Schlagwort-Archiv: Politik

Heute nachmittag

Spiele auf meiner E-Gitarre „Sweet Chorus“ (1947) von Django Reinhardt.

Meine E-Gitarre, eine HB-35 von Harley Benton. Foto von mir.

Bei der RADIOSZENE habe ich ein Interview mit dem ehemaligen Pop-Shop-Moderator Bernd Mohrhoff gefunden.

Zitat:

„Gerade das Radio hat sich im Laufe der letzten Jahre gravierend verändert. Weg von einem Medium, das der Hörer gezielt einschaltet und dran bleibt, hin zur einer Geräuschkulisse für nebenbei!“—Bernd Mohrhoff

Ja, im Gegensatz zu früher kann man mit einem Klick auf Spotify Millionen Musikstücke für gerade mal € 12,99 anhören. Da schätzt man die Musik gar nicht mehr richtig. Zu meiner Zeit mußte man sich, wenn man ein Stück kaufen wollte, die ganze LP kaufen – das waren vielleicht von DM 9,99 bis DM 17,99. Die Kids von heute kennen das einfach gar nicht mehr.

À propos D-Mark-Preise: Kein Mensch hätte damals (bis 2002) sieben Mark für einen Cappuccino bezahlt. Mit der Einführung des Euro wurden viele Sachen auf einen Schlag doppelt so teuer. Markenschokolade hat bis 2002 noch 99 Pfennige gekostet. Heutzutage kostet dieselbe Schokolade € 2,19 – über das Vierfache! Und wo geht das ganze Geld hin? Tja, das ist eben die Frage. Irgendwer verdient sich da eine goldene Nase, und wir sind die Dummen. Ich wäre ergo dafür, die D-Mark wieder einzuführen, und das mit dem Preisniveau von 2001. Das ist natürlich komplett unrealistisch. Aber wollte die AfD nicht auch die D-Mark wieder einführen? Zumindest ist sie Euro-kritisch.

Habe heute nachmittag mit meiner Nachbarin M. „Stand By Me“ von Ben E. King geübt. Es hat sich aber herausgestellt, daß das PDF, das wir benutzt haben, fehlerhaft ist, weil der C-Dur-Akkord gefehlt hat1. Habe es nun nochmal richtig konvertiert und M. zugemailt.

1 Wir spielen das Stück in G-Dur mit einem Capo am 2. Bund, d. h. also eigentlich in A-Dur.

Heute morgen

Habe der Präsidentin des Bundestags eine Email geschrieben.

„Sehr  geehrte Frau Klöckner,

ich bin Rentner (Altersrente) und beziehe zusätzlich Grundsicherung. Wenn ich etwas dazuverdiene, werden mir ca. 2/3 des Verdienstes abgezogen. Bundestagsabgeordnete jedoch dürfen im Einzelfall (z. B. der ehemalige Abgeordnete Sebastian Brehm) über eine Million dazuverdienen und bekommen trotzdem Diäten. Wie kommt das? Wenn jemand eine Million „dazu“verdient, soll er/sie konsequenterweise doch ganz in die freie Wirtschaft gehen. Was sucht so jemand noch im Bundestag?

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

Bin gespannt, ob da etwas zurückkommt, und wenn ja, was.

In folgendem Artikel geht es um Konflikte in der Musikbranche, wie z. B. dem zwischen John Lennon und Paul McCartney in der Endphase der Beatles. Was nicht erwähnt wird, ist der Konflikt zwischen Paul McCartney und George Harrison. Letzterer empfand sich z. B. als „Session-Mann für Paul“.

Beim „Spiegel“ hat es einen Artikel über Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten.

