Schlagwort-Archiv: Wirtschaft

Heute morgen

Bin schon wach. Draußen – ich habe die Tür auf – regnet es.

Bin nochmal eingeschlafen und habe mir gerade einen Milchkaffee gemacht.

KI-Symbolbild. Foto: Screenshot YouTube

KI-generiert oder nicht, das ist hier die Frage. Die Rede ist von humanoiden Robotern1. Dieses Jahr ist mir erst so richtig bewußt geworden, daß die Zukunft, die bisher nur in Science-Fiction-Romanen geschildert wurde, längst begonnen hat. Luft-Taxis, humanoide Roboter und was-weiß-ich-noch alles.

Aus dem Newsletter der russischen Botschaft in Berlin:

„Präsident Wladimir Putin gab eine detaillierte Einschätzung der aktuellen Lage [im Ukraine-Konflikt] ab und hob das Interesse der russischen Seite an einer friedlichen politisch-diplomatischen Lösung hervor.“—Botschafter Sergej J. Netschajew

Der russiche Botschafter Sergej J. Netschajew (Ausschnitt). Quelle: https://austria.mid.ru/ru/. Lizenz: CC BY 4.0.

War in der Stadt, einen Cappucino trinken und etwas essen. Habe wieder mehr Geld ausgegeben, als ich urspünglich wollte. Dabei frage ich mich, gerade, wenn ich im Rewe einkaufe, wer im Endeffekt das ganze Mehr an Geld kassiert. Kaffee-Pads über 20% gestiegen, Käse über € 3,-, und so geht es weiter. Markenschokolade kostet mittlerweile über € 2,-. Zu D-Mark-Zeiten hat sie 99 Pfennige gekostet; das ist eine Steigerung um 400%. Olivenöl kostet jetzt teilweise über € 10,- etc. pp.

Habe manchmal den Impuls, das Sozialamt doch nochmal anzuschreiben, ob sie nicht die € 274,69 für die eine Krone übernehmen können, aber ich weiß ja, was da zurückkommt. Das Schlimme ist, daß man mit der Sachbearbeiterin nicht vernünftig reden kann. Die verschanzt sich einfach hinter ihren Paragraphen.

1 Das ist eindeutig KI-generiert.

Heute abend

Bei der Caritas gibt es eine kostenlose Rechtsberatung. Man muß sich nur registrieren und eine Beratungsstelle in der Nähe angeben1, dann kann man sein Anliegen online übermitteln.

Habe Anfang September beim hiesigen Amtsgericht einen Antrag auf Beratungsschein abgegeben. Jetzt haben wir den 14. Oktober, und der Antrag ist immer noch nicht bearbeitet. Ok, er kam einmal zurück, weil ich vergessen hatte, zu unterschreiben, aber inzwischen müßte da doch eine Entscheidung getroffen worden sein. Da ist immer von Bürokratieabbau2 die Rede, aber in der Praxis haut das noch nicht so ganz hin.

Habe die FAQ etwas aktualisiert. Da hatte es u. a. ein paar tote Links. Darüber hinaus habe ich zwei, drei Fragen (und Antworten) ergänzt.

1 Das ist aber nicht ganz so einfach. In meinem Fall – 71636 für Ludwigsburg – wurde keine Beratungsstelle gefunden. Auch bei Stuttgart – 70173 – kam nichts. Erst als ich Esslingen -73734 – eingegeben habe, wurde ich fündig. Da muß man eben etwas herumprobieren und ggf. die PLZ der nächstgrößeren Stadt eingeben.

2 So, wie die Regierung und hier vor allem Herr Merz uns belügt, glaube ich das vom Bürokratieabbau ehrlich gesagt auch nicht. Interessant bei der Biografie3 von Friedrich Merz ist auch, daß der Name BlackRock, wo Merz laut Wikipedia von 2016 bis 2020 als Vorsitzender im Aufsichtsrat tätig war, nirgendwo vorkommt; lediglich Mayer Brown LLP. Siehe auch die sehr informativen Artikel „Die vielen Geschäfte des Friedrich Merz“ sowie „Anwälte hinter verschlossenen Türen“, beide erschienen beim renommierten „Handelsblatt“.

