Mußte gestern feststellen, daß mir das Bloggen über die politische Situation nicht gut tut. Werde jetzt fürs erste davon Abstand nehmen. Ich konzentriere mich jetzt darauf, daß es mir besser geht. Suche nach der Adula-Klinik jetzt einen guten Therapeuten, der mir in Bezug auf meine psychosomatischen Verspannungen hilft. Das ist aber, wie ich feststellen muß, sehr schwierig. Man muß u. U. ein halbes Jahr und länger suchen. Was sehr hilfreich wäre, ist, wenn die Therapeuten ihre freien Plätze irgendwo melden müßten. So muß ich ewig herumtelefonieren.
Es heißt richtig „Boogie Funk“. Diese Live-Aufnahme stammt vermutlich aus den Siebzigerjahren. Freddie King starb am 28. Dezember 1976 an einem Herzinfarkt.
Nochmal kurz zu „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“. Dieses Buch war damals, als es erschienen ist, ein Kultbuch, nachdem es, soweit ich weiß, im Vorfeld von über 100 Verlagen abgelehnt wurde. Ich möchte dieses Buch jedenfalls all‘ denen empfehlen, die sich Gedanken über Qualität machen.
Bin heute wieder relativ früh wach – es ist gerade 02:33 Uhr – und trinke meinen ersten entkoffeinierten Milchkaffee. Ob ich nochmal einschlafen kann, weiß ich nicht.
Ich verachte unsere derzeitige Politiker-Klasse, weil sie in erster Linie nicht an die Allgemeinheit, sondern nur an die eigenen Karrieren denkt.
Höre „Warm Valley“ (1940) von Orchester Duke Ellington, gefolgt von „Conga Brava“ (1940) vom selben Orchester.
Duke Ellington 1954. Fotograf unbekannt.
Mache mir Gedanken über den Gitarristen Django Reinhardt, meiner Meinung nach dem Gitarristen überhaupt. Wenn man sich die Sachen anhört, die er aufgenommen hat, muß man bedenken, daß er an der linken Hand lediglich drei gesunde Finger hatte.
Hier ein Beispiel, eine Aufnahme von 1947:
Django Reinhardt spielt hier eine elektrisch verstärkte Archtop. Ab 1947 nahm er praktisch nur noch elektrisch verstärkt auf – eine Tatsache, mit der Puristen so ihre Probleme haben.
Habe wegen der Ausländer-Thematik mit jemandem hier, wo ich wohne, ein sehr gutes Gespräch gehabt. Er hat gemeint, ja, wir würden uns mit der Zeit immer mehr mit Ausländern/Migranten besonders aus arabischen Ländern vermischen, das wäre unausweichlich. Ich sollte eben versuchen, mir das Deutsche zu bewahren. Der Betreffende hat auch gemeint, er würde mich nicht für ausländerfeindlich halten. Ich sehe das auch so. Was ich traurig finde, ist, daß unsere Politiker versuchen, diese Tatsache zu leugnen, obwohl das eigentlich fast nicht mehr geht. Bin, was Politik angeht, sowieso sehr desillusioniert. Da wird mir einfach zuviel gelogen und geheuchelt.
Was z. B. die ganzen Frauen mit Hijab angeht, frage ich mich, warum die sich nicht an deutsche Verhältnisse anpassen. Wir sind hier eben nicht in Saudi-Arabien oder in Syrien oder Afghanistan. Hier sind Haare eben nur Haare.
War beim Trölsch frühstücken. Das habe ich mir heute ausnahmsweise geleistet. Dafür muß ich eben ab jetzt sparen.
Mein Frühstück heute morgen: Lachs, Senf, Rührei, Butter, Brot, Cappuccino. Foto von mir.
War heute morgen im dm-Markt, etwas einkaufen. Wollte auch Mach-3-Klingen von Gilette kaufen, aber da kosten mittlerweile fünf Stück sage und schreibe € 17,95. Ich kenne noch Zeiten, wo sie nur € 11,95 gekostet haben. Frage mich, wo das ganze Geld hingeht und ob diese unverschämte Erhöhung wirklich sein muß. Habe dazu erst bei Procter & Gamble angerufen, wo mir der Herr am Telefon gesagt hat, er könne mir da keine Auskunft geben, ich solle mich an den Händler – also an den dm-Markt – wenden. Und der dm-Markt hat gemeint, ja, die Preise kämen vom Hersteller. So kann man’s auch machen.
War heute nachmittag in der Stadt, einkaufen und einen entkoffeinierten Cappuccino trinken. An der Bushaltestelle sind mir ein paar Farbige aufgefallen, die z. T. laut telefoniert haben. Meiner Wahrnehmung nach werden das immer mehr, aber wehe, man sagt was, dann ist man gleich ein „Ausländerfeind“.
