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Heute nachmittag

Ich dachte, mal was anderes, und nicht immer nur Kritisches zur Politik. Habe War einmal live gesehen, das war 1976 in Offenburg bei einem Open-Air-Festival.

Gerade findet ja in Stuttgart und Berlin eine Friedens-Demo statt. Hier das Plakat:

Live-Stream aus Berlin:

Aus dem Newsletter der Russischen Botschaft in Berlin:

„Russland bleibt, wie Präsident Wladimir Putin mehrfach betont hat, von Anfang an für Verhandlungen zur Beseitigung der Ursachen des Konflikts offen.“—Russische Botschaft

Ja, und wo ist der Westen?

Email an die Bundesregierung:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

ungeachtet von Ihrer andauernden Forderung nach „Kriegstüchtigkeit“ heißt es im Newsletter der Russischen Botschaft in Berlin:

„Russland bleibt, wie Präsident Wladimir Putin mehrfach betont hat, von Anfang an für Verhandlungen zur Beseitigung der Ursachen des Konflikts offen.“

Warum, so frage ich mich, nehmen Sie dieses Angebot nicht an? Statt dessen wird gebetsmühlenartig die feindliche Absicht von Rußland beschwört. Was soll das? Vielleicht können Sie dazu Stellung beziehen. Sie liefern nun seit dreieinhalb Jahren Waffen an die Ukraine, und was hat das gebracht? Sie machen immer noch dasselbe, erwarten aber ein anderes Ergebnis. Im Englischen heißt das: „If you keep doing what you’re  doing, you keep getting what you’re  getting.“ Hören Sie doch auf, die Bürger für dumm zu verkaufen. 

mfg,

Claus Cyrny“

Vermutlich kommt da keine Antwort, denn die Regierung ist an einem Dialog mit kritischen Bürgern nicht interessiert. Und daß die Umfragewerte von Friedrich Merz schlechter als die von Olaf Scholz sind, ist denen wohl auch egal. Es zahlt sich halt nicht aus, wenn man die Bürger belügt.

Zitat aus dem „Merkur“:

„Das Forsa-Institut hat 2502 Befragten im Zeitraum vom 23. bis 29. September die Frage gestellt: „Sind Sie mit der bisherigen Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden?“ Lediglich 29 Prozent antworteten mit Ja, 70 Prozent stimmten mit Nein.“—Merkur

Das kommt eben davon, wenn man keine Politik für die breite Masse macht, sondern nur für die (reiche) Oberschicht.

Passend zum Thema ein Video von den NachDenkSeiten:

Quintessenz: Über die Verteilung des Reichtums in Deutschland wird kaum berichtet. Das liegt daran, daß die Besitzer der Medien laut Michael Hartmann größtenteils Konservative sind, die entsprechend hohe Einkommen und kein Interesse daran haben, daß die breite Öffentlichkeit etwas über die ungleiche Vermögensverteilung erfährt.

Noch ein Link zu einem Artikel beim Deutschlandfunk.

ZItat:

„Die Eliten werden immer mehr zur geschlossenen Gesellschaft. Das gilt nicht nur für die Wirtschafts-, sondern zunehmend auch für die politische Elite. Ihre Lebenswelt und die der Bevölkerung driften seit Jahrzehnten auseinander.“—Christian Rabhansl

Email an Ursula Weidenfeld vom „Spiegel“:

„Guten Tag Frau Weidenfeld,

könnten Sie nicht mal einen Artikel über die Vermögensverteilung in Deutschland schreiben? Imho ist das ganz zentral, auch, um die Politik der jeweiligen Regierung zu verstehen. Sparen sollen nur die kleinen Leute und die Mittelschicht. Über die Hintergründe wird aber so gut wie nicht berichtet. Interessant ist auch folgendes Video zum Thema. Während die sozial Schwachen den Gürtel enger schnallen sollen, kassieren z. B. die BMW-Erben Susanne Klatten und Stefan Quandt € 1,6 Milliarden an Dividenden. Die Vermögenssteuer wurde aber abgeschafft. Das finde ich sehr bezeichnend.

mfg,

C. Cyrny“

Wenn das stimmt, was ich vermute, kommt da wahrscheinlich nichts zurück, oder aber ich werde abgewimmelt.