Zitat aus „Anwälte hinter verschlossenen Türen“:

„Der CDU-Abgeordnete Friedrich Merz betrat die Sitzung der NRW-Landesgruppe im Bundestag und teilte zur Verblüffung vieler mit, dass er heute mal nicht als Fraktionsmitglied, sondern als Anwalt der RAG – der ehemaligen Ruhrkohle AG – auftrete. Denn die Sozietät Mayer, Brown, Rowe & Maw, der Merz als Partner angehört, berät die RAG bei ihrem geplanten Börsengang. Die öffentliche Empörung folgte auf dem Fuß – zu Recht.“—Jörg Lichter und Lars Reppesgaard

3 Diese Biografie ist nebenbei löchrig wie ein Schweizer Käse, hatte Friedrich Merz zeitweise doch bis zu 20 Posten gleichzeitig inne.

Hier eine Auswahl:

Wie ein einzelner Mensch das schaffen kann, weiß vermutlich Friedrich Merz allein. Dabei ist er hier nicht einmal Spitzenreiter.

Dr. Frank Nopper. Foto: IMAGO

Dr. Frank Nopper, der OB von Stuttgart, kommt auf, wenn ich richtig gezählt habe, 50 Posten, davon allein 11 Aufsichtsratsposten. Ich habe mal im Fernsehen eine Sendung gesehen, in der ein Fachmann dargelegt hat, daß ein Mensch mit zwei Aufsichtsratsposten eigentlich ausgelastet ist.

Heute abend

Über die NachDenkSeiten bin ich auf die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gestoßen. Dort habe ich u. a. folgende Grafik zur Inflation in Deutschland entdeckt:

Dabei frage ich mich, welche Aussagekraft diese Statistik hat, wenn z. B. beim Rewe Kaffeepads von € 4,39 auf € 5,39 aufschlagen; das sind 22,78 % und keine 2,2 %. Und das ist kein Einzelfall. Da kann man sich fragen: Was stimmt da nicht?

Und das ist der Warenkorb, der benutzt wird, um die Inflationsrate zu berechnen:

Bei mir paßt das schon insofern nicht, als ich für Wohnung allein warm 43,2 % meines Einkommens ausgebe.

Email an Herrn Andreas Peichl vom Ifo-Institut:

„Guten Tag Herr Peichl,

im Interview mit der „Süddeutschen“ sagen Sie tatsächlich „Gerade sind wir bei mehr als 500 Sozialleistungen, die man bekommen kann.“ Wie kommen Sie denn darauf? Wie Sie eigentlich wissen müßten, ist die Sozialhilfe mittlerweile pauschaliert. Praktisch alles, was nicht im Regelsatz enthalten ist, wird vom Sozialamt abgelehnt. Vielleicht können Sie kurz dazu Stellung nehmen.

mfg,

C. Cyrny“

Keine Antwort.

Durch obige Aussage entsteht – absichtlich? – ein völlig falsches Bild von den Beziehern von Sozialhilfe, Grundsicherung und Bürgergeld, so als ob sie in einem Land leben würden, in dem Milch und Honig fließen. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Ich finde solche Aussagen nicht zielführend. Zudem macht dieser Artikel bei Springers „Welt“ deutlich, wo dieses Institut politisch steht.

Zitat:

„Das Ifo-Institut plädiert für einen drastischen Umbau von Deutschlands Sozialleistungen.“—Die „Welt“

Beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) lese ich:

„Aufgrund des demografischen Wandels fehlen immer mehr Fachkräfte in wichtigen Branchen. Zuwanderung kann helfen, diese Lücken zu schließen, aber nur, wenn gezielt qualifizierte Arbeitskräfte gewonnen werden. Eine gut gesteuerte Einwanderung kann nicht nur offene Stellen besetzen, sondern auch die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft stärken.“—IW

Ja, aber was ist mit der Überfremdung von Deutschland durch immer mehr Ausländer, besonders aus Nicht-EU-Staaten? Dieses Thema scheint bei uns tabu zu sein. Man wird da schnell als ausländerfeindlich etikettiert, wenn man diesen Standpunkt vertritt. Besonders augenfällig wird diese Entwicklung in Brennpunkten wie der Myliusstraße in Ludwigsburg oder um den Busbahnhof. Wenn man aber städtische Stellen anschreibt, bekommt man in der Regel keine Antwort. So kann man es natürlich auch machen, und so bekommt auch die AfD Zulauf. Frage mich, ab wann man dann eigentlich etwas sagen darf?

