Schlagwort-Archiv: Trinken

Heute nachmittag

War heute, nachdem gestern wieder Geld auf dem Konto war, beim al Oğlu, ein Menemen – eine türkische Eierspeise – essen und einen Tee trinken. Hatte nichts mehr zu Hause. In diesem Restaurant bin ich mir vorgekommen wie in der Türkei: Türkische Musik, Frauen mit Hijab, zwei kleine Kinder, türkisches Essen. Das hat mir gut getan. Leider kann ich mir das nur ein- bis zweimal im Monat leisten. War dann noch beim Rewe in der Wilhelmgalerie einkaufen. Auch dort sind mir wieder einige Frauen mit Hijab aufgefallen.
 
Auf dem nahegelegenen Arsenalplatz eine Demo. Habe rote Flaggen mit „IGM“ gesichtet. Eine junge Frau, die am Rande des Arsenalplatzes saß, hat mich darüber aufgeklärt, daß das eine Demo von Angestellte eines Kebap-Herstellers, soviel ich verstanden habe, in Murrhardt, sei. Frage mich aber, was das bringen soll, wenn der Arbeitgeber das gar nicht mitbekommt. Eigentlich müßten die Leute vor der Firma in Murrhardt protestieren.
 

Das bin ich um 1976. Fotograf war vermutlich meine Schwester.

 
Hatte heute ein Gespräch mit meiner Betreuerin Frau G., wo ich in meine Vergangenheit eingetaucht bin. Ungeachtet all‘ der Therapien, die ich gemacht habe, ist diese Vergangenheit nie richtig aufgearbeitet worden. Diese Gespräche – heute, nach fast fünfzig Jahren – helfen mir, ein Stück Klarheit zu bekommen. Die Frau, die bei mir saubermacht, hat mich  gefragt, ob ich nicht mal meine Autobiografie schreiben möchte, aber bei dem Gedanken ist mir ehrlich gesagt etwas flau zumute. Vielleicht später.
Ich hatte von Spätsommer 1975 bis Herbst 1976 eine Honda CB 250 G (grün), die ich mir neu gekauft hatte.
 

Honda CB 250 G (Mai 1976). Fotograf: Gönstiwönsti. Lizenz: CC BY-SA 4.0. 

 
Bin mit diesem Motorrad – außer im Winter, wo es bei meiner Patentante in der Garage stand – nach Tübingen zur Schule gefahren und war im Juli 1976 – ich habe damals bei der Post in Tübingen gejobbt – mit einem Arbeitskollegen am Bodensee (ich meine, in Konstanz). Habe die Maschine dann wieder verkauft und mir von dem Erlös u. a. meine erste Konzertgitarre gekauft. Warum ich dieses Motorrad verkauft habe, weiß ich allerdings nicht mehr.
 
Bei der IG Metall entdeckt: „Streit um Acht-Stunden-Tag: Das sind die größten Mythen zur Arbeitszeit“.
 
Zitat:
 
„Den Acht-Stunden-Tag haben Gewerkschaften hart erkämpft. Nun soll er abgeschafft werden. Doch längeres Arbeiten schadet der Gesundheit und bringt der Wirtschaft wenig. Alles andere ist ein Mythos. Und davon gibt es beim Thema Arbeitszeit einige.“—IG Metall
 
Mein Kommentar: Das, was die CDU da propagiert1, sind eben typische Arbeitgeber-Positionen. Ich frage mich auch, wie es kommt, daß scheinbar so intelligente (???) Leute so dumm sein können.

1 Z. B. Abschaffung des Acht-Stunden-Tages.

Heute morgen

Harald Lesch zufolge braucht es, um eine Gesellschaft erfolgreich zu transformieren, lediglich 3,5 bis 4% der Population1 (schaut bitte folgendes Video an, und dort bei 16:35 Minuten). Die gute Nachricht ist also: Es gibt noch Hoffnung. Und: Mehr von Harald Lesch findet ihr hier.

Was haben die Werteunion und die AfD gemeinsam? Sie leugnen beide den menschengemachten Klimawandel. Dabei dachte ich, das wäre unter Wissenschaftlern Konsens, daß der Klimawandel menschengemacht ist. Frage mich, wie man dann zu so einer von Mainstream abweichenden Einstellung kommen kann. Wunschdenken gepaart mit einseitigen Informationen sowie einer Gruppe von Leuten, die sich gegenseitig in ihrer (irrigen) Meinung unterstützen? Keine Ahnung.

