Schlagwort-Archiv: Kunst

Heute nachmittag

Bekam Post vom Sozialamt, das sich stur mit immer denselben Argumenten herausredet. Die von mir beantragten Leistungen seien im Regelsatz enthalten, obwohl das gar nicht geht. Das kotzt mich an, wenn man mich ganz offensichtlich anlügt, aber was soll ich machen? Jetzt ist auch noch der WC-Sitz defekt. Kostenpunkt: € 50,-. Habe mir auch überlegt, ob ich mal mit der Leiterin des Sozialamtes reden soll, aber davon verspreche ich mir nur wenig. Das sind so perfide Strukturen, das kann man gar nicht anders nennen.

Paul Cézanne: „Sitzende Frau“ (1879). Gemeinfrei.

William Turner: „Heidelberg“ (1846). Gemeinfrei.

Paul Cézanne: „Stillleben mit Äpfeln und Orangen“ (1899). Gemeinfrei.

Heute morgen

Anknüpfend an meinen letzten Beitrag möchte ich noch ergänzen, daß das Sozialamt die kleinen Leute sehr wohl spüren läßt, daß sie nichts zu wollen haben. Dabei scheint es aber so, daß beispielsweise Hilfeempfänger aus der Ukraine deutlich mehr an Leistungen beanspruchen dürfen; das hat man mir jedenfalls gesagt. Wohnung für € 3.000,-, bezahlter Urlaub etc. Mir wird dagegen alles abgelehnt, was ich zusätzlich zum Regelsatz beantrage. Das war einmal anders. Noch in den Achtzigerjahren wurden die tatsächlichen Bedarfe übernommen. Dann kam die Pauschalierung der Sozialhilfe, und seitdem drückt sich das Sozialamt, wo es nur kann. Habe gerade die Website der Sozialberatung Ludwigsburg e. V. gefunden. Vielleicht kann man mir da weiterhelfen. Auch kann man sich, wie ich entdeckt habe, beim Kreisdiakonieverband Ludwigsburg beraten lassen.

Habe mir einen koffeinfreien Milchkaffee gemacht. Es ist inzwischen 00:48 Uhr. Ich versuche schon seit Jahren, von der Grundsicherung wegzukommen und finanziell wenigstens teilweise auf eigenen Beinen zu stehen, aber das Sozialamt unterstützt mich da nicht. Wenn mir bei jedem Zuverdienst 2/3 abgezogen werden, kann ich gar nicht von der Grundsicherung wegkommen. Daß das Sozialamt langfristig Tausende von Euros sparen würde, interessiert nicht. Ich habe nach meinen Erfahrungen schon lange den Verdacht, daß die Mitarbeiter beim Sozialamt intern die Anweisung haben, nicht zu freundlich zu sein und alles, was über den Regelsatz hinausgeht, abzulehnen. Als ich – das war von 1998 bis 2009 – noch beim Sozialamt Bad Cannstatt war, hat man mich, egal, wo ich mich beschwert habe, einfach auflaufen lassen. Das sind regelrechte Abwimmel-Strukturen.

Noch ein Kitsch bei Saatchi Art. Unfaßbar, wofür Leute Tausende von Euros verlangen.

Matthew Haghighi: „The Cheeseburger Deluxe Painting“ (Acryl auf Leinwand). © Copyright by Matthew Haghighi.

Heute nachmittag

Julie Schumer: „Dialogue with Black VI“ (Acryl auf Papier). © Copyright by Julie Schumer.

Bei Saatchi Art gefunden: „Dialogue with Black VI“ (Acryl auf Papier) von Julie Schumer. Das sieht nicht schlecht aus, aber: „Ships in a Tube“. Und was macht man dann damit? Um das Bild zu rahmen, muß es erst mal auf einen Träger aufgezogen werden. Alternativ kann man es auf Leinwand aufziehen, dann auf einen Keilrahmen spannen und schließlich rahmen. Mein Eindruck: Die Künstlerin macht es sich hier zu leicht und der Käufer bzw. ein Restaurator hat dann die Arbeit. Darüber hinaus kommen auf den Käufer nicht unbeträchtliche Kosten von geschätzten € 500,- Minimum zu. So bitte nicht. Julie Schumer schreibt dazu: „Works on paper should be framed under glass, thus no care is required.“ Na ja, das geht natürlich auch. Kostenpunkt fürs Rahmen (Holzrahmen mit Schattenfuge): ca.130,-.