Ebenfalls beim IW lese ich Folgendes:

„Das Eigenheim spielt bei der Vermögensbildung eine große Rolle. Während nicht einmal jeder Zehnte unter 35 Jahren in den eigenen vier Wänden lebte, war es bei den 55- bis 64-Jährigen mehr als jeder Zweite.“—IW

Mehr als jeder Zweite? Das glaube ich enfach nicht.

Heute nachmittag

Bin von meiner Tätigkeit als Unterstützer fürs BSW aus verschiedenen Gründen sehr enttäuscht und möchte da nicht länger mitmachen.

Andreas Peichl. Foto: © Copyright Ifo-Institut

Habe auf meine Email an das Ifo-Institut bisher keine Antwort bekommen. Sollte ich mit dem Verdacht, daß deren Andreas Peichl in einem Interview mit der „Süddeutschen“ gelogen hat, recht behalten? Herr Peichl hatte in dem Interview behauptet, daß man 500 Sozialleistungen bekommen könne – etwas, das ich für absoluten Quatsch halte, denn erstens ist die Zahl viel zu groß, und zweitens wird zumindest bei mir (Rente plus Grundsicherung) alles, was über den Regelsatz hinausgeht, abgelehnt.

Da fällt mir ein, daß der Regelsatz ungeachtet der Inflation anno 2025 nicht erhöht wurde. Es gibt auch keine einmaligen Zahlungen an die Bezieher von Bürgergeld, Sozialhilfe und Grundsicherung. Und gestern habe ich tatsächlich gelesen, daß 300.000 Bezieher von Sozialleistungen Teile des Regelsatzes dazu benutzen müssen, um ihre Miete zu bezahlen. Also, das geht ja gar nicht.

Heute nachmittag

Die Bundesregierung weiß auch nicht, was sie will. Mir scheint beim Durchlesen der Schwerpunkte ihrer Politik aber, daß sie vor allem gut dastehen will.

Screenshot von der Seite der Bundesregierung

Sie verspricht Steuersekungen; gleichzeitig beschwert sie sich, daß es angeblich an Geld fehlen würde. Was denn nun? Jedenfalls ist es keine Stärke dieser Regierung, unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen. Unpopulär bei den sozial Schwachen geht aber schon, denn die haben ja keine starke Lobby, da kann man Kürzungen schon bringen. Da kann man schon mal ein paar Milliarden „einsparen“. Sieht so der vielzitierte „Herbst der Reformen“ aus?

Screenshot von der Seite der Bundesregierung

Und „gute Arbeit“. Was soll das denn bitte heißen? Hört sich erst mal schön an, das war’s aber auch schon. Als ob die Bundesregierung groß Einfluß auf die Arbeitssituation der Beschäftigten hätte. Das ist doch einfach Quark.

Man muß sich überhaupt klarmachen, daß die Informationen auf der Seite der Bundesregierung in erster Linie PR sind. Auch der „Herbst der Reformen“ ist ein PR-Konstrukt.

Zitat:

„Die Bundesregierung hat die finanziellen Weichen für die Zukunft Deutschlands gestellt. Mit massiven Investitionen, Strukturreformen und einem klaren Konsolidierungskurs wird das Land sicherer, moderner und wettbewerbsfähiger.“—Lars Klingbeil

Sicherer, moderner, wettbewerbsfähiger. Wie aus einem Werbespot für Autos.

Habe vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz eine sehr, sehr umständliche Antwort bekommen, eben total bürokratisch. Habe kurz darauf geantwortet; das war’s dann aber. Diese Ministerien blicken’s einfach nicht. Zu erwarten, man würde da eine Antwort bekommen, die auch wirklich auf das eingeht, was man schreibt, ist praktisch aussichtslos.

