Habe vorhin eine Nachbarn gefragt, was sie macht. Da hat sie mich angefahren, ich würde immer so dumme Fragen stellen etc. pp. Dabei war das eine denkbar harmlose Frage.
Da die Rentenversicherung Bund auf meine Anfrage wegen der Grundsicherung bzw. der Kürzung derselben geantwortet hat, ich solle mich ans „Grundsicherungsamt“ wenden (gemeint war wohl das Sozialamt), habe ich nachgefragt, welchen Sinn denn die Rentenerhöhung hat. Vielleicht komme ich ja so etwas weiter.
Bin angesichts unserer inkompetenten Regierung gespannt, wann es Neuwahlen gibt. Aber: Mit keiner Regierung wird es eine Vermögenssteuer geben. Die AfD will diese sogar – wie auch die Erbschaftssteuer – ganz abschaffen. So werden die Reichen immer reicher und die vielzitierte Schere zwischen Arm und Reich klafft noch weiter auseinander. Das geht so lange, bis die breite Masse sich irgendwann wehrt. Frage mich dabei, ob ich das noch erlebe.
Gehe ja kommenden Mittwoch für ca. sechs Wochen in eine Klinik. Da das Sozialamt mir abgesehen von der Grundsicherung nicht weiterhilft, mußte ich eben einen Dispo-Kredit aufnehmen. Heute habe ich dazu noch erfahren, daß ich zusätzlich € 160,- Kurbeitrag bezahlen muß. Nach ein paar Telefonaten u. a. mit der Stadt Oberstdorf ist mir die Klinik insofern entgegengekommen, als ich den Beitrag in Raten bezahlen kann. Früher, anno 1980, wäre das Sozialamt ohne Probleme eingesprungen und hätte mir die € 160,- gegeben. Nun, im Zuge der sog. Pauschalierung, reden sich die Sachbearbeiterinnen bei allem mit dem Regelsatz heraus, ungeachtet der Tatsache, daß das z. T. gar nicht geht. Das ärgert mich eben, und deshalb habe ich der für mich zuständigen Sachbearbeiterin zwei verärgerte Emails geschrieben. Da muß man aber aufpassen, daß man da nicht verklagt wird. Habe mich dann auch entschuldigt, weil ich gemerkt habe, daß ich da doch zu weit gegangen war. Habe aber nach wie vor die Meinung, daß die Einführung der Pauschalisierung ein Fehler war, der uns damit verkauft werden soll, daß wir nun eine „neue Entscheidungsfreiheit“ haben. Ja, von wegen. Als ich noch in Cannstatt gewohnt habe, hat mir mal ein anderer Sozialhilfeempfänger gesagt, „da [ins Sozialamt] müßte man mal eine Bombe reinschmeißen“. So war ich also doch nicht der einzige, der sich über die Behandlung durch das Sozialamt geärgert hat. Und eine Frau Kramer eben vom Sozialamt Cannstatt hat mir mal – das war anno 2000 – wörtlich gesagt: „Es ist mir scheißegal, ob Sie arbeiten.“ Das war so ungefähr ihr Umgangston. Ich meine, ich hätte mich damals bei ihrer Vorgesetzten beschwert. Geholfen hat es wenig. Ich habe mich in der Folge sowohl beim Leiter des Sozialamtes sowie bei der damals zuständigen Bürgermeisterin, Frau Müller-Trimbusch, beschwert, aber man hat mich überall routiniert abfahren lassen. Ich meine, das ist ja auch interessant.
Habe mir nochmal meinen letzten Beitrag durchgelesen und bin, was das Sozialamt angeht, wohl etwas zu hart gewesen. Ich habe nach meinen beiden sehr kritischen Emails nun eine neue Sachbearbeiterin, die ganz ok zu sein scheint. Ich werde aber nichts mehr beantragen, weil da jedesmal nur wieder die Leier vom Regelsatz kommt. Das ist eben nicht ok, und da kann man mit dem Sozialamt auch nicht vernünftig diskutieren. Man kann in den Regelsatz eben nicht beliebig viel hineinpacken. Da fühle ich mich als einigermaßen intelligenter Mensch einfach nicht für voll genommen.
Und hier ein Beispiel für den damals (1972) so genannten Philly-Sound.
Bei der „Tagesschau“ lese ich, daß sich deutsche Firmen und die deutsche Verwaltung in einer ungesunden Abhängigkeit von US-Konzernen wie Microsoft oder Google befinden. Da frage ich mich als Linux-User seit 23 Jahren, warum da nicht nach Linux und Open Source migriert wird?
War in der Stadt, wo ich u. a. kurz mit der rumänischen Bettlerin gesprochen habe. D. h. ich habe es jedenfalls versucht, aber mein Handy hat nicht richtig funktioniert. Zu Hause hat es noch einwandfrei übersetzt. Habe ihr einen Cappuccinio gekauft und ihr dann noch entgegen meinem Vorsatz € 2,- gegeben. Sie hat mir eben sehr leid getan.
