Schlagwort-Archiv: KI

Heute nachmittag

Bin heute morgen extra nach Stuttgart-Zuffenhausen gefahren, weil ich mich dort röntgen lassen wollte. Habe aber leider, als ich in der Praxis war, erfahren, daß heute aus Personalmangel nicht geröngt wird. Na toll! Da ist er wieder, der Fachkräftemangel.

War dann, zurück in Ludwigsburg, im REWE einkaufen und mußte mir wieder über den Lautsprecher diese Ansage „REWE Bonus!“ anhören, die mich so nervt. Mehr dazu auch bei reddit.

Die deutsche „Vogue“ hat auch schon bessere Tage gesehen. Die Fotos in der Sparte „Mode“ sind nur bessere Knipsfotos, von künstlerischer Gestaltung keine Spur. Schade, daß nicht öfter Fotos von Spitzenfotografinnen wie Ellen von Unwerth oder Sheila Metzner zu sehen sind. Oder man denke nur an die Glanzzeit der „Vogue“ in den Fünfzigerjahren, als noch renommierte Fotografen wie Horst P. Horst oder Richard Avedon für dieses Magazin gearbeitet haben. Die Models waren damals auch noch reifer; nicht solche jungen Dinger wie heutzutage. Ich meine, ich würde mir wirklich wünschen, daß ich über die aktuelle „Vogue“ Positiveres schreiben könnte, aber mir scheint, daß auch in der Modefotografie eine gewisse Stagnation vorherrscht. Die Fotos von heute haben einfach nicht mehr die Klasse wie noch etwa in den Fünfzigerjahren.

Bei Beiträgen wie dem letzten würde ich gerne ein paar Fotos als Beispiele posten, aber das geht aus copyright-rechtlichen bzw. finanziellen Gründen nicht, verlangt die amerikanische „Vogue“ für ein einziges Foto doch sage und schreibe $ 250,-, und das kann ich mir einfach nicht leisten.

Das folgende Bild – ein YouTube-Screenshot – zeigt ganz exemplarisch, wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt hat.

Screenshot: „BILD“-Werbung „Kauf kein Kack“. © Copyright 2025 Springer SE.

Habe aus diesem Anlaß den Deutschen Werberat kontaktiert, aber da hat man mir nur gesagt, man „könne da nichts machen“. Traurig, aber wahr.

Auf der Seite des „Stern“ hat es den Artikel „Diese Rabatte gibt es mit dem Rentenausweis“. Unter anderem kann man da auch einen neuen Rentenausweis bestellen. Das Problerm ist nur: Woher bekommt man die Postrentennummer (PRNR)? Die soll anscheinend 17-stellig sein, aber auf meinem Rentenbescheid habe ich die nicht gefunden.

Da hat es lediglich die 12-stellige Versicherungsnummer. Warum wird die nicht abgefragt? Das ist typisch: Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht. Auch die Rentenversicherung telefonisch zu erreichen, ist ein Abenteuer für sich. Da hat es so ein KI-Sprachmenü. Als erstes wird man da nach seinem Anliegen gefragt, und wenn man das geschildert hat, kommt doch tatsächlich: „Ja, und um was geht es genau?“ So verärgert man die Leute.

Heute morgen

Höre gerade wieder die wunderschöne „Autumn Serenade“ von 1945.

Zitat:

„Silver stars …

were clinging to an autumn sky.

Love was ours …

until October wandered by.“—Sammy Gallop/Peter DeRose

Glenn Miller, „Billboard Magazine“, 16. Mai 1942. Public Domain.

Die Modernaires, die diesen Titel 1945 aufgenommen haben, waren bis 1942 Glenn Millers Vokalgruppe. Dann löste Miller seine zivile Big Band auf und meldete sich als Kriegsfreiwilliger, wurde aufgrund seines fortgeschrittenen Alters von 38 Jahren jedoch beinahe nicht angenommen. Von 1942 bis 1944 leitete Miller dann die Army Air Force Band, die im Unterschied zu seiner zivilen Big Band auch eine Streichersektion hatte. Gesang: die Crew Chiefs bzw. Sgt. Johnny Desmond.