Ursprünglich wollte ich heute nach Stuttgart fahren und in der Holanka-Bar einen Crema trinken, aber ich habe gerade erfahren, daß auf dem Schloßplatz die Abschlußkundgebung des Christopher Street Day (CSD) ist, und das ist mir dann doch etwas zuviel. Ich vermute, daß dann auch die Holanka Bar knallvoll  ist.

Mußte gerade einen neuen Sensor, der meinen Blutzucker mißt, installieren. Das Foto zeigt das Gehäuse; der eigentliche Sensor ist nur eine kleine Scheibe mit einer Nadel. 

FreeStyle-Libre-3-Sensor von der Fa. Abbott

Dieser Sensor mißt alle drei Minuten meinen Blutzucker und sendet den Wert via Bluetooth an das Meßgerät.

Möchte gern von Google Chrome wieder auf Firefox umsteigen, weil Chrome ein paar Sachen nicht kann. Das Problem ist nur: Wie importiere ich die ganzen Paßwörter von Chrome in Firefox? Habe bisher die entsprechende Datei nicht gefunden. Aber wie die Erfahrung zeigt, werde ich auch das lösen2.

Habe bei dem augenscheinlich unaufhaltsamen Siegeszug der KI doch ein etwas mulmiges Gefühl. Mir fehlen einfach die kritischen Stimmen, Stichwort „Technologiefolgenabschätzung“. Zu dieser Thematik gibt es übrigens ein Science-Fiction-Taschenbuch von Goldmann mit dem Titel „Maschinenschaden“. Autor Ron Goulart zeigt, was passieren kann, wenn der Mensch den Geistern, die er rief, ausgeliefert ist.

Konnte mich mit Firefox erfolgreich in dieses Blog einloggen.

Google zufolge glaubt der Astrophysiker Harald Lesch an Gott („ … und Gott an mich“). Wie kann das sein, ist Wissenschaft doch sehr rational. Ich habe ja in einem Post, den ich kürzlich geschrieben habe, den Biologen Michael J. Behe und seine „nichtreduzierbare Komplexität“ erwähnt, dessen Standpunkt ja eine Absage an den Darwinismus ist. Wenn Darwin Unrecht hatte, wie entstand das Leben dann? War/ist da eine wie auch immer geartete schöpferische Intelligenz am Werk? „Gott“ ist ja nur ein Name für etwas, das unsere Vorstellung weit übersteigt. Nun wäre es ja absolut vermessen, wenn ich hier ein abschließendes Urteil fällen wollte. Finde jedoch, dass es diese Thematik wert ist, daß man sich näher mit ihr beschäftigt. Seht hierzu auch ein Interview mit Harald Lesch beim Domradio.

 1 Das wären, wenn man eine Bevölkerung von 83 Millionen zugrunde legt, etwa 3.320.000 Bürger.

2 Chrome speichert die Paßwörter unter passwords.google.com. Dort kann man sie als .cvs-Datei exportieren und dann anschließend in Firefox importieren. Habe die Paßwörter auch auf einem USB-Stick gesichert, nur für den Fall.

Heute morgen

Pizza Ananas. Foto von mir.

Ich hatte um 23:15 Uhr solchen Hunger, daß ich mir ungeachtet meines Geldmangels eine Pizza und ein Fanta bestellt habe. Frage mich nur, wo die ganzen schlecht Deutsch sprechenden Inder herkommen, die die Pizzas liefern.

03:50 Uhr. Bin nochmal eingeschlafen und gerade aufgewacht. Wegen der Pizza ist mein Blutzucker mit 239 leider viel zu hoch Weiß nicht, ob ich mich nochmal hinlegen soll.

Meßgerät FreeStyle Libre 3. Foto von mir.

Heute abend

Habe auf meinem Computertisch eine Mappe mit Fotos, die ich im Werkstatthaus Stuttgart anläßlich der Critique Class Fotografie gezeigt habe. Eins der Fotos wollte ich einer Bekannten schenken – das war ihr Favorit -, aber ich hatte auf einmal Hemmungen, das Foto herzugeben. Tja, da muß ich eben umdisponieren. Hmmm, vielleicht möchte die Bekannte auch ein anderes Foto.

Das fragliche Foto:

„Ohne Titel“ (2005). Foto von mir. Grafik: Gimp.

Habe mir beim Pizza-Service hier im Haus erst ein Pizzabrot und dann, weil ich immer noch Hunger hatte, eine kleine Pizza mit Garnelen und Knoblauch bestellt. Dazu eine Dose San-Pellegrino-Orangenlimonade. Könnte nochmal eine Pizza essen, aber jetzt ist es gut.

