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Heute morgen

Nochmal kurz zu „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“. Dieses Buch war damals, als es erschienen ist, ein Kultbuch, nachdem es, soweit ich weiß, im Vorfeld von über 100 Verlagen abgelehnt wurde. Ich möchte dieses Buch jedenfalls all‘ denen empfehlen, die sich Gedanken über Qualität machen.

Bin heute wieder relativ früh wach – es ist gerade 02:33 Uhr – und trinke meinen ersten entkoffeinierten Milchkaffee. Ob ich nochmal einschlafen kann, weiß ich nicht.

Ich verachte unsere derzeitige Politiker-Klasse, weil sie in erster Linie nicht an die Allgemeinheit, sondern nur an die eigenen Karrieren denkt.

Höre „Warm Valley“ (1940) von Orchester Duke Ellington, gefolgt von „Conga Brava“ (1940) vom selben Orchester.

Duke Ellington 1954. Fotograf unbekannt.

Mache mir Gedanken über den Gitarristen Django Reinhardt, meiner Meinung nach dem Gitarristen überhaupt. Wenn man sich die Sachen anhört, die er aufgenommen hat, muß man bedenken, daß er an der linken Hand lediglich drei gesunde Finger hatte.

Hier ein Beispiel, eine Aufnahme von 1947:

Django Reinhardt spielt hier eine elektrisch verstärkte Archtop. Ab 1947 nahm er praktisch nur noch elektrisch verstärkt auf – eine Tatsache, mit der Puristen so ihre Probleme haben.

Habe wegen der Ausländer-Thematik mit jemandem hier, wo ich wohne, ein sehr gutes Gespräch gehabt. Er hat gemeint, ja, wir würden uns mit der Zeit immer mehr mit Ausländern/Migranten besonders aus arabischen Ländern vermischen, das wäre unausweichlich. Ich sollte eben versuchen, mir das Deutsche zu bewahren. Der Betreffende hat auch gemeint, er würde mich nicht für ausländerfeindlich halten. Ich sehe das auch so. Was ich traurig finde, ist, daß unsere Politiker versuchen, diese Tatsache zu leugnen, obwohl das eigentlich fast nicht mehr geht. Bin, was Politik angeht, sowieso sehr desillusioniert. Da wird mir einfach zuviel gelogen und geheuchelt.

Was z. B. die ganzen Frauen mit Hijab angeht, frage ich mich, warum die sich nicht an deutsche Verhältnisse anpassen. Wir sind hier eben nicht in Saudi-Arabien oder in Syrien oder Afghanistan. Hier sind Haare eben nur Haare.

War beim Trölsch frühstücken. Das habe ich mir heute ausnahmsweise geleistet. Dafür muß ich eben ab jetzt sparen.

Mein Frühstück heute morgen: Lachs, Senf, Rührei, Butter, Brot, Cappuccino. Foto von mir.

War heute morgen im dm-Markt, etwas einkaufen. Wollte auch Mach-3-Klingen von Gilette kaufen, aber da kosten mittlerweile fünf Stück sage und schreibe € 17,95. Ich kenne noch Zeiten, wo sie nur € 11,95 gekostet haben. Frage mich, wo das ganze Geld hingeht und ob diese unverschämte Erhöhung wirklich sein muß. Habe dazu erst bei Procter & Gamble angerufen, wo mir der Herr am Telefon gesagt hat, er könne mir da keine Auskunft geben, ich solle mich an den Händler – also an den dm-Markt – wenden. Und der dm-Markt hat gemeint, ja, die Preise kämen vom Hersteller. So kann man’s auch machen.

Heute abend

War heute nachmittag in der Stadt, einkaufen und einen entkoffeinierten Cappuccino trinken. An der Bushaltestelle sind mir ein paar Farbige aufgefallen, die z. T. laut telefoniert haben. Meiner Wahrnehmung nach werden das immer mehr, aber wehe, man sagt was, dann ist man gleich ein „Ausländerfeind“.

Habe wegen der Ausländer-Thematik mit jemandem hier, wo ich wohne, ein sehr gutes Gespräch gehabt. Er hat gemeint, ja, wir würden uns mit der Zeit immer mehr mit Ausländern/Migranten besonders aus arabischen Ländern vermischen, das wäre unausweichlich. Ich sollte eben versuchen, mir das Deutsche zu bewahren. Der Betreffende hat auch gemeint, er würde mich nicht für ausländerfeindlich halten. Ich sehe das auch so. Was ich traurig finde, ist, daß unsere Politiker versuchen, diese Tatsache zu leugnen, obwohl das eigentlich fast nicht mehr geht. Bin, was Politik angeht, sowieso sehr desillusioniert. Da wird mir einfach zuviel gelogen und geheuchelt.

