Schlagwort-Archiv: Kritik

Heute abend

Judy Garland und David Rose. Fotograf unbekannt.

„Holiday For Strings“ ist vielleicht die bekannteste Komposition von David Rose.

Habe gerade an den Buchautor und ehemaliges SPD-Mitglied Thilo Sarrazin eine Email geschrieben:

„Sehr geehrter Herr Sarrazin,

Sie schreiben auf Ihrer Website kurz etwas über die Darwinsche Evolutionstheorie. Diese kann aber leider nicht  erklären, wie aus toter Materie Leben entstehen kann. Kennen Sie vielleicht den amerikanischen Biologen Michael J. Behe? Dieser vertritt das sog. „intelligent design“. U. a. argumentiert Behe mit der sog. nichtreduzierbaren Komplexität. Darüber hinaus habe ich die Ansicht, daß das Leben auf der Erde so immens komplex und auf das Feinste aufeinander abgestimmt ist, daß so etwas unmöglich durch Zufall entstehen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

Ich möchte noch ergänzen, daß es teilweise gerade die Außenseiter waren, welche die Forschung weitergebracht habe. Und daß der Darwinismus die Entstehung des Lebens auf der Erde erklärt, kann man wirklich nur dann glauben, wenn man nicht so genau hinschaut.

Heute nachmittag“

„I Didn’t Know What Time It Was“ und „Conception“ wurden vermutlich 1949 von dem originalen George Shearing Quintet aufgenommen. Besetzung: George Shearing [p, acc], Chuck Wayne [g], Marjorie Hyams [vibr, p], John Levy [b] und Denzil Best [dr].

Habe unerwartet von der Stadt Ludwigsburg auf meine Email doch eine Antwort bekommen. In der wurde u. a. auf eine Initiative hingewiesen, gerade die Myliusstraßer aufzuwerten. Da ist wohl auch der Integrationsrat beteiligt. Habe in meiner Antwort darauf hingewiesen, daß Kritik nicht gleich Respektlosigkeit ist. Was ich begrüßen würde, wäre z. B. eine Podiumsdiskussion, in der auch sogenannte Tabuthemen wie Überfremdung ihren Platz haben. Ich für mein Teil möchte einfach nicht in einem Land leben , in dem das, was einmal deutsch war, immer mehr verschwindet.

„Round About Midnight“ ist eine Komposition von Thelonious Monk, hier in einem Arrangement für Gitarre von Baden Powell.

Diese Version von „Poinciana“ stammt vermutlich aus dem Jahr 1944 und wurde von Glenn Millers Army Air Force Band aufgenommen. Arrangement: Sgt. Jerry Gray. Gesang: Sgt. Johnny Desmond und die Crew Chiefs.

Habe einen Nachbarn, der auf einmal meint, er wäre eine Frau. Dabei hat er absolut nichts Weibliches an sich. Und in der Klinik, wo ich war, war auch so jemand, aber ein Rock und lange Haare machen eben noch keine Frau. Also, es tut mir wirklich leid, aber so langsam wird es in unserer Gesellschaft immer krasser, neurotischer.

Bleibt noch die Musik.

„Conga Brava“ wurde, soweit ich weiß, von Juan Tizol [valve-tb] komponiert, demselben Komponisten, von dem auch „Caravan“ stammt. Aufgenommen wurde dieses Stück am 15.03.1940.

Heute morgen

Es ist jetzt 03:50 Uhr, und ich bin wohl endgültig wach. Höre die Vögel zwitschern und habe mir eine Tasse decaf gemacht.

Frage mich gerade, wie denn die ganzen Sprachen zustande gekommen sind. Empfinde das als ein schieres Wunder. Bin auch der Meinung, daß die Evolutionstheorie fehlerhaft ist. Unsere Welt ist so dermaßen komplex, das hat imho niemals durch Zufall entstehen können. Diese Sichtweise wird übrigens von dem amerikanischen Biologen Michael J. Behe („Darwin’s Black Box“) geteilt, Stichwort „intelligent design“.

Inzwischen ist es 06:48 Uhr, und in 12 Minuten kann ich frühstücken.

Diese rare Version von Billy Strayhorns „Chelsea Bridge“ wurde vom Orchester Duke Ellington 1941 in Hollywood aufgenommen. Das ist eine sog. Transkription, also eine Aufnahme, die exklusiv fürs Radio aufgenommen wurde. Das Tenorsaxophon-Solo wurde von Ben Webster gespielt.

Heute nachmittag

Gemälde von mir

Möchte obenstehendes Germälde ins Ausland verschicken, aber insbesondere die richtige Verpackung ist sehr schwierig. Habe bei einer Recherche gesehen, daß entsprechende Kartons leicht € 60,- und mehr kosten, und das kann ich mir nicht leisten. Fragt sich also, was tun?

War heute vormittag in der Stadt, aber was mir wieder aufgefallen ist, sind die vielen Ausländer: an der Haltestelle, im Bus, auf der Straße, in der Wilhelmsgalerie. Habe der Stadt Ludwigsburg deswegen eine Email geschrieben, aber bisher keine Antwort erhalten. Die stecken eben den Kopf in den Sand – so kann man’s auch machen. Das ist eben der sprichwörtliche rosa Elefant im Wohnzimmer. Fragt sich, wie lange das gut geht.

