War heute vormittag beim Diabeteszentrum, wo mich die Ärztin gelobt hat; so gut wären meine Werte noch nie gewesen. Dann war ich bei meinem Hausarzt und schließlich in der Vesperkirche, Mittag essen.
Was mir sauer aufstößt, wenn ich in der Stadt unterwegs bin, sind die ganzen Ausländer. Habe immer weniger das Gefühl, daß ich in Deutschland lebe und frage mich, wie das weitergehen soll. Die Stadt Ludwigsburg ist ganz auf der Seite der Ausländer. Was die Deutschen machen sollen, denen eine solche Ausländerschwemme zuviel ist, interessiert nicht. Viele wählen dann vermutlich AfD.
Habe heute einen Newsletter von ver.di bekommen, der mich aufgerüttelt hat. Am 28.02. soll auf dem Stuttgarter Schloßplatz eine Demo stattfinden. Vielleicht gehe ich auch hin.
U. a. sollen wir den Zahnarzt in Zukunft selber bezahlen. Spinnen die denn? Seht hierzu auch einen Artikel bei Focus. Dieser Vorschlag kommt vom Wirtschaftsrat der CDU. Habe dort per Email angefragt und bin gespannt auf die Antwort.
Bin leider schon wieder so früh wach (es ist gerade 02:33 Uhr). Habe bestimmt schon vier oder fünf Äpfel gegessen. Meine Eß-Sponsorin meint, das wäre kein normales Eßverhalten.
Was mir sichtlich zu schaffen macht, wenn ich in der Stadt bin, sind die vielen Ausländer. Meine Betreuer verstehen das nicht. Ich fühle mich eben mehr und mehr überfremdet.
Dann sind da die vielen Wahlplakate mit diesen mehr oder weniger dummen Slogans, die irgendwelche Werbeagenturen erfunden haben.
Generell habe ich den Eindruck, daß sich das gesellschaftliche Klima immer mehr verschlechtert. Die Rücksichtslosigkeit der Handy-Besitzer ist nur ein Beispiel von vielen. Auch die Raucher nehmen keine Rücksicht.
Wollte meinem Nachbarn H. gestern etwas Nettes sagen und habe ihn nur gefragt, ob er spazieren war. Kam zur Antwort: „Spazieren wird man ja wohl noch dürfen.“ My! Meine Nachbarin E. hat vor einer Weile auch mal so reagiert. Auf meine denkbar harmlose Frage, was sie gerade machen würde, kam zur Antwort: „So eine blöde Frage.“ Das war denn auch das letzte Mal, daß ich auf sie zugegangen bin.
Ein Beispiel für das immer Krassere in unserer Gesellschaft. Ich meine, was sollen denn diese weit aufgerissenen Augen?
Als ich – das war 1973 bis 1977 – in Tübingen im Wirtschaftsgymnasium war, war ich ein glühender Jimi-Hendrix-Fan. Heute dagegen läßt er mich ziemlich kalt.
Habe mich heute morgen per WhatsApp schon mit einer ehemaligen Patientin der Adula-Klinik ausgetauscht. War leider wieder schon gegen 02:30 Uhr wach, bin dann aber nochmal eingeschlafen.
Frank Zappa zufolge waren die Shaggs, eine Gruppe aus drei Schwestern, besser als die Beatles. Die Shaggs haben lediglich ein einziges Album herausgebracht. Habe da mal reingehört, aber das ist alles so dermaßen dilettantisch. Verstehe nicht, wie Frank Zappa zu dieser Einschätzung kommt.
War in der Stadt, u. a. beim Trölsch einen Tee trinken. Ich gehe da seit 10 Jahren hin, aber grüßt mich die Bedienung Frau M.? Kein Gedanke. Habe ihr folglich auch kein Trinkgeld gegeben. Auch bei den Leuten auf der Straße oder im Bus fällt mir diese Unfreundlichkeit auf.
Themenwechsel. Von Lester Young gibt es eine tolle LP auf dem Label Philology. Titel: „Prez’s Hat, vol. 1“. Mein Favorit ist eine Einleitung über „This Is Always“, die von Pianist Hank Jones gespielt wird.