Vorgestern habe ich kurz den verstorbenen amerikanischen Schriftsteller Robert M. Pirsig erwähnt, dessen „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“ ich – das war 1978 – regelrecht verschlungen habe. Das Buch ist in zwei Ebenen aufgebaut. Auf der ersten Ebene unternimmt der Ich-Erzähler mit seinem Sohn Chris und einem befreundeten Ehepaar eine Motorrad-Tour quer duch die Vereinigten Staaten. Die zweite Ebene handelt von einem Philosophie-Studenten, der Phaidros genannt wird. Dieser Phaidros beschäftigt sich intensiv mit dem Begriff „Qualität“, was am Ende dazu führt, daß er psychotisch wird und einer Elektroschock-Therapie unterworfen wird. Ich kann dieses Buch trotzdem wärmstens empfehlen.

Heute nachmittag

Nach der Vesperkirche habe ich heute ca. eine Viertelstunde am Busbahnhof warten müssen. Um mich herum fast nur Ausländer. Frage mich, wie das denn weitergehen soll. Sind wir jetzt so weit, daß man sich als Deutscher gar nicht mehr zu diesem Thema äußern darf?

Höre „Warm Valley“ (1940) vom Orchester Duke Ellington, gefolgt von „Conga Brava“ (ebenfalls 1940) vom selben Orchester.

Habe wegen untenstehendem Gemälde bei einer Restauratorin nachgefragt. Das hätte ich eigentlich gleich machen sollen, weil sie sich da viel besser auskennt als ich. Ich möchte das Gemälde in die USA verschicken und verhindern, daß es auf dem Transportweg Schaden nimmt. Besonders die Oberfläche ist sehr sensibel.

Ein Gemälde von mir. „Ohne Titel“; ca. 1995/96; Acryl auf Packpapier; auf Nessel aufgezogen und gerahmt.

Dieses Gemälde ist zwar teilweise von Ad Reinhardt beeinflußt, aber eben nur teilweise. Zu der Zeit, als ich solche schwarzen Bilder gemalt habe, habe ich spätabends im Dunkeln Spaziergänge gemacht und mich mit den Farbeffekten – jedenfalls das, was um diese fortgeschrittene Uhrzeit noch zu sehen war – in der Dunkelheit beschäftigt. Damals bin ich auch zu der Erkenntnis gekommen, daß Farbe nichts Konstantes ist, sondern daß sie vom einfallenden Licht abhängt. Ich habe damals – 1995 und 1996 – auch ein Tagebuch geführt, wo ich solche Gedanken zu Papier gebracht habe.

Ein Auszug aus meinem Tagebuch.

So lautet die Anwort auf die Frage, welche Farbe die Blätter eines Baumes bei Dunkelheit haben, üblicherweise „natürlich grün, man sieht das eben nur nicht“. Das ist aber der Irrtum. Ich bin durch fortgesetzte Überlegung zu dem Schluß gekommen, daß das, was wir Farbe nennen, eine Funktion des einfallenden Lichts ist. So müßte man korrekterweise antworten: „Bei Dunkelheit sind die Blätter eines Baumes schwarz.“ Ein Grenzfall sind dabei allerdings Dinge, die auch bei Tageslicht schwarz sind. Ein anderer Grenzfall ist ein fensterloser Raum ohne jede Lichtquelle. Gegenstände in diesem Raum haben, wenn man meine obige Definition anwendet, logischerweise entweder a) überhaupt keine Farbe oder sind b) absolut schwarz. Ich tendiere aber eher zu a), weil ja in diesem Fall kein einfallendes Licht vorhanden ist. Genauso könnte man fragen, was die ICs in einem Computer bei ausgeschaltetem Strom für einen Spannungspegel haben (high oder low). Robert M. Pirsig meint dazu: überhaupt keinen, sondern einen sog. Mu-Zustand.

Heute morgen

Schaufenster im „Breuninger“ Stuttgart (1993). Foto von mir. Kamera: Canon AE-1; Film: Fujichrome Sensia 200.

Frage mich gerade, was an der CDU denn christlich ist.

Richard David Precht. Foto: © Amanda Berens / Verlagsgruppe Random House. Lizenz:  CC BY-SA 4.0.

