Blender: Build Modifier

Angeregt von folgendem Tutorial habe ich den sogenannten Build Modifier in Blender 2.83 ausprobiert. Da wird das Model in einer Animation Stück für Stück aufgebaut. Sieht wirklich cool aus! 😉

Ein Beispiel:

Ein Ring, den ich mal vor zwei oder drei Jahren – ebenfalls nach einem Tutorial von tutor4u (sehr empfehlenswert) – gemodelt habe. Zuerst Frame 27, Frame 46, Frame 97 und dann der letzte Frame 120:

Ring mit Türkisstein: Frame 27
Ring mit Türkisstein: Frame 46
Ring mit Türkisstein: Frame 97
Ring mit Türkisstein: Frame 120

Ein Tip: Man/frau kann diese Animation auch aus einer Shell heraus rendern, etwa so:

blender -b ring_neu_build.blend -E CYCLES -s 1 -e 120 -t 4 -a

Darauf achten, daß man/frau sich im Verzeichnis der betreffenden Szene befindet. Und: Vor dem Rendern in Blender die Render-Parameter einstellen, z. B. das Verzeichnis, in dem die einzelen Frames (es empfiehlt sich das Rendern der Animation als Einzel-Frames, nicht als Video) abgespeichert werden sollen (default unter Linux: /tmp/)

Voilà!

Nachtrag

Als kurzer Nachtrag zu meinem Beitrag über Henri Matisse hier noch ein paar Bemerkungen über Malerei und digitale Kunst. Letztere wird ja von Museen und Galerien noch nicht so anerkannt wie die erstere. Ich meine, es war Markus Lüpertz, der mal gesagt hat, daß der digitalen Kunst das “Gewicht der Zeit” fehlen würde. Das mag sein, aber die digitalen Künstler haben ja – anders als die Maler – nicht von Null angefangen, sondern können (so sie wollen) auf eine Jahrhunderte lange Geschichte zurückblicken und aus dieser ihre Konsequenzen ziehen. Weshalb dem ganz offensichtlich (noch?) nicht so ist, ist mir persönlich ein Rätsel. (Ich habe über dieses Thema ja schon an anderer Stelle geschrieben.) So herrscht – was natürlich andererseits eine hauptsächlich technische Herausforderung ist – in der digitalen Kunst der Fotorealismus vor. Davon, so meine ich, müßte sie (die digitale Kunst) sich freimachen – ein Stück weit wenigstens. Der ganz offensichtlich (oder nicht?) auf der Hand liegende Vorteil wäre eine größere künstlerische Freiheit – Freiheit zum Beispiel wie etwa bei Henri Matisse oder Amedeo Modigliani, um des künstlerischen Ausdrucks willen Proportionen zu verändern. Diese Freiheit muß sich der digitale Künstler aber erst mal nehmen. Ein denkbarer Weg heraus aus diesem Dilemma wäre etwa der, daß bereits etablierte – tja, wie sagt man das? konventionelle? analoge? – Künstler den digitalen Weg gehen und das, was sie sich in dem bisherigen Medium erarbeitet haben, auf das digitale Medium übertragen. Das ist hier vielleicht alles etwas unausgegoren, was ich da schreibe, aber ich hatte jedenfalls das Bedürfnis, diese Gedanken einmal zur Diskussion zu stellen.

3D-Text in Blender

Gimp und Photoshop schön und gut, aber richtigen 3D-Text kann man/frau eben nur in einem 3D-Programm wie Blender machen (siehe folgendes Beispiel).

3D-Text: Modeling Blender, Rendering Cycles

Und als Goldtext mit Alphakanal:

3D-Text mit Goldtextur

Hmmm, ich möchte die Goldtextur möglichst so hinbekommen wie bei folgendem Ring, bei dem sich die sog. HDRI-Textur so schön spiegelt.

Ring mit HDRI-Textur

David vom Blender-Meetup hat sinngemäß gemeint, daß bei dem flachen Text nicht mehr an Reflektionen drin wäre. Eine Kugel mit derselben Textur, die ich als Test gerendert habe, hat doch Reflektionen.

Goldkugel als Referenzmodell