San Pellegrino Aranciata. Foto © Copyright by San Pellegrino.

Die kleine Dose San Pellegrino, die ich bestellt habe (330 ml), hat allein € 2,90 gekostet, das wären nach alter Rechnung DM 5,67. Damals – zu D-Mark-Zeiten – hätte das kein Mensch bezahlt. Frage mich, weshalb gerade alkoholfreie Getränke so teuer sind. Darüber hinaus stelle ich mir generell die Frage, wohin das ganze Geld im Endeffekt geht und wer davon profitiert. Im Kunstmuseum in Stuttgart kostet ein Cappuccino € 4,90, das sind DM 9,58. Das ist doch Wahnsinn.
Ich erinnere mich noch daran, daß, als ich in den Kindergarten gegangen bin, eine Brezel 10 Pfennige gekostet hat. Das war 1960 bis 1964. Jetzt kostet dieselbe Brezel beim Bäcker Katz € -,95, das ist das 18,6-Fache (!). Hier stellt sich auch die Frage nach dem Sinn des ewigen Wachstums bei endlichen Ressourcen. Und: Hier hat unsere Wirtschaft noch lange nicht umgedacht. Ich meine, klar, wir haben ja noch einen Planeten B in Reserve.

Erdaufgang vom Mond aus gesehen (1968). Foto: William Anders/NASA. Gemeinfrei.

Solange sich die Situation auf der Erde noch nicht spürbar verbessert hat, bin ich persönlich gegen Unternehmungen wie beispielsweise eine Reise zum Mars, aber mit dieser Meinung stehe ich vermutlich ziemlich allein da.
Meine Nachbarin E. unterhält sich oft mit dem KI-Tool ChatGPT. Ich bin da dagegen ziemlich skeptisch. Ist das die Zukunft? E. ist auch allgemein sehr esoterisch drauf. Sie bezeichnet das als „spirituell“, aber ich frage mich, ob sie überhaupt weiß, was das heißt. Sie hat Tarot-Karten und alles mögliche Zeugs und ist auch bei den Zeugen Jehovas, auch wenn sie sich nicht hat taufen lassen. Mir sind die Zeugen Jehovas, die mit ihren Karren oft am Busbahnhof hier in Ludwigsburg stehen, ausgesprochen suspekt. Habe den Eindruck, daß sie auf „Mitgliederfang“ gehen mit Sprüchen wie „Kostenloser Bibelkurs“ usw. Habe gehört, daß sie anscheinend gar nicht die Luther-Bibel, sondern eine eigene Bibel haben. Mache um diese Leute jedenfalls einen großen Bogen.
Es ist inzwischen 21:32 Uhr, und meine Ärztin hat mir  geraten, abends nicht so früh ins Bett zu gehen, weil ich Probleme mit dem Durchschlafen habe. Bekomme da auch zwei Medikamente, die aber nicht viel helfen.
Habe gerade ein Portrait von mir gefunden, das der Photo-Planet in Stuttgart vis-a-vis vom Hauptbahnhof 2018 gemacht hat.

Portrait von mir (2018). Foto: Photo-Planet, Stuttgart. Bearbeitung von mir.

Habe gesehen, daß der Photo-Planet jetzt Foto-Profi heißt. Das gleichnamige Geschäft in Ludwigsburg in der Seestraße ist mir aber in unangenehmer Erinnerung, weil sie mir für meine Sony Alpha 7 lediglich € 80,- bis € 130,- geben wollten. Imho ist das Halsabschneiderei. Möchte nicht wissen, für wieviel sie die Kamera dann weiterverkauft hätten. Das haben sie mir aber nicht gesagt. Ich habe die Kamera über eBay-Kleinanzeigen dann mit Zubehör für € 600,- verkauft, hauptsächlich deshalb, weil sie mir zu schwer war. Habe jetzt eine deutlich kleinere DSC-RX100, ebenfalls von Sony, in die ich mich aber erst mal einarbeiten muß. Auch so kleine Kameras sind im Gegensatz zu analogen Spiegelreflex-Kameras unfaßbar komplex. Sogar ein ausklappbarer Blitz ist in die Kamera eingebaut. Gesichtserkennung, Bearbeitungs-Modi, WiFi (RX100 II) usw. usf.
Habe immer noch Appetit auf eine Pizza mit Garnelen und Knoblauch, aber der Pizza-Service hier im Haus hat jetzt zu. Außerdem muß ich sparen.