Heute abend

Werbung auf der Seite des „Spiegel“

Habe mich über die mit Werbung regelrecht zugepflasterte Seite des „Spiegel“ geärgert und dem „Spiegel“ eine dementsprechende Email geschrieben, bis mir eingefallen ist, daß es beim „Spiegel“ die Option gibt, für € 3,96 im Monat die Werbung auszublenden.

Wer sich über diese imho widerliche Prostata-Werbung mit der Banane beschweren will, kann das hier tun. Eine Email an die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wurde nicht beantwortet.

Prostata-Werbung von BodyFocus

Jetzt ist sie doch da, die Aufrüstung im All. Seht dazu folgenden Artikel auf der Seite „Perspektive“.

Zitat:

„Unsere Absichten sind friedlich wir wollen nichts erobern, sondern voneinander lernen. Wenn wir kämpfen, dann nur, um uns zu verteidigen.“—Boris Pistorius

„Unser Absichten sind friedlich“. Diese Lügen kennen wir ja zur Genüge. So heißt es folgerichtig in obigem Artikel:

„Es brauch kein umfassendes historisches Wissen, um zu merken, dass Pistorius Lichtjahre von der Wahrheit entfernt liegt.“—Eduard Dunker

Hier noch ein Video zum Thema. Das Video stammt vom 9. Mai 2001 und ist im National Press Club in Washington, D. C. aufgenommen worden. Dr. Carol Rosin war von 1974 bis 1977 Mitarbeiterin von Wernher von Braun.

Nochmal ein Hinweis auf die Demo „Nie wieder kriegstüchtig“ am 03.10.2025 um 13:00 Uhr auf dem Stuttgarter Schloßplatz und parallel dazu auf dem Bebelplatz in Berlin.

Beschäftige mich gerade mit der Lüge, da sie ein ganz zentrales Instrument nicht nur der Politiker, sondern auch der Mainstream-Medien ist, die diese Lügen oft nicht als solche kennzeichnen und sich damit mitschuldig machen.

Heute nachmittag

Aus gegebenem Anlaß nochmals diese Grafik:

Wenn ich da z. B. lese: „Merz befürwortet ein Aus fürs Verbrenner-Aus“, frage ich mich, ob die denn ganz den Verstand verloren haben. Ich meine, wo kommen wir denn hin, wenn eine Regierung etwas zugunsten der Umwelt entscheidet und die nächste Regierung macht das wieder zunichte. Da können auch Initiativen wie Fridays For Future, Extinction Rebellion oder die Letzte Generation nicht wirklich etwas machen. Das ist eben das Tragische an der ganzen Geschichte.

Email an die „Süddeutsche“:

„Sagen Sie,

können Sie nicht mal einen kritischen Artikel über diesen Schwachsinn schreiben? Wo kommen wir denn da hin, wenn eine Regierung aus guten Gründen ein Verbrenner-Verbot beschließt und Herr Merz das einfach wieder rückgängig macht,  weil er eben ein Industrie-Lobbyist ist, dem die Umwelt auf gut Deutsch scheißegal ist. Sie machen sich mitschuldig, wenn Sie einen solchen Artikel unkommentiert ins Netz stellen. Und ich meine nicht die kritischen Leser-Kommentare, sondern Kritik von den beiden Autoren. Das hat doch deutlich mehr an Gewicht als die Stimmen irgendwelcher Leser. Es geht schließlich um unsere Zukunft. Oder wollen Sie eine globale Erwärmung von 3 Grad haben? Nein?

mfg,

C.Cyrny“

Heute morgen

Lotto-Werbung. © Copyright 2025 by Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg.

