Bin wieder mal früh aufgewacht. Habe die Wohnungstür aufgemacht, um etwas zu lüften. Draußen H., mein Nachbar, der trotz chronischem Husten raucht. Würde am liebsten was essen, aber ich habe nichts mehr da. Höre „La Paloma“ (1946) vom Orchester Claude Thornhill, von der einzigen CD, die ich besitze. Ansonsten höre ich meine Musik auf YouTube. Nach „La Paloma“ kommt „Where And When“, ebenfalls von Claude Thornhill, gefolgt von „Song For My Father“ (1965) von Horace Silver.
Habe die Wohnungstür, die auf einen Innenhof hinausgeht, wieder zugemacht. Nach „Song For My Father“ läuft „A Summer Afternoon“ (1961) von Stan Getz [ts] und Eddie Sauter [comp, arr]. Habe mir einen Milchkaffee mit Koffein gemacht.
Habe mir gerade eine Grafik von mir von 2012 angeschaut, hier noch ohne Textur:
„Ohne Titel“ (2012). Software: Gimp.
Ich finde diese Grafik ganz schön. Die Elemente sind gut ausbalanciert und die Farben sind sympathisch.
Hätte jetzt gern so eine leckere Butterbrezel mit Schnittlauch, wie sie Yorma’s verkauft.
Bin nochmal eingeschlafen und gerade – um 04:16 Uhr – wieder aufgewacht. Um 05:46 Uhr fährt der erste Bus zum Bahnhof. Da kann ich bei Yorma’s frühstücken.
Hätte mir die Nachricht an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sparen können. Nachdem ich sie abgeschickt hatte, ging es mir nicht so gut. Habe im Internet ein Interview mit Bärbel Bas, der neuen Ministerin für Arbeit und Soziales, gefunden und kurz geglaubt, da wäre jemand, der mich versteht, aber das war wohl ein Trugschluß. Brauche mir nur ein Foto von Frau Bas mit Frank-Walter Steinmeier anzuschauen, da reicht es mir schon.
Höre draußen die Vögel singen. Das fängt morgens irgendwann nach vier Uhr an und geht dann ein paar Stunden. Finde das sehr spirituell.
Habe mir noch einen Milchkaffee gemacht. Als ich gerade die Wohnungstür aufgemacht habe, mußte ich feststellen, daß es inzwischen regnet. Werde nachher aber trotzdem zum Bahnhof fahren.
Das Problem mit unseren Politikern ist, daß sie alle so seriös tun; verarscht werden wir aber trotzdem. Mit schuld an diesem Zustand sind unsere Medien, die die Mißstände oft nicht klar benennen, sondern „sachlich“ berichten.
Habe vor einiger Zeit beim Sozialamt nachgefragt, ob die Grundsicherung von der Höhe an die inflationäre Preisentwicklung angepaßt wird. Das wurde verneint; auch eine einmalige Ausgleichszahlung gibt es nicht. Anders im Bundestag. Da werden die Diäten jedes Jahr angepaßt. Am 1. Juli 2024 betrugen sie monatlich € 11.227,20. Außerdem – und das wußte ich bisher nicht – erhält jeder Abgeordnete eine steuerfreie Aufwandspauschale in Höhe von 5.349,58 (Januar 2025) monatlich sowie eine Mitarbeiterpauschale, mit der er Angestellte bezahlen kann. So läßt es sich doch leben, oder? Und als ob das noch nicht alles wäre, sind da noch die Nebenverdienste der Abgeordneten, die bei Spitzenverdienern schon mal € 1.000.000,- überschreiten. Das bestätigt dann das Bild, das ich habe: Die da oben werden geschont, während man bei den kleinen Leuten spart. Finde das wirklich zum Kotzen.
Frage mich gerade, ob ich dern letzten Absatz nicht wieder löschen soll. Wollte ja nichts mehr zu Politik schreiben. Es ist nun aber so, daß ich momentan nicht weiß, wie ich aus der Misere (kleine Rente + Grundsicherung) herauskommen soll. Dem Sozialamt ist es ja wurscht, wie es mir geht. Mir fällt dazu auch Artikel 3 des Grundgesetzes ein, in dem es heißt: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Fakt ist jedoch, daß man als kleiner Rentner anders behandelt wird als z. B. Bundestagsabgeordnete.
Meine Nachbarin E. hat mir vorgeführt, wie sie mit so einer KI mit Spracherkennung und -ausgabe kommuniziert. Für mich ist das aber nichts.