Habe wegen der Ausländer-Thematik mit jemandem hier, wo ich wohne, ein sehr gutes Gespräch gehabt. Er hat gemeint, ja, wir würden uns mit der Zeit immer mehr mit Ausländern/Migranten besonders aus arabischen Ländern vermischen, das wäre unausweichlich. Ich sollte eben versuchen, mir das Deutsche zu bewahren. Der Betreffende hat auch gemeint, er würde mich nicht für ausländerfeindlich halten. Ich sehe das auch so. Was ich traurig finde, ist, daß unsere Politiker versuchen, diese Tatsache zu leugnen, obwohl das eigentlich fast nicht mehr geht. Bin, was Politik angeht, sowieso sehr desillusioniert. Da wird mir einfach zuviel gelogen und geheuchelt.
Vorgestern habe ich kurz den verstorbenen amerikanischen Schriftsteller Robert M. Pirsig erwähnt, dessen „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“ ich – das war 1978 – regelrecht verschlungen habe. Das Buch ist in zwei Ebenen aufgebaut. Auf der ersten Ebene unternimmt der Ich-Erzähler mit seinem Sohn Chris und einem befreundeten Ehepaar eine Motorrad-Tour quer duch die Vereinigten Staaten. Die zweite Ebene handelt von einem Philosophie-Studenten, der Phaidros genannt wird. Dieser Phaidros beschäftigt sich intensiv mit dem Begriff „Qualität“, was am Ende dazu führt, daß er psychotisch wird und einer Elektroschock-Therapie unterworfen wird. Ich kann dieses Buch trotzdem wärmstens empfehlen.
Nach der Vesperkirche habe ich heute ca. eine Viertelstunde am Busbahnhof warten müssen. Um mich herum fast nur Ausländer. Frage mich, wie das denn weitergehen soll. Sind wir jetzt so weit, daß man sich als Deutscher gar nicht mehr zu diesem Thema äußern darf?
Höre „Warm Valley“ (1940) vom Orchester Duke Ellington, gefolgt von „Conga Brava“ (ebenfalls 1940) vom selben Orchester.
Habe wegen untenstehendem Gemälde bei einer Restauratorin nachgefragt. Das hätte ich eigentlich gleich machen sollen, weil sie sich da viel besser auskennt als ich. Ich möchte das Gemälde in die USA verschicken und verhindern, daß es auf dem Transportweg Schaden nimmt. Besonders die Oberfläche ist sehr sensibel.
Ein Gemälde von mir. „Ohne Titel“; ca. 1995/96; Acryl auf Packpapier; auf Nessel aufgezogen und gerahmt.
Dieses Gemälde ist zwar teilweise von Ad Reinhardt beeinflußt, aber eben nur teilweise. Zu der Zeit, als ich solche schwarzen Bilder gemalt habe, habe ich spätabends im Dunkeln Spaziergänge gemacht und mich mit den Farbeffekten – jedenfalls das, was um diese fortgeschrittene Uhrzeit noch zu sehen war – in der Dunkelheit beschäftigt. Damals bin ich auch zu der Erkenntnis gekommen, daß Farbe nichts Konstantes ist, sondern daß sie vom einfallenden Licht abhängt. Ich habe damals – 1995 und 1996 – auch ein Tagebuch geführt, wo ich solche Gedanken zu Papier gebracht habe.
Ein Auszug aus meinem Tagebuch.
So lautet die Anwort auf die Frage, welche Farbe die Blätter eines Baumes bei Dunkelheit haben, üblicherweise „natürlich grün, man sieht das eben nur nicht“. Das ist aber der Irrtum. Ich bin durch fortgesetzte Überlegung zu dem Schluß gekommen, daß das, was wir Farbe nennen, eine Funktion des einfallenden Lichts ist. So müßte man korrekterweise antworten: „Bei Dunkelheit sind die Blätter eines Baumes schwarz.“ Ein Grenzfall sind dabei allerdings Dinge, die auch bei Tageslicht schwarz sind. Ein anderer Grenzfall ist ein fensterloser Raum ohne jede Lichtquelle. Gegenstände in diesem Raum haben, wenn man meine obige Definition anwendet, logischerweise entweder a) überhaupt keine Farbe oder sind b) absolut schwarz. Ich tendiere aber eher zu a), weil ja in diesem Fall kein einfallendes Licht vorhanden ist. Genauso könnte man fragen, was die ICs in einem Computer bei ausgeschaltetem Strom für einen Spannungspegel haben (high oder low). Robert M. Pirsig meint dazu: überhaupt keinen, sondern einen sog. Mu-Zustand.
Bin gerade am Frühstücken, auch wenn es noch relativ früh – es ist jetzt 02:25 Uhr – ist.