Heute nachmittag

War heute gleich zweimal in der Stadt, etwas erledigen. Habe u. a. beim C & A eine Hose zurückgebracht und war dann – das war in der Wilhelm-Galerie – oben im 1.Stock, einen latte macchiato trinken. Um mich herum wirklich nur Ausländer, was man an der Sprache gehört hat. War dann noch im Rewe, etwas einkaufen. Hatte keinen Decaf (entkoffeinierten Kaffee)  mehr da. Darf wegen der Koloskopie morgen einen Tag lang nichts essen. Das wird nicht einfach.

Habe per Zufall (falls es so etwas überhaupt gibt) eine Liste mit Galerien bundesweit entdeckt. Darüber hinaus über die Website von Flóra Borsi die anscheinend türkische Galerie Anna Laudel. In Stuttgart hat es ein paar Galerien, die ich bisher nicht kannte und die auch bei einer Google-Suche nicht oder nicht sofort auftauchen. Meine Gemälde will ich aber nicht verkaufen. Suche dagegen eine Galerie für meine Fotos.
Versuche, eine professionell aussehende Bewerbung für eine Fotogalerie zu schreiben, was  nicht so einfach ist, wie ich gedacht hatte. Erschwerend kommt bei mir eben hinzu, daß ich keine Kontinuität vorweisen kann, weder in puncto Fotografie noch in puncto Malerei. Ich habe das bisher eben nur als Hobby gemacht. Soll ich mich dann trotzdem bewerben?
Bekam eben vom Fischer Verlag die Erlaubnis, das Cover des Science-Fiction-Romans „Die Zeit der Katzenpfoten“von Frederik Pohl hier zu posten. Die Illustration des Covers kam übrigens von dem Engländer Eddie Jones, der alle Cover der Fischer-Orbit-Reihe, in der das Buch als FO 13 erschien, gestaltet hat.

Buchcover © Copyright 1972 by Fischer Taschenbuch Verlag. Mit freundlicher Genehmigung.
 

Zum Inhalt des Buches: Charles Dalgleish Forrester wacht nach einem Jahrhunderte dauernden Kältschlaf in einer stark veränderten Zukunft auf (ich meine, im 25. Jahrhundert), wo er nun versucht, sich zurechtzufinden. Ich habe das Buch damals in einem Zug durchgelesen und kann es wirklich empfehlen.
Habe beschlossen, das mit der Bewerbung bei einer Galerie erst mal ad acta zu legen. So professionell wie ich gedacht hatte, ist mein Lebenslauf doch nicht. Oder was heißt „professionell“? Es fehlt eben an Kontinuität.

Habe meinen Account bei 𝕏 kurzerhand deaktiviert. Ich dachte, ich bekomme da vielleicht Feedback, aber das war leider ein Trugschluß. 🙁
Hier noch zum Abschluß ein Portrait des 1853 in Mähren geborenen Malers und Lehrers Adolf Hölzel.

Adolf Hölzel. © Copyright Adolf-Hölzel-Stiftung. Mit freundlicher Genehmigung.

Werde wahrscheinlich kommendes Wochenende das Hölzel-Haus in Stuttgart-Degerloch besuchen und dann hier darüber berichten.

Hier noch ein Zitat zu Adolf Hölzel:

„Adolf Hölzel gehört zu den bedeutendsten Wegbereitern der modernen Kunst in Deutschland.
Mit seinen experimentellen Ansätzen und seinem autonomen Einsatz von Form, Farbe und
Linie revolutionierte er die Kunstwelt. In den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts suchte
Hölzel nach neuen Ausdrucksformen, die die traditionelle Malerei hinter sich ließen und die
Wahrnehmung des Betrachters herausforderten. Diese Auseinandersetzung mit Farbe und
Form ebnete den Weg für die abstrakte Kunst.“—Adolf-Hölzel-Stiftung

Noch etwas, das ich gerade beim Surfen gefunden habe: Die deutsche Online-Stiftungssuche. Sie ist Teil des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

Zitat:

„Die Stiftungssuche ist die umfangreichste Online-Navigationshilfe zum deutschen Stiftungswesen.“

Heute morgen

War schon um ca. 01:00 Uhr wach und bin tatsächlich am PC eingeschlafen. Habe auch etwas geträumt, erinnere mich aber nur noch dunkel daran. Habe Hunger, aber leider nichts mehr da. Es ist inzwischen 02:12 Uhr, und eigentlich sollte ich jetzt schlafen. Habe mir einen frischen Milchkaffee (mit Koffein) gemacht. Muß  unwillkürlich an die Holanka Bar denken. Ok, und was mache ich jetzt? Morgen mittag ist ja diese Koloskopie, da muß ich vorher dieses Zeug trinken. Mahlzeit!

