Habe heute einen Newsletter von ver.di bekommen, der mich aufgerüttelt hat. Am 28.02. soll auf dem Stuttgarter Schloßplatz eine Demo stattfinden. Vielleicht gehe ich auch hin.
U. a. sollen wir den Zahnarzt in Zukunft selber bezahlen. Spinnen die denn? Seht hierzu auch einen Artikel bei Focus. Dieser Vorschlag kommt vom Wirtschaftsrat der CDU. Habe dort per Email angefragt und bin gespannt auf die Antwort.
Im aktuellen Newsletter des BSW lese ich gerade, daß es Pläne gibt, den Zahnarztbesuch zu privatisieren. Das kommt anscheinend von der CDU. Und was machen die Leute, die sich das nicht leisten können? Ein Schwachsinn nach dem anderen. Bin ja froh, daß ich sieben Wochen weg war und mit Politik nichts mehr zu tun hatte. Dazu fällt mir nur das Hermann-Hesse-Zitat ein: „Der Mensch ist des Denkens nicht in hohem Maße fähig“.
Bin leider schon wieder so früh wach (es ist gerade 02:33 Uhr). Habe bestimmt schon vier oder fünf Äpfel gegessen. Meine Eß-Sponsorin meint, das wäre kein normales Eßverhalten.
Was mir sichtlich zu schaffen macht, wenn ich in der Stadt bin, sind die vielen Ausländer. Meine Betreuer verstehen das nicht. Ich fühle mich eben mehr und mehr überfremdet.
Dann sind da die vielen Wahlplakate mit diesen mehr oder weniger dummen Slogans, die irgendwelche Werbeagenturen erfunden haben.
Generell habe ich den Eindruck, daß sich das gesellschaftliche Klima immer mehr verschlechtert. Die Rücksichtslosigkeit der Handy-Besitzer ist nur ein Beispiel von vielen. Auch die Raucher nehmen keine Rücksicht.
Wollte meinem Nachbarn H. gestern etwas Nettes sagen und habe ihn nur gefragt, ob er spazieren war. Kam zur Antwort: „Spazieren wird man ja wohl noch dürfen.“ My! Meine Nachbarin E. hat vor einer Weile auch mal so reagiert. Auf meine denkbar harmlose Frage, was sie gerade machen würde, kam zur Antwort: „So eine blöde Frage.“ Das war denn auch das letzte Mal, daß ich auf sie zugegangen bin.
Ein Beispiel für das immer Krassere in unserer Gesellschaft. Ich meine, was sollen denn diese weit aufgerissenen Augen?
Als ich – das war 1973 bis 1977 – in Tübingen im Wirtschaftsgymnasium war, war ich ein glühender Jimi-Hendrix-Fan. Heute dagegen läßt er mich ziemlich kalt.
Es ist erst 02:51 Uhr, und ich bin schon wieder wach. Habe mir gerade einen Frischkornbrei gemacht und trinke eine latte. Der Frischkornbrei ist morgens das Highlight. Habe das Rezept in der Adula-Klinik bekommen.
Die Modernaires waren Glenn Millers Gesangsgruppe. Außerdem mit dabei: Marion Hutton [voc] und Tex Beneke [ts, voc]. Dieser Clip wurde vermutlich 1941 aufgenommen.
Es ist jetzt 04:51 Uhr, und ich werde vermutlich nicht mehr einschlafen. Mache mir noch eine latte.
Mittlerweile ist es 05:14 Uhr. Bin froh, wenn die Wahl am 8. März vorbei ist. Die ganze Politik ist mir mittlerweile suspekt. Ich brauche mir nur die ganzen Wahlplakate anzuschauen, da habe ich schon genug.
Auf der Website des Stuttgarter Verkehrsverbundes VVS hat es so ein total überkandideltes Foto.
Seit ich von Oberstdorf zurück bin, fühle ich mich hier, wo ich lebe, nicht mehr wohl. In der Adula-Klinik waren einfach so nette Menschen. Auch das frühe Aufwachen – heute um 02:15 Uhr – tut mir nicht so gut.
Am 8. März ist in BW Landtagswahl. Ich werde aber nicht zur Wahl gehen. Die ganzen Wahlplakate stoßen mir sauer auf. Seit der Klinik habe ich eine ausgesprochene Aversion gegen Politik.