Mache mir, seit ich wach bin, also seit ca. 03:00 Uhr, über dies und jenes Gedanken. À propos Online-Werbung: Eigentlich will ich überhaupt keine Werbung im Internet anschauen, weil ich dort überhaupt nichts kaufe. Warum wird mein Wunsch nicht respektiert? Und – wie pervers ist denn das – nicht das Kaufen ist entscheidend, sondern das Anschauen. Zudem habe ich gelesen, daß 2/3 aller Werbung ohne meßbaren Erfolg sind. Habe mir gerade überlegt, wie das denn mit Anti-Werbung per Email wäre, nachdem mein Adblocker nicht den gewünschten Erfolg hat.

Email an ProSieben:

„Guten Abend,

wissen Sie, wenn Sie schreiben, daß Zuschauer Sie über Instagram kontaktieren sollen, dann wäre es schön, wenn Sie auch antworten würden. Meiner persönlichen Erfahrung nach werden Instagram-Nachrichten in neun von zehn Fällen eben nicht beantwortet.

mfg,

C. Cyrny“

Es regnet gerade wieder. Habe meine Wohnungstür aufgemacht, um etwas durchzulüften.

Habe gerade den Artikel „Ifo-Institut zeigt Milliarden-Einsparpotenzial bei Sozialleistungen auf“ bei Springers „Welt“ entdeckt. Der Axel-Springer-Verlag ist ja auch verantwortlich für die „Kauf kein Kack“-Werbung.

Zitat:

„Das Ifo-Institut plädiert für einen drastischen Umbau von Deutschlands Sozialleistungen.“—Ifo-Institut

Und hier die Website dieses Instituts, das sich zu Handlangern der Bundesregierung beim Sozialkahlschlag macht.

Der Vorstand des Ifo-Instituts: Dr. Stephanie Dittmer (Mitglied des Vorstandes; links) und Prof. Dr. Dr. h. c. Clemens Fuest (Präsident; rechts). Pressefoto.

Und dieses Institut schreibt doch tatsächlich „Si vis pacem, para bellum“ (dt.: „Wenn Du den Frieden willst, bereite den Krieg vor“). Nett, nicht?

Es regnet immer noch. Frage mich, ob ich zum Bäcker frühstücken gehen soll. Habe nichts mehr zu Hause.

War in der Stadt, ein paar Sachen erledigen. Auf der Rückfahrt saß ich ganz vorne rechts. Vor mir zwei Busfahrer, die sich, laut wie immer, mit dem Fahrer des Busses unterhalten haben. Wenn die zu den Fahrgästen nur halb so freundlich wären wie untereinander – aber kein Gedanke! Manche Busfahrer lassen auch den leeren Bus mit laufendem Motos einfach stehen und gehen, sich beim Yorma’s im Bahnhof einen Kaffee holen. Man darf denen aber ja nicht sagen, daß das nicht gut für die Umwelt ist. Ok, das ist eine Lapalie, aber trotzdem. Die wissen wahrscheinlich nicht einmal, was Umweltschutz ist.

Heute abend

Nachricht von mir auf Instagram

Ich wollte ProSieben wegen der Sendung „Deutschlands dümmster Promi“ eine Email schreiben, aber da war nur eine Email-Adresse für geschäftliche Anfragen; ich sollte auf Instagram eine Nachricht schicken. Das war vorigen Sonntag. Abgesehen davon bekomme ich auf Instagram fast nie eine Antwort auf eine Nachricht. Frage mich, wozu dieses Feature eigentlich da ist.

Abgesehen davon frage ich mich, was das soll, wenn Dummheit auch noch belohnt wird. Trägt das der gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung, daß wir immer dümmer werden?

Etwas, das mich die letzten Tage beschäftigt hat, ist die Tatsache, daß es durch das Internet meiner Ansicht nach gar nicht mehr möglich ist, eine Aussage zu treffen, die alle Aspekte einer Sache berücksichtigt – einfach weil es so dermaßen viele Informationen gibt, daß ein einzelner Mensch das gar nicht alles berücksichtigen kann. Schon der verstorbene Autor Stanisław Lem hat gesagt, wir „würden am Anfang einer Epoche stehen, vor der ihm graut“. Er hat denn auch das Internet sehr kritisch gesehen1. Ich meine denn auch, daß wir uns in Zukunft nicht nur auf den technologischen Fortschritt – KI ist nur ein Beispiel – konzentrieren, sondern auch das Menschliche mehr berücksichtigen sollten.

