Mythologie beeinflußt war, bis er über die sogenannten „multiforms“ seinen reifen Stil entwickelte. An Literatur zu Mark Rothko kann ich sehr die aber leider nur auf Englisch verfügbare Biografie „Mark Rothko: A Biography“ von James E. B. Breslin empfehlen. 

Ich sehe schon, daß ich nicht darum herumkomme, von der VG Bild-Kunst eine Lizenz zu erwerben, damit ich meine Beiträge zur Kunst auch mit Fotos illustrieren kann.

Kann sehr die „Sammlung Digital“ der Stuttgarter Staatsgalerie empfehlen. Dort hat es eine Suchfunktion, mit der man Werke aus dem Bestand der Staatsgalerie suchen kann.

War heute morgen um sechs Uhr schon am Bahnhof, frühstücken. In der Herrentoilette am Busbahnhof ein Mann, der eine Spritze aufgezogen hat. Bin dann in die Damentoilette gegangen. So etwas brauche ich mir nicht anzutun, schon gar nicht frühmorgens.

Muß, wie ich heute wieder gesehen habe, am Frühstück sparen, wenn ich mir die Lizenz der VG Bild-Kunst leisten will. Das ist nur leichter gesagt als getan. Ich kann einfach nicht zu Hauser in meinem kleinen (26 m2) Apartment frühstücken; ich muß morgens raus, etwas anderes sehen.

Wenn das, was ich da jeden Tag an Spam in meinem „Unerwünscht“-Ordner habe, seriös wäre, wäre ich schon Millionär. Erst vorhin sollte ich mir wieder € 20.000.000,- abholen.

Habe jetzt endlich eine für mich passende Vorlesung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart entdeckt. Es geht da um Hieronymus Bosch. Ich will  da mal zur Probe teilnehmen, um zu sehen, ob Kunstgeschichte was für mich ist.

Heute nachmittag

War in der Tagesstätte des PSN in Ludwigsburg, Mittagessen. Dort gibt es mittwochs auch eine Malgruppe, aber was die da malen (Ostereier), hat leider nicht das Niveau, das ich mir vorstelle. Da male ich lieber allein. Habe zu diesem Zweck meine Staffelei vom Schrank heruntergeholt und entstaubt.

Meine Staffelei. Foto von mir.

Habe einen Raum, wo ich ungestört malen kann, denn mein Apartment ist mit nur 26 m2 dafür etwas zu klein.

Hier ein Bild, das ich vor Jahren gemalt habe:

„Ohne Titel“ (undatiert). Acrylfarbe auf Packpapier. Auf MDF-Platte aufgezogen; 30 x 40 cm; gerahmt. Foto von mir.

Ich will nicht angeben, aber im Kunstmuseum Stuttgart hat es deutlich schlechtere Sachen. Habe mich folgerichtig bei der renommierten Galerie Schlichtenmaier beworben und bin mal gespannt auf die Resonanz.

Habe von der Galerie Schlichtenmaier eine freundliche Absage bekommen, was ganz ok ist.

Der Vollständigkeit halber hier noch eine Grafik, die ich 2011 gemacht habe. Das war ein Versuch, mit dem Gimp ein digitales Gemälde zu kreieren.

„Ohne Titel“ (2011). Grafik von mir.

Noch ein anderer Versuch:

„Ohne Titel“ (2011). Grafik von mir.

Kurz etwas zu dem nachfolgenden Text:
Ich war ja vorigen Samstag im Kunstmuseum Stuttgart, wo ich u. a. ein Foto von Karin Sanders‘ „Gebrauchsbildern“ gemacht habe. Nun habe ich mich von einem Rechtsanwalt des DMV beraten lassen, der mir bestätigt hat, daß ich dieses Foto im Rahmen einer Kunstkritik zitieren dürfte.
Hier also die beiden Bilder und der dazugehörige Text:

Karin Sander: „Gebrauchsbild 170n bzw. 170g“ (2014; Gebrauchsspuren auf Baumwollgewebe mit weißer Universalgrundierung). Foto von mir.