Zitat:

„So hat etwa der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion Gregor Gysi unter anderem als Rechtsanwalt und Vortragsredner bislang mindestens rund eine halbe Million Euro eingenommen. Der CDU-Agrarpolitiker Hans-Georg von der Marwitz zeigte als Landwirt mindestens 2,2 Millionen Euro an. Und die SPD-Abgeordnete Kirsten Lühmann kommt mit mehreren Posten in Aufsichts- und Beiräten, etwa bei der Deutschen Bahn, auf bisher mehr als 331.000 Euro.“—Sven Becker und Marcel Pauly

Tja, die Abgeordneten schauen schon darauf, daß sie nicht verhungern.

War bis heute in ein paar WhatsApp-Gruppen von Ehemaligen der Adula-Klinik, aber ich bin da abgesehen von einer Ausnahme ausgetreten, weil da nur oberflächliches Zeug gepostet wird.

War heute morgen beim Trölsch frühstücken. Im Hintergrund die übliche Dudelmusik; ich glaube, das war Antenne 1. Als ich noch in die Schule gegangen bin – das war bis 1977 -, habe ich immer den Pop-Shop auf SWF 3 gehört. Die Moderatoren – Chefsprecher war Frank Laufenberg – damals waren noch kritisch und haben Bands, die nicht so toll waren (z. B. Sweet oder Middle of the Road), gnadenlos durch den Kakao gezogen. Heute wäre das undenkbar; die Radiosender spielen unkritisch den letzten Murks.

Weiterführender Link: „Frank Laufenberg: ‚Radio regte früher die Phantasie an – das hat sich inzwischen geändert'“.

Ein Selfie:

Selbstportrait von heute. Foto von mir.

Und ein Foto von 1977:

Auszug aus meinem Studienbuch von 1977.

Heute abend

Habe mich bis jetzt mit einer Bekannten über Politik und die Preisentwicklung unterhalten. Wir sind zu dem Schluß gekommen, daß die Politiker a) total abgehoben sind und b) eh nur das machen, was sie wollen. Ich hoffe, daß die FDP in Rheinland-Pfalz auch nicht in den Landtag kommt. Schon der Slogan ist total blöd: „Die Kraft, die es braucht …“. Ja, und weiter? In Baden-Württemberg war es noch „Zurück auf vorwärts“ – mindestens genauso blöd, weil sperrig und unverständlich. Aber nein, die wissen es ja viel, viel besser.

Meine Prognose: Das alles wird erst anders, wenn mal die AfD die Regierung stellt – vielleicht 2029, vielleicht auch schon früher. Wie gesagt: Anders, nicht notwendigerweise besser.

Friedrich Merz. Pressefoto: Tobias Koch

Wie, nun doch wieder was zu Politik? Tja, das Gespräch heute nachmittag mit meiner Bekannten (s. o.) hat mich wieder animiert, doch etwas zum Thema „Politik“ zu schreiben. Wir hatten es u. a. von Friedrich Merz und seinen Lügen, z. B. der von der Schuldenbremse. Nun meine Frage: Ist Herr Merz überdurchschnittlich intelligent? Ich glaube ehrlich gesagt, eher nicht. Anders kann ich mir seine fortgesetzte Lügerei einfach nicht erklären. Und daß er an das Gesetz vom Karma glaubt, kann ich mir auch nicht vorstellen. Im Englischen heißt das „You reap what you sow.“1 Gibt es also eine ausgleichende Gerechtigkeit? Na ja, vielleicht nicht in diesem Leben, aber irgendwann bestimmt.

Nachricht an die ARD:

„Guten Abend,

ich möchte Sie fragen, weshalb Sie beispielsweise Herrn Merz nicht mit seinen ganzen Lügen konfrontieren? Wer soll es denn sonst tun, wenn nicht Sie? Und diesen Sommer wird es ja wahrscheinlich wieder diese Sommer-Interviews geben. Werden Sie die Politiker dann wieder mit Samthandschuhen anfassen? Das fände ich nicht so zielführend. Sie haben ja auch eine gesellschaftliche Verantwortung.

mfg,

C.Cyrny“

1 Deutsch: „Man erntet, was man sät.“

Heute morgen

Weiter in „Stanley Kubrick – A Life In Pictures“ von Jan Harlan, Kubricks Schwager.