Themenwechsel. Habe gerade wieder eines der Feynman-Videos angeschaut, aber da ist, angeregt durch einen Kommentar, die Frage aufgetaucht: Ist das auch nur KI?

Es scheint so, daß der Ton echt (???) und „nur“ das Bild animiert ist. Bei Videos wie diesem hier ist mir ganz mulmig zumute. Denn: Wie soll das weitergehen, wenn überhaupt nicht mehr klar ist, was real ist und was nicht? Ich bin folglich gegen die Einführung von KI.

Mars. Photo by Kevin Gill from Los Angeles, CA, United States, August 30 2021, Lizenz: CC BY 4.0.

Ich persönlich finde eine bemannte Mars-Mission mehr als fragwürdig, zumal, wenn man die Mißstände auf der Erde betrachtet. Dann kommen noch die gravierenden gesundheitlichen Probleme für die Astronauten dazu.

Das folgende Video ist von 1962, als es noch keine KI gab und Live-Auftritte noch erfrischend und spontan waren.

Heute nachmittag

Das folgende Video ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie die Beatles etwas gegen Ungerechtigkeit unternahmen, hier: die Rassentrennung, die auch 1964 de facto noch in Memphis, TN herrschte, als das Peabody Hotel sich weigerte, Sängerin Diana Washington einchecken zu lassen, weil sie schwarz war.

Das auf dem gefaketen Foto ist anscheinend nicht Diana Washington, sondern Mary Wells. Seht hierzu bitte auch die Kommentare zu diesem Video.

Auf der Seite der Robert Kidd Gallery habe ich die Fotografin Laurie Tennent entdeckt, die Pflanzen fotografiert. Ich selber habe 2019 ebenfalls eine Zeitlang in einem improvisierten Studio Blumen wie diese Calla fotografiert:

„Calla“ (2019). Foto von mir.

Ich habe voriges Jahr den Fehler gemacht, meine sehr gute Sony Alpha 7 zu verkaufen, weil sie mir zu schwer war. Dafür habe ich mir eine leichtere Sony DSC-RX100 gekauft, die zwar rein optisch nicht viel hermacht, die aber deutlich mehr kann als z. B. die Canon AE-1, mit der ich bis 2008 fotografiert habe.

Eine Entwicklung, die ich nicht so gut finde, ist, daß man als Künstler heutzutage nicht mehr viel können muß; man muß sich nur clever verkaufen. So hatten noch Mitte des 19. Jahrhunderts die Maler eine solide Technik, von der die Maler von heute nur träumen können. Heutzutage wird anscheinend mehr Wert darauf gelegt, daß die Maler sich „selbst verwirklichen“ und „originell“ sind. Solide Technik ist anscheinend nicht mehr gefragt. Der Kipppunkt war, so nehme ich es jedenfalls wahr, der Impressionismus. Logisch als Widerstand gegen die akademische Malweise von damals, kam anschließend der Expressionismus, und danach war solide Technik anscheinend immer weniger gefragt. Und dann kam ja noch die abstrakte Malerei, deren Vorreiter neben Kandinsky (erstes abstraktes Aquarell von 1909) der weniger bekannte Adolf Hölzel mit seiner „Komposition in Rot I“ von 1905 war.

Adolf Hölzel: „Komposition in Rot I“ (1905); Öl auf Leinwand. Mit freundlicher Genehmigung der Adolf-Hölzel-Stiftung.

Heute nachmittag

Auf YouTube hat Rick Beato über KI-Songs und die ganzen Probleme im Zusammenhang damit gesprochen. Ich finde diese ganze Entwicklung problematisch. Jetzt ist es schon so weit, daß man nichts mehr können muß, um „Musik“ zu machen. Vor einiger Zeit habe ich zum ersten Mal den Begriff der „digitalen Demenz“ gelesen. Ich finde das nicht gut, was sich da abspielt. In zehn, zwanzig Jahren wird das, was wir noch in Sechziger- und Siebzigerjahren als Musik gekannt haben, nur noch ein Anachronismus sein. Schon heute lassen sich Schüler ihre Aufsätze von KI schreiben. Sie können oft, so habe ich erfahren, kein ganzes Buch mehr lesen.