Als ich vorigen Samstag im oben erwähnten Kunstmuseum war, traute ich meinen Augen nicht, als ich die beiden obigen Bilder sah, von der Künstlerin etwas hochtrabend als „Gebrauchsbilder“ betitelt. Da wurde etwas auf Baumwollgewebe gesprüht, und das soll dann Kunst sein? Nicht nur, daß das jeder Graffiti-Künstler mindestens genauso gut machen könnte, ich könnte das auch. Da gilt, was ich schon in einem anderen Beitrag erwähnt habe: daß malerisches Können heutzutage nicht mehr wichtig ist, es kommt darauf an, sich clever zu verkaufen.

Heute nachmittag

Walter Hess: „Das Problem der Farbe in den Selbstzeugnissen der Maler von Cézanne bis Mondrian“ (Mäander Verlag GmbH, München 1993). Buchcover. Mit freundlicher Genehmigung vom Verlag. Foto von mir.

Habe versucht (versucht trifft es eigentlich ganz gut), in „Das Problem der Farbe in den Selbstzeugnissen der Maler von Cézanne bis Mondrian“ von Walter Hess zu lesen, einer Übersicht über die Farbentheorie von den Neo-Impressionisten Signac und Seurat bis zu Piet Mondrian. Um es gleich vorweg zu sagen: Das ist keine einfache Lektüre. Habe das Buch nach ein oder zwei Seiten wieder beseite gelegt, um später – je nachdem – weiterzulesen. Ich wußte, daß z. B. van Gogh sehr von Delacroix beeinflußt wurde, der ja noch etwas vor den Neo-Impressionisten kam.

Vincent van Gogh: „Pietà“ (1889; nach Delacroix; van Gogh Museum). Gemeinfrei.

Und – zum Vergleich – hier das Original von Eugène Delacroix:

Eugène Delacroix: „Pietà“ (1844). Gemeinfrei.

Wie man sieht, hat van Gogh, die Vorlage von Delacroix nicht 1 : 1 übernommen, sondern sie zum Anlaß genommen, seine ganz eigene Version zu kreieren. Die Farben wurden überhaupt nicht übernommen. Statt dessen präsentiert uns van Gogh eine Mischung aus Farben direkt aus der Tube –  Gelb und Blau – und den von ihm so meisterhaft beherrschten gebrochenen Farben, d. h. Farben, die mit ihrer Komplementärfarbe gemischt und so in ihrer Strahlkraft getrübt wurden.
Ich hoffe, daß die obige Passage nicht allzu schwierig bzw. zu speziell ist, was man ja u. U. an den ganzen zwei Besuchern ablesen könnte.
Bin während einer Google-Suche auf die Mona Lisa (eigentlich Lisa Gherardini) von Leonardo da Vinci gestoßen und habe mir überlegt, ob ich dieses Gemälde hier posten soll, konnte mich aber doch nicht dazu entschließen. Nein, ich denke, daß die Mona Lisa hier wirklich fehl am Platz wäre.

Heute nachmittag

Gerade war meine Nachbarin E. da, einen Kaffee trinken. Sie hat mich auf die Zeitumstellung aufmerksam gemacht. Koche mir jetzt etwas zu Mittag. Überlege, ob ich mich bei der Fotogalerie LUMAS bewerben soll. Dachte erst daran, eine Email hinzuschicken, aber es ist wohl erfolgversprechender, wenn ich da persönlich hingehe. Die Stuttgarter Galerie ist ja in der Langen Straße 4. Erst gestern, bei meiner Stuttgart-Exkursion, war ich kurz da, und die beiden jungen Damen im Geschäft waren sehr freundlich.

„Schaufensterpuppe mit Pelzmantel und Hut“ (ca. 2005). Foto von mir.