Habe Hermes beauftragt, zwei Gepäckstücke zu verschicken. Nun wollte ich die Sendung verfolgen, aber die Sendungsnummer ist nicht gültig1. Habe also die Hotline angerufen, aber da war nur so ein blöder Mann am Apparat, der nicht richtig Deutsch gesprochen hat. Als ich ihm die Sendungsnummer gegeben habe, hat er nur wiederholt, ich solle ihm die richtige Nummer geben. Habe verärgert aufgelegt.
Habe wegen meiner Rente eine Email vom Sozialamt bekommen, nachdem ich mich für meine beiden Emails vom 03.11.25 und 04.11.25 entschuldigt habe. Vom Ton her war das zwar nicht in Ordnung, von der Sache her hat mich das aber doch geärgert, daß sich das Sozialamt immer mit dem Regelsatz herausredet, auch wenn das rein technisch gar nicht geht. Es soll mir mal jemand vorrechnen, wie ich beispielsweise das Geld für die eine Krone in Höhe von € 274,69 vom Regelsatz bezahlen soll. Und das ist ja noch nicht alles. Allein für den Zahnarzt mußte ich die letzten Monate € 424,69 bezahlen. Ohne Pflegegeld ginge das einfach nicht.
1 Das liegt evt. daran, daß die Sendung noch nicht abgeholt wurde.
„Menschen mit psychischen Erkrankungen sollen künftig strenger kontrolliert werden. Sie müssen persönlich beim Jobcenter vorsprechen, damit geprüft werden kann, ob sie wirklich psychisch krank sind.“—WEB.DE
Ich finde das absolut schikanös, zumal ich Jobcenter-Angestellten die Qualifikation abspreche, zu entscheiden, ob jemand psychisch krank ist.
„Menschen mit psychischen Erkrankungen sollen künftig strenger kontrolliert werden. Sie müssen persönlich beim Jobcenter vorsprechen, damit geprüft werden kann, ob sie wirklich psychisch krank sind.“
Ich spreche dem Jobcenter aber die Qualifikation ab, zu entscheiden, ob jemand psychisch krank ist. Das ist wieder mal nur eine zusätzliche Schikane. Sie sollten sich schämen, wenn Sie überhaupt so etwas wie ein Gewissen haben. Wann werden endlich mal die Reichen gefordert? Da drücken Sie sich.“
Typischerweise kommt da entweder gar nichts oder nur eine vorgefertigte Email, die gar nicht auf den Sachverhalt eingeht, den ich geschildert habe. Fazit: Eine Diskussion, die den Namen auch verdient, ist mit Behörden nicht möglich. Dann will ich aber bitteschön nichts mehr von Politikverdrossenheit hören. Wie soll man auch mit Politikern reden, die prinzipiell alles besser wissen?
Habe mich nach einem Gespräch mit meinem Betreuer und einer Email vom Sozialamat für den Ton in meinen beiden letzten Emails ans Sozialamt entschuldigt. Habe ausgerechnet, daß ich auch ohne Pflegegeld € 50,- pro Monat ansparen könnte. Das war mir vorher überhaupt nicht klar.
Habe in meinem Handy den Dolmetscher-Modus gefunden. Das ist eigentlich das, was ich gesucht hatte.
Im Zuge der aktuellen Rentenerhöhung zum 01.12.2025 sind meine Betreuer nicht auf meiner Seite, sondern auf der Seite des Sozialamtes1, und ich soll natürlich nachgeben. Ich werde aber erst Widerspruch einlegen und dann ggf. vor dem Sozialgericht klagen. Mir reicht es einfach, weil ich die derzeitige Regelung als ungerecht empfinde. Ich werde einfach gegenüber den „normalen“ Rentnern benachteiligt. Ich bekomme allein ab dem 01.12.2025 etwa € 120,- weniger.
Auch wenn ich etwas zur Rente dazuverdiene, zieht mir das Sozialamt ca. zwei Drittel von der Grundsicherung ab. Sowas sollte man mal bei den Bundestagsabgeordneten machen, aber die schauen schon danach, daß sie ihre Schäfchen im Trockenen haben, lies: Da wird nichts angerechnet, auch wenn die wie z. B. der Ex-Abgeordnete Sebastian Brehmlaut „Spiegel“ € 3,134 Millionen „dazu“verdienen. Das ist eigentlich eine Unverschämtheit.
Wenn ich so viel dazuverdienen dürfte, würde ich auch lachen.