Wenn ich im Internet unterwegs bin, lese ich immer öfter nur noch negative Schlagzeilen, z. B. über diesen Epstein oder über Harvey Weinstein oder was-weiß-ich wen. Von den ganzen Kriegen will ich gar nicht reden. Es scheint, als gäbe es weltweit 120 Konflikte.

Etwas wirklich Brillantes, was ich vor ein paar Tagen auf YouTube entdeckt habe, ist das hier. Der Physiker Richard Feynman redet über Themen wie „We do not exist?“

Richard Feynman, Vierzigerjahre. Los Alamos National Laboratory.

Heute nachmittag

Habe gerade erfahren, daß der Katalog der Stanley-Kubrick-Ausstellung, die zuletzt 2018 u. a. in Frankfurt zu sehen war, auf dem Weg zu mir ist. Ich bin wirklich gespannt, wie er ist.

À propos KI: Ich könnte auf die ganze KI-Hype getrost verzichten, aber es wird halt auf Teufel komm‘ raus gemacht. In der Ludwigsburger Myliusstraße ist eine Zahnarzt-Praxis, in deren Schaufenster ein Display ist, auf dem mit KI modifizierte Fotos bekannter Gemälde zu sehen sind: einmal so, wie sie gemalt wurden, und dann mit einem per KI eingebauten Lächeln. Neben der Mona Lisa ist u. a. ein Selbstportrait von Frida Kahlo zu sehen. Mit zeitgenössischer Kunst könnten die Macher das aber nicht machen, da diese Werke copyright-geschützt sind. Ich finde es aber pervers, daß man beispielsweise die Mona Lisa ungestraft verhunzen kann.

Habe gerade etwas auf meiner E-Gitarre gespielt. Das hat richtig Spaß gemacht, auch wenn ich den Verstärker lediglich auf 0,5 Watt eingestellt und den Lautstärkeregler an der Gitarre nur auf ca. 1/3 aufgedreht habe.

Meine E-Gitarre, eine HB-35 von Harley Benton. Foto von mir.

Das zwölf Minuten lange, dreiteilige „April“ (1969) ist auf dem Album „Deep Purple“ mit dem Hieronymus-Bosch-Cover zu finden. Heutzutage wäre so etwas undenkbar. Die Plattenfirmen würden so ein langes Stück nie veröffentlichen. Zudem sind Rockgruppen out. Die Charts werden von Solokünstlern wie Ed Sheeran oder Taylor Swift etc. dominiert. Ich habe Stücke wie „April“ zum ersten Mal um 1974 in der Oldies-Sendung des Pop-Shop auf SWF 3 gehört. Diese Sendung lief immer am Samstagnachmittag. Frage mich, ob es so etwas heute überhaupt noch gibt. Vermutlich nicht. Die Plattenfirmen und die Radiosender setzen nur noch auf „Nummer Sicher“. Experimente sind out. Diese Tatsache bestärkt mich auch in der Annahme, daß wir uns in einer Phase der künstlerischen Stagnation befinden. Auch in der bildenden Kunst gibt es – seien wir mal ehrlich – nichts wirklich Neues.

Beispiel:

Hennie Van De Lande: „Sparking Nature“ (2025). © Copyright 2025 by Hennie Van De Lande.

Dieses Gemälde wird auf Singulart für sage und schreibe € 3.090,- angeboten – imho absolut überteuert. Ich würde dafür vielleicht € 150,- ausgeben. Manche – ähem – „Künstler“ haben jede Perspektive verloren.

Auf Saatchi Art hat es ebenfalls jede Menge dilettantischen Schrott. Ich kann diese und ähnliche Seiten, wo Leute ihre „Kunst“ verkaufen, denn auch nicht empfehlen – Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich würde statt dessen in eine gute, etablierte Galerie gehen – Betonung auf „gute“.

