Schlagwort-Archiv: Emails

Heute morgen

Ich glaube, ich muß mich damit abfinden, daß ich so früh aufwache. Gerade ist es erst 02:34 Uhr.

Der Buchautor („Das Gitarrenbuch“) und Gitarrist Alexander Schmitz hat mir mal vor Jahren geschrieben, Django Reinhardt wäre mit der elektrischen Gitarre nie richtig zurechtgekommen. Ich finde dafür aber keinerlei Belege. Ich verweise nur auf Aufnahmen wie „Vendredi 13“ von 1947, dem Jahr, als Django Reinhardt das Gros seiner Aufnahmen mit elektrischer Gitarre eingespielt hat. Das ist so unglaublich, was er da spielt (und nur mit zwei gesunden Fingern). Darüber hinaus hätte Django Reinhardt, wenn er wirklich mit der elektrischen Gitarre nicht zurechtgekommen wäre, diese wieder gegen die akustische Selmer eingetauscht. Dagegen war die elektrische Gitarre seit 1947 sein Hauptinstrument.

Django Reinhardt 1946 im New Yorker Club „Aquarium“. Foto: William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Die Gitarre, die Django Reinhardt auf dem Foto spielt, ist übrigens eine schwedische Levin Deluxe, die Fred Guy vom Duke Ellington Orchestra gehörte.

Habe mir heute morgen überlegt, ob ich einer Partei mal eine kritische Email schreiben soll, aber da kommt ja nichts zurück. Die ganzen Email-Adressen sind anscheinend nur zur Dekoration da.

Heute abend

Habe dem BMAS folgende Email geschrieben:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

ich dürfte mir das nicht leisten, was Sie da machen. Ich werde einfach von einer Stelle zur anderen weiterverwiesen. Ich hatte beim zuständigen Sozialamt nachgefragt, ob es € 150,- für Bildung übernehmen könnte, aber da kam nur, das „wäre im Regelsatz enthalten“, was schlicht und einfach nicht stimmt. Ich kann es nicht leiden, wenn man mich anlügt, um es einmal klar auszudrücken. Bekomme ich nun von Ihnen eine befriedigende Antwort oder sind Sie dazu auch nicht in der Lage? Und wenn ich doch mal unerwartet eine Antwort bekomme, gehen Sie einfach auf die unbequemen Dinge nicht ein. So kann man das natürlich auch machen, aber beliebter werden Sie dadurch nicht. Aber vielleicht wollen Sie das auch  gar nicht.

mfg,

C. Cyrny“

Darauf kam:

„Sehr geehrter Herr Cyrny,

vielen Dank für Ihre erneute Zuschrift.

Wir müssen Ihnen mitteilen, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales nicht allen – an uns gerichteten Bitten von Bürgerinnen und Bürgern – um Hilfen und Unterstützung in Einzelfällen gerecht werden.

Unserem vorherigen Schriftverkehr können wir nichts hinzufügen.“

Und meine Antwort:

„Können schon; wollen nicht. Ich stelle fest, daß Sie offenbar so in Bürokratie erstarrt sind, daß Sie es nicht schaffen, mir in ordentlichem Deutsch zu antworten. Das Sozialamt wimmelt mich ab, Sie wimmeln mich ab. Da bleibt eigentlich nur der Klageweg.

C. Cyrny“

Der „renommierte“ „Spiegel“ stößt leider auch in das Horn, das die Bürgergeldbezieher „mehr fordern“ soll. Habe dazu einen entsprechenden Kommentar geschrieben:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mir die Ankündigung für dieses Hefts durchgelesen und komme nicht umhin, zu vermuten, daß es da im Erdorbit einen Satelliten hat, der Verdummungsstrahlen aussendet. Anders kann ich mir die Ansammlung von Dummheit auf der Erde nicht erklären. Wann hören Sie mal auf, das Herumgehacke auf die Bürgergeldempfänger mitzumachen. Das eigentliche Problem ist, daß die Reichen nicht genügend gefordert werden, aber da will ja keiner ran.

mfg,

C. Cyrny“

 

Wenn ich so darüber nachdenke, so komme ich zu dem Schluß, daß Dummheit ein ganz zentrales Problem darstellt, wie es auch Dietrich Bonhoeffer schon geschrieben hat.

