Wieder beim Rewe in der Myliusstraße, und wieder die ganzen Ausländer. Wie mein Bekannter so richtig gesagt hat: Von dem Deutschland, so wie es noch vor zwanzig, dreißig Jahren war, können wir uns getrost verabschieden. Beim Deniz Kebap war ein Stand der CDU. Ich bin kurz vorbeigelaufen und habe mich beim Deniz Kebap draußen hingesetzt, aber die meist jungen Leute am Stand haben mich nicht angesprochen. Es hätte auch gar keinen Sinn gehabt, denn ich habe schon per Briefwahl gewählt, und ganz bestimmt nicht CDU.
Seit einiger Zeit bootet mein Desktop-PC beim Einschalten oft nicht mehr hoch. Nach einigen Versuchen klappt das dann aber wieder. Habe jetzt beim Arlt angerufen, aber der Herr am Telefon konnte das so nicht sagen, was das kosten würde.
Habe auf YouTube per Zufall ein paar Videos von Eric Clapton und B. B. King entdeckt, aber ich kann mit dem Eric Clapton nach Cream leider nichts mehr anfangen.
Habe gerade gelesen, daß die Renten dieses Jahr um 4,24% steigen sollen. Leider habe ich nichts davon, weil mir da einfach die Grundsicherung gekürzt wird. Ich finde, das ist eine Schweinerei. Ich meine, diese Erhöhung hat ja ihren Sinn. Habe das Sozialamt angemailt und bin gespannt auf die Antwort. Üblicherweise stelle ich nachher jedoch leider fest, daß ich mir die Email hätte sparen können. Ich habe aber jetzt eine neue Sachbearbeiterin. Mal sehen.
Mußte gestern feststellen, daß mir das Bloggen über die politische Situation nicht gut tut. Werde jetzt fürs erste davon Abstand nehmen. Ich konzentriere mich jetzt darauf, daß es mir besser geht. Suche nach der Adula-Klinik jetzt einen guten Therapeuten, der mir in Bezug auf meine psychosomatischen Verspannungen hilft. Das ist aber, wie ich feststellen muß, sehr schwierig. Man muß u. U. ein halbes Jahr und länger suchen. Was sehr hilfreich wäre, ist, wenn die Therapeuten ihre freien Plätze irgendwo melden müßten. So muß ich ewig herumtelefonieren.
Es heißt richtig „Boogie Funk“. Diese Live-Aufnahme stammt vermutlich aus den Siebzigerjahren. Freddie King starb am 28. Dezember 1976 an einem Herzinfarkt.
Nochmal kurz zu „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“. Dieses Buch war damals, als es erschienen ist, ein Kultbuch, nachdem es, soweit ich weiß, im Vorfeld von über 100 Verlagen abgelehnt wurde. Ich möchte dieses Buch jedenfalls all‘ denen empfehlen, die sich Gedanken über Qualität machen.
Bin heute wieder relativ früh wach – es ist gerade 02:33 Uhr – und trinke meinen ersten entkoffeinierten Milchkaffee. Ob ich nochmal einschlafen kann, weiß ich nicht.
Ich verachte unsere derzeitige Politiker-Klasse, weil sie in erster Linie nicht an die Allgemeinheit, sondern nur an die eigenen Karrieren denkt.
Höre „Warm Valley“ (1940) von Orchester Duke Ellington, gefolgt von „Conga Brava“ (1940) vom selben Orchester.
Duke Ellington 1954. Fotograf unbekannt.
Mache mir Gedanken über den Gitarristen Django Reinhardt, meiner Meinung nach dem Gitarristen überhaupt. Wenn man sich die Sachen anhört, die er aufgenommen hat, muß man bedenken, daß er an der linken Hand lediglich drei gesunde Finger hatte.
Hier ein Beispiel, eine Aufnahme von 1947:
Django Reinhardt spielt hier eine elektrisch verstärkte Archtop. Ab 1947 nahm er praktisch nur noch elektrisch verstärkt auf – eine Tatsache, mit der Puristen so ihre Probleme haben.
