Gimp-Galerien

„Posing Girl“. Links das Originalfoto (Fotograf: Krystle), rechts die von mir im Gimp 2.8 bearbeitete Version © Copyright 2017 by Claus Cyrny.

Warum, so frage ich mich, sind in den Gimp-Galerien im Internet nicht höherwertigere Sachen zu finden? So ensteht der Eindruck, daß der Gimp allenfalls etwas für Hobby-User ist.

Drei Beispiele:

Allen dreien gemeinsam ist a) der schlechte Geschmack und – teilweise wenigstens – b) die schlechte technische Ausführung. Muß das denn sein? In diesem Kontext ist es einfach lächerlich, den Gimp mit Photoshop auf eine Stufe stellen zu wollen.

Zwei Bücher mit in Photoshop erstellten Gegenbeispielen

sowie beispielsweise die folgende Grafik von Oliver Ottner.

Email an Amazon

Im Laufe der letzten beiden Tage wurde ich bereist zweimal wegen Bagatellbeträgen von Amazon abgemahnt. Dabei habe ich vorher extra geschaut, ob auf meinem Girokonto auch genügend Deckung vorhanden ist. Ich kann mir nur vorstellen, daß es an den sog. „Vorgemerkten Umsätzen“ lag. Ok, habe das Geld also mit einem Zuschlag von jeweils € 3,- erneut auf das angegebene Konto bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG überweisen. Solche Überweisungen dauern laut Amazon zwischen drei und fünf Tagen, bis sie dem Empfängerkonto gutgeschrieben werden. So fand ich es schon etwas merkwürdig, wenn ich noch am selben Tag erneut eine Email bekam, in der ich aufgefordert wurde, Empfängerkonto, Betrag, Betreff und einen Kontoauszug zu schicken. Daraufhin schrieb ich Amazon folgende Email:

„Guten Tag Herr Priebe,

weshalb warten Sie nicht einfach 3 – 5 Werktage, bevor Sie mich erneut abmahnen?  Das Ganze ist doch für € 3,99 viel zuviel Aufwand. Außerdem habe ich noch keinen Kontoauszug, auf dem der betreffende Betrag gebucht wurde. Mein letzter Kontoauszug datiert vom 3. April d. J.. Ich habe Ihnen den Betrag von € 3,99 auf das in Ihrer vorletzten Email angegebene Konto bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG überwiesen. Ich könnte Ihnen lediglich einen Screenshot des Kontos zumailen, aber das wollen Sie ja nicht.

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

Bin nun mal gespannt, wie die Reaktion ist.

Thunderbird: Bild und Text in Signatur einfügen

Text oder Bild unter Thunderbird in eine Email-Signatur einfügen, ist eigentlich kein Problem – aber beides? Ich habe es bisher mit einer externen HTML-Datei versucht, aber das Foto erscheint eben nicht. 🙁

Screenshot: Email-Signatur ohne Bild.

Bei Chip.de habe ich eine Anleitung entdeckt, aber die bezieht sich nur nur auf ein Bild. Wie man/frau Bild und Text einbindet, habe ich – bisher jedenfalls – nicht entdeckt. Dabei ist das Problem vermutlich, den korrekten Pfad zum Bild anzugeben. Den herauszufinden ist aber anscheinend nicht so einfach. 🙁

So müßte es aussehen:

Screenshot: Email-Signatur mit Bild.

Vielleicht weiß ja jemand, wie man/frau das hinbekommt?

Habe inzwischen bei GIGA einen entsprechenden Artikel entdeckt und werde das mal ausprobieren. (Ok, nun klappt es! 😉 )

Lesetip: „The Cathedral And The Bazaar“ von Eric S. Raymond

Eric S. Raymond (Bildmitte) 2004 auf der Linucon. Foto © Copyright 2004 by jerone2. Lizenz: CC BY-SA 2.0.

An dieser Stelle ein Lesetip. Die Rede ist von dem mittlerweile zum Klassiker avancierten Essay „The Cathedral And The Bazaar“ von Eric S. Raymond, das leider (noch?) nicht auf Deutsch verfügbar ist.

Ein Zitat:

„Linux is subversive. Who would have thought even five years ago (1991) that a world-class operating system could coalesce as if by magic out of part-time hacking by several thousand developers scattered all over the planet, connected only by the tenuous strands of the Internet?

Certainly not I. By the time Linux swam onto my radar screen in early 1993, I had already been involved in Unix and open-source development for ten years. I was one of the first GNU contributors in the mid-1980s. I had released a good deal of open-source software onto the net, developing or co-developing several programs (nethack, Emacs’s VC and GUD modes, xlife, and others) that are still in wide use today. I thought I knew how it was done.