Leider habe ich diese Aufnahme auf YouTube nicht gefunden. „This Is Always“ wurde zuerst von Charlie Parker aufgenommen, eines der seltenen Stücke von Parker mit Gesang. Das Stück wurde von Sänger Earl Coleman komponiert.
Habe für die rumänische Bettlerin inzwischen eine Anlaufstelle gefunden, und zwar das MedMobil, das Donnerstagabend zwischen 17:00 Uhr und 19:00 Uhr im oberen Schloßgarten in Stuttgart hält. Habe extra eine Karte in Farbe ausgedruckt und hoffe, daß die Bettlerin damit zurechtkommt.
Karte vom Oberen Schloßgarten. Screenshot von Google Maps; Anmerkungen von mir.
Habe jetzt doch etwas Angst, ich könnte die Bettlerin überfordern. Muß eben mal sehen, wie das klappt.
Ein paar Sätze auf Rumänisch, um die Verständigung zu erleichtern.
Hatte heute abend ein Gespräch mit einer Frau hier aus dem Zentrum, in dem ich wohne, und sie hat gemeint, daß es leider nicht so positiv bleiben würde, wie es die letzten Jahrzehnte war. Wenn ich im Internet unterwegs bin, stoße ich auch hauptsächlich auf Problematisches.
Johann Wadephul im Bundestag. Pressefoto: Tobias Koch.
„Außenminister Johann Wadephul hat mit einer weiteren Äußerung zur Lage in Syrien für Aufregung in der Unionsfraktion gesorgt. Wie Teilnehmer der Nachrichtenagentur dpa sagten, soll der CDU-Politiker bei einer Fraktionssitzung in Berlin gesagt haben, Syrien sehe schlimmer aus als Deutschland 1945. Auch mehrere Medien berichteten darüber. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der Außenminister hatten sich in der Sitzung bemüht, Irritationen auszuräumen, die bei einer Nahost-Reise Wadephuls entstanden waren. Der Minister hatte bei einem Besuch in Syrien angezweifelt, dass angesichts der massiven Zerstörung kurzfristig eine große Zahl syrischer Flüchtlinge freiwillig dorthin zurückkehren werde.“—BR 24 Redaktion
Meine Meinung: Die CDU-Angehörigen, die Herrn Wadephul kritisieren, sollen erst mal selber nach Syrien fliegen und sich dort an Ort und Stelle ein Bild machen. Und dann sollte die Bundesregierung die Zurückkehrenden unterstützen, denn wieviele sind denn Maurer oder Architekten? Man kann doch nicht x-beliebige Syrer zurückschicken und dann sagen: Jetzt baut mal auf. Hier werden dringend Fachkräfte gebraucht.
Zerstörtes Haus in Syrien. Foto: Getty Images
„Ich halte es für eine patriotische Pflicht, daß man seine Heimat wieder aufbaut“.—Jens Spahn
Ja, dann soll Herr Spahn das mal vormachen, wie man als Ungelernter ein Haus wieder aufbauen will. Ich finde, das ist einfach dummes Geschwätz.
Ich vermisse in der von Friedrich Merz unfreiwillig angestoßenden Debatte um das Stadtbild eine etwas differenziertere Berichterstattung. Und der „Stern“, um nur ein Beispiel zu nehmen, ist eben meiner Einschätzung nach ein Boulevard-Blatt mit einer auf Wirkung ausgerichteten relativ oberflächlichen Sichtweise.
„Würde man zufällig Passanten in einer deutschen Fußgängerzone nach den wichtigsten Nachrichtenmedien im Netz fragen, würde man vor allem Marken wie Spiegel, Tagesschau oder Bild zu hören bekommen. Doch deren Markenpopularität spiegelt sich nur begrenzt in der tatsächlichen Verbreitung wider, denn in der deutschen Medienlandschaft gibt es zwei unterschätzte Riesen: Nachrichtennetzwerke und E-Mail-Anbieter.“—Media Ownership Monitor
Eine Aufgabe des Media Ownership Monitors ist es, Transparenz in der deutschen Medienlandschaft herzustellen.
