PNG und JPG

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Aus reiner Bequemlichkeit lade ich nicht nur Screenshots, sondern auch Fotos überwiegend als PNGs hier ins Blog hoch. Dabei sind PNG-Dateien teilweise im Vergleich zu JPGs bis zu zehnmal (!) größer. Umgekehrt erlebe ich – wenn auch nicht bei mir – den Fall, daß Bilder, die besser als indiziertes PNG abgespeichert würden, als JPGs zur Verfügung stehen – ergo viel zu groß sind. Dahinter steckt wohl, daß die Betreffenden nicht genügend über diese beiden Formate wissen. Während das Gros der verfügbaren Grafikprogramme lediglich die gebräuchlichen Standard-Features des PNG-Formats unterstützt, bietet beispielsweise ImageMagick die Option an, auf die fünf Kompressionsfilter von PNG (none, sub, up, average und paeth) zuzugreifen, was – je nach Bilddaten – die Dateigröße nochmal verkleinern kann.

Die Features beider Formate in kurzer Übersicht:

JPEG:

Eignet sich aufgrund der verlustbehafteten Kompression am besten für Fotos. Max. Farbtiefe: 24 bit, das sind etwas über 16,7 Millionen Farben. Als JPG abgespeicherte Bilder können auch – optional – progressiv aufgebaut werden – ein Feature, das aber eher früher Sinn machte, als man/frau noch mit 56k-Modems im Internet unterwegs war. „Progressiv“ bedeutet, daß zuerst eine niedrig-auflösende Version aufgebaut wird, bis das Bild vollständig geladen ist. In JPG-Dateien können auch Text-Kommentare wie Copyright-Vermerke oder auch verwendete Software abgespeichert werden. Ebenfalls unterstützt wird das sogenannte sub-sampling, bei dem das Bild in Blöcke zu je vier Pixeln aufgeteilt wird. Bei einem sub-sampling von 4:4:4 wird die gesamte Bildinformation gespeichert, bei 4:2:2 und 4:1:1 wird, soviel ich weiß, die Helligkeitskomponente voll abgespeichert, während für die Farbinfomationen für jeden Viererblock ein Durchschnittswert gebildet wird.

PNG:

PNG (Portable Network Graphics; gesprochen: ping) unterstützt max. 64 bit – d. h. insgesamt 18,45 Trillionen (!) Farben – RGBA, was auf normalen Monitoren gar nicht mehr darstellbar ist, und eignet sich eher für Bilder mit größeren Farbflächen, z. B. Screenshots oder Logos. Die Kompression erfolgt verlustfrei mit einem LZ77-Algorithmus. Wie weiter oben bereits erwähnt, sind in PNG darüber hinaus fünf Kompressionsfilter implementiert. Ein Feature von PNG ist die Transparenz, wobei im Gegensatz zu GIF bei indizierten PNGs 256 Transparenzstufen unterstützt werden, während bei GIF ein Pixel entweder nur transparent oder nur deckend sein kann. Indizierte PNGs mit Farbpalette können besser als vergleichbare GIFs komprimieren; die Farbtiefe reicht hier von 256 Farben auf der einen bis zu zwei Farben auf der anderen Seite. Bei nicht-indizierten PNGs wird ein bis zu 16-bit großer Alpha-Kanal unterstützt.

Weiterführender Link:

Eine ausführliche Geschichte von PNG (englisch), zu finden auf der PNG Homepage.

Autor: Claus Cyrny

Ich fotografiere seit 1993 und mache Grafik seit 1996. Seit 1998 beschäftige ich mich auch mit visual fx. .:: artificial ::. ist so eine Art kreativer Spielwiese, wo ich Sachen ausprobiere, Gedanken aufschreibe und über die aktuellen Trends berichte. Und: Ich benutze seit 2004 Ubuntu Linux, das ich total schick finde.