Im Zuge der Diskussion um die „Stadtbild“-Äußerung von Friedrich Merz habe ich vorhin an der Bushaltestelle spaßeshalber mal die Ausländer gezählt. Es waren zehn Stück, die sich dann im Bus verteilt haben. Aber das ist natürlich keine Überfremdung, das ist „bunt“.
Nochmal kurz zum Sozialamt. Ich gehe mittlerweile davon aus, daß die Sozialämter angehalten sind, die Hilfebedürftigen gegebenenfalls anzulügen („Das ist im Regelsatz enthalten.“). Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich meine, die Sachbearbeiterinnen sind doch nicht dumm, oder?
Sind selbstfahrende Autos die Zukunft? Und was ist dann mit den Taxifahrern und den ca. 100.000 Busfahrern? Seht dazu auch folgenden Artikel. Da werden die selbstfahrenden Busse aber noch nicht berücksichtigt.

Selbstfahrender Bus in Friedrichshafen. Foto © Copyright ZF Friedrichshafen
Nach einer Reihe von Erfahrungen im Umgang mit den einigen der Ministerien, die wir in Deutschland haben – es sind insgesamt 16 Ministerien – kann ich sagen, daß diese überhaupt nicht an einem ernsthaften Dialog mit den Bürgern interessiert sind. Sind die 16 Email-Adressen also nur zur Zierde da? Es scheint fast so.
Während es bei n-tv heißt: „Steinmeier fordert Sozialstaats-Agenda: „Es ächzt im System“, stellt das manager magazin fest:
„Krisen hin, Krisen her: Die Zahl der Superreichen auf der Welt wächst unvermindert weiter.“—manager magazin
Hart gegen die Kleinen, nachsichtig gegen die Großen. So läßt sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Superreichen wie Isolde Liebherr ablichten, während er in seiner Weihnachtsansprache 2019 gesagt hat: „Bürger erster oder zweiter Klasse gibt es nicht.“ – was schlicht und einfach gelogen ist.

BMW-Erbin Susanne Klatten, die reichste Frau Deutschlands. Foto: IMAGO
Interessant ist, daß das manager magazin zur Spiegel Group gehört. Ich habe dem „Spiegel“ mindestens zwei Emails des Inhalts geschrieben, ob man dort nicht mal etwas Kritisches über die Reichen bringen könnte. Keine Antwort. Einzig das manager magazin veröffentlichte „Die 500 reichsten Deutschen“. Kritische Töne wird man da aber wohl vergeblich suchen. Das ist einfach sowas von zum Kotzen.
Auch der „Business Insider“ hat sich der sieben reichsten deutschen Familien angenommen, aber auch hier gilt: kritische Töne – Fehlanzeige. Dafür kommen dann Sätze wie „In Deutschland gibt es mehr Milliardäre denn je, doch viele von ihnen leben im Verborgenen.“ oder etwa „Sie prägen zentrale Branchen und zeigen, wie stiller Reichtum funktioniert.“. Ich dürfte mir das mit dem „stillen Reichtum“1 nicht erlauben, weil ich dann wegen Sozialbetrugs dran wäre. So funktioniert Gleichheit in Deutschland.
1 Ich muß vielmehr einmal im Jahr die lückenlosen Kontoauszüge von drei Monaten vorzeigen. Da ist dann nichts von wegen „stiller Reichtum“. Ich könnte ja irgendwo zehn Euro zuviel haben. Ich empfinde das als Schikane.