Heute morgen

Die vorliegende Aufnahme wurde im Januar/Februar 1949 von Django Reinhardt, Stéphane Grappelli und einer italienischen Rhythmusgruppe in Rom aufgenommen und zeigt Django Reinhardt in Bestform.

Ich versuche, hier möglichst nichts mehr über Politik zu schreiben, weil das einfach so unerfreulich ist. Da wird einfach so viel gelogen.

Heute nachmittag

Als ich heute mittag im 422er-Bus saß, stiegen da ein Mann mit Bart und eine Frau mit einem Kinderwagen ein, die vollkommen verschleiert war. Nur ihre Augen waren zu sehen. Uns wird einfach immer mehr zugemutet. Habe wegen dieser Thematik der Stadt Ludwigsburg eine kritische Email geschrieben, aber keine Antwort bekommen. Laut Polizei Ludwigsburg ist diese Vollverschleierung (Niqab) erlaubt. Frage mich aber schon, was das überhaupt soll und vor allem, wie das denn weitergeht. Müssen wir denn langsam alles schlucken?

Heute morgen

Habe seit gestern so einen komischen Husten. Habe vorhin mit Salbeitee gegurgelt. Höre den „Boléro“ (1937) von Django Reinhardt. Das war für 1937 eine sehr fortgeschrittene Komposition (u. a. die ganzen Dissonanzen). Beachtenswert ist auch, daß Django Reinhardt keine Noten lesen konnte.

Eine andere Aufnahme von Django Reinhardt – diesmal aus dem Jahre 1947 – ist „Clair de Lune“ von einem Viktor Kosma (und nicht die gleichnamige Komposition von Claude Debussy).

„Clair de Lune“ wurde am 16.04.1947 aufgenommen. Im Verlauf dieser Session wurden insgesamt vier Stücke für Quintett und eines – der „Minor Blues“ – für Big Band aufgenommen.

Es ist inzwischen 04:13 Uhr, und ich bin nun endgültig wach.

Diese Version von „Laura“ wurde vermutlich 1948 vom Orchester Woody Herman aufgenommen. Gesang: Woody Herman; Vibraphon: Terry Gibbs.

Als ich gestern mal wieder beim Rewe einkaufen war, mußte ich mir notgedrungen die Pop-Beschallung anhören. Das ist im Gegensatz zu früher – lies: etwa vor 2000 – einfach ein substanzloses Gedudel ohne Höhen und Tiefen, aber anscheinend stehe ich mit meiner Wahrnehmung allein da.

Nelson Riddle 1958. Gemeinfrei.

Das erste Mal, daß ich Arrangements von Nelson Riddle gehört habe, war auf LuxuriaMusic, und zwar „Retrospection“ von Nelson Riddle & 101 Strings und „Old Devil Moon“ von Peggy Lee. „Am I Blue“ von Linda Ronstadt gehört dagegen nicht unbedingt zu meinen Highlights. Ronstadts Stimme trägt einfach nicht – sorry, jedenfalls nicht am Anfang des Stücks.

Das Album „Jump For Joy“ von Peggy Lee wurde, soweit ich weiß, 1959 aufgenommen.

Wollte eigentlich das BSW wählen, aber die sind gegen Kernkraft. Frage mich, woher dann die ganze Energie kommen soll?1

1 Das BSW setzt laut dem Landtagswahlprogram für BW auf fossile Energieerzeugung.

Heute nachmittag

Auf dem Weg zur Vesperkirche komme ich immer an Wahlplakaten zweier Parteien vorbei, und zwar von den Grünen und von der FDP. Bei diesen Plakaten frage ich mich immer, was sich die Macher dabei gedacht haben. FDP: „Zurück auf vorwärts“ und „BaWü einfach machen“. Beide Slogans sind bei näherer Betrachtung absoluter Quatsch, aber nach der Wahl interessiert das eh‘ keinen mehr.

Heute morgen

Ich glaube, ich muß mich damit abfinden, daß ich so früh aufwache. Gerade ist es erst 02:34 Uhr.

Der Buchautor („Das Gitarrenbuch“) und Gitarrist Alexander Schmitz hat mir mal vor Jahren geschrieben, Django Reinhardt wäre mit der elektrischen Gitarre nie richtig zurechtgekommen. Ich finde dafür aber keinerlei Belege. Ich verweise nur auf Aufnahmen wie „Vendredi 13“ von 1947, dem Jahr, als Django Reinhardt das Gros seiner Aufnahmen mit elektrischer Gitarre eingespielt hat. Das ist so unglaublich, was er da spielt (und nur mit zwei gesunden Fingern). Darüber hinaus hätte Django Reinhardt, wenn er wirklich mit der elektrischen Gitarre nicht zurechtgekommen wäre, diese wieder gegen die akustische Selmer eingetauscht. Dagegen war die elektrische Gitarre seit 1947 sein Hauptinstrument.

Django Reinhardt 1946 im New Yorker Club „Aquarium“. Foto: William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Die Gitarre, die Django Reinhardt auf dem Foto spielt, ist übrigens eine schwedische Levin Deluxe, die Fred Guy vom Duke Ellington Orchestra gehörte.

Habe mir heute morgen überlegt, ob ich einer Partei mal eine kritische Email schreiben soll, aber da kommt ja nichts zurück. Die ganzen Email-Adressen sind anscheinend nur zur Dekoration da.