Ich habe immer mehr das Gefühl, daß Stanisław Lem recht hatte, was das Internet anbetrifft. Als ich noch kein Internet und keinen PC hatte, also vor dem Dezember 1996, habe ich auch gelebt. Ich habe viel gelesen und Gitarre gespielt. Beides mache ich gerade nicht mehr. Ich habe zwar zwei Bücher, die ich mir vorgenommen habe zu lesen, aber ich kann mich oft nicht dazu aufraffen. Als ich noch in Stuttgart gewohnt habe, bin ich oft mit einem ganzen Stapel an Büchern aus der alten Stadtbücherei nach Hause gekommen. Die neue Stadtbibliothek ist zwar größer, aber imho ein steriler Klotz, der, soweit ich weiß, 80 Millionen gekostet hat. Die alte Stadtbücherei hatte noch eine gewisse Atmosphäre.

Mir fällt gerade ein, was wohl passiert, wenn eine KI eine Fehlentscheidung trifft. Wer haftet dann? Der Hersteller? Der wird sich, so wie ich das einschätze, drücken, wo er kann. Derjenige, der die KI benutzt (Bedienungsfehler)? Keine Ahnung.

1 „Aus meiner Intuition heraus meine ich, daß uns das Internet mehr schaden als Profit bringen wird.“—Stanisław Lem. Und: „Ich fürchte mich vor der sogenannten informatischen Sintflut.“—Stanisław Lem. Ich denke da z. B. an die mit – ähem – „Werbung“ zugepflasterten Seiten von Zeitungen u. ä. Schon das allein wird ja immer schlimmer, z. B. diese Prostata-Werbung, aber die Werbe-Leute sind imho schon so kaputt, daß sie gar nicht merken, wie ekelhaft das ist. Es geht ihnen nur noch um €€€.

Habe denn auch dem zuständigen Ministerium eine Nachricht geschrieben:

„Guten Tag,

ich wollte Sie mal fragen, ob Sie nicht etwas gegen die immer größere Flut von Online-Werbung unternehmen wollen. Das ist ja langsam teilweise absolut niveaulos, wenn da z. B. diese Prostata-Werbung kommt oder der Mann mit dem dicken Bauch. Ich empfinde es auch als Zumutung, wenn eine Seite z. B. von einer Zeitung mit Werbung regelrecht zugepflastert ist. Ich persönlich will im Internet nichts kaufen, Punkt, und ich finde, das sollte respektiert werden. Geld ist schließĺich nicht alles. Und die BILD-Zeitung wirbt jüngst mit dem Slogan „Kauf kein Kack“. Ich meine, geht’s noch??? Diese ganzen Werbeleute sind doch krank; anders kann man sich eine solche „Werbung“ nicht mehr erklären. Werbung sollte nicht dazu da sein, um Schmerzgrenzen auszutesten. Bitte doch sehr um eine Antwort.

mfg,

C. Cyrny“

Bin mal gespannt, ob da was zurückkommt.

Heute nachmittag

Das Logo der Holanka Bar im Wittwer. Foto von mir.

Werde morgen nach ein paar Wochen Pause wieder in die Holanka Bar nach Stuttgart gehen (siehe auch hier).

Eine Mitarbeiterin der Holanka Bar im Wittwer. Foto von mir.

Kaffee Crema und Hefebrezel. Foto von mir.

Nachdem ich den überraschend günstigen Provider manitu gefunden habe, überlege ich, ob ich mir wieder eine eigene Domain zulegen soll und mein Blog nach WordPress migriere.

Möchte gern mein Gmail-Konto löschen, aber trotz intensiver Suche habe ich die diesbezügliche Option noch nicht gefunden. Auch frage ich mich, was Google mit den Informationen macht, die ich täglich hier poste. Bin ich da – ich bin ja teilweise sehr kritisch – in irgendeiner Datei gespeichert? Ok, ich meine, weiß man’s?

Habe nun alle Google-Dienste außer diesem Blog hier gelöscht. 😐 Bin spürbar erleichtert.