Habe gerade mein Konto um ca. € 65,- überzogen. Kann das aber in den nächsten Tagen wieder ausgleichen. Das kommt größtenteils daher, daß ich die € 150,- für das Gasthörerstudium bezahlt habe.

Heute morgen

Sahra Wagenknecht. Pressefoto.

Bin kurz vor 02:54 Uhr aufgewacht. Habe auf meine Email an Sahra Wagenknecht immer noch keine Antwort bekommen. Hatte ihr am 02.06.25 folgende Email geschrieben:

„Sehr geehrte Frau Wagenknecht,

ich beschäftige mich schon eine ganze Weile mit unserem
politischen System und frage mich, wieso Sie sich das antun, da immer noch mitzumachen? Zu mir: Ich bin 67 Jahre
alt und seit 2002 berentet. Ich wollte eigentlich bei der letzten Bundestagswahl das BSW wählen, mußte aber
kurzfristig ins Krankenhaus, so daß ich nicht zur Wahl gehen konnte. Ich betreibe ein systemkritisches
Blog
, schreibe aber immer weniger über Politik. Gerade wieder habe ich einen Versuch gemacht, ob das Sozialamt € 150,-
übernehmen würde, da ich an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart in Kunstgeschichte als
Gasthörer teilnehmen kann. Das kostet € 150,-. Das Sozialamt hat das mit Hinweis auf den Regelsatz abgelehnt. In
diesem Regelsatz sind nun beschämende € 2,03 pro Monat für Bildung vorgesehen. Als ich das moniert
habe, hat man mich überall nur auflaufen lassen, ob eben beim Sozialamt, beim BMAS und bei der Berliner Hotline
für Grundsicherung. Mein Eindruck: Das sind regelrechte Abwimmel-Strukturen, das kann man gar nicht anders
sagen. Vor diesem Hintergrund meine Frage an Sie ganz oben.  Sie sind sicher viel beschäftigt, aber vielleicht
kann ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin von Ihnen mir antworten.

Grüße,

Claus Cyrny, Ludwigsburg bei Stuttgart“

Ob da noch was kommt?

Habe bei decomur einen schönen Set von Amsterdam-Acrylfarben entdeckt.

Amsterdam-Acrylfarben. Gefunden bei decomur.

Bin um 06:26 Uhr wieder aufgewacht, nachdem ich nochmal eingeschlafen war. Habe geträumt, daß ich das Grab von meinem Vater besuchen wollte. Habe es aber nicht gefunden.
Mittlerweile ist es 10:27 Uhr. Hatte schon Besuch von zwei Nachbarinnen, und ich überlege mir, wie ich den Sonntag gestalten will. Würde gern in die Stadt gehen, einen Kaffee trinken, aber ich muß sparen.
Was das Gemälde angeht, das ich auf Saatchi Art verkaufen will, muß ich mir, wie ich festgestellt habe, erst das Dokument „Verpackung und Versand“ durchlesen. Da gibt es soviel, was man beachten muß. Die Frage ist, wo ich das ganze Material herbekomme. Da braucht man zig verschiedenen säurefreie Folien, säurefreies Papier, Ecken aus Karton usw.
Ein Tip: Ich persönlich würde auf Saatchi Art kein Gemälde kaufen, wo „Ships in a tube“ steht. Der Käufer muß das Gemälde nämlich extra noch auf Keilrahmen aufziehen und ggf. rahmen. Das muß nicht sein.

Heute morgen

Bin um 021:30 Uhr schon eine Weile wach. Habe meinen Nachbarn H. gehört, weil ich die Wohnungstür offen hatte, wie er raucht. Er hustet dabei die ganze Zeit, aber etwas zu sagen, nützt nichts.

Habe vorhin das Relief, das ich 2021 gemacht habe, zum Verkauf auf Saatchi Art angeboten.