Zu diesem Foto: Vielleicht ist es nicht ganz offensichtlich, aber ich sehe bei dieser Puppe Eleganz und Klarheit. Ok, es ist „nur“ eine Puppe, aber das ist hier nicht so ganz eindeutig. Es könnte auch eine Frau sein. Dann sind da noch die Reflektionen auf der Schaufensterscheibe, die m. E. auch zu dem „gewissen Etwas“ beitragen.
Und noch eine Schaufensterpuppe:

„Schaufensterpuppe mit Hut“ (ca. 2005). Foto von mir. Bearbeitung: Gimp 2.10.30.

Und nun etwas ganz anderes. Ich war 2019 in der Stuttgarter Niederlassung von Pixomondo, wo ich allerdings nur in einen Konferenzraum gebracht wurde. Ich wollte eben mal die Angestellten bei der Arbeit sehen, aber das war offenbar nicht erwünscht. So war mein Besuch doch etwas enttäuschend.

„Ich bei Pixomondo“ (2018). Foto von mir.

Und hier noch etwas Musik.

„The United States Of America“ brachten 1968 nur ein einziges Album heraus. Dies ist ein Stück daraus. Ich hatte dieses Stück mal auf Kassette aufgenommen. Das nachfolgende Stück „Brother Where Are You“ ist von den Remo Four aus Liverpool. Dieses Stück kam auf der Kassette auch nach „Love Song For the Dead Ché“.

Heute abend

Mir ist schon mehrfach aufgefallen, daß sowohl Kleidung als auch Architektur mit der Zeit, also über mehrere Jahrhunderte bis jetzt in die Neuzeit, immer ärmer an Ornamenten werden. Ein imho gravierender Einschnitt war das Bauhaus mit seinen nüchternen Häuserfassaden ohne jede Dekoration, wie sie davor noch üblich war.

Haus in der Weissenhofsiedlung in Stuttgart (2019). Foto von mir.

Ok, zugegeben, auf diesem Foto kann man die Schmucklosigkeit der Aussenfassade allenfalls erahnen, aber das ganze Haus zu fotografieren, fand ich langweilig – sorry!
Im Gegensatz dazu ein Gemälde aus dem Rokoko. Man beachte die reichen Ornamente des Kleides.
François Boucher: „Madame de Pompadour“ (1756). Gemeinfrei.
Man stelle sich dann die heutigen, jeans-behosten Frauen vor – ein Trend, der in den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts angefangen hat. Also, mir persönlich haben die Frauen der Fünfzigerjahre in ihren Röcken weitaus besser gefallen.
Auch der Reichtum der Sprache nimmt m. E. immer mehr ab. Ich habe vor Jahren mal „Ich hoffe, der Himmel wird Deutschland erhalten. Das 19. Jahrhundert in Briefen“ gelesen, und da spricht einen ein solcher Reichtum der Sprache und eine solche gegenseitige Wertschätzung an, wie wir das heute einfach nicht mehr haben.
Meine Frage nun: Ist das ein genereller Substanzverlust, den wir da erleben? In diesem Zusammenhang vielleicht etwas weiter hergeholt, vielleicht aber auch nicht: Ein ehemaliger Kunststudent der Stuttgarter Akademie bestätigte mir, was ich schon geahnt hatte, daß nämlich im Zuge des Studiums das Erlernen altmeisterlicher Maltechniken keine Pflicht ist. Dann kommt es eben dazu, daß die Studenten so malen, wie es ihnen gerade in den Sinn kommt (um es mal vorsichtig auszudrücken). Auch hier Substanzverlust gegenüber früheren Jahrhunderten. Noch Édouard Manet (1832 – 1883) hatte eine ausnehmend gute Technik, wie man z. B. am „Frühstück im Freien“ sehen kann.

Èdouard Manet: „Das Frühstück im Freien“ (1863). Gemeinfrei.