Zitat:

„Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos.“—Dietrich Bonhoeffer

Heute nachmittag

Email an die Bundesregierung:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

es soll  immer nur beim Bürgergeld und den sozial Schwachen gespart werden. Wie sieht es aber mit Bundestagsabgeordneten aus, die z. T.  über eine Million (!) dazuverdienen. Warum werden denn denen nicht die Diäten gekürzt bzw. gestrichen? Das Einsparpotential beträgt hier pro Abgeordneter € 142.000,- im Jahr. Und kommen Sie mir bitte nicht von der „finanziellen Unabhängigkeit“ der Abgeordneten. Wer wie Sebastian Brehm, der jetzt aber nicht mehr im Bundestag ist, über 1 Million dazuverdient, hat sich ja entschieden, wo seine Präferenzen liegen. Der soll dann doch ganz in die Wirtschaft gehen. Herumgehackt wird immer nur an den sozial Schwachen. Oder was ist mit der Aldi-Wittwe Babette Albrecht, die laut „Business Insider“  € 88.000,- im Monat verbrät. Davon könnte ich knapp fünf Jahre leben. Uns wird vorgelogen, wir würden in einer Demokratie leben, dabei ist unser System in Wahrheit eine Plutokratie.

mfg,

C. Cyrny“

Solche Emails werden a) entweder gar nicht beanwortet oder b) man bekommt eine vorgefertigte Email zugeschickt. Irgendwo habe ich gestern gelesen, daẞ unsere Demokratie vom Streit, von der Auseinandersetzung lebt, aber genau darum drücken sich die Ministerien und die Regierung. Langfristig gesehen ist das eine Dummheit sondergleichen, aber so weit denkt man in der Regierung anscheinend nicht.

Bei n-tv lese ich „Bericht: Putin bot Trump am Telefon Kriegsende an“.

Zitat:

„Zwei Stunden telefoniert Trump am Donnerstag mit Putin. Insider verraten nun, was der Kremlchef für ein Ende des Kriegs in der Ukraine fordert. Laut „Washington Post“ will Moskau die gesamte Region Donezk. Und würde dafür auf Saporischschja und Cherson verzichten.“—ntv.de, mau/dpa

Donald Trump. Credits: Courtesy Donald J. Trump Presidential Library.

Und warum hat Trump nicht sein Okay gegeben? Worauf wartet er noch? Ganz ohne Verluste wird das nicht abgehen. Und so, wie es aussieht, geht auch der Krieg in Gaza weiter.

Heute abend

Email an die „Süddeutsche“:

„Guten Abend Herr Brinkmann,

wenn diese Frau Leistungen aus fünf verschiedenen Ministerien bekommt, ist das imho Sozialbetrug. Normalerweise bekommt man die Leistungen nur von einer Stelle, in meinem Fall vom Sozialamt. Ich bekomme aufstockende Grundsicherung, weil meine Rente zum Leben nicht ausreicht. Das war’s aber. Die 500 Leistungen sind absoluter Quatsch und überdies völlig praxisfremd. Wenn ich etwas beantrage, was über den Regelsatz von € 563,- hinausgeht, wird grundsätzlich alles abgelehnt. Ich müßte da vor dem Sozialgericht klagen, aber ich habe keine Rechtsschutzversicherung, und einen sog. Beratungsschein zu beantragen, ist (bewußt?) so kompliziert und aufwendig, daß ich meistens davon Abstand nehme. Jetzt habe ich erfahren, daß ich beim VdK u. U. kostenlose Erstberatung bekommen kann, und das werde ich auch in Anspruch nehmen. Aber nochmal: 500 Leistungen sind absolut realitätsfern; das müßte Herr Peichl eigentlich wissen.

Grüße,

Claus Cyrny“

Diese Email bezieht sich auf folgenden Artikel, ein Interview mit Andreas Peichl vom Ifo-Institut. Herr Peichl behauptet da, man könne 500 Sozialleistungen bekommen, was absoluter Quatsch ist. Die Sozialhilfe ist mittlerweile pauschaliert.

Noch eine Email, diesmal an das Ifo-Institut:

„Guten Abend,

gerade habe ich wegen dieses Interviews eine Email von der „Süddeutschen“ bekommen. Ich habe etwas nachgedacht, und da Ihr Herr Peichl sich eigentlich mit den rechtlichen Grundlagen und der Pauschalierung auskennen sollte, komme ich zu dem Schluß, daß er hier – aus welchen Gründen auch immer – ganz bewußt gelogen hat.

mfg,

C. Cyrny“

Da mir das Ifo-Institut regierungsnah zu sein scheint, würde diese Aussage, die ich moniert habe, ins Bild vom „unbezahlbaren Sozialstaat“, den wir uns so „nicht länger leisten können“, passen, das die Regierung gebetsmühlenartig verbreitet. Da wird halt gelogen, daß sich die Balken biegen.

