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Heute nachmittag

Mir ist heute wieder bewußt gewordern, wie unglaublich komplex unsere Welt ist.

Suche seit bestimmt einer Woche (bisher vergeblich) einen passenden Karton für folgendes gerahmtes Foto:

Gerahmtes Foto. Eigenes Werk.

Entweder muß ich 100 Kartons kaufen oder es ist eine Maßanfertigung für € 40,-. Habe PosterXXL, wo ich das Foto gekauft habe, angeschrieben, ob die mir nicht ausnahmsweise einen einzelnen Karton verkaufen könnten.

Beim Deutschlandfunk hat es eine Sendung zu Open Source bzw. Alternativen zu kommerzieller Software. Ich benutze ja seit nunmehr 23 Jahren Linux, und das einzige Programm, das ich mir in den letzten zehn Jahren gekauft habe, war CrossOver Linux, weil unter Wine nicht alle – vor allem neuere – Windows-Programme laufen. Aktuell habe ich es aber nicht mehr installiert. Seit mein Schwager mir eine DVD mit Ubuntu MATE – ich glaube, es war 20.04 LTS – gebrannt hat, benutze ich es – zuerst etwas skeptisch – viel lieber als das klassische Ubuntu. Ich verstehe auch nicht, daß Linux nur einen Marktanteil von ein paar Prozent hat, fühle ich mich damit doch wesentlich wohler als mit Windows. Wenn Linux auch auf allen PCs vorinstalliert wäre, würde das vermutlich ganz anders aussehen.

Und zu den Vorurteilen bezüglich Linux muß ich sagen, daß ich weder Treiberprobleme1 noch zu wenig Auswahl bei der Software habe. Der Ubuntu-Paketmanager Synaptic listet 87.464 Pakete (!) auf, die man sich installieren kann. Darüber hinaus gibt es im Internet von vielen Open-Source-Programmen .deb-Pakete, die man sich mit gdebi installieren kann (sudo gdebi [Paketname].deb). Und – ja – was die Linux-Konsole angeht: Die meisten Sachen mache ich entweder mit Synaptic oder mit gdebi. Imho braucht man vielleicht zwanzig, fünfundzwanzig Befehle, wenn man doch mal mit der Konsole (Shell)2 arbeiten muß. Das ist wirklich überschaubar. Ein sehr nützliches Programm, das die Arbeit mit der Shell vereinfacht, ist der Midnight Commander (sudo apt install mc), der an den Norton Commander unter Windows angelehnt ist. Da kann man Dateien verschieben, kopieren, löschen oder sich anzeigen lassen. Und dann kann man im Internet suchen3, wenn man einen Befehl nicht weiß. Wenn die benötigte Software (incl. Linux) schon vorinstalliert ist, besteht meiner Ansicht nach kein großer Unterschied zwischen Windows und Linux. Die alte Stadtbücherei in Stuttgart hatte im 1. Stock auch ein paar PCs mit Linux für die Besucher, und das hat meiner Ansicht nach gut funktioniert.

1 Ich habe sowohl einen Linux-Treiber für meinen Samsung-Drucker – einen Xpress 2026M Laserdrucker – als auch einen Treiber für meine Grafikkarte – eine NVIDIA GeForce GT 710/PCIe/SSE2 – gefunden. 

2 Ein paar Befehle fürs Arbeiten mit der Shell:

  • cd [Verzeichnis] Zu einem bestimmten Verzeichnis gehen (Bsp.: cd Downloads; es genügt auch cd Down*)
  • cd .. Eine Verzeichnisebene runter in Richtung /
  • sudo mc Den Midnight-Commander mit Root-Rechten aufrufen
  • clear Den Inhalt der Shell löschen
  • sudo apt install [Programm] Ein Programm installieren
  • sudo gdebi [Paket].deb Ein .deb-Paket installieren
  • ps aux Die laufenden Prozesse auflisten. Nützlich z. B., wenn sich ein Programm aufgehängt hat. Anschließend kill [Nummer des Prozesses]
  • lsusb Listet alle USB-Geräte auf
  • display [Bild] Nach der Installation von ImageMagick ein Bild anzeigen. Ich habe auch bei LinuxNews einen Artikel über ImageMagick unter Linux geschrieben
  • display ruft das GUI (grafische Benutzeroberfläche) von ImageMagick auf 
  • chmod a+x Macht ein Programm oder Script ausführbar
  • ls -al Listet alle Dateien innerhalb eines Verzeichnisses auf
  • [Programmname] Startet ein installiertes Programm (Bsp.: firefox)
  • sudo ./[Programmname] Führt ein (z. B. heruntergeladenes) Programm oder Script mit Root-Rechten aus 

3 Ich habe ganz bewußt nicht „googeln“ geschrieben, denn ich versuche, von der Abhängigkeit von Google wegzukommen. So habe ich in Firefox als Suchmaschine DuckDuckGo eingestellt.