Heute morgen

Bin heute erst um 06:45 Uhr aufgewacht, das ist für mich sehr spät. Habe geträumt, ich wäre quer durch Stuttgart mit dem Fahrrad gefahren, das war sehr rasant. Habe kurz eine Morgen-Meditation angehört, aber mir hat der Sprecher nicht gefallen.

War vorhin in der Stadt. Wieder eine ganze Reihe von Frauen mit Hijab. Frage mich, was das soll. Diese Frauen sind ja jetzt in Deutschland, aber sie wollen sich eben nicht anpassen. Mir ist diese demonstrative Zurschaustellung ihrer Religion suspekt.

Obwohl ich mir vorgenommen habe, mich nicht mehr mit Politik zu beschäftigen, werde ich z. B., wenn ich einen neuen Tab aufmache, auf der Startseite von Firefox immer wieder mit Fotos von Friedrich Merz, Lars Klingbeil oder Cem Özdemir konfrontiert. Und dann sind da noch die obligatorischen Fotos von Donald Trump. Frage mich, wo denn die moralisch integren Politiker sind, falls es so etwas überhaupt gibt.

Komme zu der Einsicht, daß die Mißstände in unserer Gesellschaft nicht klar benannt, sondern möglichst verdrängt werden – eine Entwicklung, die zwangsläufig dazu führt, daß es immer mehr bergab geht, denn ungestraft kann man auf Dauer Dinge einfach nicht verdrängen. Einen Großteil der Schuld an dieser Entwicklung trifft dabei unsere Medien.

Frage mich auch, wozu die ganzen Email-Adressen unserer Politiker da sind, wenn ich praktisch nie eine Antwort bekomme. Habe beispielsweise noch vor der Wahl folgende Email an Cem Özdemir geschickt:

„Sehr geehrter Herr Özdemir,

ich habe gelesen, daß Sie der Auffassung sind, daß, wenn Sie es geschafft haben, jeder es schaffen kann. Dem widerspricht aber leider meine Erfahrung. Ich bin 68 Jahre alt und berentet. Da mein Rente zum Leben nicht ausreicht, beziehe ich zusätzlich Grundsicherung. Will ich etwas dazuverdienen, werden mir vom Sozialamt 2/3 abgezogen (angerechnet). Wird die Rente erhöht, wird mir einfach die Grundsicherung gekürzt. Dasselbe passiert beim Rentenzuschlag. Bundestagsabgeordnete können dagegen, obwohl sie ebenfalls staatliche Leistungen beziehen, im Einzelfall über eine Million dazuverdienen (Bsp.: der ehemalige Bundestagsabgeordnete Sebastian Brehm: € 1, 35 Millionen). Da wird nichts angerechnet. Dabei ist es mein Ziel, von der Grundsicherung wegzukommen. Das wird mir aber faktisch unmöglich gemacht. Meine Frage, wie Ihre Meinung dazu ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

Keine Antwort.

Wollte gerade bei der Bavaria-Filmstadt in München anrufen, aber mit was bin ich da konfrontiert worden? Genau, mit einer KI. Habe denen dann eine Email geschrieben.

Heute abend

Wenn ich wieder einmal mit einem dieser KI-Sprachmenüs konfrontiert werde, muß ich unwillkürlich an den Computer H. A. L. 9000 in „2001“ denken. Da heißt es „Ja, zuerst werden Sie mit unserem digitalen Assistenten Sowieso verbunden.“ Besonders ärgerlich ist dieser Assistent bei der Rentenversicherung Bund. Zuerst fragt er, ich solle mein Anliegen schildern, aber wenn ich das getan habe, kommt „Ja, und um was geht es genau?“. Das nervt mich jedesmal so, daß ich auflege. Ich vermute, daß wir mit der KI noch jede Menge Schwierigkeiten bekommen werden – was aber von den technologiegläubigen Verantwortlichen einfach verdrängt wird. Immer geht es nur um den technischen Fortschritt; was zwischenmenschlich bei uns im Argen ist, wird einfach verdrängt. Das zeigt sich exemplarisch z. B. an den rücksichtslosen Handy-Benutzern in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dagegen wird einfach nichts getan, weil man den Leuten ja das Telefonieren nicht verbieten kann. Können schon – wollen nicht.