„The Lamplighter’s Serenade“ wurde 1942 vom Orchester Glenn Miller eingespielt.
Bin nochmal eingeschlafen. Mittlerweile ist es 06:53 Uhr.
Frage mich ab und zu, wie es kommt, daß sich für alle Berufe Leute finden. Ok, wir haben den sog. Fachkräftemangel, aber abgesehen davon finden sich für praktisch alle Berufe Interessenten. Es wäre mal interessant, zu wissen, wie diese Verteilung funktioniert.
War beim Trölsch, einen Cappuccino trinken. Wieder die übliche Musikberieselung, eben ein Gedudel ohne Höhen und Tiefen.
Heute ist der letzte Tag der Vesperkirche. Werde heute mittag nochmal hingehen. Dort hat es hauptsächlich ältere Leute. Eine Unterhaltung war bisher praktisch nicht möglich.
Als ich gerade nach der Post geschaut habe, war da ein Flyer eines CDU-Kandidaten. Der Flyer ist auf Heimatverbundenheit getrimmt. Von „gesundem Menschenverstand“ ist da die Rede. Sogar der christliche Glaube wird bemüht. Schade ums Geld.
Bin wieder so früh aufgewacht; es ist gerade erst 01:46 Uhr. Denke über das Close-Harmony-Singen nach. Beispiele sind etwa die Modernaires, die Crew Chiefs, die Four Freshmen oder die Pied Pipers.
Hier noch ein gutes Video, in dem die verschiedenen Gesangsharmonien der Beatles erklärt werden.
Ich bin – auch wenn ich da so ziemlich allein dastehe – gegen eine Einführung der KI. Imho sollten wir nicht immer nur das Heil im technischen Fortschritt suchen, sondern uns mehr auf Fortschritte im zwischenmenschlichen Bereich konzentrieren, da dort einfach vieles im Argen liegt. Im Newsletter der Russischen Föderation ist u. a. die Rede davon, daß es mit Europa abwärts geht. Das ist auch mein Eindruck – zumindest, was Deutschland angeht. Eine inkompetente Regierung folgt auf die nächste, und die Bürger haben im Grunde genommen keine richtige Wahl mehr, weil alle großen Parteien ähnliche Ziele verfolgen, die darüber hinaus auch nicht mit dem Willen der Mehrheit übereinstimmen. Die Kleinen, sozial Schwachen werden hart angefaßt, während die Reichen und Superreichen geschont werden. Und: Eine Mitschuld trifft auch unsere Medien, die die Tatsachen nicht in der gewünschten Klarheit ansprechen.
Was nun Rußland und die Ukraine angeht, bin ich dafür, nicht nur immer auf die aktuelle Situation zu schauen, sondern die Gesamtentwicklung seit 2014 zu betrachten, ggf. auch die Entwicklung seit 1989. Immer wieder wurden vitale Sicherheitsinteressen Rußlands ignoriert, und das kann auf Dauer ja nicht ohne Konsequenzen bleiben. Ich wehre mich auch dagegen, den Westen als „die Guten“ darzustellen – eine Einschätzung, die gerade in Bezug auf die USA verkehrter nicht sein könnte, denn die USA haben sich im Verlauf ihrer Geschichte weiß Gott nicht mit Ruhm bekleckert.
Und hier noch – gerade entdeckt – die Website des Außenministeriums der Russischen Föderation (auf Deutsch).
Bei Heise lese ich „Mond mit einst starkem Magnetfeld? Rätsel aus Apollo-Programm gelöst“, und soweit ich weiß, gibt es Pläne, auf dem Mond einen Atomreaktor zu installieren, um zukünftige Mondbasen mit Strom zu versorgen. Mein Kommentar: Diese Milliarden wären auf der Erde besser investiert, aber da fehlt es eben an der nötigen Disziplin.
Habe leider den Eindruck, daß es mit unserer Gesellschaft langsam, aber sicher bergab geht, und das liegt nicht nur an den inkompetenten Politikern, die in erster Linie an sich selber denken. Und: Auch die diversen Email-Adressen von Ministerien oder der Bundesregierung sind offenbar nur zur Dekoration da, weil ich da praktisch nie eine Antwort bekomme. Die wollen anscheinend nur hören, wie supertoll sie sind.
Und à propos Klima: Während jedes Jahr die COP-Klimakonferenz abgehalten wird, steigen die Temperaturen weiter, weil die beteiligten Länder sich einfach nicht auf ein gemeinsames Ziel einigen können (und das dann auch durchziehen). Das 1,5°-Ziel ist längst überschritten. Mein Vorschlag: Die COP mal für ein paar Jahre aussetzen und das Geld woanders investieren. Wann machen die beteiligten Länder – allen voran die USA, China und Rußland – endlich mal Nägel mit Köpfen? So, wie es derzeit läuft, ist das ja ein einziges Trauerspiel.