Heute abend

Die Holanka Bar im Buchhaus Wittwer von außen. Foto von mir.

Habe auf Instagram zwei Fotos hochgeladen. Warum? Keine Ahnung, das ist einfach ein Versuch. Und: Habe dann heute vom Chef der Holanka Bar in Stuttgart eine Email erhalten. Ich darf in der Holanka Bar fotografieren, wenn ich die fotografierten Personen um Erlaubnis bitte, was ich selbstverständlich machen werde. Ich achte ja sehr aufs Copyright.

Diesen Mittwoch werde ich zum Hornbach hier in Ludwigsburg fahren, um fünf MDF-Platten zu holen, auf denen ich malen will. Brauche außerdem Spachtelmasse, weil ich mit Reliefs experimentieren will.

Ein Beispiel:

„Relief II“ (2021). Acryl und Spachtelmasse auf MDF-Platte; 30 x 40 cm. Eigenes Werk.


Noch ein Foto:

„Ohne Titel“ (2002 – 2008). Grafik und Foto von mir.

Das Maskottchen von CinePaint (ich glaube, es heißt „Spot“).

À propos CinePaint: Habe ja 2021 ein paar Monate bei diesem Projekt mitgearbeitet. Meine Aufgabe bestand darin, Grafiken und eine neue Website auf der Basis von WordPress zu erstellen. Unter anderem habe ich mit Blender und dem Gimp eine CinePaint-Schachtel entworfen, die an eine Schachtel Cheerios angelehnt war.

Schachtel für CinePaint 1.4.4. Grafik von mir.

Im Augenblick habe ich, obwohl ich einige Ideen gerade zur Dokumentation von CinePaint hätte, nicht die Energie, um bei diesem Projekt wieder mitzuarbeiten, jedenfalls jetzt gerade nicht.

Im Artikel über Jean-Michel Basquiat in der englischsprachigen Wikipedia ist ein Foto eines Gemäldes von einem Johnny Blanco eingebettet, das ich euch nicht vorenthalten will:

Johnny Blanco: „THE KING“ (Mischtechnik auf Leinwand). Foto: Johnzhouse. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Veränderungen: Habe das Foto ausgeschnitten und einen weißen Reflex links oben beseitigt.

Ich muß zugeben, daß mir Jean-Michel Basquiat und sein Stil sehr sympathisch sind. Das Destruktive in seinen Arbeiten scheint mir Ausdruck seiner Lebensumstände als schwarzer Künstler in einem von Weißen dominierten Amerika zu sein. Kann mich natürlich irren, aber so sehe ich das jedenfalls. Ich mag das Archaische, Rohe in der Kunst von Basquiat. Es ist eben authentisch und macht alles andere als die z. T. verkopften Sachen, die sich auf dem internationalen Kunstmarkt finden. Habe per Email angefragt, ob ich eines seiner Gemälde (bzw. natürlich ein Foto davon) hier posten darf.

Heute morgen

CinePaint-Maskottchen „Spot“

Bin gerade aufgewacht – es ist 02:57 Uhr – und trinke meinen ersten  Milchkaffee. Gestern habe ich mit dem Projektleiter des Programs CinePaint, Robin Rowe ein paar Emails ausgetauscht. Ursprünglich wollte ich wieder bei CinePaint mitarbeiten, aber ich habe gestern gemerkt, daß mir das gerade zuviel wird. Vielleicht etwas später. Und: Die Linux-Version von CinePaint 1.4.5 soll am 1. August veröffentlicht werden.

Bin nochmal eingeschlafen und gerade – um 04:55 Uhr – wieder aufgewacht. Habe mir noch einen Kaffee gemacht.

Bei X nichts Neues. Oder doch? Die Bahn will Fernverkehrszüge streichen, insbesondere im Osten. Bin ja dafür, daß die Privatisierung der Bahn rückgängig gemacht wird.