Habe ein interessantes Zitat von Dieter Hallervorden:

„Nur wer gegen den Strom schwimmt, gelangt zur Quelle.“—Dieter Hallervorden

Habe gerade versucht, einen Neurologen telefonisch zu erreichen, leider vergeblich. Werde das Gefühl nicht los, daß diese Fachärzte sich immer mehr abschotten. Da kommen endlose Sprachmenüs mit oder ohne Musik, digitale Assistenten usw. usf. Früher war das, so meine ich, bedeutend einfacher. Entweder kam man durch oder es war eben besetzt.

Da der besagte Neurologe auch nicht besonders freundlich war, habe ich eine entsprechende Bewertung entworfen, die ich morgen ggf. online stelle, wenn ich wieder keinen Arztbrief bekomme. Der Arzt hatte mir nur eine schlampig (Rechtschreibfehler) ausgefüllte gelbe Überweisung gegeben. Ich meine, ich muß ja nicht alles mitmachen.

Heute mittag

War heute morgen beim Trölsch, frühstücken. Ein Eclair und eine Tasse Cappuccino € 8,30, das wären nach alter Währung DM 16,23. Früher hätte das kein Mensch bezahlt. Frage mich ja schon lange, wer hier der große Gewinner ist.

Heute ist bei dem Ludwigsburger Busunternehmen LVL Jäger der „Tag des Busses“. Bin also dorthin gegangen, aber abgesehen von einem Schild war da gar nichts. Kein Mitarbeiter, der einen begrüßt hätte usw. – kein Garnichts. Auch kein Catering. Bin also unverrichteter Dinge wieder gegangen. Das paßt auch sehr gut zu LVL Jäger. Auch die Busfahrer sind denkbar unfreundlich. Und bei Reklamationen24 kommt LVL Jäger ebenfalls denkbar schlecht weg.

Kämpfe schon eine ganze Weile mit dem TOTP-Feature1 von KeePassXC. Finde das einfach denkbar kompliziert gelöst. Es tut mir leid, aber ich fühle mich da komplett überfordert. 🙁

1 Ich habe da offenbar einen Fehler gemacht, weil TOTP anscheinend (?) über das Handy läuft. Wie schon gesagt, alles (?) wird immer komplizierter.

Heute nachmittag

War heute wieder im Rewe. Kaffee-Pads von € 4,39 auf 5,39, das sind 20,2% und nicht 2,2%, wie angeblich die Inflationsrate derzeit ist. Frage mich, was dann die angebliche Inflationsrate für eine Aussagekraft hat. Und immer noch stellt sich auch die Frage, wohin das ganze Geld schlußendlich geht. Und während wir einkauften, immer wieder die imho nervige Werbung für Rewe-Bonus.

Bin mal auf die Reaktionen auf meinen letzten Artikels für die LinuxNews gespannt. Es geht da um die Migration von WordPress vom Provider auf einen lokalen Server (localhost). Habe den Artikel gestern geschrieben, und er hat mir schon einiges an Konzentration abverlangt.

Frauen mit Hijab (links) und Niqab (rechts). Fotos: Unsplash

Habe gerade einen Artikel über das Tragen eines Hijab (Kopftuch) entdeckt. Ich persönlich finde diese Sitte nicht so toll. Für mich ist das tiefstes Mittelalter. In dem Artikel heißt es u. a.:

„Eine Frau, die Hijab trägt, wird zu einem sehr sichtbaren Zeichen des Islam.“—Aisha Stacey

Ja, „sehr sichtbar“. Und: Es werden ja immer mehr Frauen, die Hijab tragen. Vor, sagen wir, zehn Jahren gab es das praktisch noch nicht. Frage mich langsam, ob man nicht von einer Islamisierung Deutschlands reden muß.

Thilo Sarrazin. Foto: Nina Gerlach; eigenes Werk. Lizenz: CC BY-SA 4.0.

