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Heute morgen

„Ohne Titel“ (ca. 2005). Kamera: Canon AE-1; Film: Fujichrome Sensia 200. Bearbeitung: Gimp. Foto von mir.

In dieser Sendung der Talkshow „Maischberger“ wurde u. a. von Donald Trump geredet, aber imho war das eine so seichte Angelegenheit, daß man sich das hätte sparen können. Über eine mögliche Psychose Trumps hat keiner der Beteiligten geredet. Auch die Drohung von der „Auslöschung einer ganzen Zivilisation“ wurde meinem Eindruck nach nicht besonders ernst genommen.

Lenke mich ab, indem ich Musik höre:

Heute vormittag

War heute vormittag fürs Wochenende einkaufen. Habe für zwei Tage sage und schreibe € 27,14 bezahlt1. Werde den Verdacht nicht los, daß sich da jemand dumm und dämlich verdient. Ich meine, das Geld versickert doch nicht im Boden. Die Frage ist doch, wer ist bei einer Inflation der Gewinner?

1 Im Regelsatz sind für Lebensmittel pro Tag ganze € 6,51 vorgesehen. Das geht gar nicht. Zudem ist dieser Satz trotz Inflation bereits das zweite Jahr nicht erhöht worden. Imho müßte der Regelsatz von aktuell € 563,- um mindestens € 200,- erhöht werden, damit man auch unvorhergesehene größere Ausgaben wie z. B. eine Zahnarztrechnung bewältigen kann.

Heute morgen

Habe nochmal von Eric Clapton geträumt. Wir waren beide am Wirtschaftsgymnasium in Tübingen, wo ich früher – 1973 – 1977 – in Wirklichkeit war. Es war große Pause, und ich wollte mir beim Bäcker noch etwas zu essen kaufen. Eric Clapton hat sich bemüht, von den anderen Schülern nicht erkannt zu werden. Dazu hatte er sich einen Mantel umgehängt.

YouTube-Screenshot: Eric Clapton 1968. So sah er in meinem Traum aus.

Cover von „Pop History, Vol. 1: Cream“. © Copyright by Polydor Records.

Dies war die Doppel-LP, die mein Interesse für Cream ausgelöst hat. Ich hatte diese Platte einem Mitschüler abgekauft. Leider kann ich mit dem Nach-Cream-Clapton mit seiner Fender Stratocaster wenig bis gar nichts anfangen. Für mich ist die Konzentration auf Top-40-Material ein absoluter Rückschritt, auch wenn das aus Eric Claptons Perspektive logisch gewesen sein mochte, bezeichnete er die langen Improvisationen von Cream im Nachhinein doch als „maestro bullshit“. Nachdem er „Music From Big Pink“ der Band gehört hatte, wurde ihm klar, daß er lieber einfache Songs spielen wollte, statt solcher langer Improvisationen wie mit Cream.

2005 gab es ja eine Cream-Reunion in der Royal Albert Hall, aber das war für mich jedenfalls eine Enttäuschung. Das waren zwar dieselben Musiker wie 1968 und auch dieselben Stücke, aber das war auch schon alles. Nur relativ kurze Improvisationen, und dann Eric Clapton mit einer Stratocaster.

Und – so leid es mir tut, und nochmal zu Eric Clapton – : Ich finde Songs wie „Forever“ einfach langweilig.

Weiterführender Link: Eric Clapton in den Sechzigern.

Bin nochmal eingeschlafen und habe – kaum zu glauben – tatsächlich nochmal von Gitarren geträumt. Ich wollte im Stuttgarter Musikaliengeschäft Berthold & Schwerdtner Gitarren ausprobieren, ohne eine zu kaufen. Hatte deswegen ein schlechtes Gewissen.

Bin am Überlegen, ob ich meinen schon lange geplanten Kurzfilm fertigstelle. Hier das Ende:

Software: Blender.

Heute abend

Bin vorhin eingeschlafen und habe von Eric Clapton geträumt. Ich habe ihn gefragt, ob er mir einen Clapton-Lick zeigen könnte. Im Traum hatte ich eine rote Gibson SG Standard, auf der ich den „woman tone“ von Eric Clapton hinbekommen wollte. Eric Clapton war im Traum noch in den Zwanzigern und mit mir befreundet.