Habe wegen der Ausländer-Thematik mit jemandem hier, wo ich wohne, ein sehr gutes Gespräch gehabt. Er hat gemeint, ja, wir würden uns mit der Zeit immer mehr mit Ausländern/Migranten besonders aus arabischen Ländern vermischen, das wäre unausweichlich. Ich sollte eben versuchen, mir das Deutsche zu bewahren. Der Betreffende hat auch gemeint, er würde mich nicht für ausländerfeindlich halten. Ich sehe das auch so. Was ich traurig finde, ist, daß unsere Politiker versuchen, diese Tatsache zu leugnen, obwohl das eigentlich fast nicht mehr geht. Bin, was Politik angeht, sowieso sehr desillusioniert. Da wird mir einfach zuviel gelogen und geheuchelt.
Was z. B. die ganzen Frauen mit Hijab angeht, frage ich mich, warum die sich nicht an deutsche Verhältnisse anpassen. Wir sind hier eben nicht in Saudi-Arabien oder in Syrien oder Afghanistan. Hier sind Haare eben nur Haare.
War beim Trölsch frühstücken. Das habe ich mir heute ausnahmsweise geleistet. Dafür muß ich eben ab jetzt sparen.
Mein Frühstück heute morgen: Lachs, Senf, Rührei, Butter, Brot, Cappuccino. Foto von mir.
War heute morgen im dm-Markt, etwas einkaufen. Wollte auch Mach-3-Klingen von Gilette kaufen, aber da kosten mittlerweile fünf Stück sage und schreibe € 17,95. Ich kenne noch Zeiten, wo sie nur € 11,95 gekostet haben. Frage mich, wo das ganze Geld hingeht und ob diese unverschämte Erhöhung wirklich sein muß. Habe dazu erst bei Procter & Gamble angerufen, wo mir der Herr am Telefon gesagt hat, er könne mir da keine Auskunft geben, ich solle mich an den Händler – also an den dm-Markt – wenden. Und der dm-Markt hat gemeint, ja, die Preise kämen vom Hersteller. So kann man’s auch machen.
Diese Aufnahme von „Vous Qui Passez Sans Me Voir“ wurde im Januar/Februar 1949 von Django Reinhardt [g] und Stéphane Grappelli [vi] in Rom gemacht. Begleitet wurden sie von einer dreiköpfigen italienischen Rhythmusgruppe.
Und hier eine Aufnahme des Duke Ellington Orchestra von 1933: „Daybreak Express“. Damals war die Saxophonsektion dieser Big Band die einzige, die die Passage ab 01:16 spielen konnte (Quelle: „The Swing Era“ von Gunther Schuller).
Schon allein die Einleitung mit diesen ganzen Dissonanzen ist – zumal für diese Zeit – unglaublich.
„Impromptu“ wurde 1951 aufgenommen. Besetzung: Django Reinhardt [g-el], Bernard Hulin [tp], Hubert Fol [as], Raymond Fol [p], Pierre Michelot [b], Pierre Lemarchand [dr].
Habe bei mir im Apartment insgesamt sechs Gemälde, die alle noch aus der Zeit von vor dreißig Jahren sind. Habe sie nicht verkauft, weil sie a) doch mehr als ein bischen an Mark Rothko bzw. Ad Reinhardt erinnern und ich b) mich einfach nicht gut verkaufen kann. Es widerstrebt mir, z. B. einem Galeristen gegenüber irgendwelche Sachen zu erfinden und die Gemälde zu „erklären“. Imho erklären sie sich selbst.
Eines der Gemälde in meinem Apartment. „Ohne Titel“; 1995/96; Packpapier auf MDF-Platte aufgezogen; gerahmt.
2011 habe ich auch mal versucht, mit Inkscape und dem Gimp digitale Gemälde zu kreieren. Hier ein Beispiel:
„Ohne Titel“. Software: Gimp und Inkscape.
Bei Saatchi Art werden weit schlimmere Sachen für tausende von Euros angeboten. Ich kann Saatchi Art deshalb auch nicht guten Gewissens empfehlen. Das ist z. T. wirklich sehr, sehr dilettantisch. Auch bei anderen Plattformen kann ich mich nur wundern, was die Leute da z. T. für exorbitante Preise anbieten. Merke: Man muß nichts können, man muß nur von sich überzeugt sein. Da ist nicht einmal das fundamentalste Wissen um die Kunstgeschichte vorhanden. Ich finde das mehr als nur traurig.
