Piet Mondrian: „Komposition mit Farbflächen“ (1914)

Piet Mondrian: „Komposition mit Farbflächen“ (1914). © Staatsgalerie Stuttgart. Lizenz: CC0 1.0.

Mein Lieblings-Mondrian, ein frühes abstraktes Gemälde von 1914, noch vor dem „klassischen“ Mondrian, von dem auch zwei Beispiele in der Stuttgarter Staatsgalerie hängen. Ich finde dieses in seiner Farbgebung sehr dezent gehaltene Bild wunderbar ausbalanciert.

Dudel-Pop (5)

Kritisches über die lokalen Radiosender hier im Großraum Stuttgart zu schreiben, ist eigentlich müßig; ändern tut sich eh‘ nichts, ob das jetzt „Die neue 107.7“ ist oder „Antenne 1“ oder der „SWR3“. Entweder sind die Macher dieser Sender wirklich allen Ernstes von der Bedeutung ihres absolut zweitklassigen Dudel-Pops überzeugt oder sie verdummen ganz bewußt die Zuhörer – hier kann sich jeder aussuchen, was paßt. Mich persönlich ärgert diese unselige Entwicklung jedenfalls, deren Anfang ich irgendwann nach der Jahrtausendwende veranschlage. Was ich vor allem moniere, ist die augenscheinliche Unfähigkeit vieler Musiker, eingängige, originelle Melodien zu schreiben. Was mich außerdem stört, ist dieses routinierte, absolut uninspirierte Heruntergenudel der Texte, ob das auf Englisch ist oder auf Deutsch. Auch hier: Originalität Fehlanzeige. Eigentlich wäre es die Aufgabe der Radiosender, gegenzusteuern, statt diesen seelenlosen Fließband-Pop unkritisiert über den Äther zu verbreiten. Daß diese Sender nichts dergleichen tun, spricht Bände. So wird das jedenfalls nicht mehr besser – im Gegenteil.

Wieso mich diese Entwicklung stört? Weil ich in den 60er- und 70er-Jahren aufgewachsen bin und damit den Vergleich habe. Die Jugend von heute kennt es – traurig genug – ja nicht mehr anders. Dagegen kommt sich meine Gitarrenschülerin – sie ist 22 – von der aktuellen Pop-Musik auch teilweise verdummt vor. Wie soll man Songtexte auch anders nennen, in denen man mit „Ah-ai, ah-ai“ oder „A-ha-ha-ha-ha“ konfrontiert wird, frei nach dem Motto „Schlimmer geht’s immer.“ Da nun aber die Radiosender ihre Schallarchive und damit den Zugang zur Musik von vor fünfzig, sechzig Jahren haben, können sie sich eigentlich nur schwer bis gar nicht damit herausreden, sie wüßten es nicht besser. Warum sie trotzdem nur diesen Schrott spielen – Ausnahmen bestätigen die Regel -, kann ich mir nicht erklären. Oder?

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