
Gaußsche Normalverteilungskurve. Grafik von mir.
Diese Kurve scheint mir, anknüpfend an meinen Beitrag von heute vormittag, der Schlüssel zum Verständnis der Dynamik unserer derzeitigen bundesdeutschen Gesellschaft zu sein. Bedient wird da eine Mehrheit, bei der die hochintelligenten Bürger ausgeklammert werden. Besagte Mehrheit hat einfach nicht die kognitiven Fähigkeiten, um die Zusammenhänge zu durchschauen. Da versagt dann auch die Demokratie, wenn die Mehrheit Unrecht hat.
Nachdem ich erfahren habe, daß das Coda von „Layla“ von Eric Clapton eigentlich von Rita Coolidge stammt, die dafür aber bisher keinerlei Kompensation erhielt, habe ich dem Stuttgarter SWR3 eine Email geschrieben und auch eine Antwort bekommen, die aber größtenteils aus Zitaten aus der englischen Wikipedia bestand.
Darauf verfaßte ich folgende Antwort:
„Hallo,
danke für Ihre Antwort. Nur: Was machen wir jetzt bzw. was machen Sie? Ich vermute mal, gar nichts. Es wäre ja auch zu peinlich, wenn herauskäme, daß Eric Clapton Teile eines Songs geklaut hat. Wie schon Robert Stigwood zu Rita Coolidge gesagt hat: „You’re just a girl singer, what can you do?“ Was mir an Alternativen einfällt, ist a) Sie spielen „Layla“ gar nicht mehr oder b) Sie spielen es und weisen die Zuhörer auf die Gegebenheiten hin. Im Übrigen habe ich keinen Spaß mit SWR3. Ich bin noch in den Siebzigerjahren aufgewachsen und habe damals den „Pop Shop“ von SWF31 gehört. Verglichen damit ist der SWR3 von heute ein einziges Trauerspiel.
C. Cyrny“
Keine Antwort.
Auch wenn das fragliche Coda von Schlagzeuger Jim Gordon geklaut wurde, wäre es die Aufgabe von Eric Clapton, dafür zu sorgen, daß Rita Coolidge als Mitkomponistin genannt wird und dann auch dementsprechend Royalties bekommt. Für weitere Details in dieser Sache siehe auch den Eintrag zu Rita Coolidge in der englischen Wikipedia.
Habe mir bei der Bloggerei die Statistik für dieses Blog angeschaut, und da waren pro Tag etwa sechs bis acht Besucher. Wenn ich mir dann etwa das Blog der Woche anschaue, ist das kein anspruchsvolles Blog, auch keins über die Umwelt, sondern „Mund auf: Oma kocht“. Banaler geht’s fast nicht mehr.
À propos „Umwelt“. Das vielzitierte 1,5°C-Ziel ist ja nun, wie es scheint, vom Tisch. Und nachdem man kurzsichtigerweise die AKWs abgeschaltet hat, ohne Ersatz zu haben, setzt man auf Braunkohle – dem Klimakiller Nr. 1. Sowas nenne ich Dummweltschutz. Ich frage mich dann wirklich, wo die Verantwortlichen ihren Kopf haben.

Atomkraftwerk. Foto von Frédéric Paulussen auf Unsplash
1 Hier ein zweiteiliges Interview mit „Pop Shop“-Chefsprecher Frank Laufenberg: Teil 1 und Teil 2.
Zitat:
„Das Radio setzt heute aus lauter Populismus keine Trends mehr.“—Frank Laufenberg