Habe auf YouTube kurz in ein paar Videos hineingeschaut, u. a. ein Video mit Richard David Precht, dem zufolge die EU € 800 Milliarden (!) für Rüstung ausgeben will. Und da heißt es doch wirklich, es „sei kein Geld da“. Für wie dumm halten uns die Politiker denn? frage ich mich. Und wenn die Regierung z. B. Banken retten will, sind die Milliarden doch auch da. Mein Fazit: Wir werden nach Strich und Faden veräppelt.

Im heutigen Newsletter des BSW lese ich:

„Es ist nicht unser Sozialstaat, den wir uns nicht mehr leisten können, sondern es ist diese Regierung, die unseren Wohlstand verspielt und die Interessen der eigenen Bürger mit Füßen tritt!“—BSW

Komme, wenn ich so darüber nachdenke, zu dem Schluß, daß unsere Bundesregierung glaubt, daß die Mehrheit der Bürger nicht intelligent genug ist, um zu durchschauen, was die Regierung vorhat, lies: die Regierung rechnet eben mit der Dummheit der Bürger.

Finde unsere Welt unglaublich komplex.

Heute morgen

Auf eine Email an die amerikanische „Vogue“ bekam ich nur einen automatisierten Standardtext, ich solle meine Anfrage an die Photo Vogue richten. Ich habe da zwar ein Profil, aber die von mir hochgeladenen Fotos wurden aus irgendeinem Grund nicht akzeptiert. Hinzu kommt, daß ich nicht, wie angegeben, 2.500 Zeichen Profiltext hochladen kann, sondern nur ungefähr die Hälfte (genau 1.244 Zeichen).

Mir fällt unwillkürlich der Spruch von Hermann Hesse ein: „Der Mensch ist des Denkens nicht in hohem Maße fähig“.

Und: Was soll man denn von der Photo Vogue denken, wenn dies das Bild des Tages ist?

Es ist inzwischen 02:34 Uhr. Die Vögel singen aber noch nicht.

Ein digitales Gemälde. Habe damit 2012 experimentiert.

„Ohne Titel“ (2012). Grafik: Gimp und Inkscape. Eigenes Werk.
Ich finde, dieses Werk ist eigenständig, die Elemente sind schön ausbalanciert, das Farbschema ist sympathisch.
Punkt 04:42 Uhr fangen die Vögel an zu zwitschern.
Ich habe ein Gemälde, was nicht so toll war, modifiziert. Jetzt sieht es schon besser aus.

„Ohne Titel“ (2021/2025; 30 x 40 cm). Eigenes Werk.

Wie ich gerade feststelle, läßt sich die untere Querleiste meiner Staffelei, auf  der das Bild steht, nicht mehr nach oben verschieben. Sie sackt dann wieder nach unten. Vielleicht kann ein Bekannter mir helfen, der handwerklich begabt ist. Sonst muß ich mir eben eine neue Staffelei kaufen.
Artina-Staffelei© Copyright 2025 by OBI.
War gerade in der Stadt, beim Rewe, beim Yorma’s und in der Back-Factory. Im Rewe an der Kasse hinter mir ein Mann, der die ganze Zeit vor sich hingesungen hat. Das hat mich total genervt.
Habe mich gestern nach einigem Zögern bei Flickr registriert, das aber gleich wieder rückgängig gemacht, weil ich gelesen habe, daß da Werbung geschaltet wird. Ich war mal vor Jahren eine Zeitlang auf Flickr und habe mich da ganz wohl gefühlt, bis die die Website und das Interface umgestaltet haben. Da habe ich meinen Account gelöscht.
Bin sowohl von Vogue.de als auch von Vogue.com sehr enttäuscht. Vor ca. zehn Jahren habe ich mich schon einmal an Vogue.com (USA) gewandt und eine freundliche Antwort von einer Dinah Dimalanta erhalten, die damals bei der Vogue gearbeitet hat. Diesmal aber nur solche vorgefertigten Standard-Antworten. Und auch die professionellen Fotos in der Vogue sind – von Ausnahmen wie Sheila Metzner und Ellen von Unwerth einmal abgesehen – so toll auch wieder nicht. Mir scheint, daß die Glanzzeit der Vogue bis Ende der Fünfzigerjahre war, als noch Fotografen wie Horst P. Horst oder Richard Avedon für das Magazin gearbeitet haben.

Filip Naudts: „Ellen von Unwerth“ (2003). Lizenz: Wikimedia Commons.