Dann kamen die Impressionisten. was noch harmlos war. Ihnen folgten van Gogh, der bestimmt keine altmeisterliche Technik hatte, sondern einen eigenen, ganz persönlichen Ansatz, und dann die Fauves, die Brücke und der Blaue Reiter. Damit war es dann erst mal vorbei mit der altmeisterlichen Technik.
Und heute? Heute haben wir nun die Situation, daß praktisch jedes Geschmiere zur Kunst erklärt wird, man oder frau muß nur clever argumentieren. Oder jemand stellt ein Hühnerei auf ein Podest und erklärt das zur Kunst. Daß Kunst aber von Können kommt, spielt da keine Rolle mehr. Das nun ist eine Entwicklung, gegen die ich mich wehre.
Ein weiteres Beispiel ist Mark Rothko (1903 – 1970), der in seinem reifen Stil teils wunderschöne Farbharmonien auf die Leinwand brachte. Aber auch bei ihm gibt es eine schwache Seite, und zwar das Malen von Portraits, was sehr deutlich wird, wenn man sich sein Selbstportrait anschaut. Er konnte einfach keine überzeugenden Menschen malen. Trotzdem ist er – nicht zuletzt wegen seines leicht zu erkennenden Stils – in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der ganz Großen. Leider darf ich aus copyright-rechtlichen Gründen kein Foto eines Gemäldes von Mark Rothko posten. Ich bitte dafür um Verständnis.
Weiterführender Link: Der Artikel „10 Dinge, die man über Mark Rothko wissen sollte“. Des weiteren kann ich die Rothko-Biografie (anscheinend leider nur auf Englisch) von James E. B. Breslin empfehlen. Das Buch bietet wichtige Einblicke in das Leben von Mark Rothko. Das einzige, was ich zu bemängeln hätte, ist, daß der Autor ganz offenkundig nicht so viel von Malerei versteht. Das ist aber ein wirklich nebensächlicher Kritikpunkt. Davon abgesehen kann ich das Buch wirklich empfehlen.

Heute morgen

Es ist 05:09 Uhr, und ich höre durch die offene Tür die Vögel zwitschern. Angeblich dient das der Revierabgrenzung, aber ich finde das sehr spirituell. Will ja heute nach Stuttgart fahren, irgendwo einen Kaffee trinken und mich ein bischen umschauen. Vielleicht gehe ich in die Fotogalerie LUMAS. Einfach mal was anderes machen. Ich dachte sogar daran, oben im Restaurant der Galeria Kaufhof Mittag zu essen.

Aus irgendeinem Grund muß ich an meine Zeit im Kindergarten denken. Geleitet wurde dieser von einer Schwester Emma, einer resoluten evangelischen Gemeindeschwester in schwarzer Tracht. Auf dem Hinweg kaufte ich mir immer eine Brezel, die damals heute unvorstellbare 10 Pfennige kostete. Kurz bevor ich eingeschult wurde, machten wir einen Ausflug in ein Tal irgendwo hinter Bad Niedernau. Ich erinnere mich, daß meine Mutter mitging und wir irgendwo eine Feuerstelle einrichteten. Ich habe die Kindergartenzeit eigentlich in guter Erinnerung, anders als die ersten Schuljahre, wo ich von meinen Mitschülern z. T. gehänselt wurde.

Vorgestern kam in einer Unterhaltung mit einer Bekannten die Sprache auf die leider nicht mehr existierende Stuttgarter Buchhandlung Niedlich in der Schmalen Straße 14, in die ich immer sehr gern gegangen bin. Die hatte den „Lettre International“ und Andy Warhols „Interview“. Ich erinnere mich, daß Inhaber Wendelin Niedlich morgens im ebenfalls nicht mehr existierenden Café Nast ein paar Häuser die Straße hinunter gefrühstückt hat. Das Café Nast hatte so leckere Vanillezungen.

Angesichts der aktuellen Situation auf dem Kunstmarkt bin ich auf die Dada-Bewegung der Zwanzigerjahre gestoßen, die von Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Hans Arp in Zürich gegründet wurde.