Und da ist dann ja noch das Buch von Thilo Sarrazin. Habe es mir voriges Jahr mal gebraucht gekauft, aber praktisch noch nicht darin gelesen. Heute nun habe ich es aus dem Regal geholt und etwas über die Tafeln und die sozial Schwachen gelesen. Herr Sarrazin bemüht da sogar die Bibel („Speisung der 5000“). Anscheinend hat er sogar versucht, nachzuweisen, daß man vom Regelsatz leben kann. Nun ja. Er hat aber bestimmt noch nicht wie ich 18 Jahre von diesem Satz leben müssen. Und als (vermutlicher) Millionär tut das ja nicht groß weh, wenn man sich mal für ein paar Tage einschränken muß.

Heute morgen

Bin heute (leider?) wieder so früh wach (es ist gerade 02:45 Uhr.) Kann es sein, daß mir um diese Zeit mehr einfällt als später?

Ok, bin Gottseidank nochmal eingeschlafen, wenn auch am PC. 🙁 Inzwischen ist es 06:43 Uhr, und ich trinke meinen ersten Milchkaffee. Höre „You Learn“ (1995) von Alanis Morissette.

Meine Nachbarin E. will „spirituell“ sein, und sie macht auch alles Mögliche, aber für mich ist das alles eher esoterisch. Z. B. nimmt sie an einem Meeting von Leuten teil, die sich mit „Quanten“-Heilung beschäftigen. Da geht es auch schon los. Was haben denn Quanten – an sich ja ein Begriff aus der Physik1 – mit Heilung zu tun? Kann das sein, daß man das halt genommen hat, weil es sich gut anhört? So kommt es mir jedenfalls vor. Und: Diese Nachbarin ist auch auf TikTok sehr aktiv. Ich habe auf TikTok mal kurz reingeschaut, aber ich fand das einfach zu krass.

Muß, was das Essen von Süßem angeht, was unternehmen. Mein Blutzucker ist schon wieder bei 254 🙁 , und das Meßgerät hat gerade gepiepst.

Beschäftige mich gerade mit dem Begriff „Fediverse“, weil ein paar Mitautoren bei LinuxNews immer wieder Dienste wie Mastodon erwähnen. Ich habe mich bisher noch nicht näher mit dem Fediverse auseinandergesetzt, das ja anscheinend auf Open Source basiert.

Auf Mastodon gefunden:

Hinweis in einem Supermarkt. © Copyright 2025 by LinuxNews.

Das führt diese DSGVO mit ihren ganzen Auswüchsen2 ad absurdum. Ich finde diese ganzen Cookie-Banner ja auch total überflüssig.

Muß wieder an diese absolut geschmacklose „BILD“-Werbung denken:

Screenshot von mir

Das scheint mir denn auch leider ein Ausdruck einer kaputten Gesellschaft zu sein. Auch der Titel einer Ausstellung „Scheize Liebe Sehnsucht“ geht in eine ähnliche Richtung. Bottom line: Uns wird immer mehr zugemutet. Aber die Leute lassen sich das ja gefallen.

Habe mich gestern abend mit einer Bekannten unterhalten. Thema: Politik. Frage mich, wo denn die wirklich kompetenten Politiker sind, die eine Politik für die breite Masse machen und nicht nur für eine reiche Oberschicht. Mit den geeigneten Leuten könnte man so vieles erreichen. Und die Wirtschaftspolitik vom ewigen Wachstum gehört imho auch mal auf den Prüfstand. Bei einem Planeten mit endlichen Ressourcen geht das eben nicht ewig gut.

À propos Arbeitsmarkt: Folgendem Artikel nach streicht allein Bosch 15.000 Arbeitsplätze. Und vor einer Weile habe ich mal gelesen, daß irgendwo 100.000 Arbeitsplätze wegfallen. Da frage ich mich, wie lange unsere Politiker noch die Fata Morgana von der Vollbeschäftigung vor Augen haben. Auch durch technische Entwicklungen wie der KI fallen jede Menge Jobs weg. Mein Vorschlag: Warum definieren wir im Hinblick auf die Zukunft „Arbeit“ und „Freizeit“ nicht neu? In dem Science-Fiction-Roman „Die Zeit der Katzenpfoten“ von Frederik Pohl ist das Realität. Hobbys werden wie Berufe bezahlt. Adne Bensen, eine der Hauptpersonen, verdient ihr Geld als Eindruckstesterin. Was ihr gefällt, gefällt auch über 90% der Bevölkerung. Aber leider haben unsere Politiker keine Phantasie, sondern schielen anscheinend nur auf ihre Wiederwahl.