Habe von dem Provider manitu eine schnelle, kompetente Antwort auf meine Email bekommen. Das ist mir schon mal sympathisch. Werde mein Blog wahrscheinlich dorthin migrieren, dann bin ich ganz von Google weg. Im ersten Jahr kostet das nur € 21,-, das ist sehr günstig.

Bei netzpolitik.org lese ich „Das Narrativ der sicheren elektronischen Patientenakte ist nicht mehr zu halten“.

Zitat:

„Zwei Sicherheitsexpert:innen demonstrieren auf dem CCC-Kongress, wie leicht sie auf verschiedenen Wegen auf elektronische Patientenakten zugreifen können. Das Sicherheitskonzept der ePA ist aus ihrer Sicht gescheitert, kurz bevor diese bundesweit an den Start gehen soll.“—netzpolitik.org

Heute nachmittag

Bin jetzt seit sechs Tagen ohne Süßes, und gerade ist das schon hart, weil ich noch nichts habe, was das Süße ersetzen kann.

Aus der Kurzeinführung zu Eclipse 3.1.5 für Windows:

„ShapeLayer sind auflösungsunabhängige Vektorobjekte, die Sie unter anderem zum Freistellen von Objekten benutzen können.“—Form & Vision, Frankfurt

Das ist die Toolbox (dt.: Werkzeugkasten) von Eclipse 3.1.4 bzw. 3.1.5:

Relativ unscheinbar ist da die Option Close, um Kurven zu schließen. Ich habe eine ganze Weile gesucht, bis ich die gefunden habe. Was ich noch nicht rausgefunden habe, ist, wie ich Pinselstriche wieder rückgängig machen kann. 😕 Es gibt da nämlich keine Option Bearbeiten > Rückgängig wie beim Gimp.

Kämpfe gerade mit dem HTML-Code hier bei Blogger.com. Die Zeilen sind zu dicht aufeinander, und ich weiß nicht, wie ich das ändern kann. Der Code ist eben absolut kryptisch und enthält imho viele unnötige Tags. Habe es mit line-height: 1.75em; versucht, und nach einigem Herumprobieren hat es schließlich auch geklappt. 😏

Habe endlich SELFHTML 8.1.2 wiederentdeckt, den Klassiker von Stefan Münz, den man sich auch zum Offline-Lesen herunterladen kann. Mit der aktuellen Version stehe ich ehrlich gesagt auf Kriegsfuß, weil ich in dessen Forum mal so dermaßen blöd angepflaumt worden bin, daß ich diese Seite nicht mehr besuche. Manche Leute – gerade hier in Deutschland – meinen, daß sie sich im vermeintlichen Schutz ihrer Anonymität alles erlauben können.

Gedanke: Wenn Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj Meinungsverschiedenheiten haben, sollen sie sich doch duellieren. Warum müssen da Tausende ermordet (sic!) werden? Krieg ist ja nichts anderes als legalisierter Mord. Das kommt mir auch in den Sinn, wenn ich z. B. diese Bundeswehrreklameplakate sehe, die ich persönlich zum Kotzen finde. Da ist von Mord nie die Rede. Da geht es um Kameradschaft, Karriere und lauter solchen Quark. Ich finde es auch so schizophren, daß ein ziviler Mörder ins Gefängnis kommt bzw. in einigen Staaten hingerichtet wird, aber im Krieg ist das Morden auf einmal koscher. Warum kommen, wenn der Krieg vorbei ist, die beteiligten Staatsoberhäupter nicht ins Gefängnis? Da heißt es nur „Dumm gelaufen“, und das war’s dann.