Nach der Vesperkirche habe ich heute ca. eine Viertelstunde am Busbahnhof warten müssen. Um mich herum fast nur Ausländer. Frage mich, wie das denn weitergehen soll. Sind wir jetzt so weit, daß man sich als Deutscher gar nicht mehr zu diesem Thema äußern darf?
Höre „Warm Valley“ (1940) vom Orchester Duke Ellington, gefolgt von „Conga Brava“ (ebenfalls 1940) vom selben Orchester.
Habe wegen untenstehendem Gemälde bei einer Restauratorin nachgefragt. Das hätte ich eigentlich gleich machen sollen, weil sie sich da viel besser auskennt als ich. Ich möchte das Gemälde in die USA verschicken und verhindern, daß es auf dem Transportweg Schaden nimmt. Besonders die Oberfläche ist sehr sensibel.
Ein Gemälde von mir. „Ohne Titel“; ca. 1995/96; Acryl auf Packpapier; auf Nessel aufgezogen und gerahmt.
Dieses Gemälde ist zwar teilweise von Ad Reinhardt beeinflußt, aber eben nur teilweise. Zu der Zeit, als ich solche schwarzen Bilder gemalt habe, habe ich spätabends im Dunkeln Spaziergänge gemacht und mich mit den Farbeffekten – jedenfalls das, was um diese fortgeschrittene Uhrzeit noch zu sehen war – in der Dunkelheit beschäftigt. Damals bin ich auch zu der Erkenntnis gekommen, daß Farbe nichts Konstantes ist, sondern daß sie vom einfallenden Licht abhängt. Ich habe damals – 1995 und 1996 – auch ein Tagebuch geführt, wo ich solche Gedanken zu Papier gebracht habe.
Ein Auszug aus meinem Tagebuch.
So lautet die Anwort auf die Frage, welche Farbe die Blätter eines Baumes bei Dunkelheit haben, üblicherweise „natürlich grün, man sieht das eben nur nicht“. Das ist aber der Irrtum. Ich bin durch fortgesetzte Überlegung zu dem Schluß gekommen, daß das, was wir Farbe nennen, eine Funktion des einfallenden Lichts ist. So müßte man korrekterweise antworten: „Bei Dunkelheit sind die Blätter eines Baumes schwarz.“ Ein Grenzfall sind dabei allerdings Dinge, die auch bei Tageslicht schwarz sind. Ein anderer Grenzfall ist ein fensterloser Raum ohne jede Lichtquelle. Gegenstände in diesem Raum haben, wenn man meine obige Definition anwendet, logischerweise entweder a) überhaupt keine Farbe oder sind b) absolut schwarz. Ich tendiere aber eher zu a), weil ja in diesem Fall kein einfallendes Licht vorhanden ist. Genauso könnte man fragen, was die ICs in einem Computer bei ausgeschaltetem Strom für einen Spannungspegel haben (high oder low). Robert M. Pirsig meint dazu: überhaupt keinen, sondern einen sog. Mu-Zustand.
Bin gerade am Frühstücken, auch wenn es noch relativ früh – es ist jetzt 02:25 Uhr – ist.
„The Lamplighter’s Serenade“ wurde 1942 vom Orchester Glenn Miller eingespielt.
Bin nochmal eingeschlafen. Mittlerweile ist es 06:53 Uhr.
Frage mich ab und zu, wie es kommt, daß sich für alle Berufe Leute finden. Ok, wir haben den sog. Fachkräftemangel, aber abgesehen davon finden sich für praktisch alle Berufe Interessenten. Es wäre mal interessant, zu wissen, wie diese Verteilung funktioniert.
War beim Trölsch, einen Cappuccino trinken. Wieder die übliche Musikberieselung, eben ein Gedudel ohne Höhen und Tiefen.
Heute ist der letzte Tag der Vesperkirche. Werde heute mittag nochmal hingehen. Dort hat es hauptsächlich ältere Leute. Eine Unterhaltung war bisher praktisch nicht möglich.
Bin wieder so früh aufgewacht; es ist gerade erst 01:46 Uhr. Denke über das Close-Harmony-Singen nach. Beispiele sind etwa die Modernaires, die Crew Chiefs, die Four Freshmen oder die Pied Pipers.