Finde es nur schwer erträglich, daß die größte Veranstaltungshalle in Stuttgart nach einem SS-Untersturmführer benannt wurde, aber sowas tangiert, so mein Eindruck, heutzutage doch niemanden mehr. Das Unangenehme wird eben verdrängt.

Grafik von mir

1 Habe vor zig Jahren mal die Biografie von Werner Heisenberg gelesen, was sehr interessant war. Heisenberg war ja der Begründer der sogenannten Unschärferelation. Der hätte sich bestimmt bedankt, wenn er gewußt hätte, daß da irgendwelche Esoteriker den Begriff „Quanten“ in einem ganz anderen Kontext gebraucht hätten.

2 Als da wären z. B. die ganzen Datenschutzerklärungen, die oft Tausende von Wörtern umfassen. Frage mich, wer sich das alles durchliest.

Heute nachmittag

Habe dem Berliner Büro von Finanzminister Lars Klingbeil eine ermutigende Email geschrieben. Endlich mal jemand, der auch die Reichen und Superreichen zur Kasse bittet und nicht nur immer die Bürgergeldempfänger, von denen ein gewisser Anteil angeblich gar nicht arbeiten will.

„Sehr geehrter Herr Klingbeil,

ich möchte Sie ermutigen, sich auf Ihrem Kurs nicht beirren zu
lassen. Imho sind Steuererhöhungen für die Reichen und Superreichen überfällig. Natürlich will da die CDU/CSU
querschießen, aber lassen Sie sich davon nicht beirren. Und à propos „zu wenig Geld“: Die Summe aller Privatvermögen
beträgt in Deutschland laut Google 14 Billionen Euro. Das zeigt doch, daß sehr wohl genügend Geld da ist. Nochmal: Ich
finde Ihren Vorstoß sehr begrüßenswert. Bleiben Sie dran!

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

War heute wieder im Rewe in Pattonville einkaufen. Käse über € 3,-, Kaffee-Pads (40 Stück) € 5,39. Frage mich, wo das ganze Mehr an Geld eigentlich hingeht – eine Frage, auf die ich bisher keine Antwort gefunden habe. Ich meine, irgendwer muß hier doch der Gewinner sein. Das Geld versickert doch nicht im Boden. Und die Inflationsrate von aktuell 2,2% ist ja auch irreführend, wenn, um beim Kaffee zu bleiben, die Pads nicht 2,2% teurer werden, sondern – von € 4,39 auf € 5,39 – einen ganzen Euro; das sind nach meiner Rechnung über 22%, also das Zehnfache.

Habe mich etwas in den Innenhof gesetzt, aber als zwei Nachbarn angefangen haben zu rauchen, bin ich wieder gegangen. Ich bin ja Nichtraucher, und ich kann es nicht leiden, wenn ich den ganzen Rauch abbekomme.

Habe beim BSW nochmal nachgefragt, wann sich die hiesige Gruppe wieder trifft. Ich wollte da auch mal dazukommen. Habe mich ja als Unterstützer registriert, aber das Ganze zieht sich jetzt bestimmt schon einen Monat hin.

Wollte mir heute Rasierklingen kaufen. Die kosten aber – von ursprünglich € 11,95 – jetzt € 14,95. Und so geht es weiter. Frage mich, was der sog. „Herbst der Reformen“ bringen wird. So, wie ich Friedrich Merz einschätze, vermutlich wenig Positives. Bleibt eben die Frage, ob sich Lars Klingbeil mit seinen Steuererhöhungen für Mehrverdiener durchsetzen kann.

