Morgen und übermorgen streiken die Busfahrer von LVL Jäger, dem Ludwigsburger Busunternehmen. Ich finde das nicht gut, denn ich bekomme ja auch nicht mehr Geld, und falls ich – wie jetzt wieder – etwas dazuverdiene, werden vom Sozialamt 2/3 einkassiert. Natürlich hat das „alles seine Richtigkeit“. Währenddessen bedienen sich Bundestagsabgeordnete hinten und vorn, und da wird nichts gemacht.
Habe gerade mit ein paar Nachbarn Rummikub gespielt, bin aber bald wieder gegangen, weil mich die absolut niveaulose Unterhaltung genervt hat. Beispiel: M. hatte ihren Hasen dabei; prompt kam die Unterhaltung auf „Hasenbraten“. Ok, mancher wird das witzig finden; ich finde es einfach geschmacklos.
Ted Nugent bei einem Konzert (70er- oder 80er-Jahre). Foto: Carl Lender. Lizenz: CC BY-SA 4.0.
Höre seit ein paar Tagen statt der Allman Brothers Band Ted Nugents „Double Live Gonzo!“ (1978). Na ja, die Soli sind eben nicht so intelligent aufgebaut wie die von Duane Allman; es ist einfach unterhaltsamer Lärm.
In der Stadt wieder diese widerlichen Wahlplakate von Steffen Bilger (CDU), die wirklich überall in Ludwigsburg zu sehen sind. Das soll wohl ein Lächeln sein; klappt aber leider nicht so ganz. Schade ums Geld. Ich darf diese Plakate eigentlich gar nicht anschauen, weil mir da nur schlecht wird – egal, welche Partei das ist. Man sollte kaum glauben, daß es intelligente Menschen sind, die das fabrizieren. Sahra Wagenknecht bemerkt denn auch in einem Video, daß die meisten Politiker sich fernab der Realitäŧ der Mehrheit der Bürger bewegen. Ich werde sie aber trotzdem nicht wählen, auch wenn sie mir sympathisch ist, denn ich will keine Koalition CDU-BSW-SPD unterstützen. Eigentlich – so wird mir klar – bin ich mit allen etablierten Parteien durch.
Gerade läuft auf YouTube „Cat Scratch Fever“ (1978) von Ted Nugent. Merke, daß seine Songs im Prinzip austauschbar sind – eben Lärm, an dem die Zuhörer sich aufgeilen können. Ok, „aufgeilen“ ist eigentlich zu negativ, aber mir ist kein anderer Begriff eingefallen.
Zur Abwechslung der Soundtrack zu „Dirty Harry“ (1971) von Lalo Schifrin. Ich hätte Lalo Schifrin 2004 beinahe interviewt, aber an dem Morgen des Tages, and dem das Interview stattfinden sollte, war ich so nervös, daß ich den Termin wieder abgesagt habe. Tja, schade! So bleibt mir nur eine freundliche Email, die ich von Lalo Schifrin selbst bekommen habe („These are lucid and intelligent questions.“). Wenn ich an Lalo Schifrin denke, fällt mir automatisch die Autojagd aus „Bullitt“ (1968) ein („Shifting Gears“). Der Soundtrack zu diesem Klassiker stammt ja auch von ihm.
Muß gerade unwillkürlich an das Thema „Copyright“ denken, würde ich doch diesen Beitrag gern mit einem Still aus „Bullitt“ (1968) illustrieren. Leider habe ich nicht die Rechte an dem betreffenden Foto, obwohl das bestimmt keinem weh tun würde, wenn ich das einfach posten würde. So gibt es eine ganze Reihe von Regelungen, die ich nicht ok finde, aber das „ist nun mal so“. Habe mich, um nur ein Beispiel zu nennen, vor Jahren an Warner Bros. in den USA gewandt, weil ich ein paar Stills aus „The Matrix“ (1999) posten wollte. Nein, das ginge nicht, das werde von Warner Bros. nicht gern gesehen. Das von irgendeiner Präsidentin dieses Filmstudios.
So muß ich mich – und das gilt auch für das leidige Thema „Politik“ – eben damit abfinden, daß wir in einer ungerechten Welt leben.
Habe auf eine Anfrage per Email-Formular eine nette Antwort von Gitarren-Lehrerin Lauren Bateman bekommen. Manko: Die Kurse, die sie mir empfiehlt, kosten zusammen vielleicht € 1.000,-, und das kann ich mir beim besten Willen nicht leisten. Schade, denn ihr Ansatz ist mir nach dem zu urteilen, was auf ihrer Seite steht, sehr sympathisch. Der Kurs Next Level, der die wichtigsten Skills beinhaltet, kostet „nur“ $ 297,- USD, aber auch das ist mir gerade zuviel, da meine Ersparnisse über die letzten Monate ziemlich zusammengeschmolzen sind (Trölsch, Back-Factory).
Pete Townshend von den Who (2012). Foto: Ross Belot. Lizenz: CC BY 4.0.
Schaue mir gerade ein paar Gitarren an, so wie diese 3/4-Konzertgitarre von Ibanez für meine Gitarrenschülerin. So eine Gibson „Byrdland“, wie sie Ted Nugent spielt (lies: mit florentinischem – d. h. spitzem – Cutaway), habe ich aber noch nicht gefunden. Dafür fiel mir gerade eine Zeile aus „Quadrophenia“ (1973) von den Who ein („I’m One“): „I got a Gibson without a case, but I can’t get that even tanned look on my face.“—Pete Townshend. „Quadrophenia“ war denn auch meine allererste Platte, die ich mir 1974 gekauft habe, nachdem ich auf SWF3 (gibt es in dieser Form nicht mehr) ein wirklich tolles einstündiges Radio-Feature zu dieser Platte gehört hatte. Auch hier würde ich gern ein paar Fotos aus dem Booklet im Inneren der Doppel-LP posten, aber auch hier gilt: Copyright. Wer sich aber für intelligent gemachten Rock interessiert, dem kann ich diese Doppel-LP bzw. Doppel-CD wirklich wärmstens empfehlen. Ich finde es überhaupt absolut erstaunlich, was Pete Townshend da geleistet hat. Er hat ja schon mit dem Klassiker „My Generation“ (1965) die Gefühle einer ganzen Generation auf den Punkt gebracht („People try to put us d-down, just because we get around.“—Pete Townshend).

Cover von „Quadrophenia“ (1973) von den Who. Mit freundlicher Genehmigung von Amazon.de.