War einkaufen und wollte davor beim Trölsch einen Tee trinken, allein der war so voll, daß ich davon Abstand genommen habe. Auch war die Bedienung Frau S. sehr unfreundlich. Freundlichkeit ist überhaupt sehr dünn gesät. Ich ertappe mich dabei, wie ich langsam richtiggehend aggressiv werde, wenn ich in der Stadt unterwegs bin. Da sind einmal die vielen Ausländer und dann im Bus vier Leute, die telefoniert haben. Dabei überbieten sich die Politiker zur anstehenden Wahl mit irgendwelchen hohlen Slogans, die irgendwelche PR-Agenturen erfunden haben.
Ich denke, man sollte mal eine Freundlichkeitsinitiative starten. Soll diese um sich greifende Unfreundlichkeit denn überhand nehmen?
Bin um 01:55 Uhr knapp eine Stunde wach. Höre „A Girl In Calico“ vom Glenn Miller Orchestra von ca. 1944. Nachdem Glenn Miller bei einem Flug von England nach Paris verschollen war, übernahm Tenorsaxophonist Tex Beneke die Leitung des Glenn Miller Orchestra. Der Close-Harmony-Gesang kam vermutlich von den Crew Chiefs.
Versuche beim Zuhören, mir vorzustellen, wenn so etwas im Supermarkt laufen würde. Das wäre doch etwas ganz anderes als das übliche Gedudel.
Während Glenn Miller 1944/45 noch populär war, kam parallel dazu der Bebop auf. Hier ein Beispiel, die „Yardbird Suite“ von Charlie Parker.
Was mir beim Einkauf beim Bahnhof in Ludwigsburg sauer aufstößt, sind die vielen Ausländer. In Oberstdorf war das ganz anders. Habe das gestern mit meiner Betreuerin geteilt, die mich ganz komisch angeschaut hat. Keine Ahnung, vielleicht hält sie mich für ausländerfeindlich, was man aber erst mal definieren sollte.
Das ist ein denkwürdiges TV-Thema von Dave Grusin [comp] und Ralph Ferraro [arr] von 1968 – 1971.
Und hier das Eingangs-Thema:
Obwohl dieses Thema von Dave Grusin komponiert wurde, sollte man das tolle Arrangement von Ralph Ferraro nicht unterschätzen.
Den Plakaten zufolge ist irgendwann anscheinend wieder Wahl. Mir hängt das aber ehrlich gesagt richtig zum Hals heraus. Werde konsequenterweise auch nicht zur Wahl gehen. Ich verstehe dieses „Ja, man muß seiner politischen Verantwortung nachkommen“ auch nicht. Wo ist denn der Witz bei der Sache, wenn man nicht mehr weiß, wen man wählen soll, weil alle im Prinzip dasselbe machen?
Habe mich sieben Wochen nicht mehr mit Politik beschäftigt, was mir sehr gut getan hat. Nun, da ich wieder zu Hause bin, fallen mir u. a. die vielen Ausländer hier in Ludwigsburg auf. In Oberstdorf war das überhaupt kein Thema.
Noch eine Ansicht der Berge um Oberstdorf (Allgäu):
Um den 10. Januar fielen in Oberstdorf ca. 30 bis 40 cm Schnee, der in den folgenden Tagen jedoch teilweise wieder abtaute.
Ein positiver Effekt des Aufenthalts in der Adula-Klinik ist, daß ich wieder Gitarre spiele. Davor stand die Gitarre bzw. standen beide Gitarren bestimmt ein Jahr unbenutzt in der Ecke. Ich habe ja neben der Suzuki-Konzertgitarre eine E-Gitarre von Harley Benton, eine HB-35.
Will vom 26.06. bis zum 28.06. zum Ehemaligentreff in der Adula-Klinik gehen. Bin mal gespannt, wie das wird. Essen kann ich offenbar in der Klinik. Dann muß ich noch ein günstiges Zimmer finden.