Die Resonanz auf meine drei Posts auf 𝕏 ist ziemlich mau. Überlege, ob ich meinen Account dort nicht löschen soll, aber was hatte ich erwartet? Wenigstens etwas Feedback. Nur: Als ich – das ist auch schon Jahre her – noch auf Facebook war und dort ein oder zwei Aktzeichnungen gepostet habe, die ich mal gemacht hatte, kamen da ganz blöde und total unqualifizierte Rückmeldungen, lies: zwei Leute haben sich da über meine Zeichnungen lustig gemacht, der eine sogar mit einem animierten lachenden Schweinchen, so à la „Ha ha ha, was ist denn das?“.

Aktzeichnung von mir, die ich 2010 im „Forum 3“ in Stuttgart gemacht habe.

Eine Nachbarin von mir ist doch auf TikTok, aber das ist mir ehrlich gesagt zu kraß. Ich war nur mal vor Monaten kurz drauf, und das war’s auch schon. Habe auf 𝕏 die ganzen Politiker, denen ich gefolgt war, gelöscht (-> Unfollow) und dafür folge ich nun einigen Malern wie Gustav Klimt oder Paul Cezanne.

Muß schon wieder husten; meine Erkältung vom letzten Mittwoch ist noch nicht wieder weg.

Überlege mir, ob ich die Posts hier nicht etwas freier (in Ermangelung eines besseren Wortes) gestalten soll. Angeregt worden bin ich dazu durch die Gemälde von Jean-Michel Basquiat, der ja auch Text verwendet hat. Das Problem ist nur der sehr kryptische HTML-Code hier auf Blogger, der teilweise denkbar unnötig kompliziert ist.

Habe solchen Appetit auf so ein leckeres mürbes Hörnchen vom Trölsch, wo ich aber nur noch selten hingehe. Dort essen kann ich mir gerade nicht leisten; außerdem sind die Bedienungen – teilweise wenigstens – denkbar unfreundlich, besonders die Damen S. und M.

Junge Frau mit Hijab. Foto von Muhammad Ruqi Yaddin auf Unsplash. Bearbeitung: Gimp 2.10.30


Mir fallen gerade in letzter Zeit immer  mehr Frauen mit Hijab auf. Habe den Eindruck, daß es immer mehr werden. Allein unten im Stuttgarter Hauptbahnhof (S-Bahn) zwei Gruppen mit je vier jungen Frauen mit Hijab. Frage mich ja schon eine Weile, was das soll. Was haben, so mein Gedankengang, denn Haare mit Religion zu tun? 

Fühle mich immer mehr überfremdet und wünsche mir die Zeit von vor, sagen wir, zwanzig, fünfundzwanzig Jahren zurück. Habe gerade wieder von einer Messerattacke gelesen und würde, wenn ich das Geld hätte, am liebsten nach Paris ziehen.

Häuser beim Gare de Lyon in Paris anno 2018. Foto von mir.

Mittlerweile ist es glücklich 03:54 Uhr. Mein Nachbar H. ist aber noch nicht wach; jedenfalls habe ich ihn noch nicht gehört. Ich habe ja meine Wohnungstür auf, um etwas durchzulüften. Da, wo ich wohne, geht das. Ich wohne im Erdgeschoß, und die Wohnungstür geht auf einen Innenhof hinaus.

Mein Nachbar H. Foto von mir.

Mein Favorit unter den Super-Models ist Bella Hadid. Mein Traum: Sie mal zu fotografieren. Es gab da mal auf Instagram ein traumhaft schönes Video mit ihr, wo sie solche schwarzen Sachen von Mugler anhatte. Dieses Video ist aber leider gelöscht worden. Ich habe aber noch ein Still, und ich habe jetzt nochmal einen Versuch unternommen, von Mugler die Erlaubnis zum Posten zu bekommen. Gottseidank hat es auf der Seite von Mugler eine Option, wo man Dateien hochladen kann. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen.

Anthonis van Dyk: „Verheiratetes Paar“. Gemeinfrei.

Habe dieses schöne Gemälde von van Dyk auf 𝕏 entdeckt.
Vor ein paar Jahren bin ich auf das Projekt „Selfie“ der Ungarin Flóra Borsi gestoßen, aber schon damals habe ich mich gefragt, wie sie so erfolgreich sein kann, wenn sie einfach (ungefragt?) irgendwelche Schwarz-/Weiß-Fotos von Prominenten benutzt und nicht einmal den Fotografen des Originals nennt?
Hier ein Beispiel:

Flóra Borsi und Marilyn Monroe. Aber: Wer hat da das Copyright?