Überhaupt habe ich das Gefühl, daß es mit unserer Gesellschaft rapide bergab geht. Da kann man richtig zuschauen, so schnell geht das.

Heute nachmittag

Wenn ich im Internet unterwegs bin, werde ich häufig mit Fotos von Donald Trump konfrontiert. Muß das sein?, frage ich mich. Warum gibt man so jemandem so viel mediale Aufmerksamkeit?

Ich mag mich gerade gar nicht mehr mit Politik beschäftigen; es ist einfach zu unerfreulich.

Konzentriere mich deshalb mehr auf Dinge wie Filme, wie z. B. auf Stanley Kubricks „2001: A Space Odyssey“ (1968).

2001: A SPACE ODYSSEY, 1968. Courtesy Everett Collection.

Habe mir diesen Meilenstein des Genres Science Fiction 1978 im heute nicht mehr existierenden Tübinger Kino „Studio Hirsch“ angeschaut.

Zur Handlung: Nachdem im Jahre 1999 auf dem Mond ein schwarzer Monolith ausgegraben wurde, startet 2001 eine Weltraummission zum Jupiter. An Bord sind zwei Astronauten und der intelligente Bordcomputer H. A. L. 9000. Daneben sind noch drei Astronauten im Tiefschlaf, die aber erst am Ziel aufgeweckt werden sollen. Die Mission beginnt vielversprechend, aber dann entwickeln sich die Dinge ganz anders als geplant. Soviel ich weiß, basiert das Drehbuch auf der Kurzgeschichte „The Sentinel“ von Arthur C. Clarke.

Unter anderem zeigt „2001“ prophetisch die Grenzen der von uns quasi in den Himmel gelobten KI auf. Eine weitere kritische Stimme ist „Maschinenschaden“ (engl: „Broke-down Engine“)1 von Ron Goulart, eine Sammlung von SF-Kurzgeschichten, wo die Menschen der Zukunft mit den Geistern, die sie riefen, konfrontiert werden. Da geht es um Killer-Kühlschränke, sprechende Häuser oder den letzten Müllmann auf der Erde.

Weiterführender Link: Ein Artikel zu „2001“ bei „Sight & Sound“ (englisch), das diesen Film vor „Citzen Kane“ (1941) von Orson Welles zum besten Film aller Zeiten kürte.

Lesetip: „Diese nervigen Gewohnheiten können ein Zeichen von Intelligenz sein“.

Wie ich gerade entdeckt habe, kann man sich „2001“ bei Amazon Prime kostenlos anschauen. Man bedenke, damals gab es noch keine digitalen Effekte. Das wurde alles mit Modellen gemacht. Dagegen kann man z. B. „Star Wars“ (1977) mit seinen Geräuschen im Vakuum vergessen. Es ist auch faszinierend, wieviel Zeit Kubrick sich bei den einzelnen Einstellungen läßt. Da ist nichts überstürzt, ob das die Fähre ist, die zu Walzerklängen an der Raumstation im Erdorbit andockt oder die Pods später, wo nur der Atem der Astronauten zu hören ist.