„Die deutsche Medienbranche wird von einer Mischung aus traditionsreichen Konzernen, öffentlich-rechtlichen Sendern und innovativen Newcomern geprägt. An der Spitze stehen Giganten wie Bertelsmann, Axel Springer, Funke, Bauer, Burda und ProSiebenSat.1 Media, die den Markt maßgeblich beeinflussen.“
Hier eine Übersicht über die wichtigsten Medienkonzerne in Deutschland. Der größte Konzern ist Bertelsmann, dem Medien wie der „Stern“, „n-tv“, der „Spiegel“ oder „RTL“ gehören. Soviel zum Thema „Pluralismus“.
Obwohl Rußlands Außenminister Lawrow nun eine Nichtangriffsgarantie für Europa ins Spiel bringen will, glaubt man dem bei WEB.DE nicht, sondern zitiert BND-Präsident Bruno Kahl1 mit dem „möglichen“ Szenario eines Angriffs Rußlands auf einen NATO-Staat. Also, vielleicht entscheidet sich die deutsche Regierung mal, was sie eigentlich will. Sind die Profite von Rheinmetall wichtiger als die ausgestreckte Hand – denn um nichts weniger handelt es sich hier ja – von Rußland? Mir scheint, Deutschland und die NATO wollen gar keinen Frieden, weil der jetzige Zustand – so unglaublich das klingt – finanziell einträglicher ist. Da kann ich nur konstatieren: Intelligenz – Fehlanzeige.
Themenwechsel. Mein ehemaliger Nebensitzer in der Realschule hat mir ein paar Klassenfotos zugemailt. Hier ist eins davon. Ich bin auf diesem Foto aber nicht zu sehen.
Im Zuge der Diskussion um die „Stadtbild“-Äußerung von Friedrich Merz habe ich vorhin an der Bushaltestelle spaßeshalber mal die Ausländer gezählt. Es waren zehn Stück, die sich dann im Bus verteilt haben. Aber das ist natürlich keine Überfremdung, das ist „bunt“.
Nochmal kurz zum Sozialamt. Ich gehe mittlerweile davon aus, daß die Sozialämter angehalten sind, die Hilfebedürftigen gegebenenfalls anzulügen („Das ist im Regelsatz enthalten.“). Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich meine, die Sachbearbeiterinnen sind doch nicht dumm, oder?
Sind selbstfahrende Autos die Zukunft? Und was ist dann mit den Taxifahrern und den ca. 100.000 Busfahrern? Seht dazu auch folgenden Artikel. Da werden die selbstfahrenden Busse aber noch nicht berücksichtigt.
Nach einer Reihe von Erfahrungen im Umgang mit den einigen der Ministerien, die wir in Deutschland haben – es sind insgesamt 16 Ministerien – kann ich sagen, daß diese überhaupt nicht an einem ernsthaften Dialog mit den Bürgern interessiert sind. Sind die 16 Email-Adressen also nur zur Zierde da? Es scheint fast so.
„Krisen hin, Krisen her: Die Zahl der Superreichen auf der Welt wächst unvermindert weiter.“—manager magazin
Hart gegen die Kleinen, nachsichtig gegen die Großen. So läßt sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Superreichen wie Isolde Liebherr ablichten, während er in seiner Weihnachtsansprache 2019 gesagt hat: „Bürger erster oder zweiter Klasse gibt es nicht.“ – was schlicht und einfach gelogen ist.
BMW-Erbin Susanne Klatten, die reichste Frau Deutschlands. Foto: IMAGO
Interessant ist, daß das manager magazin zur Spiegel Group gehört. Ich habe dem „Spiegel“ mindestens zwei Emails des Inhalts geschrieben, ob man dort nicht mal etwas Kritisches über die Reichen bringen könnte. Keine Antwort. Einzig das manager magazin veröffentlichte „Die 500 reichsten Deutschen“. Kritische Töne wird man da aber wohl vergeblich suchen. Das ist einfach sowas von zum Kotzen.