Heute nachmittag

Ich war heute mittag in Stuttgart im Kunsthaus Fischer, wo eine Vernissage stattfand. Gezeigt wurden Arbeiten von Beatriz von Eidlitz, und zwar Bilder mit Pigmenten und Oxyden auf Eisen. Dort war ich aber nur ganz kurz, zumal die Galerie relativ klein ist. Außerdem konnte ich mit den Sachen dort nur wenig anfangen. Den angebotenen Sekt lehnte ich ab, weil ich keinen Alkohol trinke.

Der Hotalo in der Bolzstraße in Stuttgart. Foto von mir.

Dann bin ich noch zum Hotalo essen gegangen: eine Nudelbox mit panierten Hühnchenstücken.

„Ohne Titel“ (2025). Foto und Grafik von mir.

Habe dieses Foto an die deutsche „Vogue“ geschickt und bin gespannt, ob da etwas zurückkommt. Zu große Hoffnungen mache ich mir allerdings nicht. Die „Vogue“ hat schließlich ihre Standards, und ich bezweifle bzw. ich weiß es nicht, ob die Zuständigen für solche experimentellen Fotos offen sind.

Und noch ein Foto, das ich gerade bearbeitet habe:

„Ohne Titel“ (2025). Foto und Grafik von mir.

Das Folgende ist ein Experiment. Bisher habe ich aus copyright-rechtlichen Gründen nichts von Instagram gepostet, aber jetzt versuche ich es doch mal. Ich meine, wenn diese Leute – und damit meine ich den Nachlaß von Jean-Michel Basquiat – das auf Instagram posten, wird es doch wohl ok sein.

Ich gebe zu, daß die Bilder von Jean-Michel Basquiat bei aller Destruktivität (yep!) ihren Reiz haben. Da ist so eine große archaische Energie, und das wird die Sammler wohl so angezogen haben. Nicht umsonst wurde das teuerste Gemälde von Basquiat für $ 110,5 Millionen versteigert.

Poste probehalber wieder auf 𝕏, aber nichts zu Politik; nur meine Fotos und Grafiken und ein paar Tweets zu Kunst. Es kann aber sein, daß ich meinen Account bei 𝕏 bald wieder lösche. Zuviel, was mir da nicht gut tut (lies: Politik und Mißstände).

Heute vormittag

Als ich die Dias, die ich von 2002 bis 2008 fotografiert habe, einscannen lassen wollte, habe ich mir die Firma Mediafix ausgesucht. Als ich die Scans aber bekam, waren da überall Fusseln drauf. Daraufhin sagte man mir bei Mediafix, ja, Reinigung sei im Preis nicht inbegriffen, das hätte ich extra zahlen müssen. Aber so macht man doch bitteschön keine Geschäfte. Mein Fazit: Nie wieder!

Scan mit Fusseln (Detail; siehe die weißen Kreise).

Dabei gehen diese Fusseln oben noch; teilweise waren da richtige dunkle Körner auf hellem Hintergrund.
War bis jetzt beim Bahnhof, zuerst beim Trölsch, ein mürbes Hörnchen kaufen, und dann einen latte macchiato in der Back-Factory trinken.  Beim Trölsch war eine größere Schlange von vielleicht sieben Leuten. Kurz, bevor ich an die Reihe kam, drängelte sich da ein stadtbekannter Chaot mit Dreadlocks, den ich aus Stuttgart kenne, einfach vor und wurde sogar bedient – ungeachtet meines Protests. Überhaupt hat sich das gesellschaftliche Klima in den letzten zehn, zwanzig Jahren spürbar verschlechtert.
Noch ein Foto; ein Scan, den ich noch auf meiner Festplatte hatte und den ich bearbeitet habe. Die Unschärfe ist übrigens Absicht.
„Ohne Titel“ (2025). Foto und Grafik von mir.

Heute abend

War heute nachmittag in Stuttgart und habe auf dem Rückweg in der Haltestelle „Schwabstraße“ folgendes Foto aufgenommen:

„Schwabstraße“ (2025). Foto von mir.

Schon auf dem Hinweg wurde ich auf dem Bahnsteig von einer Ausländerin angebettelt. Das Wort „Arbeit“ wollte sie aber nicht hören. Na ja, ich weiß nicht, ob das von mir so toll war; mich macht diese Bettelei aber einfach aggressiv. In der S-Bahn ein weiterer Ausländer, der durch den ganzen Zug gegangen ist und jeden Abfallbehälter – diese Dinger, die direkt unter den Fenstern sind – aufgemacht hat. Auch das hat mich genervt.