Linux overturned much of what I thought I knew. I had been preaching the Unix gospel of small tools, rapid prototyping and evolutionary programming for years. But I also believed there was a certain critical complexity above which a more centralized, a priori approach was required. I believed that the most important software (operating systems and really large tools like the Emacs programming editor) needed to be built like cathedrals, carefully crafted by individual wizards or small bands of mages working in splendid isolation, with no beta to be released before its time.

Linus Torvalds’s style of development—release early and often, delegate everything you can, be open to the point of promiscuity—came as a surprise. No quiet, reverent cathedral-building here—rather, the Linux community seemed to resemble a great babbling bazaar of differing agendas and approaches (aptly symbolized by the Linux archive sites, who’d take submissions from anyone) out of which a coherent and stable system could seemingly emerge only by a succession of miracles.

The fact that this bazaar style seemed to work, and work well, came as a distinct shock. As I learned my way around, I worked hard not just at individual projects, but also at trying to understand why the Linux world not only didn’t fly apart in confusion but seemed to go from strength to strength at a speed barely imaginable to cathedral-builders.“—Eric S. Raymond

© Copyright 2000 by Eric S. Raymond. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Open Publication License, version 2.0.

Zum Gimp 2.10

Möchte an dieser Stelle mal wieder eine Lanze für den Gimp brechen, der von seinem Potential imho sehr unterschätzt wird, zumal er seit der Version 2.10 ja auch 16- bzw. 32-bit Farbtiefe pro Kanal unterstützt. Meiner Erfahrung nach – und ich benutze den Gimp nun schon seit über neunzehn Jahren – ist er eben nicht nur ein Werkzeug für Hobby-User. Ich muß gestehen, daß ich den Gimp intuitiver (!) finde als beispielsweise Photoshop; auf die Kontroverse „Gimp vs. Photoshop“ möchte ich hier gar nicht näher eingehen.

Der Gimp und intuitiv?, werden manche jetzt sagen. Yep! Nur zwei Beispiele: Zoomen geht mit dem Gimp ganz einfach über die Tasten + und -, und auch das Handling von Pfaden ist meiner Meinung nach im Gimp besser gelöst als in Photoshop, auch wenn die Kontrollpunkte der Pfade in Photoshop feiner ausgelegt sind als im Gimp. Zudem kann man/frau im Gimp eigene Shortcuts (Tastaturkürzel) anlegen, die das Arbeiten z. T. deutlich beschleunigen. Das geht in Photoshop zwar auch, aber irgendwie – zugegebenermaßen sehr subjektiv – ist mir hier der Gimp sympathischer.

Dann ist das Interface des Gimp weitgehend konfigurierbar (geht über Bearbeiten > Einstellungen > Interface); so hat es – was ich jedoch, an die zwei bis drei Fenster gewöhnt, als unflexibel empfinde – beispielsweise einen Einfenster-Modus (Fenster > Einfenster-Modus). Und: Sämtliche Funtionen des Gimp können über einen einfachen Rechts-Klick aufgerufen werden.

Und – bevor ich’s vergesse: Der Gimp hat über das nachträglich zu installierende Paket gimp-gap einen sogenannten Chroma-Keyer (siehe auch hier) implementiert, mit dessen Hilfe einfarbige Hintergründe entfernt werden können. Aufgerufen wird dieser Chroma-Keyer über Video > Bluebox.... Bei Photoshop geht das zwar auch, etwa über das AdvantEdge-Plug-in von Ultimatte, das kostet aber – und nicht zu knapp.

Eine Schwäche des Gimp – hier ist Photoshop klar im Vorteil – ist beispielsweise die Unterstützung von CMYK, und auch das Anti-Aliasing („Glätten“) ist in Photoshop besser. Und dann ist da noch das unkomfortable, sehr (!) verbesserungswürdige Textwerkzeug des Gimp.

Summa summarum möchte ich an dieser Stelle aber doch eine klare Empfehlung für den Gimp aussprechen. Ich habe zwar auch – via Wine – Photoshop CS2 installiert, arbeite aber kaum damit, weil mir der Gimp einfach lieber ist.

04:38 Uhr

Bin heute – für mich relativ spät – kurz nach vier Uhr morgens aufgewacht und habe schon die zweite Zahlungserinnerung von Amazon bekommen, obwohl ich der Meinung war, daß auf meinem Girokonto genügend Deckung vorhanden sei. Es geht dabei auch nur um Bagatellbeträge – € 0,99 und € 1,29 – für Downloads von MP3s von Django Reinhardt. Dachte zuerst, diese Erinnerungen wären Spam, habe dann aber nach Prüfung die fraglichen Beträge überwiesen, da auch meine Bank mir zwei PDFs über nicht ausgeführte Abbuchungen zugemailt hat. Muß aufpassen, daß ich nicht zuviel Kaffee trinke, auch wenn es sich dabei lediglich um vergleichsweise schwachen Milchkaffee handelt. Höre, was um diese Zeit sehr entspannend ist, „I Love You (For Sentimental Reasons)“ (1947) von Django Reinhardt.