Stuttgart 21

Nach meinem Beitrag über den Bonatzbau im Stuttgarter Hauptbahnhof noch ein paar Worte zu „Stuttgart 21“ generell. Während anderswo klamme Kassen beklagt werden, sind bei „Stuttgart 21“ komischerweise die Milliarden da. In diesem Zusammenhang kann ich nur nochmal auf das sehr lesenswerte Buch „Schaden in der Oberleitung“ von Arno Luik hinweisen, in dem ein ganzes Kapitel dem Großprojekt „Stuttgart 21“ gewidmet ist. Nur ein Detail von vielen: Der gesamte unterirdische Bahnhof hat über seine Gesamtlänge eine Steigung von 6 Metern, das heißt, die haltenden Züge müssen permanent abgebremst werden, damit sie nicht ins Rollen kommen. Und so geht es weiter. Mein Eindruck: Da wird gegen zeitweise massive Widerstände in der Bevölkerung von ganz oben her etwas durchgedrückt, was auf so wackeligen Beinen steht, daß man/frau schier verzweifeln möchte, nach dem Motto „Augen zu und durch“.

Handys

Auch heute wieder hat sich mir im RegioExpress von Stuttgart nach Ludwigsburg das gewohnte Bild geboten. Bis auf einen Mann mit Kontrabaß, der seinen Kopf müde ans Instrument gelehnt hatte, haben alle – es waren ca. fünf – Fahrgäste um mich herum auf ihre Handys gestarrt. Haben die Leute denn nichts anderes zu tun?, frage ich mich. Weshalb sich nicht mal – ungeheurer Gedanke – mit dem/der Reisenden nebenan unterhalten? Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich habe irgendwie den Eindruck, daß dieses wie hypnotisierte Geglotze etwas Ungesundes an sich hat. Als ich noch in Ostfildern gewohnt habe, konnte ich Leute in der Stadtbahn nach Stuttgart hinunter beobachten, die wirklich eine Viertelstunde aufs Handy gestarrt haben. Ist das Fortschritt?, frage ich mich. Und zu mir: Ich habe nur ein ganz altes Nokia-Handy – kein Smartphone – , das ich meistens dazu benutze, um mir die TANs für Bank-Transaktionen zuschicken zu lassen. Telefonieren tue ich damit kaum, und ich glotze schon gar nicht stundenlang darauf rum.

Ärgerlich (2)

Da ich heute wieder in Stuttgart war, mußte ich auch unweigerlich durch den Bonatzbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Und: Obwohl dieser Bau angeblich umgebaut werden soll, tut sich seit letzten Weihnachten – gar nichts. Nun habe ich spaßeshalber bei einer der auf der Website des Bonatzbaus angegebenen Telefonnummern angerufen, und der Herr am Telefon kam sichtlich ins Stottern. Nach einer Pause, die auf meine Frage folgte, meinte er unsicher, ja, da würde „jede Menge an Arbeiten im Hintergrund laufen“. Nur: Ich persönlich sehe davon gar nichts. Und: Was für ein „Hintergrund“ soll das denn bittteschön sein? Die einzige Aktivität, die mir seit Weihnachten aufgefallen ist, sind Graffiti-Künstler, die unlängst im Bonatzbau aufgestellte große Leinwände besprüht haben, aber von wegen Bauarbeiten – Fehlanzeige. Ich kann es einfach absolut nicht brauchen, wenn mich jemand anlügt bzw. sichtlich versucht, sich herauszureden. Ich wage gar nicht, mir vorzustellen, was da wieder für Mißstände verantwortlich sind.

RenderMan für Blender

Eine gute Nachricht: Pixars RenderMan gibt es – für nicht-kommerzielle Nutzung – kostenlos zum Herunterladen. Voraussetzung ist, daß man/frau sich bei Pixar registriert, seine Daten eingibt und dem erfreulich kurzen EULA zustimmt. Die Installation von RenderMan ist erforderlich für RenderMan für Blender, den es – ebenfalls kostenlos – bei GitHub gibt.

Benjamin Givan: „The Music Of Django Reinhardt“

„Django Reinhardt, 1946“ William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Bin gerade mehr oder weniger durch Zufall auf „The Music Of Django Reinhardt“ von Benjamin Givan gestoßen (-> Google Books). Der Autor hat über 200 Solos von Django Reinhardt transkribiert, und da ich selber ein großer Django-Reinhardt-Fan bin, werde ich mir dieses Buch, das ich leider erst jetzt entdeckt habe, bestimmt kaufen.