Stanley Kubrick am Set von „A Clockwork Orange“ 1971. Foto: Alamy/Allstar Picture Library

Bin gerade bei „Barry Lyndon“ (1975), den Kubrick nach einer Romanvorlage von William Makepeace Thackeray gedreht hat. Berühmt wurden die Szenen, die nur bei Kerzenlicht gedreht wurden. Kubrick verwendete dafür ein spezielles Objektiv, das von Zeiss für die NASA entwickelt wurde.

Ein Filmprojekt, das Kubrick nicht realisiert hat, war „A. I.“ nach einer Kurzgeschichte von Brian W. Aldiss. Obwohl dieses Projekt nach Kubricks Tod von Steven Spielberg verfilmt wurde, finde ich diesen Film nicht so geglückt.

Thomas Gainsborough: „The Blue Boy“ (1769/70). Gemeinfrei.

Das war Kubricks Vorbild für den Androiden David. Im 18. Jahrhundert konnten die Maler auch noch malen. Ein Georg Baselitz etwa wäre damals undenkbar gewesen. Gebe gerade für die Entwicklung seit dem 20. Jahrhundert den heutigen Kunstakademien eine Mitschuld, weil die Studenten einfach keine solide Technik mehr lernen.

Bin überhaupt der Meinung, daß wir uns aktuell in einer Phase der künstlerischen Stagnation befinden. Man muß nichts mehr können, man muß nur eine clevere Idee haben und die verkaufen. Besonders augenfällig wird diese Entwicklung in der Pop-Musik, wo nur noch substanzloses Gedudel ohne Höhen und Tiefen produziert wird.

Ein Gegenbeispiel von 1967:

„Lucy In The Sky With Diamonds“ ist auf dem 1967 erschienenen Album „Sgt. Pepper“ zu finden. Der Titel geht wohl auf eine Äußerung des Sohns von John Lennon zurück. Dieser hatte ein Bild gemalt, und gefragt, was das sein sollte, antwortete er „Lucy In The Sky With Diamonds“.

Lade mir gerade den kostenlosen Video-Editor „Shotcut“ als AppImage herunter. Man muß diese Datei unter Linux ausführbar machen, dann kann man Shotcut aufrufen. Will mein Video „Desmond Blue“ bearbeiten.

Ein Still:

Still aus „Desmond Blue“. © Copyright 2026 by Claus Cyrny. All rights reserved.

Im April diesen Jahres wird die NASA im Zuge der Mission Artemis II ein Orion-Raumschiff auf die Reise um den Mond schicken. Ziel soll eine bemannte Station auf dem Mond sein. Frage mich, weshalb die NASA die Mond-Missionen 54 Jahre pausiert hat. Darüber hinaus wäre es imho sinnvoller, zuerst danach zu schauen, daß auf der Erde alles in Ordnung ist, Stichwort „globale Erwärmung“ oder Stichwort „Krieg“. Hat die NASA am Ende vielleicht Angst, daß die Chinesen ihr zuvor kommen könnten?

Die Astronauten der Artemis-II-Mission. Image Credit: NASA/Frank Michaux

Auf ArtStation gefunden:

„Silver Grey“. © Copyright 2026 by Tran Ma.

War vorhin beim Rewe einkaufen. Habe über € 25,- bezahlt, obwohl ich nur für zwei Tage eingekauft habe. Die Rasierklingen für € 17,95 waren heute nicht drin.

Frage mich gerade, wieso bei einem Krieg die Preise steigen. Wer verdient denn daran?