YouTube-Screenshot: Eric Clapton 1968. Das war der Eric Clapton, wegen dem ich mir meine erste Gitarre gekauft habe, eine Konzertgitarre. Zwei Jahre später kam eine Gibson SG mit einem Burman-Verstärker.

Heute nachmittag

Bin heute morgen extra nach Stuttgart-Zuffenhausen gefahren, weil ich mich dort röntgen lassen wollte. Habe aber leider, als ich in der Praxis war, erfahren, daß heute aus Personalmangel nicht geröngt wird. Na toll! Da ist er wieder, der Fachkräftemangel.

War dann, zurück in Ludwigsburg, im REWE einkaufen und mußte mir wieder über den Lautsprecher diese Ansage „REWE Bonus!“ anhören, die mich so nervt. Mehr dazu auch bei reddit.

Die deutsche „Vogue“ hat auch schon bessere Tage gesehen. Die Fotos in der Sparte „Mode“ sind nur bessere Knipsfotos, von künstlerischer Gestaltung keine Spur. Schade, daß nicht öfter Fotos von Spitzenfotografinnen wie Ellen von Unwerth oder Sheila Metzner zu sehen sind. Oder man denke nur an die Glanzzeit der „Vogue“ in den Fünfzigerjahren, als noch renommierte Fotografen wie Horst P. Horst oder Richard Avedon für dieses Magazin gearbeitet haben. Die Models waren damals auch noch reifer; nicht solche jungen Dinger wie heutzutage. Ich meine, ich würde mir wirklich wünschen, daß ich über die aktuelle „Vogue“ Positiveres schreiben könnte, aber mir scheint, daß auch in der Modefotografie eine gewisse Stagnation vorherrscht. Die Fotos von heute haben einfach nicht mehr die Klasse wie noch etwa in den Fünfzigerjahren.

Bei Beiträgen wie dem letzten würde ich gerne ein paar Fotos als Beispiele posten, aber das geht aus copyright-rechtlichen bzw. finanziellen Gründen nicht, verlangt die amerikanische „Vogue“ für ein einziges Foto doch sage und schreibe $ 250,-, und das kann ich mir einfach nicht leisten.

Das folgende Bild – ein YouTube-Screenshot – zeigt ganz exemplarisch, wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt hat.

Screenshot: „BILD“-Werbung „Kauf kein Kack“. © Copyright 2025 Springer SE.

Habe aus diesem Anlaß den Deutschen Werberat kontaktiert, aber da hat man mir nur gesagt, man „könne da nichts machen“. Traurig, aber wahr.

Auf der Seite des „Stern“ hat es den Artikel „Diese Rabatte gibt es mit dem Rentenausweis“. Unter anderem kann man da auch einen neuen Rentenausweis bestellen. Das Problerm ist nur: Woher bekommt man die Postrentennummer (PRNR)? Die soll anscheinend 17-stellig sein, aber auf meinem Rentenbescheid habe ich die nicht gefunden.

Da hat es lediglich die 12-stellige Versicherungsnummer. Warum wird die nicht abgefragt? Das ist typisch: Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht. Auch die Rentenversicherung telefonisch zu erreichen, ist ein Abenteuer für sich. Da hat es so ein KI-Sprachmenü. Als erstes wird man da nach seinem Anliegen gefragt, und wenn man das geschildert hat, kommt doch tatsächlich: „Ja, und um was geht es genau?“ So verärgert man die Leute.

Heute abend

Jürgen Wölfer: „Das große Lexikon der Unterhaltungs-Musik“. © Copyright 2000 by Lexikon Imprint Verlag.

Heute mittag kam „Das große Lexikon der Unterhaltungs-Musik“ von Jürgen Wölfer mit der Post. Habe mir ein paar Einträge durchgelesen und feststellen müssen, daß dieses Lexikon von der Qualität her nicht an das „Rock-Lexikon“ von Schmidt-Joos/Graves heranreicht. Letzteres ist einfach sehr gut und engagiert geschrieben.