Auch der „Business Insider“ hat sich der sieben reichsten deutschen Familien angenommen, aber auch hier gilt: kritische Töne – Fehlanzeige. Dafür kommen dann Sätze wie „In Deutschland gibt es mehr Milliardäre denn je, doch viele von ihnen leben im Verborgenen.“ oder etwa „Sie prägen zentrale Branchen und zeigen, wie stiller Reichtum funktioniert.“. Ich dürfte mir das mit dem „stillen Reichtum“1 nicht erlauben, weil ich dann wegen Sozialbetrugs dran wäre. So funktioniert Gleichheit in Deutschland.
1 Ich muß vielmehr einmal im Jahr die lückenlosen Kontoauszüge von drei Monaten vorzeigen. Da ist dann nichts von wegen „stiller Reichtum“. Ich könnte ja irgendwo zehn Euro zuviel haben. Ich empfinde das als Schikane.
Habe mich heute mit einer Bekannten unterhalten, und die hat auch gemeint, daß die Atmosphäre in unserer Gesellschaft „komisch“ wäre. Technologisch geht’s bergauf, menschlich geht’s bergab. So haben wir nach dem Vorfall mit dem Handy gestern darüber geredet, daß die Handy-Nutzer immer rücksichtsloser würden. Wenn es nach mir ginge, ich würde Handys wieder abschaffen. Davor – so bis ca. 1992 – war das gesellschaftliche Klima deutlich besser. Ich bin der Meinung, daß man eben nicht alles machen sollte, was machbar ist.
Konnte auf einmal nicht mehr meine WEB.DE-Mails abrufen. Heute morgen ging’s noch. Ob da jemand mein Passwort gehackt hat? Störungen lagen nämlich keine vor. Habe das Passwort geändert, aber das hat nichts geholfen. Ich bekam nur immer und immer wieder ein-und-dieselbe Aufforderung. Bin erst schier verzweifelt, aber der Chatbot von WEB.DE hat mir gesagt, daß der Zugang bei falscher Eingabe für ein paar Stunden gesperrt sei und ich es danach einfach nochmal versuchen soll. Das hat dann auch geklappt.
ungeachtet der z. T. massiven Kritik an Ihrer Äußerung zum Stadtbild kann ich etwas aus meiner eigenen Erfahrung beitragen, was sich mit Ihrer Äußerung deckt. Ich wohne in Ludwigsburg bei Stuttgart, und insbesondere die Myliusstraße sowie der Busbahnhof sind Brennpunkte mit einer relativ hohen Ausländer-Quote. Das geht so weit, daß ich mich da immer unwohler fühle. Da ich fotografiere, würde ich gern die „Szene“ an diesen Brennpunkten fotografisch dokumentieren. Das wäre etwas, das man nicht so einfach wegdiskutieren kann. Leider steht da das „Recht am eigenen Bild“ im Weg. Dabei wäre das imho ein wichtiges Zeitdokument, das die derzeit herrschenden Verhältnisse objektiv abbilden würde. Ich frage mich auch, wie denn die „Töchter gegen Merz“ zu ihrer Einschätzung kommen. Ich empfinde das, was Sie da gesagt haben, definitiv nicht als rassistisch. Das ist imho vielmehr ein Zeichen der wachsenden Überfremdung hier in Deutschland. Ich bin Jahrgang 1957, und ich kenne Deutschland noch anders. Besonders junge Leute können das einfach nicht mehr nachvollziehen.
Mit freundlichen Grüßen,
Claus Cyrny“
Was die thüringische BSW-Fraktion im Landtag angeht, war ich erst nicht so begeistert, weil sie ja mit der CDU und SPD koaliert, aber nur bin ich der Ansicht, daß sie eigentlich alles richtig gemacht hat. Ich meine, das ist schon eine Leistung, von Null gleich in den Thüringer Landtag. Solange wir hier in Deutschland keine APO (außerparlamentarische Opposition) wie anno 1968 haben, ist das, so meine ich zumindest, die beste Alternative.
Gerade – um 19:39 Uhr – hat mich ein Herr vom Info-Institut in Berlin angerufen. Er wollte mir ein paar Fragen zum Thema „Tourismus in Ludwigsburg“ stellen, was mich aber nun absolut nicht interessiert. Wenn er Fragen zu einem politischen Thema gehabt hätte, hätte ich ihm gerne geantwortet.