Die CMYK-Separation in Eclipse 3.1.4 PE. Für eine größere Ansicht auf den Screenshot klicken.

Nachdem ich es geschafft habe, Eclipse 3.1.4 PE unter Ubuntu MATE 24.04 zu installieren, stellt sich für mich die Frage, was ich mit diesem Programm denn konkret machen will. Ein Handbuch habe ich ja, wenn auch auf Englisch. Das habe ich nach langer Suche von dem Eclipse-Entwickler Carsten Aevermann bekommen. Leute, die sich für Eclipse interessieren, können sich gern an Herrn Aevermann wenden. Eclipse ist wie gesagt ein Programm für fortgeschrittenes Compositing, das an sich – die letzte Version datiert von 2001 – für Windows NT/98 konzipiert wurde. Es läuft aber mittels Wine auch unter Ubuntu MATE 24.04 (und vermutlich auch unter dem „normalen“ Ubuntu). Zu anderen Linux-Distributionen kann ich leider nichts sagen. Die Version 3.1.4 PE ist eine Test-Version, die nach 30 Tagen nur noch Bilder mit 1.600 x 1.600 Pixeln bearbeitet. Ob das auch unter Linux so ist, kann ich nicht sagen. Ich meine aber, daß ich dieses Programm schon länger als 30 Tage installiert habe, und zumindest kann ich Bilder mit 6.000 x 4.000 Pixeln laden. Ein wichtiges Konzept von Eclipse sind die sog. ShapeLayer1.

Nun kann man sich fragen: Was soll ich mit einem 24 Jahre alten Programm anfangen? Dazu kann ich anmerken, daß Eclipse 3.1.4 PE a) prinzipiell unter Linux läuft2 und b) imho bessere Compositing-Unterstützung bietet als z. B. Photoshop, von dem ich nicht weiß, ob die aktuelle Version (Abo!) überhaupt unter Linux zum Laufen gebracht werden kann. Das Interface ist überschaubar (s. Screenshot oben), und es unterstützt z. B. auch – anders als der Gimp – CMYK.

Wer sich für ein aktuelles Programm für Compositing interessiert, dem kann ich die Software Natron – aktuell ist Natron 2.5.0 – empfehlen, die für verschiedene Plattformen erhältlich ist. Ich habe sie zwar installiert, habe aber noch nicht viel damit gearbeitet. Ich habe nur mal den Chroma-Keyer ausprobiert. Das Interface ist aber – das ist ein weiterer Grund, der für Eclipse spricht – relativ kompliziert und imho unintuitiv aufgebaut.

Das Interface von Natron 2.5.0 unter Ubuntu MATE 24.04
 
1 Aus dem Handbuch:
 
„ShapeLayers are vector objects that you can fill with images, color, vignettes and masks. Unlike raster or bitmap data, which are based on fixed pixel values, vector data can be easily resized and manipulated without any resolution or location constraints.“—Eclipse-Handbuch 

2 Installation mittels wine Setup.exe

Heute morgen

Bin nochmal eingeschlafen und um etwa 05:20 Uhr wieder aufgewacht. Habe Hunger, aber leider nichts mehr da.

Gerade – um 06:18 Uhr – hat mein Meßgerät gepiepst: Unterzucker (69). Habe Gottseidank Traubenzucker da.

Hier eine Dokumentation zur Geschichte des Logistik-Unternehmens Kühne + Nagel während der Nazi-Zeit1. In diesem Kontext ist beispielsweise auch die Dokumentation „Das Schweigen der Quandts“ des NDR von Interesse, in der es um die Geschichte von BMW-Vorläufer AFA während der Nazi-Zeit geht. Und: Ich finde es nur schwer erträglich, daß die größte Halle in Stuttgart nach einem ehemaligen SS-Untersturmführer benannt wurde.

In diesem Zusammenhang habe ich folgende Grafik gezeichnet, die, wie ich finde gut beschreibt, wie man hierzulande mit Mißständen umgeht: Man verdrängt sie, wo es geht.


1 Seht auch den Artikel „Das NS-Erbe von Kühne + Nagel“ auf der Seite der „Tagesschau“.