Email an den „Spiegel“:

Sehr geehrter Herr oder sehr geehrte Frau N.,

ich finde es ja schon positiv, daß Sie mir antworten. Das ist ja heute immer weniger selbstverständlich. Aber ich wehre mich, und das haben Sie wohl überlesen (?), gegen Webseiten, die mit lauter Werbung förmlich zugepflastert sind, und dazu zähle ich leider auch die Ihre. Ich kenne das Internet nun seit 1996, und meinem Gefühl nach hat die Werbung gerade in den letzten Jahren so zugenommen, daß es oft nicht mehr schön ist. Ihre Konkurrenz vom „Focus“ wirbt teilweise mit dieser imho ekelhaften Prostata-Werbung. Das habe ich bei Ihnen nun noch nicht gesehen, aber dafür eine Werbung mit einem jungen Mann, der eine widerliche Grimasse schneidet. BILD wirbt mit dem Slogan „Kauf kein Kack“. Ich meine, geht’s denn noch? Ich wehre mich als Verbraucher dagegen, alles schlucken zu müssen. Und zu Ihren Werbefrei-Abo: Nur auf Ihrer Seite ist das nicht so teuer, aber was mache ich mit den ganzen anderen Seiten? Zeitweise hat ein Adblocker geholfen, aber mir scheint, da ist so eine Art „Rüstungsspirale“ im Gang. Immer häufiger wird die betreffende Website blockiert, bis ich meinen Adblocker ausschalte. Und: Ich habe das mit den 2/3 an Werbung,  die keinen meßbaren Erfolg haben, ernst gemeint. Ich frage mich nämlich, wie sich das in Zukunft entwickeln wird. So, wie es in unserer Gesellschaft aussieht, sehe ich da wenig Positives. Die BILD-Zeitung hat da eine Grenze überschritten. Das mache ich nicht mehr mit. Wieso bringen Sie nicht mal einen kritischen Artikel über Werbung im Internet?

Grüße,

Claus Cyrny“

Heute morgen

Beim ZDF lese ich Ist der Sozialstaat wirklich zu teuer?“.

Zitat:

„Bundeskanzler Merz meint, der Sozialstaat sei zu teuer und nicht mehr finanzierbar. Tatsächlich ist der relative Anteil der Bundesausgaben aber zurückgegangen.“—Lars Bohnsack

Hier eine Statistik über die Summe aller Geldvermögen in Deutschland bis zum Quartal 03/2024:

Statistik: Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland vom 3. Quartal 2019 bis zum 3. Quartal 2024 (in Milliarden Euro) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Es sind zwar nicht, wie von Google angegeben, € 14 Billionen, sondern „nur“ € 9 Billionen, aber da kommen auf jeden Bundesbürger bei einer angenommenen Bevölkerungszahl von 83,6 Millionen rein statistisch gesehen  immerhin € 107655,50. Ich meine, Friedrich Merz sollte sich da nicht so echauffieren. Ich meine außerdem, daß durch seine diversen Aussagen ja deutlich wird, daß er nicht unbedingt für die Armen spricht. Diese scheinen ihm denn auch eher lästig zu sein. Und so jemand ist dann Bundeskanzler. Mahlzeit! kann ich da nur sagen. Und wozu braucht Herr Merz überhaupt ein Privatflugzeug, das obendrein auch noch die Umwelt belastet. Soll er doch mit der Bahn fahren oder mit einer Linienmaschine fliegen. Sparen sollen immer nur die anderen.

Habe Friedrich Merz denn auch via Kontaktformular eine Nachricht geschrieben:

„Guten Tag,

Sie reden immer vom so „nicht mehr finanzierbaren Sozialstaat“. Haben Sie denn etwas gegen die Armen? Sie müßten halt mal wie ich 18 Jahre (!) vom Sozialhilfesatz gelebt haben, da würden Sie sich aber umgucken. Deutschland ist nicht nur für die Reichen da.

mfg,

C. Cyrny“

Da muß ich unwillkürlich an die Bundestagsabgeordneten mit ihrem Zuverdienst denken. Da wird nichts angerechnet, wenn da Leute wie Sebastian Brehm (der inzwischen aber nicht mehr im Bundestag ist) laut „Spiegel“ 1,38 Millionen Euro dazuverdienen. Da wäre Sparpotential vorhanden, aber mir scheint, daß nur die kleinen Leute sparen sollen. Und wozu, so frage ich mich, brauchen Leute wie Susanne Klatten 33 Milliarden Euro? Reichtum ist koscher, Armut nicht.

