Kontroverse

Es gibt da ja die alte Kontroverse: Wer ist besser – Gimp oder Photoshop? Ich persönlich finde diese Fragestellung unerheblich. Natürlich hat Photoshop z. T. deutlich mehr Möglichkeiten, das Anti-Aliasing ist besser, die CMYK-Unterstützung im Gimp ist – ganz im Gegensatz zu Photoshop – ähem, sehr verbesserungsbedürftig, um es mal vorsichtig auszudrücken usw. usf. Aber: Wer den Gimp voll ausgereizt hat, der braucht sich auch vor dem besten Photoshop-Profi nicht zu verstecken.

Gimp 2.10.18: FX Foundry installieren

Menüpunkt ‚FX-Foundry‘ im Gimp 2.10.18

Das Paket FX Foundry für den Gimp besteht aus 116 Scripts und kann hier heruntergeladen werden (.tar.gz). Dann entpacken und in /usr/share/gimp/2.0/scripts/ kopieren. Anschließend den Gimp neu starten. Nun müßte, wenn alles gut geht, oben in der Menüleiste ein weiterer Menüpunkt FX-Foundry zu finden sein. Voilà!

Blender: Chroma-Keying

Vor (links) bzw. nach (rechts) dem Auskeyen

Mein allererster Versuch, in Blender einen grünen Hintergrund auszukeyen. Na ja, das Setup der Nodes habe ich soweit einigermaßen verstanden. Bleibt nur das Blau im Hintergrund, das ich noch wegbekommen muß.

Meine Nodes:

Nodes im Compositor von Blender 2.83

Success!!! 🙂 Ich habe Matte mit Image im Viewer verbunden und dann Clip White auf '0' sowie Clip Black auf '0,467' gesetzt. Jetzt ist das Bild sauber ausgekeyt. Dann noch das Ausgabeformat auf PNG mit RGBA und Film > Transparency. Wichtig: Dann das Bild rendern [F12] und abspeichern. That’s it! 😉

Und hier das Ergebnis:

Frau mit ausgekeytem Hintergrund

Ok, die Kanten der Figur sind noch nicht ganz glatt, aber das bekomme ich auch noch hin, und zwar mit ‚Feather Distance = 6‚:

Ich habe hier zur Demonstration ein Einzelbild genommen, aber das Ganze geht auch mit Videos. Dann muß man/frau lediglich den Input-Node Movie Clip nehmen.

Was ist Chroma-Keying?

Chroma Keying: Links die Frau mit Greenscreen, rechts ausgekeyt. Quelle: Wikimedia Commons. PictureYouth / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0).

Das sogenannte Chroma-Keying wird dazu benutzt, ein Objekt vor einem einfarbigen – meist blauen oder grünen – Hintergrund freizustellen und dann einen anderen Hintergrund einzufügen. Diese Technik kommt entweder beim Film in der Post-Production oder auch beim Fernsehen vor. Wichtig ist, daß der zu ersetzende farbige Hintergrund möglichst gleichförmig ausgeleuchtet wird. Fortgeschrittene Chroma-Keyer wie Ultimatte können sogar Schatten übernehmen. Man/frau unterscheidet Chroma-Keying per Hardware oder Software. Von Ultimatte gibt es beides: Neben (relativ teuren) Hardware-Lösungen gibt es auch Plug-ins (AdvantEdge) für verschiedene Post-Production-Software und sogar ein Plug-in für Photoshop. Letzteres wird einfach in den Plug-in-Ordner von Photoshop kopiert. Auch das 3D-Programm Blender hat einen Chroma-Keyer implementiert, und zwar als Node bzw. eigentlich als eine Kombination aus mehreren Nodes in der Compositing-Ansicht.

Gimp 2.10.18: Resynthesizer-Plug-in

Noch im Gimp 2.8 war das Resynthesizer-Plug-in von Paul Harrison mitinstalliert. Ok, ich meine mich zu erinnern, daß es da für Ubuntu ein extra Paket gab, das man/frau mittels Synaptic installieren konnte. Jedenfalls konnte man/frau damit schicke Sachen machen. Es war nicht nur möglich, Objekte aus dem Bild zu entfernen, man/frau konnte auch sog. – ok, das ist jetzt englisch – near-linear textures erzeugen (hmm, wie übersetzt man/frau das am besten?), so wie hier:

Zwei Texturen: Links eine kachelbare (und etwas einförmig aussehende) Textur, rechts die near-linear texture.