„Ohne Titel“ (2021; Acryl und Spachtelmasse auf MDF-Platte; gerahmt; 33 x 43 x 4 cm). Eigenes Werk.

Bin nochmal eingeschlafen und höre jetzt – um 04:45 Uhr wieder wach – den Vögeln zu. Habe irgend etwas geträumt, weiß aber nicht mehr, was.

Heute morgen

„Ohne Titel“ (2021; Acryl und Spachtelmasse auf MDF-Platte; gerahmt). Foto von mir.

Wollte obiges Bild der Frau schenken, die bei mir putzt. Sie hat das aber abgelehnt; ich solle es doch auf Saatchi Art posten. 
02:12 Uhr. 
03:53 Uhr. War nochmal eingeschlafen. Habe den Support von Saatchi Art angemailt, ob er das Foto, das ich hochgeladen habe, nicht löschen kann.

Screenshot von meinem Profil auf Saatchi Art

Mein PC läuft wieder. Ursache für das Problem – der PC hat nicht mehr hochgebootet – war die zweite Festplatte. Nachdem diese wieder abgehängt wurde, läuft der PC anstandslos. Außerdem war der hintere Lüfter defekt. Dieser wurde ausgetauscht, weil er immer wieder gerattert hat. Er war immerhin fünf Jahre alt.
Habe bei Saatchi Art einen Artikel entdeckt, was man beim Versenden von Kunstwerken beachten muß.
Höre „Love That Burns“ (1968) von Fleetwood Mac.

Heute morgen

Bin wieder mal sehr früh wach. Es ist gerade 00:49 Uhr, und ich trinke meinen ersten entkoffeinierten Milchkaffee. Habe von Cowboys geträumt. War gestern abend noch in Stuttgart, Geld auf mein Konto einzahlen. Was mir u. a. negativ aufgefallen ist, waren die vielen Ausländer. Im Bahnhof Ludwigsburg, in der Unterführung, eine junge Frau mit Vollverschleierung (Niqab). Nur ihre Augen waren zu sehen. Ich meine, was soll denn das? Dann mehrere Gruppen von vermutlich arabischen jungen Männern, im Bahnhof oder auch bei dem ausländischen Imbiß auf dem Ludwigsburger Busbahnhof. Ich fühle mich zusehends überfremdet. Frage mich, wie das wohl weitergeht. Was mich so stört, ist, daß diese jungen Männer so aggressiv wirken.

Saatchi Art ist, wie ich feststellen muß, nicht einfach zu handhaben. Hatte ein Foto hochgeladen und wollte es gerade wieder löschen, aber das ging nicht. Auch diese ganzen Kategorien finde ich blöd, weil keine so richtig zu dem paßt, was ich hochgeladen habe.

Auf Saatchi Art hochgeladenes Foto. Eigenes Werk

Vor ein paar Jahren bin ich auf das Projekt „Selfie“ der Ungarin Flóra Borsi gestoßen, aber schon damals habe ich mich gefragt, wie sie so erfolgreich sein kann, wenn sie einfach (ungefragt?) irgendwelche Schwarz-/Weiß-Fotos von Prominenten benutzt und nicht einmal den Fotografen des Originals nennt?

Hier ein Beispiel:

Flóra Borsi und Marilyn Monroe. Aber: Wer hat da das Copyright?
In einem ähnlichen FallLynn Goldsmith vs. die Andy Warhol Foundation – urteilte das Gericht in erster Instanz auf „fair use“. In zweiter Instanz dagegen gab das Gericht der Fotografien Lynn Goldsmith, deren Prince-Foto Warhol verwendet hatte, recht.
03:57 Uhr, und ich bin immer noch wach. Habe mir noch einen Milchkaffee gemacht. Gerade fangen die Vögel an zu singen.
Warum ich Jeff Koons nicht mag? Imho ist er ein Abzocker, der mit absolutem Kitsch erfolgreich ist – so erfolgreich, daß eine „Rabbit“-Skulptur von ihm für $ 91 Millionen versteigert wurde. Was man mit diesem Geld nicht alles machen könnte. Wie ich auf ihn komme? Habe seine Sachen auf der Website der Sonnabend Gallery entdeckt.