Zitat aus der Wikipedia:

Vom Dada gingen erhebliche Impulse auf die Kunst der Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst aus.—Wikipedia.“

Angesichts der orientierungslosen und im Großen und Ganzen unspirituellen aktuellen Kunstszene ist Dada m. E. denkbar angemessen.

Dadaistischer Text von mir.
Wenn Leute wie Ragnar Kjartansson Austellungen mit Titeln wie etwa „Scheize Liebe Sehnsucht“ machen, zeigt das imho die absolute spirituelle Verarmung der Gegenwartskunst (Ausnahmen bestätigen die Regel). Meine Vermutung ist auch die, daß das Kunstmuseum Stuttgart davor zurückschreckte, „Scheize“ mit zwei „s“ zu schreiben. Ob es da einen Skandal gegeben hätte? Und: Wenn dasselbe Museum aktuell eine Ausstellung mit dem Titel „Doppelkäseplatte“ macht, fehlt eigentlich nur noch der „Doppel-Whopper“ oder „Quark mit Soße“. Ich meine, ich weiß nicht, ob ich da lachen oder weinen soll.
Immerhin hat das Kunstmuseum Stuttgart Adolf Hölzel ausgestellt, der einer meiner Lieblingsmaler ist.
Eine Auswahl von Werken:
Adolf Hölzel: „Heilige Ursula“. Gemeinfrei.
Adolf Hölzel: „Dachauer Moos IV“. Gemeinfrei.
Adolf Hölzel: „Komposition in Rot I“ (1905). Gemeinfrei.
Adolf Hölzel (1853 bis 1934) wurde im selben Jahr geboren wie Ferdinand Hodler und Vincent van Gogh. Nach einem Malstudium in Wien und München siedelte Hölzel nach Dachau über, wo er von 1888 bis 1905 lebte und arbeitete. Daneben war er auch als Lehrer tätig, der Schüler aus dem In- und Ausland anzog. U. a. waren Maler wie Oskar Schlemmer, Ida Kerkovius oder Willi Baumeister seine Schüler.
Zitat von der Website der Adolf-Hölzel-Stiftung:
„Für Adolf Hölzel und für die Kunstgeschichte insgesamt wird seine Stuttgarter Zeit [1905 – 1918] als Lehrer an der Königlichen Akademie zu einem bemerkenswerten Aufbruch in die Abstraktion, der den Künstler an die Seite von Wassily Kandinsky, Piet Mondrian oder Frantisek Kupka stellt.“
1919 trat Hölzel 66-jährig in den Ruhestand und lebte in einem Haus in Stuttgart-Degerloch, wo er sich u. a. mit dem Anfertigen von Pastellen und Glasfenstern beschäftigte. Adolf Hölzel starb 1934 mit 81 Jahren.
Da wir in Deutschland hauptsächlich auf europäische (und evt. US-amerikanische) Kunst konzentriert sind, ist kaum bekannt, daß die Malerei in China (Sung- und T’ang-Periode) und Japan, was Abstraktion angeht, der damaligen Malerei in Europa weit voraus war. Hier nur als Beispiel ein auf 1481 datiertes Gemälde von Sesshū Tōyō, einem Zen-Mönch, der von 1420 bis 1506 lebte.
Sesshū Tōyō: „Landschaft“ (1481). Gemeinfrei.
Ungefähr zur selben Zeit lebten und arbeiteten bei uns in Deutschland Maler wie Albrecht Dürer (1471 bis 1528). Hier zum Vergleich eine Landschaft von Dürer:
Albrecht Dürer: „Der Weiher im Walde“ (1497). Gemeinfrei.
Ich meine, der Unterschied zwischen den beiden Gemälden ist evident. Gegen das souveräne Tuschegemälde von Sesshū Tōyō wirkt der Weiher von Albrecht Dürer fast dilettantisch.