Das „Rock-Lexikon“ von Siegfried Schmidt-Joos und Barry Graves. © Copyright 1973 by Rowohlt Verlag. Mit freundlicher Genehmigung.

Das hier abgebildete „Rock-Lexikon“ gibt es m. W. aber leider nicht mehr. Bei Booklooker habe ich die Ausgabe von 1995 in zwei Bänden entdeckt. Das ist aber wirklich sehr empfehlenswert, weil sympathisch und kenntnisreich geschrieben. Daß dieses Buch „nur“ bis 1995 geht, macht aber imho nicht viel, da die Entwicklung nach der Jahrtausendwende eh‘ nicht viel Neues bringt; man höre sich nur mal die aktuellen Charts an.

Bin eingeschlafen und habe etwas geträumt. Ich habe einen schönen Brief von einer jungen Frau bekommen, von der ich lange nichts gehört habe. Der Brief war handgeschrieben und teilweise mit Buntstiften bemalt. Das hat mich so gefreut, daß ich beschlossen habe, gleich zu antworten. Auf dem Weg zum PC bin ich aufgewacht.

Heute morgen

Höre gerade wieder die wunderschöne „Autumn Serenade“ von 1945.

Zitat:

„Silver stars …

were clinging to an autumn sky.

Love was ours …

until October wandered by.“—Sammy Gallop/Peter DeRose

Glenn Miller, „Billboard Magazine“, 16. Mai 1942. Public Domain.

Die Modernaires, die diesen Titel 1945 aufgenommen haben, waren bis 1942 Glenn Millers Vokalgruppe. Dann löste Miller seine zivile Big Band auf und meldete sich als Kriegsfreiwilliger, wurde aufgrund seines fortgeschrittenen Alters von 38 Jahren jedoch beinahe nicht angenommen. Von 1942 bis 1944 leitete Miller dann die Army Air Force Band, die im Unterschied zu seiner zivilen Big Band auch eine Streichersektion hatte. Gesang: die Crew Chiefs bzw. Sgt. Johnny Desmond.

Themenwechsel. Habe gerade wieder eines der Feynman-Videos angeschaut, aber da ist, angeregt durch einen Kommentar, die Frage aufgetaucht: Ist das auch nur KI?

Es scheint so, daß der Ton echt (???) und „nur“ das Bild animiert ist. Bei Videos wie diesem hier ist mir ganz mulmig zumute. Denn: Wie soll das weitergehen, wenn überhaupt nicht mehr klar ist, was real ist und was nicht? Ich bin folglich gegen die Einführung von KI.

Mars. Photo by Kevin Gill from Los Angeles, CA, United States, August 30 2021, Lizenz: CC BY 4.0.

Ich persönlich finde eine bemannte Mars-Mission mehr als fragwürdig, zumal, wenn man die Mißstände auf der Erde betrachtet. Dann kommen noch die gravierenden gesundheitlichen Probleme für die Astronauten dazu.

Das folgende Video ist von 1962, als es noch keine KI gab und Live-Auftritte noch erfrischend und spontan waren.

Heute abend

Bekam schon wieder den Newsletter des Berliner „Tagesspiegels“, aber ich kann einfach nichts mehr über Politik lesen; es ist alles so unerfreulich.

Joseph Mallord William Turner: „Sunset“ (1830 – 1835); Tate Gallery, London. Public Domain.

Näherte sich Turner in seinem Spätwerk der Grenze zur Abstraktion an, so gab er doch nie ganz den Bezug zum Gegenstand auf.

Und hier noch ein Clip von YouTube über einen damals noch unbekannten Jimi Hendrix.

Zu schön, um wahr zu sein, aber dieses und ähnliche Videos wurden mittels KI erzeugt, auf gut Deutsch gefaked. Ähnliche Kanäle gibt es auchzu Bob Dylan, Bruce Lee und den Beatles. Ich glaube, das sind überall dieselben Leute, die da dahinterstecken.

Heute nachmittag

Das folgende Video ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie die Beatles etwas gegen Ungerechtigkeit unternahmen, hier: die Rassentrennung, die auch 1964 de facto noch in Memphis, TN herrschte, als das Peabody Hotel sich weigerte, Sängerin Diana Washington einchecken zu lassen, weil sie schwarz war.