Wenn ich mir wegen einer Bagatelle etwas zuschulden kommen lasse, bin ich dran1. Wenn Politiker Milliarden in den Sand setzen, geschieht nicht viel. Oft kommen sie davon. Und: Sie reden sich eloquent raus („Da gibt’s nicht den einen Fehler.“), wie hier Herr Spahn:

Ich finde das einfach zum Kotzen. Eine Mitschuld trifft hier aber auch die Moderatorin, die nicht konsequent nachhakt. Das soll vermutlich „ausgewogen“ und „neutral“ sein. Und die Politiker – wie es hier exemplarisch deutlich wird – rechnen damit, daß sie nicht hart angefaßt werden. So trifft die Medien eine Mitschuld an der prekären Situation, die wir derzeit haben, und es wird ja auch nicht besser – im Gegenteil.

Habe folglich dem MOMA eine Nachricht geschrieben:

„Guten Morgen, ich sehe mir gerade das Video mit dem Interview von Herrn Spahn an (https://www.tagesschau.de/video/video-1535662.html). Warum hakt hier die Moderatorin nicht konsequent nach, sondern läßt Herrn Spahn quasi mit seinem Rausgerede davonkommen? Mfg, C. Cyrny“

Ich würde auch die Immunität der Politiker abschaffen.

1 Sagen wir, ich hätte z. B. € 50,- dazuverdient und das nicht beim Sozialamt angegeben. Oder: Ich wäre beim Schwarzfahren erwischt worden und hätte die € 60,- nicht bezahlt.

Heute nachmittag

Ich weiß schon, warum ich mir keine Politik-Videos auf YouTube mehr anschaue. Es tut mir einfach nicht gut. Diese Videos sind einfach dumm und ärgerlich.

Bei Daily Motion hat es auch wieder so einen blöden Text, man solle seinen Adblocker ausschalten.

Die müssen die Besucher wirklich für sehr dumm halten. Es geht primär gar nicht darum, etwas zu kaufen, sondern darum, sich Werbung anzuschauen.

Kaum zu glauben, aber diese definitive Dokumentation über Stanley Kubrick ist auf YouTube in voller Länge zu sehen. Regisseur ist Kubricks Schwager und langjähriger Produzent Jan Harlan.

Im Englischen hat der Filmtitel einen Doppelsinn: einmal „Ein Leben fürs Kino“, und dann „Ein Leben in Bildern“.

Habe die Ludwigsburger Kreiszeitung angeschrieben, ob sie Interesse an einem Artikel über die FMX 2026 hätten. Das letzte Mal, als ich das gemacht habe, kam einfach keine Antwort. Diesmal ist immerhin Regisseur Roland Emmerich dabei, der einen Vortrag halten wird. Vielleicht haben sie da ja Interesse.

Habe mich gerade mit ein paar Nachbarn unterhalten und bin zu dem Schluß gekommen, daß die angebliche Inflationsrate von 1,9 % gelogen ist. Die Preise im Supermarkt sprechen einfach eine ganz andere Sprache. Wenn Rasierklingen von Gillette von ursprünglich € 11,95 im Preis auf sage und schreibe € 17,95 steigen, kann das mit den 1,9 % gar nicht sein. Oder Kaffee-Pads: von € 3,39 auf € 5,39. Frage mich, wo das ganze Mehr an Geld hingeht. Das versickert doch nicht im Boden. Irgend jemand muß da doch der Gewinner sein.

Der Zeitschrift „Geo“ zufolge wurde das Telefon 1892 erfunden. Hundert Jahre ging das gut, dann kam das Handy, und auf einmal mußte jedermann überall „erreichbar“ sein. Wenn ich könnte, würde ich das Handy einfach wieder abschaffen. Früher haben die Leute von zu Hause aus telefoniert, und das ging auch. Was mich vor allem stört, ist das laute Handy-Gequatsche in öffentlichen Verkehrsmitteln. Muß denn das sein? Bottom line: Nicht alles, was machbar ist, muß notwendigerweise auch gemacht werden.

2001: A SPACE ODYSSEY, 1968. Courtesy Everett Collection.

