08:19 Uhr

War heute morgen schon beim Trölsch und einkaufen. Im Rewe Idioten-Pop („a-ha-ha-ha-ha“). Ich frage mich, ob die Leute, die das unters Volk bringen, denn überhaupt kein Gewissen haben. Bettler waren heute morgen keine da, wohl, weil es zu kalt ist.

08:06 Uhr

War schon beim Rewe einkaufen und beim Trölsch frühstücken. Im Rewe das Übliche: Dudel-Pop ohne Höhen und Tiefen. Der 413er-Bus fährt immer noch nur bis Ludwigsburg ZOB, obwohl auf der Keplerbrücke schon seit Wochen keine Baustelle mehr ist.

Vermischtes

So, wie es jetzt aussieht, wird Joe Biden neuer US-Präsident. Er hat 264 Stimmen (erforderlich sind 270), wogegen Donald Trump lediglich auf 213 Stimmen kommt. Ich bin wirklich froh, wenn Trump wieder weg ist.

Zur Ludwigsburger Buslinie 413: Diese Linie fährt immer noch nur bis ZOB, obwohl die Baustelle auf der Keplerbrücke längst weg ist. Ich verstehe das nicht. Ich habe bisher auch der Versuchung widerstanden, das zuständige Busunternehmen LVL Jäger anzurufen, weil ich nur eine dumme Antwort befürchte. Mißstände im Kleinen.

Von meiner neuen E-Gitarre Marke „Harley Benton“ bin ich restlos begeistert. Ich habe sogar den „woman tone“ von Eric Clapton hinbekommen.

Zu Corona: Angesichts des „lockdown light“ begreife ich es absolut nicht, wenn die Schüler, die allmorgendlich zum Ludwigsburger Berufsschulzentrum „Römerhügelweg“ fahren, im Bus wie die Sardinen eingequetscht sind.

Ich möchte euch ermutigen, ebenfalls für die Nepalesin Tamang Mukta Susma zu spenden, über die ich in meinem letzen Beitrag berichtet habe.

Kinder aus Nepal

Auf dem Foto: Tamang Mukta Susma. Mit freundlicher Genehmigung von Yorma’s.

Nach so viel Kritischem wieder etwas Positives. Ich gehe ja jeden Morgen zu Yorma’s im Ludwigsburger Bahnhof frühstücken. Da steht unter anderem eine Spendenbox für Kleingeld, und auf der Website von Yorma’s habe ich erfahren, daß das Geld für ein Mädchen in Nepal namens Tamang Mukta Susma bestimmt ist. Jede Yorma’s-Filiale sammelt in Zusammenarbeit mit Help the Children – Hilfe für Betrawati e. V. für ein Patenkind aus Nepal. Das ist, finde ich, viel persönlicher als eine Spende, bei der man nicht genau weiß, was damit geschieht. Seitdem spende ich fast jedes Mal, wenn ich bei Yorma’s bin, etwas Geld, jetzt, wo ich weiß, daß dieses Geld Susma zukommt.

Susma ist aktuell vierzehn Jahre alt und wohnt in Dheblu, einem Dorf östlich von Kathmandu. Ihre Eltern hatten einen Hof mit Ziegen, der bei einem Erdbeben jedoch völlig zerstört wurde. Nun hat ihr Vater im nahen Nagarkot ein Geschäft aufgemacht, aber das Geld reicht kaum zum Leben. Die Spenden von Yorma’s sollen Susma helfen, die Schule zu beenden. Andernfalls würde sie wahrscheinlich, wie in Nepal üblich, früh verheiratet werden.

Neben der Spendenbox gibt es noch die Möglichkeit, für ein Kind aus Nepal eine Patenschaft zu übernehmen, die € 30,- im Monat kostet. Außerdem könnt ihr über PayPal oder Banküberweisung spenden.

Oben bleiben

An dieser Stelle ein Hinweis auf den Widerstand gegen das Großprojekt „Stuttgart 21“, das mittlerweile doppelt so teuer wie ursprünglich veranschlagt ist. Mir persönlich reichen eigentlich schon die 6 Meter Steigung des neuen Bahnhofs und die Reduzierung von 16 Gleisen des jetzigen Kopfbahnhofs auf 8 Gleise. Mein Eindruck: Da wird gegen alle Widerstände von ganz oben etwas durchgedrückt, was bei näherer Betrachtung kompletter Wahnsinn ist, nach dem Motto „Augen zu und durch“. Dier Verantwortlichen können nur beten, daß da nicht mal etwa ein Brand ausbricht. Ich unterstütze die Forderung, das Projekt „Stuttgart 21“ zu stoppen und statt dessen einen modernisierten Kopfbahnhof zu gestalten.

Jean Ziegler: „Was ist so schlimm am Kapitalismus?“

Auf dem Foto: Jean Ziegler. Mit freundlicher Genehmigung.

Während der vergangenen Tage habe ich mir das kritische Buch „Was ist so schlimm am Kapitalismus?“ von Jean Ziegler durchgelesen. In Dialogform geschrieben, antwortet der Autor auf Fragen seiner Enkelin Zohra zum Themenkomplex „Kapitalismus“. Auf einiges gefaßt, mußte ich nach der Lektüre erkennen, daß die Situation, wenn man Jean Ziegler glauben will, noch schlimmer ist als erwartet, ob es um Kinder in Guatemala oder Coltan-Minen im Kongo geht. Der Autor gibt denn auch die Einschätzung ab, daß der Kapitalismus nicht reformierbar ist, sondern abgeschafft werden muß. Nur wie das gehen soll, darüber ist sich auch Jean Ziegler unschlüssig. Das ist denn auch mein Eindruck: Es mangelt uns (noch?) an gangbaren Gegenentwürfen zum allgegenwärtigen Kapitalismus-Modell. Eines ist aber klar: So kann und darf es nicht weitergehen.

Weiterführende Links: Mein Beitrag „Jean Ziegler“ sowie Jean Ziegler bei Markus Lanz (YouTube-Video).