Gute Nachricht: Dieses Plug-in gibt es auch für den Gimp 2.10.18 (siehe folgenden Thread). Nach dem Herunterladen entpacken und die vier Dateien unter Linux in $HOME/.config/GIMP/2.10/plug-ins/ abspeichern. Den Gimp neu starten. Nun sollte das Plug-in unter Filter > Abbilden > Resynthesize... zu finden sein.

Nach dem Aufruf bekommt man/frau folgendes Interface:

Interface des Resynthesizer-Plug-ins für den Gimp

PaintShop Pro

Als ich 1996 mit Grafik angefangen habe, war Paint Shop Pro, wie er damals noch geschrieben wurde, Shareware und wurde von JASC entwickelt und vertrieben. Jetzt, 24 Jahre später, würde mich wirklich interessieren, wie die inzwischen von Corel aufgekaufte – und PaintShop Pro geschriebene – aktuelle Version aussieht und was sie kann. Habe mir deshalb die kostenlose Testversion heruntergeladen und werde mal sehen, ob ich die mittels Wine installieren kann.

Hmm, wie ich schon befürchtet hatte, geht es nicht – nicht über den Dateimanager Caja und auch nicht über eine Shell. In der Shell bekomme ich Folgendes:

claus@ccyrny:~/Downloads$ sudo wine PSP2020Installer.exe
[sudo] password for claus:
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fe30 is not acquired
Could not find Wine Gecko. HTML rendering will be disabled.
002d:err:mshtml:create_document_object Failed to init Gecko, returning CLASS_E_CLASSNOTAVAILABLE

Und:

claus@ccyrny:~/Downloads$ sudo apt-get install gecko
[sudo] password for claus:
Reading package lists… Done
Building dependency tree
Reading state information… Done
E: Unable to locate package gecko
claus@ccyrny:~/Downloads$ sudo apt-get install wine-gecko
Reading package lists… Done
Building dependency tree
Reading state information… Done
E: Unable to locate package wine-gecko
claus@ccyrny:~/Downloads$

Bleibt noch – womit ich immer wieder geliebäugelt habe -, mir CrossOver Linux zu kaufen, mit dem sich PaintShop Pro aller Wahrscheinlichkeit nach installieren lassen dürfte.

Gimp 2.10.18: Das Textwerkzeug

Das sehr unkomfortable Textwerkzeug im Gimp 2.10.18

So gern ich auch mit dem Gimp arbeite – ich benutze die Version 2.10.18 -, so sehr stört mich das imho (???) sehr unkomfortable Textwerkzeug. Vorhin wollte ich zu einem Screenshot einen einfachen Text hinzufügen, und da ich dafür die Schrift Verdana nehmen wollte, gab ich diesen Namen also statt supersonic Thin ein. Das nütze aber nichts. Sobald ich den Text tippen wollte, sprang das Textwerkzeug aber wieder auf supersonic Thin um. Liebe Gimp-Entwickler, das muß doch nicht sein. 🙁

Bei anderen Programmen wie Photoshop ist das mit dem Textwerkzeug viel eleganter gelöst. Bei Photoshop z. B. wird der Text zuerst als Vektor gerendert und erst bei Bedarf in eine Bitmap umgewandelt. Auch rutscht das Textwerkzeug bei Photoshop nicht – wie mir da schon öfter beim Gimp passiert ist – aus dem Bild heraus, etwa so:

Wo ist das Textwerkzeug?

Technisches (2)

Bisher wird dieses Blog leider noch nicht bei Google indiziert. Ich habe auf der Startseite meiner Website zwar manuell einen Link eingefügt (siehe im folgenden Screenshot rechts).

Dieser wird aber anscheinend von Google nicht erkannt. Habe deshalb in der Hoffnung auf eine Lösung meinem Provider eine Nachricht geschrieben.