BMW-Erbin Susanne Klatten geborene Quandt. Foto: IMAGO.

Im Zusammenhang mit BMW1 interessant ist auch die NDR-Dokumentation „Das Schweigen der Quandts“, die auf YouTube in voller Länge verfügbar ist.

Da kommt wieder das Prinzip „Verdrängung“ zum Tragen, siehe auch folgende Grafik:

Grafik von mir

Zitat aus der Wikipedia:

„Nach Einschätzung von Benjamin Ferencz, der bei den Nürnberger Prozessen für die Anklagebehörde arbeitete, wären Herbert Quandt [der Vater von Susanne Klatten] und sein Vater Günther ebenso wie Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Friedrich Flick und die Verantwortlichen der I. G. Farben als Hauptkriegsverbrecher angeklagt worden, wenn die heute zugänglichen Dokumente den Anklägern damals vorgelegen hätten.“—Wikipedia

1 Auf der Website von BMW ist zu lesen, daß sich dieser Konzern in erfreulicher Weise (wenn man das in diesem Zusammenhang so sagen kann) kritisch mit seiner NS-Vergangenheit auseinandergesetzt hat.

Anders bei VARTA. In der Firmengeschichte wird die Zeit zwischen 1933 und 1945 geflissentlich ausgespart:

Screenshot: Die Firmengeschichte von VARTA von 1896 bis 1997

Heute nachmittag

Habe dem Berliner Büro von Finanzminister Lars Klingbeil eine ermutigende Email geschrieben. Endlich mal jemand, der auch die Reichen und Superreichen zur Kasse bittet und nicht nur immer die Bürgergeldempfänger, von denen ein gewisser Anteil angeblich gar nicht arbeiten will.

„Sehr geehrter Herr Klingbeil,

ich möchte Sie ermutigen, sich auf Ihrem Kurs nicht beirren zu
lassen. Imho sind Steuererhöhungen für die Reichen und Superreichen überfällig. Natürlich will da die CDU/CSU
querschießen, aber lassen Sie sich davon nicht beirren. Und à propos „zu wenig Geld“: Die Summe aller Privatvermögen
beträgt in Deutschland laut Google 14 Billionen Euro. Das zeigt doch, daß sehr wohl genügend Geld da ist. Nochmal: Ich
finde Ihren Vorstoß sehr begrüßenswert. Bleiben Sie dran!

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

War heute wieder im Rewe in Pattonville einkaufen. Käse über € 3,-, Kaffee-Pads (40 Stück) € 5,39. Frage mich, wo das ganze Mehr an Geld eigentlich hingeht – eine Frage, auf die ich bisher keine Antwort gefunden habe. Ich meine, irgendwer muß hier doch der Gewinner sein. Das Geld versickert doch nicht im Boden. Und die Inflationsrate von aktuell 2,2% ist ja auch irreführend, wenn, um beim Kaffee zu bleiben, die Pads nicht 2,2% teurer werden, sondern – von € 4,39 auf € 5,39 – einen ganzen Euro; das sind nach meiner Rechnung über 22%, also das Zehnfache.

Habe mich etwas in den Innenhof gesetzt, aber als zwei Nachbarn angefangen haben zu rauchen, bin ich wieder gegangen. Ich bin ja Nichtraucher, und ich kann es nicht leiden, wenn ich den ganzen Rauch abbekomme.

Habe beim BSW nochmal nachgefragt, wann sich die hiesige Gruppe wieder trifft. Ich wollte da auch mal dazukommen. Habe mich ja als Unterstützer registriert, aber das Ganze zieht sich jetzt bestimmt schon einen Monat hin.

Wollte mir heute Rasierklingen kaufen. Die kosten aber – von ursprünglich € 11,95 – jetzt € 14,95. Und so geht es weiter. Frage mich, was der sog. „Herbst der Reformen“ bringen wird. So, wie ich Friedrich Merz einschätze, vermutlich wenig Positives. Bleibt eben die Frage, ob sich Lars Klingbeil mit seinen Steuererhöhungen für Mehrverdiener durchsetzen kann.