Habe gerade die Sonnabend Gallery in New York entdeckt. Meine Enttäuschung war aber groß, als ich die Fotos von Andrea Robbins und Max Becher angeschaut habe. Das sind nämlich ganz ordinäre Knipsbilder ohne jeden künstlerischen Anspruch. Das bestätigt meinen Eindruck, daß wir uns in einer Phase der künstlerischen Stagnation befinden, wo mittlerweile jede x-beliebige Arbeit als Kunst ausgegeben wird, sozusagen der „Trumpf der Banalität“.
Habe den Scan eines Farbdias von mir entsättigt, da, wie mir scheint, künstlerische Fotos in erster Linie schwarz-weiß sein müssen.
„Ohne Titel“ (2005). Foto und Grafik von mir.
Die Version in Farbe gefällt mir aber eindeutig besser.
„Ohne Titel“ (2005). Foto von mir.
Ich lese gerade einen Artikel über Alberto Giacometti durch, in dem es heißt, Giacometti sei von der Phänomenologie beeinflußt. Ich habe aber trotz mehrmaligem Durchlesen immer noch nicht erfaßt, was man darunter eigentlich versteht und ich frage mich, ob bei Giacometti wirklich so komplizierte Konzepte eine Rolle spielen. 

Heute abend

In dem sehr zu empfehlenden Science-Fiction-Roman „Die Zeit der Katzenpfoten“ (1972; im Original 1969 als „The Age of the Pussyfoot“), der ich glaube im 25. Jahrhundert spielt, haben Künstler unbegrenzte Stipendien. Das wär’s doch. Das Cover dieses Romans kam übrigens von dem englischen Illustrator Eddie Jones, dessen Arbeiten für die Serie „Fischer Orbit“, in der „Die Zeit der Katzenpfoten“ als FO 13 erschien, meine Lieblings-Cover sind. Sie bestechen optisch durch eine große Geschlossenheit, sowohl von den Motiven als auch von den Farben her. Wenn ich Glück habe, kann ich hier das Cover von „Die Zeit der Katzenpfoten“ posten.

Auf der Seite der „New York Times“ gefunden: der Artikel „Robert M. Pirsig, Author of ‘Zen and the Art of Motorcycle Maintenance,’ Dies at 88“ von Paul Vitello. Ich habe mir das Buch auf eine Empfehlung meines damaligen Gitarrenlehrers gekauft und in einem Zug durchgelesen. Das war 1978. Ich hatte damals noch lange Haare und lief in einer Army-Parka rum. Thematischer Mittelpunkt des Buches ist der Qualitätsbegriff. Darüber hinaus unternimmt der Autor Ausflüge in die Philosophie und eben die Wartung seiner Honda.von Motorrädern. Die Rahmenhandlung ist eine Motorradtour, die der Autor mit seinem Sohn Chris und einem befreundeten Ehepaar unternimmt.

Hier noch ein Foto, das ich gerade im WordPress-Ordner meines PCs entdeckt habe. Die Frau, die bei mir putzt, hat nicht glauben wollen, daß das „nur“ eine Schaufensterpuppe ist.

„Schaufensterpuppe“ (2005). Foto von mir. Grafik: Gimp.

Finde dieses Foto sehr poetisch. Das hat sich aber erst bei der Bearbeitung am Computer herauskristallisiert. Das Foto an sich habe ich nicht mit der Absicht gemacht, etwas Poetisches einzufangen.

Noch ein – sehr dunkles – Foto, bei dem der Kontrast zwischen der Dunkelheit und den Lichtern durchaus seinen  Reiz hat

„Dunkles Foto“ (1993). Eigenes Werk.

Und – zum Schluß für heute – ein Foto von mir am Klavier.
    
„Ich am Klavier“ (2001). Foto von mir.

Heute nachmittag


War gerade auf Discord, wo ich zwei Nachrichten für mich gelesen habe, die allerdings noch von vorigem Oktober waren. Möchte jetzt nach der FMX 2025 eben wieder mit Blender bzw. da mit 3D anfangen. Mit Blender kann man ja ganz verschiedene Sache machen: 3D, Tracking, Compositing, Audio-/Video-Editing und noch mehr. Habe mir nun den aktuellen Blender 4.4.3 heruntergeladen und installiert.