Eine Sache, die in Bezug auf „2001“ (1968) so erstaunlich ist, ist die Tatsache, daß dies abgesehen von „Spartacus“ (1960) Stanley Kubricks erster Farbfilm war. Man schaue sich nur mal den absolut souveränen Einsatz der Farbe an, z. B. da, wo die Mondfähre hinunter in den Hangar transportiert wird. Was auch auffällt, ist der Einsatz der Farbe Weiß, sei dies in der Raumstation im Erdorbit oder dann später im Inneren des Raumschiffs, das zum Jupiter fliegt.

Habe so meine Schwierigkeiten mit Intelligenztests. Vor zig Jahren habe ich mal einen dieser Tests gemacht, und heraus kam ein IQ von 123. Finde diese Tests aber nicht so besonders aussagekräftig, weil sie u. a. weder Kreativität noch sprachliche Begabung messen können. Jodie Foster z. B. hat angeblich einen IQ von 132 bzw. 140, andere Prominente wie z. B. Ashton Kutcher sogar noch deutlich mehr. Imho kommt es aber nicht nur auf den IQ, sondern auch auf den Charakter an.

Heute morgen

Bin heute erst um 06:45 Uhr aufgewacht, das ist für mich sehr spät. Habe geträumt, ich wäre quer durch Stuttgart mit dem Fahrrad gefahren, das war sehr rasant. Habe kurz eine Morgen-Meditation angehört, aber mir hat der Sprecher nicht gefallen.

War vorhin in der Stadt. Wieder eine ganze Reihe von Frauen mit Hijab. Frage mich, was das soll. Diese Frauen sind ja jetzt in Deutschland, aber sie wollen sich eben nicht anpassen. Mir ist diese demonstrative Zurschaustellung ihrer Religion suspekt.

Obwohl ich mir vorgenommen habe, mich nicht mehr mit Politik zu beschäftigen, werde ich z. B., wenn ich einen neuen Tab aufmache, auf der Startseite von Firefox immer wieder mit Fotos von Friedrich Merz, Lars Klingbeil oder Cem Özdemir konfrontiert. Und dann sind da noch die obligatorischen Fotos von Donald Trump. Frage mich, wo denn die moralisch integren Politiker sind, falls es so etwas überhaupt gibt.

Komme zu der Einsicht, daß die Mißstände in unserer Gesellschaft nicht klar benannt, sondern möglichst verdrängt werden – eine Entwicklung, die zwangsläufig dazu führt, daß es immer mehr bergab geht, denn ungestraft kann man auf Dauer Dinge einfach nicht verdrängen. Einen Großteil der Schuld an dieser Entwicklung trifft dabei unsere Medien.

Frage mich auch, wozu die ganzen Email-Adressen unserer Politiker da sind, wenn ich praktisch nie eine Antwort bekomme. Habe beispielsweise noch vor der Wahl folgende Email an Cem Özdemir geschickt:

„Sehr geehrter Herr Özdemir,

ich habe gelesen, daß Sie der Auffassung sind, daß, wenn Sie es geschafft haben, jeder es schaffen kann. Dem widerspricht aber leider meine Erfahrung. Ich bin 68 Jahre alt und berentet. Da mein Rente zum Leben nicht ausreicht, beziehe ich zusätzlich Grundsicherung. Will ich etwas dazuverdienen, werden mir vom Sozialamt 2/3 abgezogen (angerechnet). Wird die Rente erhöht, wird mir einfach die Grundsicherung gekürzt. Dasselbe passiert beim Rentenzuschlag. Bundestagsabgeordnete können dagegen, obwohl sie ebenfalls staatliche Leistungen beziehen, im Einzelfall über eine Million dazuverdienen (Bsp.: der ehemalige Bundestagsabgeordnete Sebastian Brehm: € 1, 35 Millionen). Da wird nichts angerechnet. Dabei ist es mein Ziel, von der Grundsicherung wegzukommen. Das wird mir aber faktisch unmöglich gemacht. Meine Frage, wie Ihre Meinung dazu ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

Keine Antwort.

