Habe zwangsweise eine Blog-Pause einlegen müssen, weil mein PC nicht mehr hochgebootet hat. Jetzt geht er Gottseidank wieder; ich muß morgen jedoch das Innere mit dem Staubsauger reinigen. Dachte schon, ich müßte den PC zur Reparatur geben.
Und, ebenfalls gestern: Habe auf 𝕏 eine Nachricht von einer Daniella Morgan bekommen, angeblich die rechte Hand von Elon Musk. Das Ganze war eine Einladung zu einem Raketenstart; außerdem sollte ich einen Tesla-Truck im Wert von $ 100.000,- USD bekommen. Allerdings hätte ich $ 1.300,- USD für „Administration“ bezahlen sollen. Das war dann wohl auch der eigentlich Zweck dieser Nachricht. Die $ 100.000,- hätte ich gut brauchen können, habe aber abgesagt, da ich a) kein Auto brauche und außerdem b) keine $ 1.300,- habe. Auf Englisch heißt das wohl „scam“.
War dann mittags in der Innenstadt von Ludwigsburg, erst im al Oğlu, ein Menemen (€ 7,-) essen, das ist eine türkische Eierspeise. Dann habe ich mir den neu eröffneten Arsenalplatz angeschaut, war aber enttäuscht, weil da abgesehen von Rasen auf der einen Seite praktisch kein Grün vorhanden ist. Dafür jede Menge Steinplatten und ein paar Wasserfontänen auf der einen Seite zur Wilhelmstraße hin. Schade, daß ich meine Sony nicht dabei hatte, sonst hätte ich ein paar Fotos gemacht.
Habe vorhin eine Weile mit ein paar Nachbarn zusammengesessen. Eine Frau – N. – macht u. a. Karaoke, und sie hat sich mit einer anderen Frau über eine Gruppe unterhalten, die anscheinend gerade en vogue ist. Es ging da u. a. um Konzert-Tickets. Ich konnte da gar nicht folgen, und höchstwahrscheinlich gefällt mir die Musik auch nicht. Bin ja der Ansicht, daß wir uns derzeit in einer kreativen Talsohle befinden.
Sahra Wagenknecht. Pressefoto.
Habe Sahra Wagenknecht vor etwa einer Woche folgende Email geschickt:
„Sehr geehrte Frau Wagenknecht,
ich beschäftige mich schon eine ganze Weile mit unserem
politischen System und frage mich, wieso Sie sich das antun, da immer noch mitzumachen? Zu mir: Ich bin 67 Jahre
alt und seit 2002 berentet. Ich wollte eigentlich bei der letzten Bundestagswahl das BSW wählen, mußte aber
kurzfristig ins Krankenhaus, so daß ich nicht zur Wahl gehen konnte. Ich betreibe ein systemkritisches
Blog, schreibe aber immer weniger über Politik. Gerade wieder habe ich einen Versuch gemacht, ob das Sozialamt € 150,-
übernehmen würde, da ich an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart in Kunstgeschichte als
Gasthörer teilnehmen kann. Das kostet € 150,-. Das Sozialamt hat das mit Hinweis auf den Regelsatz abgelehnt. In
diesem Regelsatz sind nun beschämende € 2,03 pro Monat für Bildung vorgesehen. Als ich das moniert
habe, hat man mich überall nur auflaufen lassen, ob eben beim Sozialamt, beim BMAS und bei der Berliner Hotline
für Grundsicherung. Mein Eindruck: Das sind regelrechte Abwimmel-Strukturen, das kann man gar nicht anders
sagen. Vor diesem Hintergrund meine Frage an Sie ganz oben. Sie sind sicher viel beschäftigt, aber vielleicht
kann ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin von Ihnen mir antworten.
Grüße,
Claus Cyrny, Ludwigsburg bei Stuttgart“
Bin so froh, daß mein PC wieder läuft. Schalte ihn jetzt nicht mehr ab, bis mir ein Bekannter (hoffentlich) morgen hilft, ihn zu reinigen.
„Ohne Titel“ (1996; Acryl auf Papier, auf Leinwand bzw. danach auf Keilrahmen aufgezogen und gerahmt). Foto von mir.
Frage mich, was ich mit obigem Gemälde anfangen soll, das, wenn auch nicht bewußt, an die „black paintings“ von Ad Reinhardt angelehnt ist. Etwa bei Saatchi Art verkaufen? Keine Ahnung. Rein technisch gesehen ist es jedenfalls sehr ordentlich gemacht. Könnte, wenn ich mir andere Bilder auf Saatchi Art anschaue, ohne schlechtes Gewissen € 1.500,- bis € 2.500,- verlangen, Versand inclusive. Würde es in einer Holzkiste verschicken, da es schon fertig gerahmt ist. Zum Hintergrund: Ich bin damals – 1996 – oft spätabends spazieren gegangen und habe mich intensiv mit den Farbeffekten bei Nacht beschäftigt. Ich habe damals am Rande von Stuttgart-Möhringen gewohnt, und da hatte es zwischen Möhringen und Sonnenberg Wiesen mit Obstbäumen und Felder. Da war auch – um nur ein Beispiel zu nehmen – von Kaltental herauf so ein Lichtschein aus gebrochenem Orange zu sehen. Ich kann jedenfalls sagen, daß ich nicht bewußt versucht habe, Ad Reinhardt zu kopieren.