Bei Osiander lese ich in dem Text zu „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“:

Dieses Buch bietet eine andere, ernsthaftere Alternative zum materiellen Erfolg an. Das heißt, es ist eigentlich weniger eine Alternative als vielmehr eine Ausweitung der Bedeutung von ›Erfolg‹ auf etwas Größeres als das bloße Bemühen, eine gute Stellung zu finden und sich nichts zuschulden kommen zu lassen. Und auch etwas Größeres als bloße Freiheit. Es setzt ein positives Ziel, auf das man hinarbeiten kann, das einen aber nicht einengt. Das, so scheint mir, ist der Hauptgrund für den Erfolg des Buches. Es traf sich, daß die ganze Kultur genau nach dem auf der Suche war, was dieses Buch anzubieten hat. In diesem Sinne ist es ein Kulturträger.“—Robert M. Pirsig

Bekam von der stellvertretenden Direktorin des Kunstmuseums unerwartet eine Antwort auf meine Email. Sie verteidigte – wie nicht anders zu erwarten – ihre Ausstellungspolitik. Na ja, da kann man nichts machen.

Robert M. Pirsig bzw. das alter ego des Autors lehrt seinen Studenten in „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“, dass sie genau wissen, was Qualität ist. Dies jedoch hat die stellvertretende Direktorin des Kunstmuseums offenbar nicht verstanden.

Also, es tut mir leid, aber manche Künstler haben offenbar eine völlig illusiorische Meinung vom Wert ihrer Arbeiten, aber anscheinend gibt es Leute, die das kaufen. Tja, ich habe eben einen sehr hohen Qualitätsanspruch, auch z. B., was die Sachen im Stuttgarter Kunstmuseum anbetrifft.

Wie ich in einem Text, den ich vor Jahren geschrieben habe, angemerkt habe, scheinen die konventionellen Medien wie Gemälde oder Zeichnungen weitgehend ausgeschöpft zu sein. Ich meine, was kann man da denn noch wirklich Neues machen? Konsequenterweise müßte man sich dann nach Alternative umsehen, und da fallen mir automatisch die digitalen Medien ein. Nur: Welche Künstler von Rang beschäftigen sich schon damit? Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Vielleicht ist es die jahrelange Einarbeitungszeit; vielleicht sehen die betreffenden Künstler die Möglichkeiten der digitalen Medien nicht; vielleicht sind es irgendwelche Berührungsängste – keine Ahnung.

Habe jetzt bei Saatchi Art ein Profil mit einem hochgeladenen Foto.

Wie ich gerade zu meiner Überraschung entdeckt habe, gibt es ein Museum für digitale Kunst in Hamburg: das UBS Digital Art Museum.

Hier ein Bild aus dem Pressetext:

teamLab: „Universe of Water Particles on a Rock where People Gather“ © teamLab

Das ist eine sogenannte immersive Arbeit vom teamLab, einem 2001 in Tokio gegründeten Kollektiv, die den Betrachter umschließt und miteinbezieht.

Gerade habe ich spaßeshalber bei dem Internet-Provider One.com nach meiner Domain https://claus-cyrny.net/ gesucht, die ein Domain-Grabber aus Asien aufgekauft hatte, aber ganz überraschend ist diese Domain doch wieder verfügbar.

Heute mittag

War in der Bibliothek, Nachschub holen: „Die Brandmauer“ und „Wallanders erster Fall“, beide von Henning Mankell. Habe den Eindruck, daß die “ Wallander“-Krimis mit der Zeit immer besser werden. Die frühen Krimis von Henning Mankell sind zwar auch gut geschrieben, aber die späteren Romane sind deutlich spannender. Da mir der 413er-Bus rausgefahren ist, war ich kurz in der Back-Factory, einen latte macchiato trinken. Zwei Afrikaner, einer davon lungert immer am Bahnhof rum.

Eine Sache, die mich ab und an beschäftigt, ist die, daß unsere Zivilisation von beängstigender Komplexität ist. Man bedenke, daß alles, was uns umgibt, menschengemacht ist. Ich weiß nicht, ob das jemand versteht, aber wären da nicht Menschen, die deutlich über das Mittelmaß hinausragen – wir würden immer noch in Höhlen leben.

Höre „San Salvador-Bahia“, eine Live-Aufnahme von Elis Regina und Jair Rodriguez.

Es hat inzwischen angefangen zu regnen. Habe U. ein Stück begleitet. Sie muß zur Fußpflege, und da ist eine Straße, die sie als gefährlich empfindet. Habe angefangen, „Die Brandmauer“ zu lesen. Zwei Tote: ein Computerspezialist und ein Taxifahrer. Kommissar Wallander muß die Hintergründe herausfinden.