Bei den „NachDenkSeiten“ habe ich den Artikel „Sozialstaat auf Abruf: Die neue Grundsicherung ist ein Rückschritt mit System“ gefunden.

Zitat:

„Wohnkosten sollen pauschaliert werden. Schon jetzt müssen über 300.000 Haushalte einen Teil ihrer Miete aus dem Regelsatz aufbringen – künftig könnten es deutlich mehr werden. Die geplante Pauschalierung der Wohnkosten im Bürgergeldsystem markiert einen tiefgreifenden Systemwechsel mit gravierenden sozialen Folgen. Bereits heute müssen über 300.000 Bedarfsgemeinschaften einen Teil ihrer Mietkosten aus dem regulären Regelsatz bestreiten – also aus einem Budget, das eigentlich der Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums dienen soll. Künftig, so die Prognose, wird sich diese Zahl deutlich erhöhen, da die neue Pauschale vielerorts unter den realen Wohnkosten liegen dürfte.“—Detlef Koch

In Artikel 20 GG heißt es:

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Hervorhebungen von mir. Es stellt sich die Frage, ob beim geplanten Sozialkahlschlag der Bundesregierung Absatz 4 zum Tragen kommt.

Heute abend

Habe auf meine letzten Emails vom Support meines Providers keine Antwort bekommen. Weiß nicht, woran das liegt. Habe ich vielleicht zu oft geschrieben? Etwas anderes kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

À propos „Intelligenz“: Bei der „Zeit“ habe ich den Artikel „Wir waren mal schlauer“ entdeckt.

Zitat:

„Denn wir Menschen, die wir uns über Jahrhunderte immer weiter perfektioniert haben, die wir in den letzten Jahrzehnten schlauer und schlauer wurden, wie die meisten Intelligenzforscher sagen, wir sind offenbar dabei, Stück für Stück, IQ-Punkt für IQ-Punkt etwas von unserem Verstand einzubüßen.“—Nataly Bleuel, Nike Heinen und Tanja Stelzer

Das nennt sich den „umgekehrten Flynn-Effekt„.

Heute morgen

Also, das mit dem Durchschĺafen klappt noch nicht so ganz. 🙁 Es ist jetzt erst 01:41 Uhr. Habe gestern StayFriends angemailt, ob sie meine Gold-Plus-Mitgliedschaft nicht wieder freischalten können. Ich habe diese nämlich bis 31.07.26 bezahlt.

Zwei Fotos1 von mir: 1977 (links) und 2018 (rechts)

Cover von „Pop History, Vol. 1“. © Copyright by Polydor.

Eric Clapton war 1977 mein Vorbild, wie man unschwer sehen kann (lange Haare, Koteletten und Schnurrbart). Das Jahr davor hat mir ein Schulkamerad diese Doppel-LP verkauft, und besonders die Live-Aufnahmen haben es mir damals angetan, so daß Cream zu einer meiner Lieblingsgruppen wurde. Ich hatte denn auch in der Folge bis auf „Goodbye Cream“ alle Platten dieser Gruppe.

Habe mir vorgenommen, heute weiter in „Deutschland schafft sich ab“ zu lesen.

Bin mit meinem Intenet-Provider bisher sehr zufrieden, zumal er sehr günstig ist. Überlege, ob ich mir zusätzlich zu WordPress noch ein CMS installieren soll, um meine Django-Reinhardt-Site wieder online zu stellen.

Eingangsseite (Ausschnitt) meiner Django-Reinhardt-Site „Djangology“

Bin aber am Überlegen, ob ich es mit WordPress als CMS versuchen soll, bevor ich mich in ein neues CMS einarbeite. Muß mich eben ins Thema „Websites mit WordPress“ einlesen.

Leere Seite in WordPress

Ich glaube, mich tiefer in WordPress einzuarbeiten ist wahrscheinlich sinnvoller als ein neues CMS wie TYPO3 oder Joomla! zu lernen.

Okay, hier entsteht also meine (alte) neue Site „Djangology“. Kämpfe noch mit dem Theme „Twenty-Thirteen“, aber ich sage mir: Es kann nur besser werden. 😉

1 Das linke Foto ist aus meinem Studienbuch. Ich hatte damals gerade an der Uni Stuttgart mit Informatk angefangen. Das rechte Foto habe ich beim Photo-Planet in Stuttgart machen lassen.

Heute nachmittag

Jedesmal (ok, fast jedesmal), wenn ich beim Rewe einkaufe und bezahlen will, kommt unweigerlich die Frage „Haben Sie Rewe-Bonus?“ Mir geht das langsam auf den Wecker.