Heute nachmittag

Habe zwangsweise eine Blog-Pause einlegen müssen, weil mein PC nicht mehr hochgebootet hat. Jetzt geht er Gottseidank wieder; ich muß morgen jedoch das Innere mit dem Staubsauger reinigen. Dachte schon, ich müßte den PC zur Reparatur geben.

Und, ebenfalls gestern: Habe auf 𝕏 eine Nachricht von einer Daniella Morgan bekommen, angeblich die rechte Hand von Elon Musk. Das Ganze war eine Einladung zu einem Raketenstart; außerdem sollte ich einen Tesla-Truck im Wert von $ 100.000,- USD bekommen. Allerdings hätte ich $ 1.300,- USD für „Administration“ bezahlen sollen. Das war dann wohl auch der eigentlich Zweck dieser Nachricht. Die $ 100.000,- hätte ich gut brauchen können, habe aber abgesagt, da ich a) kein Auto brauche und außerdem b) keine $ 1.300,- habe. Auf Englisch heißt das wohl „scam“.

War dann mittags in der Innenstadt von Ludwigsburg, erst im al Oğlu, ein Menemen (€ 7,-) essen, das ist eine türkische Eierspeise. Dann habe ich mir den neu eröffneten Arsenalplatz angeschaut, war aber enttäuscht, weil da abgesehen von Rasen auf der einen Seite praktisch kein Grün vorhanden ist. Dafür jede Menge Steinplatten und ein paar Wasserfontänen auf der einen Seite zur Wilhelmstraße hin. Schade, daß ich meine Sony nicht dabei hatte, sonst hätte ich ein paar Fotos gemacht.

Habe vorhin eine Weile mit ein paar Nachbarn zusammengesessen. Eine Frau – N. – macht u. a. Karaoke, und sie hat sich mit einer anderen Frau über eine Gruppe unterhalten, die anscheinend gerade en vogue ist. Es ging da u. a. um Konzert-Tickets. Ich konnte da gar nicht folgen, und höchstwahrscheinlich gefällt mir die Musik auch nicht. Bin ja der Ansicht, daß wir uns derzeit in einer kreativen Talsohle befinden.

Sahra Wagenknecht. Pressefoto.

Habe Sahra Wagenknecht vor etwa einer Woche folgende Email geschickt:

„Sehr geehrte Frau Wagenknecht,

ich beschäftige mich schon eine ganze Weile mit unserem
politischen System und frage mich, wieso Sie sich das antun, da immer noch mitzumachen? Zu mir: Ich bin 67 Jahre
alt und seit 2002 berentet. Ich wollte eigentlich bei der letzten Bundestagswahl das BSW wählen, mußte aber
kurzfristig ins Krankenhaus, so daß ich nicht zur Wahl gehen konnte. Ich betreibe ein systemkritisches
Blog
, schreibe aber immer weniger über Politik. Gerade wieder habe ich einen Versuch gemacht, ob das Sozialamt € 150,-
übernehmen würde, da ich an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart in Kunstgeschichte als
Gasthörer teilnehmen kann. Das kostet € 150,-. Das Sozialamt hat das mit Hinweis auf den Regelsatz abgelehnt. In
diesem Regelsatz sind nun beschämende € 2,03 pro Monat für Bildung vorgesehen. Als ich das moniert
habe, hat man mich überall nur auflaufen lassen, ob eben beim Sozialamt, beim BMAS und bei der Berliner Hotline
für Grundsicherung. Mein Eindruck: Das sind regelrechte Abwimmel-Strukturen, das kann man gar nicht anders
sagen. Vor diesem Hintergrund meine Frage an Sie ganz oben.  Sie sind sicher viel beschäftigt, aber vielleicht
kann ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin von Ihnen mir antworten.

Grüße,

Claus Cyrny, Ludwigsburg bei Stuttgart“

Bin so froh, daß mein PC wieder läuft. Schalte ihn jetzt nicht mehr ab, bis mir ein Bekannter (hoffentlich) morgen hilft, ihn zu reinigen.