1 Siehe „Regelsätze der Sozialleistungen bleiben unverändert“ auf der Seite der Bundesregierung. So beläuft sich der Regelsatz seit 01.01.2024 auf € 563,-, und das trotz der steigenden Preise. Und das soll auch 2026 so bleiben.
Habe heute vormittag der einen rumänischen Bettlerin eine Karte vom Stutgarter Schloßpark und einen erklärenden Text gegeben, aber sie konnte ganz augenscheinlich nichts damit anfangen. Bin zu dem Schluß gekommen, daß sie wohl Analphabetin ist. Da ist guter Rat teuer.
Habe vor ein paar Tagen den aktuellen Rentenberscheid bekommen, dem zufolge ich ca. € 60,- mehr bekomme, aber wie üblich wird mir da eben nur die Grundsicherung gekürzt. Werde dagegen Widerspruch einlegen. Meine beiden Betreuer sind leider auf der Seite des Sozialamtes. Das ärgert mich auch. Ich bin da gegenüber den Rentnern, die keine Grundsicherung bekommen, ganz klar benachteiligt.
Habe es geschafft, daß mein Handy via Google Translate ein paar Sätze auf Rumänisch vorliest. So müßte ich mich mit der Bettlerin einigermaßen (?) verständigen können.
Hatte mit meinem Betreuer eine Diskussion wegen des Regelsatzes, der sich wie folgt zusammensetzt:
Anteil am Regelbedarf
in % von der RL
in € von der RL
Nahrung, alkoholfreie Getränke
34,70 %
195,35 €
Freizeit, Unterhaltung, Kultur
9,76 %
54,92 €
Verkehr
8,97 %
50,49 €
Post und Telekommunikation
8,94 %
50,33 €
Wohnen, Energie (Strom), Wohninstandhaltung
8,84b%
47,71 €
Bekleidung, Schuhe
8,30b%
46,71 €
Andere Waren und Dienstleistungen
7,98b%
44,93 €
Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände
6,09b%
34,28 €
Gesundheitspflege
3,82b%
21,48 €
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen
2,61b%
14,70 €
Bildung
0,36b%
2,03 €
Summe
100 %
563 €
Wenn ich das Pflegegeld nicht hätte, wüßte ich gar nicht, wie ich über den Monat kommen soll, zumal die Preise so steigen, wie sie es nun mal tun. Ohne Pflegegeld könnte ich auch niemals auf einmal € 274,69 Zahnarztrechnung bezahlen. Wenn das Sozialamt mir etwas abziehen will, ist es gleich dabei. Da werden vom jeweiligen Zuverdienst etwa zwei Drittel abgezogen. Wenn ich dagegen etwas beantrage, wird gemauert. Das ist das, was mich so ärgert.
Email ans Sozialamt:
„Sehr geehrte Frau Lillig,
wissen Sie, normalerweise würde ich mich für meine letzte Email entschuldigen, da ich sie im Affekt geschrieben habe. Auch hatte ich heute mit meinem Betreuer Herrn Schlecht eine kurze Diskussion deswegen. Aber es ist eben eine Tatsache, daß Sie mir auf der einen Seite zwar ca. € 600,- an Einkommen abgezogen haben; wenn ich aber knapp dran bin, wird grundsätzlich alles abgelehnt. Wenn ich kein Pflegegeld beziehen würde, wäre ich schon längst vors Sozialgericht gegangen. Ich stelle fest, daß eine vernünftige Diskussion mit Ihnen nicht möglich ist. Gerade mußte ich wieder € 274,69 für den Zahnarzt bezahlen. Und dann sind da die € 150,- für Bildung. Auch das kann ich, was Sie sehr gut wissen, vom Regelsatz nicht bezahlen. Ich habe den Eindruck, daß das „Das ist im Regelsatz enthalten“ nur eine Ausrede Ihrerseits ist. Ich verfolge die derzeitige politische Diskussion sehr genau und sehe einfach, daß gelogen wird, ja, der Sozialstaat sei „so nicht mehr tragbar“, auf der anderen Seite sind die Milliarden für die Ukraine sehr wohl da. Sie müssen mich wirklich für denkbar dumm halten.
Mit freundlichen Grüßen,
Claus Cyrny“
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, von welcher Stelle ich eine einigermaßen vernünftige Antwort bekomme. Das Sozialamt reagiert nicht, das BMAS wimmelt mich ab.
Bekam auf meine Email von letzter Woche eine Antwort vom Sozialamt, das von mir beantragte Geld „sei im Regelsatz enthalten“, was schlicht und einfach gelogen ist. Dabei bin ich selbst schuld, daß ich so wenig Geld habe, weil ich fast jeden Morgen beim Bäcker frühstücken war. Jetzt ist guter Rat teuer. Brauche dringend T-Shirts und eine Jeans; darüber hinaus ca. € 35,- für den Versand meines Koffers und meiner Sporttasche.