Die Bundesregierung schreibt:

Die Renten steigen zum 1. Juli um 4,57 Prozent. Die diesjährige Rentenanpassung liegt dabei laut Jahreswirtschaftsbericht deutlich über der Inflationsrate von 2,8 Prozent.“—Bundesregierung

Eine Inflationsrate von nur 2,8 %? Was soll denn das? Olivenöl ist z. B. im Schnitt um ca. 50 % teurer geworden. Die Leute von der Ampel sollten einfach mal in einen Supermarkt gehen. Und: Ich habe von der Rentenerhöhung nichts, weil mir einfach die Grundsicherung gekürzt wurde.

Ebenfalls auf der Seite der Bundesregierung:

Verschlusskappen müssen an Einweg-Getränkeverpackungen befestigt sein. Das verhindert umherfliegende Verschlusskappen und leistet damit einen Beitrag gegen die Umweltverschmutzung.“—Bundesregierung

Umherfliegende Verschlußkappen? Spinnen die jetzt? Hat die Bundesregierung eigentlich nichts Besseres zu tun?

Weil unser Kanzler ganz offensichtlich nicht die moralische Größe hat, zurückzutreten, käme ein konstruktives Mißtrauensvotum in Betracht.

Höre gerade SWR1 mit diesen Wir-sind-doch-alle-so-fröhlich-Ansagen. Wen nicht gerade Oldies laufen, nur substanzloses Gedudel.

War in der Back-Factory, frühstücken, weil ich nichts mehr zu Hause hatte und einfach mal raus wollte. Im Hintergrund – wie auch beim SWR1 – Dudel-Pop von der Konserve.

Habe mir auf Instagram zwei der Frage-und-Antwort-Videos  unseres Kanzlers angeschaut. Meine Meinung: Oberpeinlich und verlogen. Der Hammer: Was Olaf Scholz über „Kritik“ sagt. Imho hilft da nur ein konstruktives Mißtrauens-Votum. Ich will einfach nicht, daß Olaf Scholz noch ein Jahr Kanzler ist.

Bei der FAZ wenig Erfreuliches1. „Warum die Arbeitslosigkeit wieder steigt“ von Dietrich Creutzburg. Warum wird dann nicht z. B. die Arbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche vermindert, natürlich bei vollem Lohnausgleich? Da höre ich wieder das Geschrei, daß kein Geld da sei – eine Behauptung, die so einfach nicht stimmt.

1 Fußball interessiert mich nicht.

Heute abend

War nach einiger Zeit am PC einen Abendspaziergang machen. Mein Nachbar H. wollte mir einen Kaffee anbieten, aber ich habe dankend abgelehnt, weil ich sonst die halbe Nacht wach bin. Während des Spaziergangs ist mir eine Fahrradfahrerin aufgefallen, die natürlich bei Rot über die Ampel gefahren ist. Mir ist schon aufgefallen, daß eine Anzahl von Fahrradfahrern (ich habe da keine Statistik) anscheinend denkt, die StVO wäre nicht für sie da; ergo fahren sie einfach bei Rot weiter. Z. T. wechseln sie von der Straße auf den Fußgängerweg und dann, ein Stück weiter, wieder zurück auf die Straße.

Wieder zurück in meinem Apartment, frage ich mich, was ich heute abend noch machen soll. Wieder eine FedEx®-Spoof-Email. Eigentlich sollte ich nochmal einkaufen, weil ich keinen koffeinfreien Kaffee mehr da habe, aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust, jetzt abends nochmal in die Stadt zu fahren.

Habe vorhin – auf Englisch – den Anfang von Eric. S. Raymonds „The Cathedral and the Bazaar“ gelesen, ein Essay über Open-Source-Software-Entwicklung.

Zitat:

„Linux is subversive. Who would have thought even five years ago (1991) that a world-class operating system could coalesce as if by magic out of part-time hacking by several thousand developers scattered all over the planet, connected only by the tenuous strands of the Internet?“—Eric S. Raymond. Lizenz: Open Publication License, Version 2.01.

Solche Texte faszinieren mich, obwohl ich selbst eigentlich kein Programmierer bin (mehr dazu siehe auch hier). Irgendwo habe ich mal gelesen, daß man das bei Webseiten (Blogs?) nicht machen sollte: „siehe auch hier“ schreiben, aber warum eigentlich nicht?

1 Habe leider kein Dokument dazu im Internet gefunden; lediglich zur Version 1.0.