Das hier ist eine Trump-freie Zone. Ich will so jemandem einfach nicht eine Plattform bieten. Und: Die Leute, die ihn gewählt haben, sind wirklich selber schuld.
Als ich heute vormittag im Rewe war, mußte ich mir notgedrungen die Pop-Berieselung dort anhören. Bin immer wieder fassungslos, was da heutzutage als Musik angeboten wird: ein Gedudel ohne Höhen und Tiefen, ohne jede erkennbare Melodie. Und immer wieder dieses aggressive „Rewe-Bonus!“. An der Kasse: „Haben Sie Rewe-Bonus?“, wirklich fast jedesmal. Frage mich, weshalb Rewe das Geld, das für diese Aktion draufgeht, nicht verwendet, um Artikel für alle etwas billiger zu machen.
Das Thema zu der Serie „The Name Of The Game“ wurde von Dave Grusin komponiert und von Ralph Ferraro arrangiert. Die Sechziger- und Siebzigerjahre waren überhaupt die Zeit der großen TV-Themen.
Diese Version von „My Favorite Things“ wurde 1961 live in Hamburg aufgenommen. Besetzung: John Coltrane [ss], Eric Dolphy [flute], McCoy Tyner [p], Jimmy Garrison [b] und Elvin Jones [dr]. Normalerweise ist der Klang des Sopransaxophons eher süßlich – etwas, das ich gar nicht mag. Nicht so bei John Coltrane. Wie er es spielt, klingt es so ähnlich wie eine arabische Zukra.
„Blue Serge“ ist eine Komposition von Mercer Ellington und wurde 1941 aufgenommen.
„I Didn’t Know What Time It Was“ und „Conception“ wurden vermutlich 1949 von dem originalen George Shearing Quintet aufgenommen. Besetzung: George Shearing [p, acc], Chuck Wayne [g], Marjorie Hyams [vibr, p], John Levy [b] und Denzil Best [dr].
Habe unerwartet von der Stadt Ludwigsburg auf meine Email doch eine Antwort bekommen. In der wurde u. a. auf eine Initiative hingewiesen, gerade die Myliusstraßer aufzuwerten. Da ist wohl auch der Integrationsrat beteiligt. Habe in meiner Antwort darauf hingewiesen, daß Kritik nicht gleich Respektlosigkeit ist. Was ich begrüßen würde, wäre z. B. eine Podiumsdiskussion, in der auch sogenannte Tabuthemen wie Überfremdung ihren Platz haben. Ich für mein Teil möchte einfach nicht in einem Land leben , in dem das, was einmal deutsch war, immer mehr verschwindet.
„Round About Midnight“ ist eine Komposition von Thelonious Monk, hier in einem Arrangement für Gitarre von Baden Powell.
Diese Version von „Poinciana“ stammt vermutlich aus dem Jahr 1944 und wurde von Glenn Millers Army Air Force Band aufgenommen. Arrangement: Sgt. Jerry Gray. Gesang: Sgt. Johnny Desmond und die Crew Chiefs.
Habe einen Nachbarn, der auf einmal meint, er wäre eine Frau. Dabei hat er absolut nichts Weibliches an sich. Und in der Klinik, wo ich war, war auch so jemand, aber ein Rock und lange Haare machen eben noch keine Frau. Also, es tut mir wirklich leid, aber so langsam wird es in unserer Gesellschaft immer krasser, neurotischer.
Bleibt noch die Musik.
„Conga Brava“ wurde, soweit ich weiß, von Juan Tizol [valve-tb] komponiert, demselben Komponisten, von dem auch „Caravan“ stammt. Aufgenommen wurde dieses Stück am 15.03.1940.
Es ist jetzt 03:50 Uhr, und ich bin wohl endgültig wach. Höre die Vögel zwitschern und habe mir eine Tasse decaf gemacht.
Frage mich gerade, wie denn die ganzen Sprachen zustande gekommen sind. Empfinde das als ein schieres Wunder. Bin auch der Meinung, daß die Evolutionstheorie fehlerhaft ist. Unsere Welt ist so dermaßen komplex, das hat imho niemals durch Zufall entstehen können. Diese Sichtweise wird übrigens von dem amerikanischen Biologen Michael J. Behe („Darwin’s Black Box“) geteilt, Stichwort „intelligent design“.
Inzwischen ist es 06:48 Uhr, und in 12 Minuten kann ich frühstücken.
Diese rare Version von Billy Strayhorns „Chelsea Bridge“ wurde vom Orchester Duke Ellington 1941 in Hollywood aufgenommen. Das ist eine sog. Transkription, also eine Aufnahme, die exklusiv fürs Radio aufgenommen wurde. Das Tenorsaxophon-Solo wurde von Ben Webster gespielt.