Auf dem Rückweg war am Hauptbahnhof unten irgendeine Signalstörung; deshalb sind die Züge (S-Bahnen) nicht pünktlich gefahren. Nachdem ich an der Schwabstraße, wo ich besagtes Foto oben gemacht habe, weil mir die gelben Ornamente aufgefallen waren, den Zug gewechselt hatte, waren da auf der anderen Seite des Mittelgangs zwei Ausländer – ein Mann und eine Frau, beide schon älter -, die sich laut in irgendeinem jugoslawischen Dialekt unterhalten haben. Ich habe mir das kurz angehört und mich dann weggesetzt. Nur kam ich da vom Regen in die Traufe, weil ein Stück vor mir vier andere Ausländer sich ebenfalls laut unterhielten. Ich kann mir nicht helfen, und ich glaube nicht, daß ich mir das einbilde, aber mir scheint, daß Ausländer einfach lauter sind als Deutsche.

War in Stuttgart wegen einer Gastroskopie, die mal wieder fällig ist. Das heute war nur die Vorbesprechung.

Die Wände der S-Bahn-Haltestelle „Schwabstraße“ sind wirklich schön gestaltet (siehe oben): geometrische Muster in verschiedenen Gelbtönen. Ich hätte am liebsten noch mehr fotografiert.

Trinke gerade einen entkoffeinierten Kaffee mit Kaffeeweißer. Den hat mir meine Nachbarin M. geschenkt. Mir war die Milch ausgegangen, und ich hatte sie gefragt, ob sie welche hätte. Sie trinkt aber keine Milch; statt dessen hat sie mir den Kaffeeweißer geschenkt, der noch halb voll war. Ich habe ihr dafür heute eine Tafel Milka-Schokolade mitgebracht.


Weiß nicht mehr, was ich heute noch posten soll, bis mir eingefallen ist, daß ich ja ab morgen auf der FMX 2025 bin und von dort berichten werde. Ich werde auch meine Kamera mitnehmen und Fotos machen.

Da ich von der VG Bild-Kunst nun die Genehmigung bekommen habe, kann ich auch ein Foto eines Portraits von Alberto Giacometti posten.

Alberto Giacometti: „Portrait dʼAnnette à la blouse jaune“ (1964). © Succession Alberto Giacometti / VG Bild-Kunst, Bonn 2025.


Charakteristisch für den reifen Stil von Giacometti sind der mit feinen Pinselstrichen herausmodellierte Kopf sowie die zurückgenommene Farbigkeit. „Die „blouse jaune“ (gelbe Bluse) ist hier auf dem Gemälde von gebrochenem Orange. So wird nicht vom Kopf der jungen Frau abgelenkt, der den optischen Mittelpunkt dieses Gemäldes darstellt.

Heute morgen

Es ist 02:23 Uhr. War schon draußen und habe ein par Worte mit meinem Nachbarn H. gewechselt, der geraucht hat. Habe mir einen Milchkaffee mit Koffein gemacht, weil ich keinen anderen Kaffee mehr da habe.

Hier ein ausnehmend schönes Gemälde von Marie-José Domenjoz aus Frankreich:

Marie-José Domenjoz: „I could“. Acryl auf Leinwand; 41,6 x 47,2 x 1,2 Zoll. © Copyright by Marie-José Domenjoz.

Das ist eines der Gemälde von Marie-José Domenjoz, die mir am besten gefallen. Teilweise ist mir in den Gemälden jedoch etwas zuviel Rot vorhanden. Der Preis ist mit € 2.448,- denke ich, ok. So etwas würde ich mir im Stuttgarter Kunstmuseum wünschen.

Wollte ein Foto auf Saatchi Art hochladen, aber das ging aus irgendeinem Grund nicht. Keine Ahnung, was da los ist.

Formular zum Hochladen von Bildern auf Saatchi Art. Screenshot von mir.

Hoffe, daß meine Besprechungen von Kunst-Portalen dem einen oder anderen vielleicht als Entscheidungshilfe bei einem evt. Kauf dienen. Habe ja, wie ich meine, einen sehr hohen Qualitätsanspruch.

Ein schwarzes Bild auf der Staffelei (undatiert). Acryl auf Packpapier, auf Leinwand aufgezogen; 42,5 x 53,5 cm; gerahmt. Eigenes Werk.

