Noch mehr Grafikdateiformate

In Ergänzung meines Beitrags „PNG“ hier noch etwas zu den Formaten JPG, TIFF und GIF – alles gebräuchliche Dateiformate für Grafiken. Ganz kurz: JPG oder auch JPEG – kurz für Joint Photographic Experts Group -, ist ein verlustreich komprimierendes Dateiformat mit einer Farbtiefe von 24-bit, das bedeutet 16,7 Millionen Farben. JPG wird üblicherweise für Fotos verwendet. Um beispielsweise im Gimp ein Bild als JPG abzuspeichern, muß man/frau es mit [Strg][E] exportieren.

Hier die Dialogbox, mit der man/frau im Gimp konfrontiert wird:

Dialogbox für den Export von JPGs aus dem Gimp 2.10.18

Der obige Screenshot zeigt die Einstellungen, die ich standardmäßig verwende. Die Option Smoothing benutze ich nie. Progressive muß auch nicht unbedingt selektiert werden; es bedeutet, daß das Bild nach und nach aufgebaut wird und war eigentlich nur zu Zeiten wichtig, wo man/frau sich noch mit 56k-Modems ins Internet eingewählt hat. Beim Subsampling wird das Bild in Gruppen zu je vier Pixeln aufgeteilt, aus denen dann ein Mittelwert gebildet wird.

Soviel zu JPG. TIFF– das zweite Format – ist die Abkürzung für Tagged Image File Format. Es wird häufig in der Druckvorstufe verwendet und unterstützt wie JPG eine Farbtiefe von 16,7 Millionen Farben. In einer TIFF-Datei können – wie auch in JPG – Kommentare mit abgespeichert werden. Darüber hinaus unterstützt TIFF Transparenz in Form eines Alpha-Kanals sowie die Option, mehrere Bilder in einer Datei abzuspeichern. Üblicherweise werden TIFFs entweder unkomprimiert oder mit dem verlustlos komprimirenden LZW (Lempel- Ziv-Welch) abgespeichert.

Vorsicht: Die Option JPG-Kompression sollte man /frau möglichst nicht wählen, da sie gerade von älteren Programmen teilweise nicht unterstützt wird; die Datei kann dann nicht importiert werden. Zwischen Photoshop CS2 und dem Gimp 2.10.18 klappt der Austausch dagegen; auch Inkscape 0.92 importiert TIFFs mit JPEG-Kompression. Und: Auch ImageMagick 6.9.10-23 zeigt solche TIFFs anstandslos an.

Ein Hinweis in Photoshop CS2, wenn man/frau TIFFs mit JPG-Kompression abspeichern will.

Der TIFF-Export-Dialog im Gimp:

Das dritte Format GIF (Graphics Interchange Format) wird vor allem für Bilder mit einer Farbtiefe von 8-bit (Logos, Schaubilder usw.) benutzt, das bedeutet, daß in GIF maximal 256 Farben abgespeichert sind, die in einer Palette gespeichert werden. GIF verwendet – wie auch TIFF – die verlustfreie LZW-Kompression, bei der die Bilddaten in einer Tabelle abgespeichert werden. Wichtig: GIF unterstützt Animation (animierte GIFs). Dieses Feature muß aber von der Software, mit der man/frau GIF-Dateien abspeichern will, unterstützt werden. Im Gimp ist es möglich, animierte GIFs abzuspeichern. Dabei muß jeder Frame auf einer separaten Ebene liegen.

Hier der Dialog, um GIFs aus dem Gimp heraus zu exportieren:

Wie man/frau sieht, kann man bei Animationen die betreffende Option auswählen. Dann muß angegeben werden, wie lange die Verzögerung zwischen den einzelnen Frames (in Millisekunden) ist.

Autor: Claus Cyrny

Ich fotografiere seit 1993 und mache Grafik seit 1996. Seit 1998 beschäftige ich mich auch mit visual fx. .:: artificial ::. ist so eine Art kreativer Spielwiese, wo ich Sachen ausprobiere, Gedanken aufschreibe und über die aktuellen Trends berichte. Und: Ich benutze seit 2004 Ubuntu Linux, das ich total schick finde.