Das auf dem gefaketen Foto ist anscheinend nicht Diana Washington, sondern Mary Wells. Seht hierzu bitte auch die Kommentare zu diesem Video.

Auf der Seite der Robert Kidd Gallery habe ich die Fotografin Laurie Tennent entdeckt, die Pflanzen fotografiert. Ich selber habe 2019 ebenfalls eine Zeitlang in einem improvisierten Studio Blumen wie diese Calla fotografiert:

„Calla“ (2019). Foto von mir.

Ich habe voriges Jahr den Fehler gemacht, meine sehr gute Sony Alpha 7 zu verkaufen, weil sie mir zu schwer war. Dafür habe ich mir eine leichtere Sony DSC-RX100 gekauft, die zwar rein optisch nicht viel hermacht, die aber deutlich mehr kann als z. B. die Canon AE-1, mit der ich bis 2008 fotografiert habe.

Eine Entwicklung, die ich nicht so gut finde, ist, daß man als Künstler heutzutage nicht mehr viel können muß; man muß sich nur clever verkaufen. So hatten noch Mitte des 19. Jahrhunderts die Maler eine solide Technik, von der die Maler von heute nur träumen können. Heutzutage wird anscheinend mehr Wert darauf gelegt, daß die Maler sich „selbst verwirklichen“ und „originell“ sind. Solide Technik ist anscheinend nicht mehr gefragt. Der Kipppunkt war, so nehme ich es jedenfalls wahr, der Impressionismus. Logisch als Widerstand gegen die akademische Malweise von damals, kam anschließend der Expressionismus, und danach war solide Technik anscheinend immer weniger gefragt. Und dann kam ja noch die abstrakte Malerei, deren Vorreiter neben Kandinsky (erstes abstraktes Aquarell von 1909) der weniger bekannte Adolf Hölzel mit seiner „Komposition in Rot I“ von 1905 war.

Adolf Hölzel: „Komposition in Rot I“ (1905); Öl auf Leinwand. Mit freundlicher Genehmigung der Adolf-Hölzel-Stiftung.

Heute morgen

Habe heute nacht nicht viel geschlafen und bin jetzt – gerade ist es 02:20 Uhr – schon eine Weile auf.

Habe auf YouTube ein Video über ein Konzert der Beatles in den USA (Shea Stadium, 1965) entdeckt, das mich sehr berührt hat.

Mitten in einem Beatles-Konzert im New Yorker Shea-Stadium 1965 bemerkte Paul McCartney auf eimal eine junge Frau, die weinend vor der Bühne stand. Dann – kaum zu glauben – unterbrach Paul das Konzert – immerhin mit 55.600 Besuchern – und sprach mit der jungen Frau, einer Emma Thompson aus New York. Sie weinte, weil ihr neunjähriger Bruder wegen eines Herzfehlers im Krankenhaus war. Er wollte eigentlich auch zu dem Konzert kommen, war aber zu krank dazu. Paul und die übrigen Beatles sangen dann „Help!“ für den Jungen und besuchten ihn auch im Krankenhaus.

Mehr solcher Geschichten siehe hier.

Und hier noch das Original von John Coltrane.

Das hat mich schon erstaunt. Ich habe ehrlich gesagt nicht geglaubt, daß die Beatles „Giant Steps“ spielen könnten.

Themenwechsel. Habe gerade einen Thread gefunden, der „Warum sind deutsche Serien meistens so schauspielerisch schlecht?“ betitelt ist. Ich habe zwar keinen Fernseher, aber wenn ich mal in eine Serie in der ARD-Mediakthek hineinschaue, fällt mir als erstes das unechte Gespiele auf.

Zitat:

„Viele deutsche Produktionen setzen halt noch stark auf diese unauthentische Bühnensprache.“—reddit

War vorhin in der Stadt, u. a,. beim Trölsch, etwas frühstücken. Leider war da eine relativ laute Geräuschkulisse. Auch war Frau Sch., die mich bedient hat, wie üblich sehr unfreundlich.

Ein Video über die Beatles und Dean Martin.

Und das Lied, das Paul McCartney anonym für Dean Martin geschrieben hat.