1 „Diese 13 teils erschreckenden, teils amüsanten Geschichten führen einen perfektionierten Homo mechanicus vor Augen, der die Geister, die er rief, nun nicht mehr loswerden kann. Ron Goularts Technokratie ist verrückt, grausam und ironisch. Ein Universum sprechender Kühlschränke, mörderischer Heizungen, von Häusern, die ihre Besitzer zum Narren halten, und Computern, die das „menschliche Element“ für die Probleme dieser Erde verantwortlich machen – eine geschlossene Front feindlicher Mechanismen, die den Menschen prompt ins selbstverschuldete Chaos stürzen…“—Aus dem Begleittext auf der Rückseite des Buches

Heute nachmittag

Habe jetzt für das Gemälde, das ich in die USA schicken wollte, die Versandkosten bekommen: € 4.890,90 (!) über eine auf den Versand von Kunstwerken spezialisierten Firma. Die haben wohl einen Vogel. Mit DHL kostet es ohne Versicherung € 47,99. Bleibt noch, das Gemälde gut zu verpacken. Wie ich herausfinden mußte, ist es nämlich nicht am schwierigsten, das Gemälde zu malen oder auf Leinwand aufzuziehen, sondern es zu verpacken.

Gemälde von mir, das ich in die USA verschicken möchte.

Meinem Eindruck nach kommt es immer mehr in Mode, daß man, wenn man irgendwelche öffentlichen Stellen wie die Post bzw. DHL anruft, zuerst mit einem KI-Sprachmenü konfrontiert wird. Auch Fachärzte kapseln sich so immer mehr ab. Ich finde diese Entwicklung nicht gut, aber es wird halt trotzdem gemacht.

Habe wegen der Rechte an „Das Schweigen der Lämmer“ (1991) bestimmt fünf oder sechs Emails geschrieben, die aber allesamt zurückgekommen sind. Keine Ahnung, was da los ist. Würde hier gerne ein paar Stills aus diesem Film posten.

Habe jetzt, nachdem ich bei Disney in München angerufen habe, nochmals eine Email verschickt und hoffe, daß diese nicht zurückkommt.

Auf Saatchi Art hat es teilweise Sachen, die von „incredible artists“ für absolut überteuerte Preise angeboten werden. Das zeugt imho lediglich von der enormen Selbstüberschätzung der betreffenden Maler, die nicht einmal die elementarsten Grundlagen der Kunstgeschichte kennen.

Heute morgen

Bin schon wach. Draußen – ich habe die Tür auf – regnet es.

Bin nochmal eingeschlafen und habe mir gerade einen Milchkaffee gemacht.

KI-Symbolbild. Foto: Screenshot YouTube

KI-generiert oder nicht, das ist hier die Frage. Die Rede ist von humanoiden Robotern1. Dieses Jahr ist mir erst so richtig bewußt geworden, daß die Zukunft, die bisher nur in Science-Fiction-Romanen geschildert wurde, längst begonnen hat. Luft-Taxis, humanoide Roboter und was-weiß-ich-noch alles.

Aus dem Newsletter der russischen Botschaft in Berlin:

„Präsident Wladimir Putin gab eine detaillierte Einschätzung der aktuellen Lage [im Ukraine-Konflikt] ab und hob das Interesse der russischen Seite an einer friedlichen politisch-diplomatischen Lösung hervor.“—Botschafter Sergej J. Netschajew

Der russiche Botschafter Sergej J. Netschajew (Ausschnitt). Quelle: https://austria.mid.ru/ru/. Lizenz: CC BY 4.0.

War in der Stadt, einen Cappucino trinken und etwas essen. Habe wieder mehr Geld ausgegeben, als ich urspünglich wollte. Dabei frage ich mich, gerade, wenn ich im Rewe einkaufe, wer im Endeffekt das ganze Mehr an Geld kassiert. Kaffee-Pads über 20% gestiegen, Käse über € 3,-, und so geht es weiter. Markenschokolade kostet mittlerweile über € 2,-. Zu D-Mark-Zeiten hat sie 99 Pfennige gekostet; das ist eine Steigerung um 400%. Olivenöl kostet jetzt teilweise über € 10,- etc. pp.

Habe manchmal den Impuls, das Sozialamt doch nochmal anzuschreiben, ob sie nicht die € 274,69 für die eine Krone übernehmen können, aber ich weiß ja, was da zurückkommt. Das Schlimme ist, daß man mit der Sachbearbeiterin nicht vernünftig reden kann. Die verschanzt sich einfach hinter ihren Paragraphen.

1 Das ist eindeutig KI-generiert.