Neutralität

Angesichts einer möglicherweise bevorstehenden Klimakatastrope frage ich mich, ob das sogenannnte Neutralitätsgebot der Medien noch aufrechterhalten werden kann bzw. soll oder ob es nicht vielmehr das Gebot der Stunde ist, klar Stellung zu beziehen. So bin ich zum Beispiel die blutleere Berichterstattung der “Tagesschau” absolut leid; ich finde sie nur langweilig und dem Ernst der Sache nicht angemessen. So müßten, um nur ein Beispiel zu geben, Lügen und Heuchelei unserer Spitzenpolitiker auch als solche benannt werden. Davor aber drückt sich die „Tagesschau“. Hinzu kommt eine einseitige, amerika-freundliche Berichterstattung, die das, was sich die USA in den vergangenen hundert Jahren an Unrecht geleistet geleistet haben, nach Kräften ausblendet, ob das nun der Vietnam-Krieg war (ein Stichwort: Agent Orange), das Engagement in Mittel- und Südamerika oder die Irak-Kriege. „Ausblendet“ hier nicht im Sinne von „nicht darüber berichten“, sondern im Sinne von „Unrecht nicht klar benennen“.