Frage mich, was ich mit obigem Gemälde machen soll, das gerade auf meiner Staffelei steht. Falls der oder die eine oder andere Interesse hat, es zu kaufen, kann er oder sie sich gerne bei mir melden. Preisvorstellung: € 1.500,-.
Kann nach meinen verschiedenen Besuchen das Kunstmuseum Stuttgart nur sehr eingeschränkt empfehlen, da die Qualität vieler Exponate leider nicht so toll ist. Würde deshalb eher in die Staatsgalerie gehen, die mittwochs freien Eintritt hat. Dort sind immerhin Arbeiten von Mondrian oder Rembrandt ausgestellt.

Werkstatt des Rembrandt Harmenszoon van Rijn: „Selbstbildnis mit roter Mütze“ (um 1660; Staatsgalerie Stuttgart). Gemeinfrei. Foto von mir.

Soweit ich weiß, ist die Urheberschaft dieses Gemäldes jedoch umstritten. Nichtsdesto weniger finde ich es wunderschön. Damals hatten die Maler anders als heute noch eine solide Technik. Heutzutage dagegen ist das malerisch Schöne offenbar nicht mehr gefragt. Habe mich ja vor ein paar Monaten mal mit einem ehemaligen Studenten der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart unterhalten. Da wird eine Klasse über altmeisterliche Maltechnik nur als Option angeboten, die man wahrnehmen kann oder eben auch nicht. 
Finde, daß die derzeitige Entwicklung, die die zeitgenössische Malerei genommen hat, in einer Sackgasse endet, wenn man sich nicht auf die alten Maltechniken zurückbesinnt.

Ein Maler, dessen Portraits mir ausnehmend gut gefallen, ist Alberto Giacometti. Diese Portraits sind in ihrer zurückgenommenen Farbigkeit sehr „dicht“. Auch seine langgezogenen Skulpturen finde ich sehr ansprechend. Giacometti hat sich da einen ganz eigenen Stil erarbeitet. Wenn ich von der VG Bild-Kunst die Lizenz bekomme, werde ich hier ein Portrait von ihm posten.
Bilder an meiner Wand. Foto von mir.
Ich finde, daß die obigen Bilder schon viel zu lange an meiner Wand hängen. Es wird Zeit für etwas Neues. Wie gesagt, wer Interesse hat, sie zu kaufen, der möge mir einfach eine Email schreiben.
War gerade beim Bahnhof, zuerst im Yorma’s, wo ich eine Butterbrezel mit Schnittlauch gekauft habe, und dann in der Back-Factory, wo ich die Brezel zu einem latte macchiato gegessen habe.
Habe der Galerie Schlichtenmaier auf Schloß Dätzingen folgende Email geschickt
„Sehr geehrter Herr Baumann,

danke für Ihre offenen Worte. Vielleicht können Sie mir dann aber
sagen, wie ich ohne eine Galerie in den sogenannten primären Kunstmarkt hineinkomme. Wenn sich bei mir zu Hause die
Gemälde stapeln, habe ich irgendwann keine Motivation mehr, weiterzumachen. Im Augenblick bin ich voller Ideen.
In Ergänzung zu meinen Gemälden habe ich auch ein paar Grafiken am Computer erstellt, die meiner Ansicht nach
durchaus ihren Wert haben (s. Anhang). Vielleicht können Sie mir, wenn Sie mich schon nicht aufnehmen, einen Tip geben,
wie ich weitermachen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny, Ludwigsburg“

und bin mal gespannt auf die Antwort. Ich habe außerdem das New-Futures-Programm für aufstrebende Künstler angemailt:

„Hello,

I am an aspiring artist from Germany.  I don’t have a gallery,
yet, and I just found your website. My question: What do I have to do to join you? I am a painter,
photographer, graphics artist, and writer. I have a blog where I
frequently write about art & painting. I am attaching a photo of one of my works, and I would be glad to hear from you.

Cheers,

Claus“

Vielleicht ergibt sich da eine Möglichkeit, wo ich meine Sachen ausstellen kann.

Habe einen interessanten Artikel über den Maler Piet Mondrian (1872 – 1944) gefunden. Er hat ja später bis an sein Lebensende sehr strenge geometrische Werke geschaffen.

Ein Beispiel:

Piet Mondrian: „Komposition in Weiß, Rot und Blau“ (1936; Staatsgalerie Stuttgart). Gemeinfrei.
Mondrian ist insofern interessant, als er gegenständlich angefangen und dann schrittweise immer mehr abstrahiert hat, wie man z. B. an seinen Baum-Bildern sehr gut sehen kann.