Wollte gerade bei der Bavaria-Filmstadt in München anrufen, aber mit was bin ich da konfrontiert worden? Genau, mit einer KI. Habe denen dann eine Email geschrieben.

Heute nachmittag

Wenn ich im Internet unterwegs bin, werde ich häufig mit Fotos von Donald Trump konfrontiert. Muß das sein?, frage ich mich. Warum gibt man so jemandem so viel mediale Aufmerksamkeit?

Ich mag mich gerade gar nicht mehr mit Politik beschäftigen; es ist einfach zu unerfreulich.

Konzentriere mich deshalb mehr auf Dinge wie Filme, wie z. B. auf Stanley Kubricks „2001: A Space Odyssey“ (1968).

2001: A SPACE ODYSSEY, 1968. Courtesy Everett Collection.

Habe mir diesen Meilenstein des Genres Science Fiction 1978 im heute nicht mehr existierenden Tübinger Kino „Studio Hirsch“ angeschaut.

Zur Handlung: Nachdem im Jahre 1999 auf dem Mond ein schwarzer Monolith ausgegraben wurde, startet 2001 eine Weltraummission zum Jupiter. An Bord sind zwei Astronauten und der intelligente Bordcomputer H. A. L. 9000. Daneben sind noch drei Astronauten im Tiefschlaf, die aber erst am Ziel aufgeweckt werden sollen. Die Mission beginnt vielversprechend, aber dann entwickeln sich die Dinge ganz anders als geplant. Soviel ich weiß, basiert das Drehbuch auf der Kurzgeschichte „The Sentinel“ von Arthur C. Clarke.

Unter anderem zeigt „2001“ prophetisch die Grenzen der von uns quasi in den Himmel gelobten KI auf. Eine weitere kritische Stimme ist „Maschinenschaden“ (engl: „Broke-down Engine“)1 von Ron Goulart, eine Sammlung von SF-Kurzgeschichten, wo die Menschen der Zukunft mit den Geistern, die sie riefen, konfrontiert werden. Da geht es um Killer-Kühlschränke, sprechende Häuser oder den letzten Müllmann auf der Erde.

Weiterführender Link: Ein Artikel zu „2001“ bei „Sight & Sound“ (englisch), das diesen Film vor „Citzen Kane“ (1941) von Orson Welles zum besten Film aller Zeiten kürte.

Lesetip: „Diese nervigen Gewohnheiten können ein Zeichen von Intelligenz sein“.

Wie ich gerade entdeckt habe, kann man sich „2001“ bei Amazon Prime kostenlos anschauen. Man bedenke, damals gab es noch keine digitalen Effekte. Das wurde alles mit Modellen gemacht. Dagegen kann man z. B. „Star Wars“ (1977) mit seinen Geräuschen im Vakuum vergessen. Es ist auch faszinierend, wieviel Zeit Kubrick sich bei den einzelnen Einstellungen läßt. Da ist nichts überstürzt, ob das die Fähre ist, die zu Walzerklängen an der Raumstation im Erdorbit andockt oder die Pods später, wo nur der Atem der Astronauten zu hören ist.

1 „Diese 13 teils erschreckenden, teils amüsanten Geschichten führen einen perfektionierten Homo mechanicus vor Augen, der die Geister, die er rief, nun nicht mehr loswerden kann. Ron Goularts Technokratie ist verrückt, grausam und ironisch. Ein Universum sprechender Kühlschränke, mörderischer Heizungen, von Häusern, die ihre Besitzer zum Narren halten, und Computern, die das „menschliche Element“ für die Probleme dieser Erde verantwortlich machen – eine geschlossene Front feindlicher Mechanismen, die den Menschen prompt ins selbstverschuldete Chaos stürzen…“—Aus dem Begleittext auf der Rückseite des Buches

Heute nachmittag

Nochmal kurz zu „Werbung“. Habe über Google die Adresse des Deutschen Werberats entdeckt und mir überlegt, ob ich dem eine kritische Email schreiben soll. Habe mich aber dagegen entschieden, weil ich kaum glaube, daß die ihre Position in Frage stellen würden. So werden wir – trotz Adblocker – immer weiter zugemüllt, anders kann man das ja kaum noch sagen.