Screenshot von der Rewe-Seite

Man bedenke den ganzen Aufwand, und alles nur, um den Kunden „was Gutes“ zu tun? Da frage ich mich, was mit den ganzen Kundendaten passiert.

Möchte an dieser Stelle auf eine Kundgebung am kommenden Samstag am Brandenburger Tor in Berlin hinweisen. Wie schon an anderer Stelle gesagt: Wenn ein Mensch ermordet wird, kommt der Täter ins Gefängnis; werden Tausende ermordet, passiert nicht viel. Die Mainstream-Medien drücken sich anscheinend davor, von dieser Kundgebung zu berichten. Deshalb ist es umso wichtiger, daß Blogger u. a. von diesem Unrecht berichten. Und: Frage mich auch, wann Netanjahu endlich wegen Völkermord angeklagt wird. Nein? Das zeigt imho die ganze Verlogenheit unseres Rechtssystems auf – auch auf internationaler Ebene. Denn: Wer die Macht hat, darf sehr wohl morden. Da wird das Morden auf einmal koscher. Das ist sowas von pervers, aber die Bevölkerung wehrt sich da ja nicht. Zu allermindest sollte Deutschland die Waffenlieferungen an Israel stoppen, aber wenn man da etwa eine kritische Email an die Regierung schreibt, kommt höchstwahrscheinlich keine Antwort. So läuft das in der Regel. Frage mich, wozu die ganzen Email-Adressen bzw. Kontaktformulare von Ministerien da sind. Wollen die nur hören, wie toll sie sind?

Seht auch den Artikel „Welche Waffen liefert Deutschland?“ auf der Seite der „Tagesschau“.

Habe gerade bei MediaHub360 einen Artikel zu ChatGPT entdeckt. Frage mich da aber, wie es bei einer KI mit Sicherheitsstandards aussieht. Angenommen, ich würde vorgeben, ein Verbrechen zu planen, was würde ChatGPT antworten1? Und wer übernimmt die Verantwortung, wenn beim Einsatz einer KI etwas schiefläuft? Diese ganze Hype um KI ist mir ehrlich gesagt suspekt.

Habe ja, wie mir gerade einfällt, noch die ganzen Dateien meiner alten Django-Reinhardt-Seite. Weiß nicht genau, was ich mit denen machen soll.

Django Reinhardt 1946 im New Yorker Club „Aquarium“. Foto: William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

So sah die Eingangsseite meiner alten Django-Reinhardt-Seite aus:

Screenshot

Vorhin wollte ich mir nur kurz die Seite des „Stern“ anschauen, als ich mit folgender „Werbung“ konfrontiert wurde. Muß das denn sein bzw. müssen die Besucher langsam alles schlucken?

Screenshot: „Werbung“ auf der Seite des „Stern“

Habe dem „Stern“ eine Email geschrieben, aber das hätte ich mir wohl sparen können, kommt da doch wahrscheinlich keine Antwort. 🙁 So geht das immer öfter: Beim Hinweis auf die gesellschaftlichen Mißstände läuft man einfach ins Leere.

1 Da kommt „Ich muß Dich hier sofort stoppen“. Da sind also sehr wohl Sicherheitsprotokolle eingebaut. Das beruhigt mich etwas. Aber bei der Diskussion um KI kommt mir unweigerlich ein Wahlplakat der FDP in den Sinn. Etwas abgeändert würde das heißen: „KI first. Bedenken second.“

Heute vormittag

Heute vormittag ist mir bei einer Fahrt in die Stadt wieder einmal der steigende Ausländeranteil – 21,51%, d. h. grob jeder Fünfte – hier in Ludwigsburg aufgefallen. Daß ich mich immer unwohler fühle, interessiert niemanden. Entsprechende Emails an die Stadt Ludwigsburg werden nicht beantwortet. Dabei bin ich da nicht allein. Eine Bekannte bestätigte meinen Eindruck vor ein paar Wochen. Besonders augenfällig ist das in der Myliusstraße und um den Busbahnhof. Fühle mich eben zunehmend überfremdet. Besonders augenfällig sind auch immer mehr Frauen mit Hijab (Kopftuch). Frage mich, wie das weitergehen soll. Im Bus heute vormittag eine Afrikanerin, die laut telefoniert hat. Und das ist kein Einzelfall. Habe den Eindruck, daß Ausländer generell lauter sind als Deutsche. Und das ist imho eben kein Vorurteil.

Heute nachmittag

Gottseidank waren heute mittag die € 60,98 von der Rentenversicherung auf meinem Konto. Bin jetzt noch mit knapp € 2,- in den Miesen.