„Die EU hat kein Zensurministerium. Sie braucht auch keines mehr. Die Arbeit übernehmen inzwischen Algorithmen, Compliance-Abteilungen und Gesetze, die sich so harmlos anhören, dass man kaum glauben mag, wie tief sie in die Öffentlichkeit eingreifen. Wer heute eine Website betreibt, die unbequem ist, spürt diese Veränderung nicht sofort. Es gibt keine Hausdurchsuchung, kein Verbot, keinen Gerichtsbeschluss. Stattdessen sinken die Aufrufzahlen.“—Günther Burbach
Noch ein Foto von mir aus der Zeit zwischen Wirtschaftsgymnasium und Studium, also um 1978:
Das bin ich um 1978. Fotograf unbekannt.
Bei der „Frankfurter Rundschau“ ist ein Artikel erschienen, der die wichtigsten deutschen Umweltaktivisten vorstellt. Ich selbst habe aber den Eindruck, daß diese meist jungen Leute nichts Wesentliches zur Bekämpfung des fortschreitenden Klimawandels beitragen. Was soll das auch, wenn man sich z. B. an der Straße festklebt. Man verärgert die Autofahrer und bekommt vielleicht etwas Medienecho – das war’s aber auch schon.
Auch die bekannteste Klimaaktivistin – Greta Thunberg – hat zwar schon vor der UN gesprochen, aber auch hier die Frage, was es denn im Endeffekt gebracht hat. Jedenfalls ist das Schütten von grüner Farbe in den Canal Grande in Venedig nicht dazu geeignet, das Klima zu verbessern.
Komme wieder mal zu dem Schluß, daß über Politik zu schreiben ein Faß ohne Boden ist. Da reiht sich wirklich nur ein Mißstand am anderen. YouTube-Videos zeichnen auch ein Bild von einem Land, in dem es immer problematischer wird. Dann ist da noch die zu Ende gegangene COP30, auch ohne substantielles Ergebnis, und so geht es weiter. Eine inkompetente Regierung reiht sich an der nächsten.
Werde ab kommenden Mittwoch für ca. eineinhalb Monate weg sein und in dieser Zeit nicht bloggen.
Als ich heute mit meiner Sony DSC-RX100 ein Schriftstück aufnehmen wollte, war das Bild auf einmal verschwommen. Habe dann heute abend „Die Bilder sind verschwommen oder unscharf“ beim Sony-Support durchgelesen, und voilà, auf einmal ist das Bild wieder scharf.
wenn Sie noch einen Rest von Selbstachtung hätten, dann müßten Sie eigentlich Neuwahlen ansetzen. Das ist ja so ein Trauerspiel, aber ganz offensichtlich lügen Sie sich nur etwas vor und denken nur an Ihre Karriere. Dank Ihnen spielt Deutschland international praktisch keine Rolle mehr. Wo ist denn Ihre Initiative für einen Frieden in der Ukraine? Sie beliefern die Ukraine nunmehr seit dreieinhalb Jahren mit Waffen, und was hat das gebracht? Wieviele Menschen müssen denn noch sterben? Im Englischen gibt es den Spruch „If nothing changes, nothing changes.“ Mein Gott, wo haben Sie denn Ihren Verstand?
Mit freundlichen Grüßen,
Claus Cyrny“
Das habe ich geschrieben, nachdem ich folgendes Video mit Alice Weidel von der AfD angeschaut habe.
„Wir müssen die Initiative zeigen, diesen schrecklichen Krieg so schnell wie möglich zu beenden.“—Alice Weidel
Entweder bekommen wir Neuwahlen, oder – wann das geschieht, steht aber noch in den Sternen – die Bürger gehen auf die Straße, und zwar nicht nur ein paar hundert, sondern Zehntausende wie 1989 in der damaligen DDR.
Montags-Demo in Leipzig 1990. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0108-033 / Friedrich Gahlbeck. Lizenz: CC BY-SA 4.0.
Wir haben jetzt seit dem 7. Dezember 2021 zwei Regierungen gehabt, die sich an Unfähigkeit überboten haben. Wie lange soll das denn noch weitergehen?
Ich frage mich gerade, wie lange der Wahlprüfungsausschuß des Bundestags noch mauern will, statt die Stimmen der Bundestagswahl 2025 neu auszuzählen. Klar, dann kommt Bewegung in die politische Landschaft1; vielleicht muß Herr Merz dann sogar gehen, und das wollen die nicht. Sie müßten sich aber auch an die Gesetze halten. Ich frage mich, ob es den Straftatbestand der Hinauszögerung gibt.
1 Dann würde evt. das BSW in den Bundestag kommen.