Dudel-Pop (5): Nachgedanken

Nach meinem doch sehr kritischen Beitrag „Dudel-Pop (5)“ habe ich mir einige Gedanken zum Thema gemacht. So gefällt (mindestens) zwei Bekannten von mir der SWR3 ja. Bin ich dann (so komme ich mir jedenfalls vor) nur ein Exot, der mit seiner kritischen Meinung allein auf weiter Flur dasteht? Hmmm, ich weiß es nicht. Ich meine jedoch – und da stehe ich Gottseidank nicht allein da -, daß die Qualität gerade von Pop-Songs in den letzten sagen wir zehn, fünfzehn Jahren leider deutlich abgenommen hat. Und: Bei dem Begriff „Qualität“ muß ich unweigerlich an das Buch „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten“ von Robert M. Pirsig denken, in dem der Qualitätsbegriff eine ganz zentrale Rolle spielt. Ohne hier näher auf den Inhalt dieses sehr lesenswerten Buches einzugehen, möchte ich doch anmerken, daß der Autor zu dem Schluß kommt, daß wir ganz genau wissen, was Qualität ist. In Bezug auf Pop-Songs könnte man solche Kriterien wie Originalität, Eingängigkeit und Klarheit anführen. Adjektive, die mir dazu einfallen, sind „leidenschaftlich“, „clever“, „witzig“ – Eigenschaften, die dem Gros des gegenwärtig produzierten Pops eindeutig abgehen. Mein Eindruck ist, daß da routiniert und ohne jede spürbare Leidenschaft ein Song nach dem anderen auf den Markt geworfen wird. Fließband-Pop. Wo sind diese Songs witzig, wo originell? Ich für mein Teil sehe es jedenfalls nicht. Und: Wer nicht weiß, was ich unter „originell“ verstehe, der höre sich nur mal etwa ein beliebiges Stück der Beatles an. „Drive My Car“ fällt mir ein. Das ist witzig und clever. Vielleicht wird jetzt etwas klarer, was ich sagen will. Wo gibt es heute Vergleichbares?

Weiterführende Links: Mein Beitrag „Robert M. Pirsig: „Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten““ sowie alle Beiträge zum Thema.

Heute abend

War gegen Abend nochmal spazieren, wobei ich u. a. an vier Jugendlichen vorbei mußte, die eine Treppe blockiert hatten. Mußte mich beherrschen, um nichts zu sagen. Dann, wieder zurück in meinem Apartment, zuerst weiter in der Lektüre von „Mittsommermord“ von Henning Mankell. Dann habe ich das Digitalzoom meiner Kamera ausprobiert (seht auch hier). Nähere mich dem 1.500sten Beitrag hier auf .:: artificial ::..

Sony Alpha 7: Digitalzoom

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Bei dem obigen Foto habe ich das in meinen Sony Alpha 7 integrierte Digitalzoom ausprobiert. Na ja, etwas unscharf. Jedenfalls kenne ich jetzt wieder ein neues Feature meiner Kamera, die ich nunmehr seit über einem halben Jahr habe. Autor Martin Vieten, der das im dpunkt.verlag erschienene Handbuch zu dieser Kamera geschrieben hat, rät, das Digitalzoom wegen der deutlich reduzierten Bildqualität zu meiden und dafür das Smart-Zoom (Zoom-Bereich 1) oder das Klarbild-Zoom (Zoom-Bereich 2) zu verwenden.

Tip: Man/frau kann die Zoom-Funktion auf eine der drei Funktionstasten (C1 bis C3) legen. Vorgehensweise: MENU > Benutzereinstellungen > Key-Benutzereinstlg. > 1 Benutzerdef. Taste 1 > Zoom. Nun steht der Zoom nach dem Drücken der Taste C1 zur Verfügung. Dabei – wie Martin Vieten empfiehlt – wegen der Bildqualität möglichst im Zoom-Bereich 1 oder 2 bleiben.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Rezension: „Das Sony Alpha 7/7R Handbuch“ von Martin Vieten“.