Sahra Wagenknecht. Pressefoto.

Von Sahra Wagenknecht kommt wohl nichts mehr – warum auch immer. Dachte, da hätte ich jemanden gefunden, der mich versteht und mit dem ich mich austauschen kann. Tja, kann man nichts machen. So ist und bleibt Frau Wagenknecht eben eine kritische Stimme, die zwar Mißstände monieren, die jedoch wenig verändern kann. Schade eigentlich; ich hätte dem BSW den Einzug in den Bundestag gewünscht.

Heute morgen

Es ist erst 01:40 Uhr, und ich bin schon wach. Habe mir einen Milchkaffee – entkoffeiniert – gemacht und höre „I Heard It Through the Grapevine“ (1970) von Creedence Clearwater Revival, eine Cover-Version. Das Original (1966) ist von Marvin Gaye.

04:46 Uhr. War nochmal eingeschlafen und bin nun endgültig wach. Höre „Evil Ways“ (1969) von Santana und trinke einen Milchkaffee mit Koffein. Nach „Evil Ways“ kommt „Love That Burns“ (1968) von Fleetwood Mac, damals noch mit Peter Green. Habe gestern im Wittwer in Stuttgart einen Vinyl-Platte mit „Greatest Hits“ von Fleetwood Mac entdeckt, aber das war die zweite Inkarnation von Fleetwood Mac mit Stevie Nicks u. a. („Rhiannon“ etc.).

05:03 Uhr. Inzwischen läuft „Astronomy Domine“ (1968; live) von Pink Floyd vom Doppelalbum „Ummagumma“. Hatte mal – das war noch in den Siebzigern – die ganzen frühen Platten von Pink Floyd. Habe mir damals eine Lichtorgel installiert; keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin. Habe dann die Vorhänge zugezogen, Räucherstäbchen angemacht und Pink Floyd gehört. Hatte damals auch noch lange Haare. Das ging so bis 1982, als ich bei der heute nicht mehr existierende Stuttgarter „Kaufhalle“ angefangen habe. Der Filialleiter hat mir, wenn ich meine Haare schneiden lassen würde, eine Gehaltserhöhung in Aussicht gestellt, die ich dann auch bekommen habe, nachdem ich beim Frisör war. War damals für die Abteilung „Kleinmöbel“ zuständig. Habe dann 1983 da gekündigt und im Rechenzentrum der Stuttgarter Zeitung als Fahrer und Arbeitsnachbereiter angefangen. Das war ok. Wir sind jeden Tag in die Rheinpfalz gefahren und haben in Oggersheim und Ludwigshafen Computerlisten abgegeben. Meistens war dann noch Zeit für einen Kaffee irgendwo in Ludwigshafen oder Mannheim.

Nachdem ich gestern meinen Rechner ausgeschaltet und wieder hochgefahren habe, wird meine zweite Festplatte, auf der ich u. a. die ganzen Fotos drauf habe, nicht mehr gemountet. Muß sehen, wie ich das wieder in Ordnung bringe.

Die Festplatte wurde wieder gemountet (d. h. in den Verzeichnisbaum eingehängt). Habe außerdem festgestellt, daß ich mehr Geld für den Monat habe, als ich gedacht hatte.

Habe dem BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) eine Email geschrieben:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie schreiben auf Ihrer Website:

Die
Aufgaben als Bundesbildungsministerium umfassen
alle Abschnitte im Lebensverlauf. Sie reichen von der
frühkindlichen Förderung bis zur Weiterbildung und
zum lebenslangen Lernen. Gemeinsam mit den Ländern kümmert
sich das BMBF um
die außerschulische berufliche Bildung, die Aufstiegsförderung
und die
berufliche Weiterbildung.

Ich
möchte mich mit 67 Jahren an der Staatlichen Akademie der
Bildenden Künste in Stuttgart als Gasthörer
einschreiben. Das
kostet pro Semester € 150,-. Ein Antrag beim Sozialamt Esslingen
auf Übernahme dieser Kosten wurde abgelehnt, das sei
im Regelsatz enthalten. Ich habe einmal gegoogelt, und im
Regelsatz sind dafür ganze € 2,03 vorgesehen. Meine Frage ist,
wer mir diese Kosten erstatten kann? Sie müßten doch froh sein,
daß ich mich auch im Alter noch weiterbilden möchte. Statt
dessen werden mir nur Steine in den Weg gelegt. Wo ist da die
vielzitierte soziale Gerechtigkeit?

Mit
freundlichen Grüßen,

Claus
Cyrny“