Die CMYK-Separation in Eclipse 3.1.4 PE. Für eine größere Ansicht auf den Screenshot klicken.

Nachdem ich es geschafft habe, Eclipse 3.1.4 PE unter Ubuntu MATE 24.04 zu installieren, stellt sich für mich die Frage, was ich mit diesem Programm denn konkret machen will. Ein Handbuch habe ich ja, wenn auch auf Englisch. Das habe ich nach langer Suche von dem Eclipse-Entwickler Carsten Aevermann bekommen. Leute, die sich für Eclipse interessieren, können sich gern an Herrn Aevermann wenden. Eclipse ist wie gesagt ein Programm für fortgeschrittenes Compositing, das an sich – die letzte Version datiert von 2001 – für Windows NT/98 konzipiert wurde. Es läuft aber mittels Wine auch unter Ubuntu MATE 24.04 (und vermutlich auch unter dem „normalen“ Ubuntu). Zu anderen Linux-Distributionen kann ich leider nichts sagen. Die Version 3.1.4 PE ist eine Test-Version, die nach 30 Tagen nur noch Bilder mit 1.600 x 1.600 Pixeln bearbeitet. Ob das auch unter Linux so ist, kann ich nicht sagen. Ich meine aber, daß ich dieses Programm schon länger als 30 Tage installiert habe, und zumindest kann ich Bilder mit 6.000 x 4.000 Pixeln laden. Ein wichtiges Konzept von Eclipse sind die sog. ShapeLayer1.

Nun kann man sich fragen: Was soll ich mit einem 24 Jahre alten Programm anfangen? Dazu kann ich anmerken, daß Eclipse 3.1.4 PE a) prinzipiell unter Linux läuft2 und b) imho bessere Compositing-Unterstützung bietet als z. B. Photoshop, von dem ich nicht weiß, ob die aktuelle Version (Abo!) überhaupt unter Linux zum Laufen gebracht werden kann. Das Interface ist überschaubar (s. Screenshot oben), und es unterstützt z. B. auch – anders als der Gimp – CMYK.

Wer sich für ein aktuelles Programm für Compositing interessiert, dem kann ich die Software Natron – aktuell ist Natron 2.5.0 – empfehlen, die für verschiedene Plattformen erhältlich ist. Ich habe sie zwar installiert, habe aber noch nicht viel damit gearbeitet. Ich habe nur mal den Chroma-Keyer ausprobiert. Das Interface ist aber – das ist ein weiterer Grund, der für Eclipse spricht – relativ kompliziert und imho unintuitiv aufgebaut.

Das Interface von Natron 2.5.0 unter Ubuntu MATE 24.04
 
1 Aus dem Handbuch:
 
„ShapeLayers are vector objects that you can fill with images, color, vignettes and masks. Unlike raster or bitmap data, which are based on fixed pixel values, vector data can be easily resized and manipulated without any resolution or location constraints.“—Eclipse-Handbuch 

2 Installation mittels wine Setup.exe

Heute nachmittag


CinePaint-Maskottchen Spot

Ich frage mich schon eine ganze Weile, was mit CinePaint los ist. Das letzte Release CinePaint 1.4.5 für Windows stammt von 2021. Versionen für Linux und macOS wurden zwar angekündigt, wurden aber offensichtlich nicht veröffentlicht. Eine Email, die ich an Projektleiter Robin Rowe geschickt hatte, wurde nicht beantwortet. Habe Robin nun bei Ragan Communications entdeckt und ihm via LinkedIn eine Nachricht geschrieben. Mal sehen, ob da was zurückkommt.

Meine Nachbarin E. redet nicht mehr mit mir. Wenn wir uns unterwegs treffen, grüßt sie kaum und schaut unfreundlich. Dann geht sie zum Kaffeetrinken nur noch zu meinem Nachbarn H. Mir reicht’s jetzt einfach. Ich kann mit ihr sowieso nicht so viel anfangen; insofern ist mir das nicht ganz unrecht.

Frage mich, ob ich dieses Blog überhaupt weiterführen soll. Ich schreibe da z. T. sehr persönliche Sachen und habe keine Ahnung, wer das dann liest.