Hier noch ein gutes Video, in dem die verschiedenen Gesangsharmonien der Beatles erklärt werden.
Ich bin – auch wenn ich da so ziemlich allein dastehe – gegen eine Einführung der KI. Imho sollten wir nicht immer nur das Heil im technischen Fortschritt suchen, sondern uns mehr auf Fortschritte im zwischenmenschlichen Bereich konzentrieren, da dort einfach vieles im Argen liegt. Im Newsletter der Russischen Föderation ist u. a. die Rede davon, daß es mit Europa abwärts geht. Das ist auch mein Eindruck – zumindest, was Deutschland angeht. Eine inkompetente Regierung folgt auf die nächste, und die Bürger haben im Grunde genommen keine richtige Wahl mehr, weil alle großen Parteien ähnliche Ziele verfolgen, die darüber hinaus auch nicht mit dem Willen der Mehrheit übereinstimmen. Die Kleinen, sozial Schwachen werden hart angefaßt, während die Reichen und Superreichen geschont werden. Und: Eine Mitschuld trifft auch unsere Medien, die die Tatsachen nicht in der gewünschten Klarheit ansprechen.
Was nun Rußland und die Ukraine angeht, bin ich dafür, nicht nur immer auf die aktuelle Situation zu schauen, sondern die Gesamtentwicklung seit 2014 zu betrachten, ggf. auch die Entwicklung seit 1989. Immer wieder wurden vitale Sicherheitsinteressen Rußlands ignoriert, und das kann auf Dauer ja nicht ohne Konsequenzen bleiben. Ich wehre mich auch dagegen, den Westen als „die Guten“ darzustellen – eine Einschätzung, die gerade in Bezug auf die USA verkehrter nicht sein könnte, denn die USA haben sich im Verlauf ihrer Geschichte weiß Gott nicht mit Ruhm bekleckert.
Und hier noch – gerade entdeckt – die Website des Außenministeriums der Russischen Föderation (auf Deutsch).
Bei Heise lese ich „Mond mit einst starkem Magnetfeld? Rätsel aus Apollo-Programm gelöst“, und soweit ich weiß, gibt es Pläne, auf dem Mond einen Atomreaktor zu installieren, um zukünftige Mondbasen mit Strom zu versorgen. Mein Kommentar: Diese Milliarden wären auf der Erde besser investiert, aber da fehlt es eben an der nötigen Disziplin.
Habe leider den Eindruck, daß es mit unserer Gesellschaft langsam, aber sicher bergab geht, und das liegt nicht nur an den inkompetenten Politikern, die in erster Linie an sich selber denken. Und: Auch die diversen Email-Adressen von Ministerien oder der Bundesregierung sind offenbar nur zur Dekoration da, weil ich da praktisch nie eine Antwort bekomme. Die wollen anscheinend nur hören, wie supertoll sie sind.
Und à propos Klima: Während jedes Jahr die COP-Klimakonferenz abgehalten wird, steigen die Temperaturen weiter, weil die beteiligten Länder sich einfach nicht auf ein gemeinsames Ziel einigen können (und das dann auch durchziehen). Das 1,5°-Ziel ist längst überschritten. Mein Vorschlag: Die COP mal für ein paar Jahre aussetzen und das Geld woanders investieren. Wann machen die beteiligten Länder – allen voran die USA, China und Rußland – endlich mal Nägel mit Köpfen? So, wie es derzeit läuft, ist das ja ein einziges Trauerspiel.
Das hier ist eine Trump-freie Zone. Ich will so jemandem einfach nicht eine Plattform bieten. Und: Die Leute, die ihn gewählt haben, sind wirklich selber schuld.
Als ich heute vormittag im Rewe war, mußte ich mir notgedrungen die Pop-Berieselung dort anhören. Bin immer wieder fassungslos, was da heutzutage als Musik angeboten wird: ein Gedudel ohne Höhen und Tiefen, ohne jede erkennbare Melodie. Und immer wieder dieses aggressive „Rewe-Bonus!“. An der Kasse: „Haben Sie Rewe-Bonus?“, wirklich fast jedesmal. Frage mich, weshalb Rewe das Geld, das für diese Aktion draufgeht, nicht verwendet, um Artikel für alle etwas billiger zu machen.