„Kauf kein Kack“. Eine zugegebenermaßen besonders krasse und geschmacklose Werbung von „BILD“. © Copyright 2025 by Axel Springer SE.

Was ich an der Online-Werbung so pervers finde ist die Tatsache, daß es nicht primär darum geht, daß die Leute etwas kaufen, sondern darum, daß sie sich die Werbung anschauen. Und wenn man einen Adblocker hat, um die Werbeflut einzudämmen, bekommt man einen Hinweis: „Ja, wir erhalten uns durch Werbung, bitte schalten Sie Ihren Adblocker aus“.

Derweilen – man kommt ja kaum darum herum – wird im Iran ein völkerrechtswidriger Krieg geführt. Da frage ich mich, wie lange das noch weitergehen soll. Wann lernen die Verantwortlichen endlich mal dazu und sertzen sich endlich für den Frieden ein, anstatt immer neue Kriege vom Zaum zu brechen.

Heute morgen

Bin gerade aufgewacht. Dabei dachte ich, es wäre schon 06:00 Uhr früh, dabei ist es erst 02:00 Uhr. Habe mir einen Milchkaffee ohne Koffein gemacht.

Habe diesen Film („Un homme et une femme“; 1966 von Claude Lelouch) zum ersten Mal in den Siebzigerjahren in einem Kino in Tübingen gesehen. Die Titelmelodie ist von Francis Lai. Bin damals in Tübingen aufs Wirtschaftsgymnasium gegangen und habe mir nachmittags im Kino alle möglichen Filme angeschaut, von Kung-Fu-Filmen im „Metropol“ bis hin eben zu Filmen der Nouvelle Vague im „Studio Hirsch“. Inzwischen existieren beide Kinos wahrscheinlich nicht mehr.

Und hier eine Aufnahme von Glenn Millers Army Air Force Orchestra aus dem Jahre 1944. Gesang: Sgt. Johnny Desmond.

Heute morgen, am Busbahnhof, ist der Busfahrer einfach ausgestiegen und hat den leeren Bus abgeschlossen mit laufendem Motor stehen lassen. Er war bestimmt zehn Minuten weg. Außerdem war da eine Frau, die dauernd rumgeschrieen hat. Wahrscheinlich war sie psychotisch. Solche Dinge häufen sich meiner Wahrnehmung nach immer mehr. Alles in allem ist das einfach keine gute Entwicklung. Über Politik will ich gar nicht reden.

Morgen ist ja Wahl, aber ändern wird sich vermutlich nichts. Es ist ja langsam so, daß es eigentlich egal ist, wen man wählt. Die denken nur an sich.

Heute morgen

Mußte gestern feststellen, daß mir das Bloggen über die politische Situation nicht gut tut. Werde jetzt fürs erste davon Abstand nehmen. Ich konzentriere mich jetzt darauf, daß es mir besser geht. Suche nach der Adula-Klinik jetzt einen guten Therapeuten, der mir in Bezug auf meine psychosomatischen Verspannungen hilft. Das ist aber, wie ich feststellen muß, sehr schwierig. Man muß u. U. ein halbes Jahr und länger suchen. Was sehr hilfreich wäre, ist, wenn die Therapeuten ihre freien Plätze irgendwo melden müßten. So muß ich ewig herumtelefonieren.

Es heißt richtig „Boogie Funk“. Diese Live-Aufnahme stammt vermutlich aus den Siebzigerjahren. Freddie King starb am 28. Dezember 1976 an einem Herzinfarkt.