„Ohne Titel“ (1996; Acryl auf Papier, auf Leinwand bzw. danach auf Keilrahmen aufgezogen und gerahmt). Foto von mir. 

Frage mich, was ich mit obigem Gemälde anfangen soll, das, wenn auch nicht bewußt, an die „black paintings“ von Ad Reinhardt angelehnt ist. Etwa bei Saatchi Art verkaufen? Keine Ahnung. Rein technisch gesehen ist es jedenfalls sehr ordentlich gemacht. Könnte, wenn ich mir andere Bilder auf Saatchi Art anschaue, ohne schlechtes Gewissen € 1.500,- bis € 2.500,- verlangen, Versand inclusive. Würde es in einer Holzkiste verschicken, da es schon fertig gerahmt ist. Zum Hintergrund: Ich bin damals – 1996 – oft spätabends spazieren gegangen und habe mich intensiv mit den Farbeffekten bei Nacht beschäftigt. Ich habe damals am Rande von Stuttgart-Möhringen gewohnt, und da hatte es zwischen Möhringen und Sonnenberg Wiesen mit Obstbäumen und Felder. Da war auch – um nur ein Beispiel zu nehmen – von Kaltental herauf so ein Lichtschein aus gebrochenem Orange zu sehen. Ich kann jedenfalls sagen, daß  ich nicht bewußt versucht habe, Ad Reinhardt zu kopieren.

Heute morgen

Seit ich gestern abend in Unterzucker war, bin ich wach. Es ist mittlerweile 01:22 Uhr. Höre „Brother Where Are You“ (1967) von den Remo Four.

William Turner: „The Fighting Temeraire tugged to her last Berth to be broken up“ (1838). Quelle: Wikipedia. Gemeinfrei.


William Turner: „Sunset“ (1830 – 1835). Quelle: Wikipedia. Gemeinfrei.

Wie man in den obigen Gemälden unschwer erkennen kann, war William Turner (1775 – 1851) seiner Zeit weit voraus. Er verwendete atmosphärische Effekte, wie sie erst Jahrzehnte später mit den Impressionisten en vogue werden sollten. Insbesondere seine Aquarelle sind beinahe abstrakt; dabei gab Turner den Bezug zum Gegenstand nie ganz auf.

Was ich an Turner schätze, ist die Tatsache, daß er eine solide Technik hatte – etwas, das man von heutigen Malern nur noch selten sagen kann. Meiner Meinung nach liegt das mit an den Kunstakademien, die nur noch selten eine altmeisterliche Technik vermiteln. Ein Bekannter von mir, der Absolvent der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart ist, hat mir gesagt, daß ein Kurs in altmeisterlicher Technik während dem Studium nur optional und nicht Pflicht sei. Mir scheint, daß diese bedenkliche Entwicklung spätestens mit dem Expressionismus und den Fauves angefangen hat und in Sachen wie den absolut destruktiven Gemälden etwa von Georg Baselitz kulminiert. So weit sind wir nun also, daß eine solide malerische Technik gar nicht mehr erwünscht ist.

Mittlerweile ist es 03:41 Uhr. Bin bisher nicht wieder eingeschlafen. Habe gehört, daß auch mein Nachbar H. eine ganze Weile auf war.

Mein Nachbar H. Foto von mir.

Werde ja heute wieder nach Stuttgart gehen, aber definitiv nicht mehr ins Kunstmuseum. Da hat es imho besonders im UG einfach viel zu viele zweit- und drittklassige Sachen. So weit sind wir nun also, daß es immer schwieriger wird, „Kunst zu verstehen“. Man muß auch gar nicht mehr malen können, man muß sich nur noch clever verkaufen. Genau dagegen wehre ich mich.
Ein Beispiel eines Gemäldes im UG des Kunstmuseums, das ganz klar Jean-Michel Basquiat kopiert:

Michel Majerus: „MoM Block Nr. 90“ (1999; Siebdruck und Acryl auf Leinwand). Foto von mir.

Da ist die dreizackige Krone – ein Markenzeichen von Basquiat -, da ist die schwarze Figur mit den hellen Rippen – ebenfalls eine Kopie von Basquiat -, und  da ist zu guter letzt die Schrift auf dem Gemälde.